Ironman Hawaii

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Der Ironman Hawaii ist der älteste Triathlon über die Langdistanz mit 3,86 km (2,4 Meilen) Schwimmen, 180 km (112 Meilen) Radfahren und 42,2 km (26,2 Meilen) Laufen, der seit der Erstaustragung 1978 an der Geburtsstätte der Marke Ironman ['aɪɘrnˌmæn] (britische Aussprache: ['aɪɘnˌmæn]) auf der Inselgruppe Hawaii im Pazifischen Ozean stattfindet. Seit 1982 wird er alljährlich unter der seither als Markenzeichen geschützten[1] Bezeichnung Ironman World Championship im Oktober auf Big Island (zuvor auf Oʻahu) ausgerichtet. Seit Mitte der 1980er Jahre ist sowohl für Amateure als auch Profi-Triathleten in der Regel eine Qualifikation bei den weltweit stattfindenden, vom Inhaber der Markenrechte lizenzierten oder ausgerichteten Wettbewerben erforderlich.

„Whoever finishes first, we'll call him the Iron Man.“

„Wer auch immer zuerst ins Ziel kommt, wir werden ihn den Mensch aus Eisen nennen.“

Commander John Collins: Aussage bei der Siegerehrung des „Oahu Perimeter Relay Runs“ 1977, als er mit einigen Bekannten beschloss, die drei herausfordernsten Ausdauersportevents der Insel in einem Rennen zu vereinen.[2]

Ablauf des Wettkampfes[Bearbeiten]

Der Ironman Hawaii gilt als einer der weltweit anspruchsvollsten Ausdauerwettkämpfe. Neben den aus der Länge der Wettkampfstrecke resultierenden mentalen und physischen Anforderungen an die Athleten werden diese zusätzlich durch die klimatischen Bedingungen in der hawaiianischen Lavawüste während des Rennens gefordert. Die Ho'o-Mumuku-Winde, unvorhersehbar aufkommende böige Seitenwinde mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h, können vor allem auf der Radstrecke, auf der wie bei allen Ironman-Rennen das Windschattenfahren untersagt ist, den Rennverlauf wesentlich beeinflussen. Sowohl beim Radfahren als auch auf der weitgehend schattenlosen Laufstrecke sind die Teilnehmer Temperaturen von zum Teil erheblich über 30 °C und hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt.

„Swim 2.4 miles, bike 112 miles, run 26.2 miles. Brag for the rest of your life!“

„Schwimme 3,8 km, radle 180 km, laufe 42,2 km. Prahle damit für den Rest Deines Lebens!“

Commander John Collins: handschriftliche Notiz auf der dreiseitigen Wettkampfbeschreibung jeden Teilnehmers beim ersten Ironman Hawaii[3]

Die meisten Teilnehmer sind zur Akklimatisierung bereits eine Woche vor dem Wettkampf auf Hawaii, das Programm beginnt am Samstag vor dem Wettkampf mit einem Schwimmtraining am Kailua Pier sowie einem 5 km-Lauf am Sonntag. Ab Dienstag vor dem Rennen ist die Registrierung der Teilnehmer mit Abholung der Startunterlagen, nachmittags startet die Parade der Nationen: in einem Umzug der Teilnehmer, angeführt von jugendlichen Soldaten aus Hawaii ziehen die Athleten nach Nationalitäten gruppiert gemeinsam mit Bands über den Alii Drive bis hin zum Expo Gelände in Kailua-Kona. Mittwochs bzw. Donnerstags finden Wettkampfbesprechungen in deutsch, japanisch bzw. englisch statt, in denen der Ablauf und das Regelwerk erläutert wird. Donnerstag ist dann der Tag des Underpants-Run, einer Charity-Veranstaltung, die ihren Ursprung in einer Aktion aus dem Jahr 1998 hat, um die insbesondere die aus Sicht der Amerikaner schamlosen europäischen Athleten, die ihre Badebekleidung jederzeit an den falschen Plätzen wie im Restaurant, im Supermarkt und ähnlichem zur Schau tragen, auf die Schippe zu nehmen. Freitags ist der Check-In des Wettkampfmaterials der Teilnehmer (Rad, Helm sowie die beiden Wechselbeutel) in der Wechselzone am Kailua Pier. Für die Teilnehmer beginnt der Wettkampftag Samstags morgens um 4:45 Uhr mit der Kennzeichnung ihrer Oberarme mit ihrer individuellen Startnummer.

Der Wettkampf startet in vier Startgruppen von 6:25 Uhr bis 7:10 Uhr morgens in Kailua-Kona mit der 3,86 km (2,4 Meilen) langen Schwimmstrecke aufs offene Meer und zurück, der Startschuss erfolgt mittels einer alten Kanone. Darauf folgt die Radstrecke durch die Lavafelder Richtung Norden auf dem Queen K Highway mit dem Wendepunkt in Hawi. Nach 180,2 km (112 Meilen) wird das Rad in Kailua Kona gegen die Laufschuhe getauscht. Der Marathon führt bis zum Natural Energy Lab, einer Forschungsstation zur Nutzung von Meeresenergie, und endet mit dem Zieleinlauf auf dem Ali’i Drive in Kona.

Mit dem Abschlussbankett und der Siegerehrung am Sonntagabend endet das offizielle Programm rund um die Ironman World Championship.

Qualifikation[Bearbeiten]

Aktuell gibt es weltweit 41 Ironman-Wettkämpfe,(Stand: Oktober 2015) bei denen eine Qualifikation zum Ironman Hawaii möglich ist. Bis 2015 konnten sich Amateure auch bei ausgewählten Wettkämpfen über die halbe Distanz (Ironman 70.3) qualifizieren. Die Anzahl der pro Wettkampf an Amateure vergebenen Qualifikationsplätze für Hawaii hängt von der Altersklasse ab und variiert unter den einzelnen Ironman-Wettbewerben. Die beim Ironman Hawaii Erstplatzierten in den einzelnen Altersklassen sind traditionell ohne weitere Qualifikation berechtigt, einen Startplatz für das Folgejahr zu erwerben.

Bis 2003 waren auch die Top-15 der männlichen und weiblichen Profi-Triathleten des Vorjahres berechtigt, ohne zusätzliche Qualifikation einen Startplatz zu erwerben.[4] Von 2004 bis 2006 waren die Top-10 des Vorjahres direkt qualifiziert,[5] von 2007 bis 2011 noch die Top-3. Die übrigen Profis der Top-10 mussten von 2007 bis 2011 zusätzlich noch erfolgreich an einem weiteren von der WTC lizenzierten Wettkampf teilnehmen.[6] Für die weiteren Profi-Triathleten gab es bei den Qualifikationswettkämpfen in unterschiedlicher Anzahl gesonderte sogenannte „Pro-Slots“, über die sie mit einer entsprechenden Platzierung einen Startplatz erwerben konnten.

Ab September 2011 wurde zur Qualifikation für den Ironman Hawaii – erstmals für 2012 – das „Kona Pro Ranking System“ (KPR) eingeführt, das die Profi-Triathleten, die um die insgesamt 650.000 US-Dollar Preisgeld auf Hawaii kämpfen, seither verpflichtet, an mehreren von der WTC organisierten oder lizenzierten Wettkämpfen pro Saison teilzunehmen. Die erstplatzierte Frau und der erste Mann auf Hawaii erhalten je 8.000 Punkte, die Sieger in Frankfurt, Texas, Florianópolis und Port Elizabeth jeweils 4.000, bei den übrigen Ironman-Rennen entweder 1.000 oder 2.000 Punkte. Weitere Platzierte erhalten eine entsprechend reduzierte Punktzahl. Bei Ironman 70.3-Rennen werden je nach Rennen 500, 750 oder 1.500 Punkte an den Sieger vergeben.[7] Die jeweils besten fünf Ergebnisse pro Athlet, unter denen mindestens ein Ironman sein muss, werden addiert. Die derart bestplatzierten vierzig männlichen und achtundzwanzig weiblichen Athleten erhalten jeweils Ende Juli die Möglichkeit, einen Startplatz für den Ironman Hawaii zu erwerben. Ende August werden alle Ende Juli nicht wahrgenommenen Pro-Slots sowie zehn weitere Slots für männliche und sieben weitere für weibliche Starter den nächstbestplatzierten Profi-Triathleten angeboten. Zusätzlich werden zehn Profi-Startplätze für die Sieger der vorhergehenden fünf Jahre vorgehalten, wobei diese vor Erwerb eines Startplatzes noch einen Ironman innerhalb der Qualifikationsperiode absolvieren müssen. Weitere acht Profi-Startplätze sind für die männlichen und weiblichen Sieger in Frankfurt, Texas, Florianópolis und Port Elizabeth reserviert.[8] Die zwölfmonatige Qualifikationsperiode für Profi-Triathleten beginnt jährlich am 1. September.

Am 31. Juli 2015 gab die WTC die für den 10. Oktober 2015 auf Hawaii qualifizierten Profi-Triathleten bekannt: aus der Schweiz waren Daniela Ryf, Caroline Steffen sowie Ronnie Schildknecht und Jan van Berkel, aus Österreich Eva Wutti und Michael Weiss sowie die deutschen Profis Julia Gajer, Diana Riesler, Britta Martin, Mareen Hufe sowie Jan Frodeno, Titelverteidiger Sebastian Kienle, Nils Frommhold, Andreas Böcherer, Christian Kramer und Maik Twelsiek vertreten.[9][10] Ende August stand fest, dass sich zusätzlich noch Andreas Raelert und Boris Stein sowie Astrid Stienen qualifizieren konnten. Die ebenfalls qualifizierten Lisa Hütthaler und Sonja Tajsich sagten ihren Start verletzungsbedingt ab. Insgesamt standen für den 10. Oktober 2015 99 Profi-Triathleten (57 Männer und 42 Frauen) auf der Starterliste.

Inklusive der Amateure umfasste die Starterliste für den Ironman Hawaii 2015 2.378 Athleten.[11] Die Startgebühren betrugen 2014 775 US-Dollar,[12] für 2016 liegen sie bei 850 US-Dollar zzgl. 6 % Servicegebühren[13] (zum Vergleich: 1986 100 US-Dollar bei rund 1000 Teilnehmern,[14] 1993 245 US-Dollar bei 1350 Teilnehmern und 2005 450 US-Dollar bei 1743 Startern[15]). Der Altersdurchschnitt der Teilnehmer beim Rennen lag in den Jahren 2009–2014 bei ca. 42 Jahren.

Die offizielle Qualifikation für den Ironman Hawaii ist bei folgenden Wettkämpfen möglich:

AustralienAustralien Australien Ironman Australia, Ironman Cairns und Ironman Western Australia
BrasilienBrasilien Brasilien Ironman Brasil und Ironman Brasil Fortaleza
DanemarkDänemark Dänemark Ironman Copenhagen
DeutschlandDeutschland Deutschland Ironman Germany
FrankreichFrankreich Frankreich Ironman France und Ironman Vichy
JapanJapan Japan Ironman Japan
ItalienItalien Italien Ironman Italy
KanadaKanada Kanada Ironman Canada, Ironman Mont-Tremblant und Ironman Muskoka*
MalaysiaMalaysia Malaysia Ironman Malaysia
MexikoMexiko Mexiko Ironman Mexico und Ironman Los Cabos*
NiederlandeNiederlande Niederlande Ironman Maastricht-Limburg
NeuseelandNeuseeland Neuseeland Ironman New Zealand
OsterreichÖsterreich Österreich Ironman Austria
SchwedenSchweden Schweden Ironman Sweden
SchweizSchweiz Schweiz Ironman Switzerland
SpanienSpanien Spanien Ironman Barcelona, Ironman Lanzarote und Ironman Mallorca
SudafrikaSüdafrika Südafrika Ironman South Africa
TaiwanRepublik China (Taiwan) Taiwan Ironman Taiwan
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Ironman Arizona, Ironman Boulder*, Ironman Chattanooga, Ironman Coeur d’Alene, Ironman Florida*, Ironman Louisville*, Ironman Maryland*, Ironman Texas, Ironman Lake Placid, Ironman Vineman und Ironman Wisconsin*
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Ironman UK, Ironman Wales und Ironman Weymouth
* reine Amateurwettkämpfe ohne Preisgeld, keine Qualifikationsmöglichkeit für Profi-Triathleten[16]

Zum Ironman Hawaii 2014 war eine Qualifikation für Amateure auch noch bei folgenden Rennen der Ironman 70.3-Serie möglich: Mandurah, Auckland, St. Croix, Hawaii, Maryland und Wiesbaden.[17] Zum Ironman Hawaii 2015 bot der Ironman 70.3 Kraichgau noch als einziger Mitteldistanz-Triathlon 30 Qualifikationsplätze für Hawaii,[18] für den Ironman Hawaii 2016 ist keine Qualifikation mehr über Wettkämpfe über andere Distanzen vorgesehen.

Außerdem wurden bis 2015 jährlich 200 Startplätze über eine Lotterie vergeben.[19] Eine Teilnahme an der Lotterie war für 50 US-Dollar pro Jahr möglich, seit 1990 konnte über eine zusätzliche Mitgliedschaft für weitere 50 US-Dollar im Passport Club die Gewinnchance erhöht werden. Ab 2012 wurde die Gewinnchance für wiederholt Teilnehmende zusätzlich über das Legacy-Programm heraufgesetzt.[20] Lotterie-Gewinner konnten anschließend für den regulären Startpreis (2015 850 US-Dollar zzgl. 6 % Gebühren) einen Startplatz erwerben.[21]

Streckenverlauf[Bearbeiten]

Schwimmstart 2005

Schwimmen[Bearbeiten]

Das Schwimmen über 3,86 Kilometer (2,4 Meilen) im Pazifik führt vom Kailua Pier in der Bucht von Kailua-Kona im Uhrzeigersinn in Form eines lang gezogenen Rechtecks in südlicher Richtung bis zu einem Wendepunkt bei der Hälfte der Strecke und dann wieder zurück zum Startbereich. Neoprenanzüge sind auf Hawaii nicht erlaubt, die Wassertemperatur in der Kailua Bay liegt mit typischerweise 26 °C deutlich über dem Limit von 24 °C. Athleten, die 2:20 h nach ihrem Start oder später das Wasser verlassen, dürfen das Rennen nicht weiter fortsetzen.[22]

Bis einschließlich 2003 gab es noch einen gemeinsamen Massenstart für alle Athleten.[23] Ab 2004 starteten die Profi-Triathleten 15 min vor den Amateuren,[24] ab 2011 30 min.[25] Seit 2012 starten die männlichen Profi-Triathleten 5 min vor den weiblichen, die Amateure starteten zunächst noch in einer gemeinsamen Gruppe weitere 25 min später.[26] Seit 2014 starten auch die männlichen und weiblichen Amateure in getrennten Startwellen.[27][28] 2015 wurden die Startwellen noch weiter auseinandergezogen: die männlichen Amateure starteten 25 Minuten nach den weiblichen Profis, weitere fünfzehn Minuten später die weiblichen Amateure.[22]

Radfahren[Bearbeiten]

Verpflegungsstation bei km 45 auf der Radstrecke

Die Strecke über 180,2 Kilometer (112 Meilen) Radfahren verläuft zunächst in südlicher Richtung zum ersten Wendepunkt, dann zurück durch Kona und weiter in nördlicher Richtung entlang der Kona- und Kohala-Küste auf dem Queen Ka`ahumanu Highway sowie Akoni Pule Highway bis zum zweiten Wendepunkt in dem kleinen Ort Hawi und dieselbe Strecke zurück nach Kona. Die Strecke besteht aus einer Vielzahl kleiner Hügel mit Anstiegen von bis zu 6 % und einer Länge zwischen einigen hundert Metern bis ca. 1,5 km. Es müssen etwa 1.500 Höhenmeter bewältigt werden. Der höchste Punkt der Strecke liegt etwa 200 Meter über dem Meer.

Windschattenfahren ist beim Ironman generell verboten, ein Mindestabstand von zehn Metern entsprechend fünf Radlängen[22] (Profis: 12 Meter) ist einzuhalten (von 2004 bis 2014 7 m entsprechend vier Radlängen)[29]. Bei Überholvorgängen muss innerhalb von 20 s der vorausfahrende Athlet passiert werden, der anschließend innerhalb von 20 s den Mindestabstand wieder herzustellen hat. Nach einem Überholvorgang ist sofort wieder einzuscheren und das Rechtsfahrgebot einzuhalten. Verstöße (auch „Littering“, d. h. Wegwerfen von Abfall außerhalb der Verpflegungsstellen) werden von Race-Marshals mit gelben oder blauen Karten geahndet, anschließend hat der Athlet die nächste Penalty-Box aufzusuchen. Bei einer gelben Karte (z. B. wegen „Blocking“ durch Missachtung des Rechtsfahrgebots) kann der Athlet nach Nennung seiner Startnummer den Wettkampf sofort fortsetzen („Stop&Go“), bei einer blauen Karte erst nach Ablauf der Zeitstrafe von fünf Minuten (2014[29] noch 4 min). Athleten, die nicht an der nächsten Penalty-Box stoppen, mehr als zwei Verwarnungen erhalten oder die Radstrecke spätestens 10:30 h nach dem Rennstart noch nicht beendet haben, dürfen das Rennen nicht weiter fortsetzen.[22]

Laufen[Bearbeiten]

Die 42,195 Kilometer lange Laufstrecke (entsprechend der Marathon-Distanz) verläuft zunächst Richtung Süden nach Keauhou zu einem ersten Wendepunkt, dann wieder zurück durch Kona Richtung Norden auf den Queen Ka’ahumanu Highway (auf dem auch die Radstrecke verläuft) zum zweiten Wendepunkt, im sogenannten Natural Energy Lab und von dort wieder auf dem gleichen Weg zurück nach Kona. Das Ziel befindet sich auf dem Ali’i Drive.[22]

Alle Athleten müssen bis spätestens Mitternacht den Marathon beendet haben. Somit bleiben insgesamt 17 Stunden, um die Ziellinie zu überqueren. Neben „Drafting“, „Blocking “ und „Littering“ werden z. B. auch die Annahme fremder Hilfe, nicht geschlossene Kinnriemen der Helme auf dem Rad, unerlaubte Ausrüstungsgegenstände (auch MP3-Player und Handys) und fehlende Startnummer auf der Laufstrecke bzw. am Rad von den Race-Marshals geahndet.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus dem 1920er-Jahren sind erste Mehrkämpfe aus Schwimmen, Radfahren und Laufen in Frankreich überliefert. Die Jogging-Welle Mitte der 1970er-Jahre führte zu ähnlichen derartigen Mehrkämpfen im südlichen Kalifornien, wo auch erstmals die Bezeichnung Triathlon verwendet wurde, Zusammenhänge zu den französischen Veranstaltungen sind allerdings nicht bekannt.

1974 – Vorgeschichte in San Diego[Bearbeiten]

Wegen der Lagune Mission Bay inmitten San Diegos war dort die Kombination von Schwimmen und Laufen am Strand als Ausdauersportart populär geworden, man veranstaltete Wettkämpfe im Modern Biathlon (der amerikanischen Bezeichnung für „Biathle“). Der Dave Pain Birthday Biathlon war seit 1972 ein solcher kleiner Amateur-Wettkampf mit den Disziplinen 4,5 Meilen Laufen und eine Viertelmeile Schwimmen.

Der damalige Mittdreißiger und ehemalige Leistungsschwimmer Jack Johnstone nahm 1973 und 1974 daran teil und wollte daraufhin selbst einen Biathle ausrichten. Über den Laufsportverein „San Diego Track Club“ kam er in Kontakt zu Don Shanahan, der ähnliche Gedanken hegte und die Integration eines Radrennens vorschlug. Johnstone war zwar skeptisch, da er wie die meisten Amerikaner gar kein Fahrrad besaß, nahm den Vorschlag aber an und organisierte gemeinsam mit Shanahan den Mission Bay Triathlon am 25. September 1974. Angeblich fragte der Schildermacher, der die Siegerpokale anfertigen sollte, Johnstone nach der korrekten Schreibweise des Begriffes „Triathlon“, der damals noch in keinem Wörterbuch zu finden war.[30]

Am späten Nachmittag des 25. September 1974 gingen 46 Teilnehmer an den Start der Strecken 6 Meilen Laufen, 5 Meilen Radfahren und 500 Yards Schwimmen. Aufgrund der Dämmerung beleuchteten Pkw-Scheinwerfer am Strand die letzten Meter der Schwimmstrecke. Sieger wurde Bill Phillips nach 55:44 Minuten. Johnstone selbst wurde Sechster, Shanahan nahm aufgrund einer Verletzung nicht teil und übernahm die Rennleitung. Zu den „Finishern“ zählten auch sieben Mitglieder der „Coronado Navy Swim Association“ (CNSA), darunter John Collins, Commander der Navy, mit seiner Frau Judy und ihren Kindern Michael und Kristin. Gut neun Monate später organisierte daraufhin Stan Antrim, Trainer der CNSA zusammen mit Bob Weaver den Optimist Sports Fiesta Triathlon, bei dem allerdings Radfahren zur Auftaktdisziplin erkoren wurde.[31] Auch hier waren die Collins beteiligt, die nach ihrer Versetzung nach Hawaii 1978 Mitgründer des Ironman wurden.

1978 bis 1981 – Anfänge auf Oʻahu[Bearbeiten]

Im Februar 1977 diskutierten in Pearl City während der Preisverleihung des Oahu Perimeter Relay, einem Laufwettbewerb für Teams aus fünf Athleten, Teilnehmer der „Mid-Pacific Road Runners“ und des „Waikiki Swim Club“ wieder einmal darüber, ob Schwimmer oder Läufer die fitteren Athleten seien. John Collins schlug vor, drei bereits auf Oʻahu existierende Rennen zu kombinieren: Den Waikiki Roughwater Swim (2,4 Meilen/3,86 km), das Around-Oahu Bike Race „Ride around the Island“ (115 Meilen, ursprünglich ein zweitägiges Rennen) und den Honolulu-Marathon (26,2 Meilen/42,195 km). Durch Kürzen um 3 Meilen wurde es möglich, das Radrennen beim Schwimmziel zu starten und beim Aloha Tower, dem traditionellen Marathonstart, enden zu lassen. Die Namensgebung beruht einer Erzählung nach auf Collins' Bemerkung in der Gründerrunde: „Whoever finishes first, we’ll call him the Ironman“.

Am frühen Morgen des 18. Februar 1978 starteten 15 Männer zu der ausdrücklich als persönliche Herausforderung und nicht als sportlichen Wettkampf deklarierten Veranstaltung. Judy Collins musste kurzfristig ihr Vorhaben, auch teilzunehmen, zurückziehen. Jeder Teilnehmer hatte ein persönliches Unterstützungsteam inklusive individuellem Begleit-Paddler auf der Schwimmstrecke, Begleit-PKW auf der Radstrecke und Verpflegung auf der Rad- und Laufstrecke zu organisieren gehabt,[32] eine Regel, die so auch noch bei den zwei folgenden Veranstaltungen beibehalten wurde. Zwölf Teilnehmer erreichten das Ziel. John Dunbar, ehemaliger SEALs-Soldat und Student an der Universität Honolulu, ging mit zwölf Minuten Vorsprung führend vor Gordon Haller, einem Fitness-Enthusiasten und Marathonläufer aus Honolulu, auf die Laufstrecke. Haller gelang mehrfach, zu Dunbar aufzuschließen Schließlich zog er an ihm vorbei und wurde in 11 Stunden, 46 Minuten und 58 Sekunden erster „Ironman“.[33]

1979

Mundpropaganda reichte dafür aus, dass sich im Jahr darauf bereits 50 Athleten meldeten. Wegen schlechtem Wetters musste die Veranstaltung aber um einen Tag auf den Sonntag verschoben werden, so dass schließlich wie im Vorjahr doch nur 15 Teilnehmer das Abenteuer wagten. Eine Neuauflage des Zweikampfs zwischen dem Vorjahressieger Gordon Haller und John Dunbar wurde erwartet. Nachdem Haller – von seinem in der aufgewühlten See verängstigten Begleitpaddler nach 40 min alleine gelassen – aufgrund seines orientierungslosen Zick-Zack-Kurses erst nach 112 min die erste Disziplin beendete und John Dunbar in den Sturmböen auf der Radstrecke nochmals über 30 min auf den damals 35-jährigen Tom Warren aus San Diego verlor, konnte dieser ungefährdet in 11:15:56 Stunden gewinnen. Lyn Lemaire, Meisterschaftsradfahrerin aus Boston, lag nach der Radstrecke sogar auf Platz zwei, sie wurde insgesamt Sechste und erste „Ironwoman“. Der Journalist Barry McDermott erfuhr von dem Rennen, drei Monate später publizierte Sports Illustrated seinen zehnseitigen Bericht.[34] Die Fotos zu dem Artikel hatte Peter Read Miller beigesteuert.[35] Der ursprüngliche Plan von Collins, das Rennen zur Erleichterung der Rekrutierung von Unterstützern um einen Staffelwettbewerb zu ergänzen,[32] erübrigte sich durch die hohe Resonanz auf den Artikel.

Dave Scott, die erste Legende (Foto von 2008)

1980

In der Folge wurde John Collins von Hunderten Interessierter kontaktiert. Da er aber den Wettkampf nicht weiter organisieren konnte, sprachen er und seine Frau Judy ein befreundetes Ehepaar, Valerie Silk und Hank Grundman, an. Bereits bei der zweiten Austragung hatten die beiden John und Judy Collins in organisatorischen Aspekten sowie mit Helfern unterstützt, entsprechend lautete der offizielle Veranstaltungsname seit 1979 nach der Fitnesskette der Grundmans „Nautilus International Triathlon“.[36] Einzige Bedingungen, die Collins stellte, waren, dass ihm jederzeit freies Startrecht zugestanden werde sowie das Versprechen, neben den Elite-Startern immer ein paar Startplätze für den common man bereitzuhalten, denn diese Individualisten hätten das Rennen geschaffen.[37]

Collins wurde von ABC kontaktiert, die Interesse hatten, einen TV-Beitrag über die Veranstaltung zu drehen. Collins willigte unter der Bedingung ein, dass ihm hierdurch keine Kosten entstehen würden. Er warnte die Redakteure aber, dass der Event für Zuschauer seiner Ansicht nach „ungefähr so spannend sei wie dem Rasen beim Wachsen zuzuschauen“ und hörte dann nichts mehr von ABC.[38] Letztlich reiste wirklich ein Kamerateam nach Honolulu. Sein dann am 23. März in der Sendung Wide World of Sports gezeigter Beitrag sorgte für eine erneute Erhöhung der Aufmerksamkeit auf das Rennen. Der Schwimmstart war aus der Erfahrung des Vorjahres vom San Souci Strand um ca. 5 km zum Ala Moana Beach in Honolulu verlegt worden, hier sorgt ein vorgelagertes Riff für weniger rauhe See. Von 108 Startern erreichten 95 Athleten das Ziel. In 9:24:33 Stunden gewann erstmals US-Athlet Dave Scott, der anschließend das Rennen als Seriensieger, später gemeinsam mit seinem Landsmann Mark Allen, eineinhalb Jahrzehnte lang entscheidend prägte.

1981 bis 1989 – ein Mythos entsteht[Bearbeiten]

Das durch die Medienaufmerksamkeit weiter gestiegene Teilnehmerinteresse und die Verkehrsprobleme in der Großstadt Honolulu veranlassten Organisatorin Valerie Silk zur Suche nach einem geeigneteren Veranstaltungsort: 1981 verlegte sie die Veranstaltung von Oʻahu in die Lavafelder des weniger dicht bevölkerten Big Island.[39] Gleichzeitig hatte nicht mehr jeder Athlet seine persönliche Supporter-Crew, die sich um Verpflegung u. ä. kümmerte, zu organisieren: Organisatorin Valerie Silk rekrutierte 950 Volunteers,[38] fast dreimal so viele wie Teilnehmer. Die Annahme fremder Hilfe von außen war ab jetzt nicht mehr zulässig. Joseph Kasbohm lief in 2:59:48 h als erster Teilnehmer in der Geschichte der Veranstaltung den abschließenden Marathon in unter drei Stunden.[40] Der 73-jährige Walt Stack stellte in 26:20 h die längste Finisher-Zeit für alle Zeiten auf - ab dem folgenden Jahr wurde ein Zielschluss in der Ausschreibung festgelegt.[14] Das ABC zeigte erneut einen Fernsehbericht von dem nun bereits auf 326 Starter angewachsenen Event, bei dem bereits tausende Zuschauer den Start- und Zielbereich säumten. Zu den Regularien zählte damals, dass sich die Teilnehmer auf der Rad- und Laufstrecke an vier verschiedenen Verpflegungsstationen wiegen ließen: um Gesundheitsschäden vorzubeugen, sollten Teilnehmer, wenn sie mehr als 10 % von ihrem vor dem Wettkampf registrierten Gewicht verlieren würden, aus dem Rennen genommen werden.[41] Für Verblüffung sorgte, wie viele Athleten nach mehreren Stunden Wettkampf mehr als vorher wogen: Einige Teilnehmer hatten mit Sauna und ähnlichen Tricks dafür gesorgt, beim „weigh-in“ drei Tage vor dem Wettkampf nicht zu viel auf die Waage zu bringen.[39]

Februar 1982

Am 6. Februar 1982 fand die letzte Auflage im Frühjahr statt. Valerie Silk kümmerte sich mittlerweile alleine um die Veranstaltung. Die Fitnesskette wurde aus dem Veranstaltungsnamen genommen, Valerie Silk ließ sich Ironman genauso wie Ironman World Triathlon, unter dem sie „ihren“ Triathlon seither bewarb,[42][37] als Marke schützen. Silk konnte Budweiser mit seinem neu auf den Markt gebrachten Bud Light für 15.000 US-Dollar[43] als Titelsponsor gewinnen. Erstmals wurde das M-Dot-Symbol, der Schriftzug Ironman in Versalien mit einem Punkt oberhalb des 'M' genutzt: ein Logo, dass sich Valerie Silk für 75 US-Dollar von einem Grafiker entwerfen ließ,[44] und zum Markenzeichen wurde. Berühmtheit erlangte der TV-Beitrag von ABC vom Februar 1982: Die bei den Frauen in Führung liegende Julie Moss kollabierte wegen Dehydration kurz vor der Ziellinie und Kathleen McCartney gewann. Moss raffte sich schließlich auf und krabbelte auf allen Vieren als zweite Frau ins Ziel.[45] Hatte ABC sich in den beiden Jahren zuvor immer einige Monate Zeit mit der Aufbereitung ihres Film-Materials genommen, wurde der Bericht diesmal bereits zwei Wochen nach dem Rennen gesendet, Moss und McCartney waren sogar Studiogäste von Jim McKay.[46] Diese Sendung von Wide World of Sports wurde zu der mit der höchsten Einschaltquote in 1982,[47][48] die Zuschauerresonanz war so hoch, dass sie sogar mehrfach wiederholt wurde.[49]

Ohne Moss' dramatisches Finish wäre der Ironman im Frühjahr 1982 sogar möglicherweise der Letzte geworden: die Filmagentur „Freewheelin Films“, über die auch der Kontakt zu Budweiser zustande gekommen war, war selbst mit einem Kamerateam nach Kona gereist – ohne dies mit dem mit Exklusivrechten ausgestatteten ABC-Team zuvor abzustimmen – und drehte zusätzlich zum ABC-Team einen eigenen Bericht mit Bruce Dern als Kommentator.[50][51] Während Moss' über die Ziellinie krabbelte, konfrontierte die ABC Silk mit aus ihrer Sicht durch das andere Filmteam verschuldete Produktionsfehler und drohte mit Schadenersatzforderungen – die Silk damals finanziell überfordert hätten.[49] So aber gab Moss' Moment weltweiter Berühmtheit Silk den Hebel, einen Drei-Jahresvertrag mit ABC, der ihr jährlich 100.000 US-Dollar brachte, abzuschließen.[43]

Eine in der ZDF-Sportreportage gezeigte Zusammenfassung des ABC-Berichts machte die Veranstaltung nun auch in Deutschland einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Bald wurden die ersten Triathlon-Veranstaltungen in Deutschland organisiert, unter anderem in Essen, Kehl und Immenstadt. Die tageszeitung schrieb später „Die strauchelnde Julie Moss wurde zum Sinnbild einer Sportart, die mehr als alle anderen Leibesübungen vor ihr den Menschen an seine Grenzen zwingt - und manchmal auch darüber hinaus.“.[52] Die bewegenden Bilder motivierten Mark Allen, später sechsfacher Sieger hier von 1989 bis 1995, zur ersten eigenen Teilnahme im Herbst. Bereits im folgenden Jahr belegte er den dritten Platz.

Oktober 1982

Seit dem 9. Oktober 1982 startet der Ironman Hawaii im Herbst. Gründe für die Verlegung waren zum einen, so den Frühjahrsstürmen aus dem Weg gehen zu können, zum anderen so vielen in nördlichen Breitengraden lebenden Athleten im Sommer witterungsbedingt bessere Vorbereitungsmöglichkeiten im Training zu erlauben. Dabei wurde für die ersten zwanzig Jahre immer der dem Vollmond nächste Samstag im Oktober gewählt, um den Athleten nach Sonnenuntergang um 18 Uhr die Orientierung zu erleichtern. Mit dem – eigentlich passionierten Springreiter – Manuel Debus aus Nürnberg und dem mit ihm befreundeten Detlef Kühnel aus Roth wollten auch zwei Deutsche teilnehmen. Schließlich entschied sich Valerie Silk, erstmals auch Teilnehmer von außerhalb der USA starten zu lassen und schickte den beiden Anmeldeformulare.[53] Es gab (noch) keinen sportlichen Dachverband, der bei der Verwendung des Worts „Weltmeisterschaft“ im Sinne der Fairness unter den Veranstaltern hätte mitreden wollen – also ließ sich Valerie Silk vom United States Patent and Trademark Office den Begriff Ironman Triathlon World Championship als Marke schützen[54] – so hieß der Ironman Hawaii später auch in den Ergebnislisten. Debus kam als 331. nach 12:42:19 ins Ziel, Kühnel nach 14:48:16 als 623. Nach 12:57:11 lief der Schweizer René Friedli ein, am 23. Juli 1983 veranstaltete er mit dem 1. Swiss Triathlon in Zürich den zweiten europäischen Langdistanz-Triathlon nach dem Triathlon International de Nice am 20. November 1982.

1983

Hatte es auch vor Julie Moss' spektakulärem Finish in den USA bereits über hundert Triathlonveranstaltungen über unterschiedlichste Distanzen gegeben,[55][56] wuchs deren Anzahl jetzt schlagartig,[57] Bud Light sponserte alleine elf davon in 1983, und dem Sieger winkte jeweils ein Start beim Ironman in Kailua-Kona.[58] Es gab auch Trittbrettfahrer: im kanadischen Penticton wollte Lynn Van Dove am 20. Juni 1983 den Canadian International Ironman Triathlon Championship starten – Valerie Silk bekam Wind hiervon und sorgte dafür, dass van Dove ihre Veranstaltung noch kurzfristig umbenannte.[59] Der Kontakt der beiden Frauen blieb bestehen, und vier Jahre später wurde van Dove Lizenzpartnerin von Valerie Silk. Viele Neuerungen gab es 1983 beim Ironman Hawaii: Valerie Silk führte die Ironman Lotterie entsprechend dem Gedanken von John Collins, jedermann eine Chance zur Teilnahme am Ironman Hawaii zu geben, ein.[60] 320 Startplätze wurden 1983 auf diesem Weg vergeben,[47] allerdings zunächst ausschließlich für Teilnehmer aus den USA. Der weitaus überwiegende Teil der Athleten musste sich aber ab 1983 sportlich qualifizieren. Für den Nachweis gab es verschiedene Möglichkeiten: sich anmelden durfte, wer unter den ersten 50 % der beiden Veranstaltungen 1982 gewesen war, [61], Top-Platzierungen bei speziellen Qualifikationsrennen in den USA oder entsprechende individuelle Leistungen bei Schwimm-, Radsport- oder Marathonrennen nachweisen konnte. Valerie Silk begründete diesen Schritt in der Erstausgabe der kalifornischen Zeitschrift Triathlon aus dem Frühjahr 1983 damit, dass sie 5.000 Anmeldungen für den Event bekäme, aber nur 1.000 Teilnehmer zulassen könne.[62] Bei der letzten Austragung am 9. Oktober 1982 hatte es bereits 775 Finisher, darunter 50 Frauen, gegeben. Auf den Plakaten nannte sich die Veranstaltung jetzt erstmals Ironman Triathlon World Championship.[42] 1983 wurden auch erstmals Cut-Off-Zeiten eingeführt: wer das Schwimmen nach 2 h oder das Radfahren später als 10½ h nach dem Startschuss nicht beendet hatte, durfte das Rennen nicht fortsetzen, der Zielschluss wurde auf 17 h verkürzt.[63] Dave Scott konnte in einem harten Kampf gegen Vorjahressieger Scott Tinley mit 32 s Vorsprung seinen Sieg von 1980 wiederholen. 710 Männer und 115 Frauen kamen ins Ziel, darunter Simone Michot als erste Schweizerin auf Hawaii. Rund eintausend Startwilligen hatte Valerie Silk letztlich Absagen schicken müssen, und auf der Radstrecke wurde die erste Teilnehmerin wegen Drafting disqualifiziert.[64] Aber auch dunkle Seiten traten zu Tage: einhundert Athleten kämpften mit platten Reifen - Unbekannte hatten Reißnägel gestreut.[65] Geschäftsleute aus Kona setzten eine Belohnung für Hinweise auf die Täter aus.[66][67] Valerie Silk verkaufte für 145.000 US-Dollar einen 49 %igen Anteil an ihrer Firma „Hawaiian Triathlon Corporation“ an den Rechtsanwalt Don Carlsmith aus Honolulu als stillen Teilhaber, um ihrem Ex-Mann seinen Anteil an der Firma auszahlen zu können.[49]

1984

Hanni Zehendner und Joachim Fischer im Ziel des Ironman Hawaii 1984

1984 kam der Kontakt zu Timex zustande, die aber nicht nur als Sponsor agieren wollten, sondern sich auch das Recht sicherten, ab 1986 das Ironman-Logo auf ihren Uhren zu nutzen.[68] Später hatte Timex sechzig verschiedene Varianten von Uhren in seinem Sortiment,[69] sogar der US-Präsident trug eine solche Uhr, von der zwischen 500.000 und einer Million Exemplare jährlich verkauft wurden und die heute im National Museum of American History ausgestellt ist.[70] Der Tscheche Vaclav Vitovec war – ausgerechnet in dem Jahr, in die Staaten des Warschauer Pakts geschlossen die Olympischen Spiele in Los Angeles boykottierten – erster Teilnehmer aus dem Ostblock. Dave Scott gewann bei seiner fünften Teilnahme zum vierten Mal – mit fast fünfundzwanzig Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Scott Tinley – und erklärte, dass dies sein letzter Ironman gewesen sei.[71] Karlheinz Morath, ein Skilangläufer aus dem Schwarzwald, und der vierundzwanzigjährige Immenstädter Hannes Blaschke wurden auf Platz dreizehn und vierzehn beste Deutsche. In 13:19:20 h finishte mit Hanni Zehendner – damals amtierende Deutsche Meisterin – erstmals eine deutsche Frau beim Ironman Hawaii. Ebenfalls unter den Finishern der Heigenbrücker Zahnarzt Joachim Fischer, der im Jahr darauf Gründungspräsident der Deutschen Triathlon Union wurde. Ab 1984 fungierte Valerie Silk als Vorstandsvorsitzende ihrer Firma Hawaiian Triathlon Corporation und ernannte die in Kona lebende Kay Rhead zur Race-Direktorin.

1985

Wegen des gestiegenen Interesses außerhalb der USA begann Valerie Silk, Ausschau nach möglichen Qualifikationsrennen zu halten.[72] Am 24. März 1985 wurde in Mission Bay, einem Vorort von Auckland der „Double Brown Ironman New Zealand“ – zunächst noch über die Distanzen 2 Meilen (3,2 km) Schwimmen, 100 Meilen (161 km) Radfahren und 20 Meilen (32,2 Km) Laufen – als erstes Rennen außerhalb der USA unter Lizenz von Valerie Silk ausgetragen, als zweiter Qualifier außerhalb der USA startete am 30. Juni desselben Jahres der Japan Long Distance Triathlon am Lake Biwa.

1985 war als letzter Ironman Hawaii ohne Preisgelder für die Erstplatzierten ein weiterer Wendepunkt in seiner Geschichte. Valerie Silk vertrat unerbittlich die Ansicht, dass sämtliche zusätzlichen Mittel ausnahmslos in die Verbesserung der Qualität des Wettkampfes gesteckt würden. Dave Scott hatte bereits nach seinem Sieg 1984 gesagt, dass dies dazu führen könne, dass der Ironman Hawaii seine Top-Athleten verlieren würde,[73] und boykottierte zusammen mit den damaligen Stars Mark Allen, Scott Molina, Scott Tinley, Rob Barel und anderen 1985 den Ironman Hawaii. Der 1982 von Mark McCormack initiierte Triathlon International de Nice lockte 1985 nicht nur mit 75.000 US-Dollar Preisgeld die Triathlon-Prominenz, sein Termin lag dazu nur drei Wochen vor Hawaii.[74] Einzig Scott Tinley entschied sich doch noch kurzfristig zu einem Doppelstart und konnte in Abwesenheit namhafter Konkurrenz unangefochten seinen Sieg von 1982 wiederholen. Carl Kupferschmid aus Arosa und der Allgäuer Hannes Blaschke, der zwei Jahre später eine Reiseagentur im Umfeld des Ironman Hawaii gründete, nutzten die Abwesenheit der Stars und wurden Dritter bzw. Vierter. Klaus Barth, als Brustschwimmer Mitglied des deutschen Olympiateams 1968 gewesen und mittlerweile nach Long Beach gezogen, wurde Achter. Bei den Frauen gelangte 1985 erstmals Paula Newby-Fraser aus Simbabwe auf das Siegerpodest. Sie wurde Dritte in 10:31:04 Stunden – und in den folgenden eineinhalb Jahrzehnten zur alles dominierenden Figur bei den Frauen: Bis 1996 nahm sie 12 Mal hintereinander teil und siegte achtmal – noch zweimal mehr als Dave Scott und Mark Allen.

1986

Marvel Comics versuchte seit 1983, seine Rechte mit Bezug auf ihre seit 1963 publizierte Comic-Figur „Iron Man“ geltend zu machen.[75] Nachdem Valerie Silk sich aber bereits die Markenrechte für die Wort-Bild-Marke „Ironman“ hatte eintragen lassen, einigte man sich nach einiger Zeit, dass Silk den Begriff „Ironman“ zukünftig nur noch gemeinsam mit „Triathlon“ verwenden würde.[76] Im August 1986 wurde in Penticton der 1983 initiierte Canadian Ultra Distance Triathlon als Ironman Canada dritter Lizenzpartner außerhalb der USA.

1986 wurde erstmals Preisgeld beim Ironman Hawaii ausgeschüttet, von einem anonymen Spender gestiftete 100.000 US-Dollar waren zu vergeben.[77][78] Dave Scott widerrief seinen zwei Jahre zuvor angekündigten Rücktritt und verbesserte die im Vorjahr in seiner Abwesenheit von Tinley aufgestellte Bestzeit auf damals fulminante 8:28:37 h. Hinter Mark Allen und Scott Tinley wurde Klaus Barth auf Platz vier bester Deutscher. Die Kanadierin Patricia Puntous, 1983 und 1984 bereits zweite gewesen, lief zwar als erste Frau über die Ziellinie, wurde aber wegen Drafting disqualifiziert. Siegerin wurde damit vor deren Zwillingsschwester Sylviane Puntous die erst 24-jährige Paula Newby-Fraser, die in der neuen Rekordzeit 9:49:14 h als erste Frau unter der Grenze von zehn Stunden blieb.[79]

1987

Am 20. Juni 1987 stand Valerie Silk unter 50.000 Zuschauern bei den Europameisterschaften in Mittelfranken, die Zeitungen schrieben anschließend von „Standing Ovations“, die sie Organisator Detlef Kühnel – 1982 und 1983 selbst auf Hawaii am Start gewesen – gespendet habe.[80] Ab dem Jahr 1988 wurde Kühnel mit dem Ironman Europe vierter Lizenzpartner von Valerie Silk außerhalb der USA. Das Preisgeld beim Ironman Hawaii wurde 1987 auf 150.000 US-Dollar angehoben, das Startplatzkontingent von bisher 1000 auf 1500, das Startgeld, das die letzten fünf Jahre 100 US-Dollar betrug, wurde um 50 % angehoben. Wolfgang Dittrich aus Neuss kam als erster Athlet aus dem Wasser. Mark Allen übernahm später die Führung, 16 Kilometer vor dem Ziel betrug sein Vorsprung auf Dave Scott 4½ min, dann brach er ein und Dave Scott gelang sein sechster und letzter Sieg auf Hawaii.[81] Auf Platz 748 lief in 12:38:59 h Martin Engelhardt ein, der gerade von Joachim Fischer die Führung der DTU übernommen hatte.

1988

Kay Rhead, Race-Directorin seit 1984, starb im Januar 1988, Debbie Baker wurde von Valerie Silk zu deren Nachfolgerin ernannt.[82] Aus dem 1985 initiierten Tooheys Great Lakes International Triathlon in Forster wurde als Ironman Australia das fünfte Qualifikationsrennen außerhalb der USA. In den USA bestand damals noch die Möglichkeit, seine Qualifikationszeiten neben den Teilnahmen an anderen Ironman Rennen auch über Zeiten aus individuellen Schwimm-, Radsport- oder Marathonrennen nachzuweisen.[61] Ein erster Versuch Valerie Silks, einen Käufer für den Ironman Hawaii zu finden, endete vor Gericht.[83]

Dave Scott sagte in der Nacht vor dem Wettkampf seine Teilnahme wegen Knieproblemen ab, Mark Allen wurde mit technischen Problemen auf der Radstrecke zurückgeworfen. Ausgerechnet Scott Molina, der in Nizza mit einem positiven Test auf Steroide für einen Aufruhr gesorgt hatte,[84] konnte seinen ersten und einzigen Sieg auf Hawaii feiern.[85] „German Rambo“ Dirk Aschmoneit war bester Deutscher auf Platz sieben. Paula Newby-Fraser unterbot ihren eigenen Streckenrekord auf der Radstrecke gleich um 25 min und machte mit einer Gesamtzeit von 9:01:01 h deutlich, dass auch die Neun-Stunden-Marke – die erst bei der achten Auflage von einem Mann unterboten worden war – auch für Frauen zu knacken sein dürfte.

1989

Das Rennen 1989 führte Wolfgang Dittrich diesmal sogar bis zum Marathon an. Es kam zum legendären „Iron-War“, einem achtstündigen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Dave Scott und Mark Allen. Scott hatte in den letzten neun Jahren sechsmal gewonnen, doch Mark Allen gelang es in seinem sechsten Anlauf erstmals, Dave Scott auf Platz zwei zu verweisen: Obwohl diesem in 8:10:13 h eine unglaubliche persönliche Bestleistung gelang, siegte Allen mit 58 Sekunden Vorsprung, die er am Ende an einem leichten Anstieg herausarbeiten konnte, in der neuen Rekordzeit von 8:09:15 h.[86][87] Sowohl die Laufzeit von Mark Allen (2:40:04 h) wie auch die von Dave Scott (2:41:03 h) stellen bis heute die schnellsten Laufzeiten beim Ironman Hawaii dar. Jürgen Zäck wurde bei seinem ersten Start auf Hawaii Siebter, Wolfgang Dittrich Zehnter, Dirk Aschmoneit Neunzehnter.

1990 bis 1997 – Internationalisierung[Bearbeiten]

1990 verkaufte Valerie Silk ihre Firma Hawaii Triathlon Corporation inklusive der Rechte an den Marken Ironman und Ironman Triathlon World Championship für 3 Millionen US-Dollar[43] an James Pitzer Gills. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Silk alleine in den USA ein Netzwerk aus einundzwanzig Qualifikations-Wettkämpfen aufgebaut,[88] dazu gab es die fünf Lizenzpartner außerhalb der USA, die Lotterie sowie Partner wie z.B. Timex, die für die Nutzung des Logos zahlten. Aus 950 Volunteers in 1981 waren 3.500 geworden.[37] Gills benannte die Firma in World Triathlon Corporation (WTC) um und baute unterstützt durch Lew Friedland in den kommenden Jahren das Geschäft rund um die Marke aus.[69] Alljährlich kamen neue Qualifier rund um den Globus hinzu, das Ironman-Logo prangte von Kleidungsstücken, Sonnenbrillen, Waagen u.v.m.

Mark Allen gelang in Abwesenheit des verletzten Dave Scott sein zweiter Sieg in Kailua-Kona,[89] Erin Baker wurde zum zweiten Mal schnellste Frau. Jürgen Zäck wurde auf Platz acht erneut schnellster Deutscher. Dirk Aschmoneit wurde Dreizehnter, Wolfgang Dittrich – erneut schnellster Schwimmer – Achtzehnter. Seit 1990 verläuft die Laufstrecke nicht mehr über den Flughafen, sondern über den Wendepunkt am Natural Energy Lab.

1991

Mark Allen konnte seinen dritten Sieg in Folge feiern, Paula Newby-Fraser triumphierte diesmal über Erin Baker und gewann bereits zum vierten Mal. Wolfgang Dittrich kam erneut als erster aus dem Wasser und konnte seinen Vorsprung wieder bis auf die Laufstrecke verteidigen, diesmal wurde er auf Platz fünf bester Deutscher. Nach zehn Jahren Zusammenarbeit mit ABC wurde NBC neuer Medienpartner, die Coverage des Ironman Hawaii auf 90 min verdoppelt.[90] Gatorade löste Bud-Light als Titelsponsor ab.

1992

Paula Newby-Fraser unterbot als erste Frau nun auch die Neun-Stunden-Grenze beim Ironman Hawaii und stellte mit 8:55:28 eine Rekordzeit für Frauen auf, die bis 2009 nicht mehr unterboten werden konnte. Wolfgang Dittrich kam erneut als erster aus dem Wasser, wurde jedoch noch auf dem Rad von Jürgen Zäck – der einen neuen Streckenrekord auf der Radstrecke aufstellte – überholt, und wechselte diesmal als Zweiter auf die Laufstrecke. Letztlich belegten Dittrich und Zäck Platz vier und fünf. Mark Allen gewann nach einem Duell mit dem Chilenen Christian Bustos auf der Laufstrecke in neuem Streckenrekord mit 8:09:08 h. Sharron Ackles wurde neue Race-Direktorin.

1992 wurde David Yates CEO der WTC, Auseinandersetzungen zwischen der kommerziellen WTC und dem 1989 als Non-Profit-Organisation gegründeten Dachverband International Triathlon Union (ITU) begannen. Staatliche Fördermittel für Leistungssportförderung werden in den meisten Staaten primär für Olympische Sportarten gezahlt, Triathlon war zu diesem Zeitpunkt nur ein Kandidat für die Aufnahme in das Olympische Wettkampfprogramm, und die ITU befürchtete, dadurch, dass die WTC für den Ironman Hawaii ohne Absprache mit den Verbänden den Begriff Ironman Triathlon World Championship nutzen, ihre Chancen zu verschlechtern, weil beim IOC der Eindruck mangelnder Organisation innerhalb der jungen Sportart entstehe. ITU-Präsident Les McDonald schlug vor, einen Vertrag aufzusetzen, wonach der Ironman Hawaii für die nächsten zehn Jahre auch offiziell als Weltmeisterschaft gelten solle, um danach allen Veranstaltern zu ermöglichen, sich um die Ausrichtung von Weltmeisterschaften innerhalb ihrer Triathlonwettkämpfe zu bewerben – Yates lehnte jegliche Mitbestimmung ab: "wir waren zuerst da".[91] Am 4. Juni 1992 startete zunächst in Playa Blanca, ab dem Folgejahr in Puerto del Carmen mit dem Ironman Lanzarote der zweite Qualifier in Europa.

1993

Zum fünften Mal in Folge bot sich dasselbe Bild: Wolfgang Dittrich wechselte als erster Athlet von der Schwimm- auf die Radstrecke, Mark Allen überholte im weiteren Rennverlauf und überquerte als Sieger die Ziellinie. Neu in 1993 war, dass Wolfgang Dittrich außer Allen nur noch den Finnen Pauli Kiuru vorbeiziehen ließ und in so 8:20:13 h und Dritter wurde. Erstmals kam ein Deutscher auf das Siegerpodest.[92][93] Jürgen Zäck unterbot in 4:27:42 h seinen eigenen Rekord auf der Radstrecke und wurde am Ende Fünfter. Mit Holger Lorenz auf Platz acht und Olaf Sabatschus auf Platz zehn kamen zwei weitere deutsche Männer in die Top-Ten, Lothar Leder wurde Vierzehnter. Paula Newby-Frazer siegte zum sechsten Mal und stellte dabei in 4:48:30 h den siebzehn Jahre gültigen Streckenrekord bei den Frauen auf der Radstrecke auf. Schnellste deutsche Frau wurde - bei ihrem ersten Start auf Hawaii - Ute Mückel auf Platz zwölf.

1994

In Abwesenheit von Wolfgang Dittrich und Mark Allen konnte sich Jürgen Zäck wenige Sekunden hinter Ken Glah auf die Laufstrecke wechselnd zunächst in Führung setzen, musste sich aber letztlich dem Australier Greg Welch, der in 8:20:27 h als erster Nicht-US-Amerikaner gewann, sowie Dave Scott, dem auf Platz zwei im Alter von 40 Jahren in 8:24:32 h eine Bestzeit der Seniorenklasse M40 gelang, und Jeff Devlin beugen. Hinter Zäck auf Platz vier leiteten die erst 23 Jahre alten Olaf Sabatschus und Lothar Leder auf den Plätzen fünf und sechs weitere deutsche Top-Ergebnisse ein. Vier weitere Deutsche folgten auf den Plätzen zwölf bis sechzehn. Schnellste deutsche Frau wurde erneut Ute Mückel auf Platz sechs. Sabine Westhoff wurde Achte und Ines Estedt Neunte. Mit Jon Franks nahm erstmals ein Rollstuhlfahrer teil.[94] Unter den Zuschauern befand sich auch Kurt Denk, ein Reiseveranstalter aus Hessen, der ab dem Folgejahr die Organisation von Reisen deutschsprachiger Athleten zum Ironman Hawaii in sein Angebot aufnahm und 2002 den Ironman Germany in Frankfurt ins Leben rief.[95]

1995

Der Frauenwettkampf des Ironman Hawaii 1995 endete in einem spannenden und für Paula Newby-Fraser tragischen Finale: Lange in Führung liegend kollabierte sie nur 400 Meter vor dem Ziel und verpasste, sich über 20 Minuten nach der Siegerin in Ziel schleppend, als Vierte zum bis dahin einzigen Mal das Siegerpodest.[96] Schnellste deutsche Frau wurde auch diesmal wieder Ute Mückel auf Platz sieben, Katja Mayer wurde Vierzehnte. Auf der Radstrecke stürmte der vierundzwanzigjährige Thomas Hellriegel bei seinem ersten Start auf Hawaii mit einem neuen Radrekord an den Favoriten vorbei. Fünf Kilometer vor der Ziel musste er aber Mark Allen vorbei ziehen lassen. Allen hatte beim Wechsel auf die Laufstrecke dreizehn Minuten Rückstand, konnte aber schließlich doch seinen sechsten und letzten Titel feiern.[97] Rainer Müller-Hörner, ebenfalls zum ersten Mal am Start, wurde Dritter. Jürgen Zäck und Lothar Leder belegten Platz sieben und acht. Insgesamt waren neun deutsche Männer unter den ersten einundzwanzig im Ziel. Gatarode war letztmals Titelsponsor des Ironman Hawaii. Der Konflikt mit der ITU eskalierte, die ITU drohte Athleten, die beim Ironman Hawaii mit seinen „selbsternannten Weltmeisterschaften“ starten, für alle ITU-Rennen zu sperren und forderte den amerikanischen Verband USA Triathlon (USAT) auf, dem Ironman Hawaii die Genehmigung zu verweigern.

1996

Erneut machte Thomas Hellriegel – Top-Favorit nach dem Rücktritt Mark Allens – Druck auf dem Rad und unterbot in 4:24:50 h seinen Radrekord aus dem Vorjahr – eine Bestzeit, die anschließend neun Jahre Bestand hatte. Der Belgier Luc Van Lierde, als amtierender Vize-Weltmeister sowohl auf der Kurz- wie auch der Langdistanz mit einer Wildcard erstmals überhaupt bei einem Ironman am Start, hielt zwar das Tempo mit, musste in der Wechselzone aber eine dreiminütige Zeitstrafe absitzen. Hellriegel vergrößerte seinen Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf 4:40 min, doch van Lierde kam wieder heran und überholte Hellriegel letztlich an der gleichen Stelle wie Mark Allen im Vorjahr.[98][99][100] Van Lierde siegte mit 110 s Vorsprung vor Hellriegel als erster Europäer beim Ironman Hawaii. Damit gewann in Kailua-Kona erstmals ein „Rookie“, der noch nie auf Hawaii am Start war. Van Lierde steigerte den Streckenrekord für die nächsten 15 Jahre auf nun 8:04:08 h. Alexander Taubert wurde Sechster. Bei den Frauen siegte Paula Newby-Fraser zum achten und letzten Mal in 9:06:49 h. Vor ihr war allerdings – während sie eine dreiminütige Zeitstrafe abbüßte - zunächst mit Natascha Badmann aus der Schweiz ihre spätere Nachfolgerin führend auf die Laufstrecke gewechselt. Ute Mückel wurde fünfte Frau und erzielte damit die bis dahin beste Platzierung einer deutschen Frau auf Hawaii. Die Schweizerin Bettina Ernst – 1984 Olympiateilnehmerin im Kunstturnen gewesen – wurde Achtzehnte. Katja Mayer, Katja Schumacher und Heike Funk erlangten die Plätze neunzehn, einundzwanzig und zweiundzwanzig. In Zürich wurden beim mittlerweile dritten europäischen Qualifier erstmals 40 Hawaii-Startplätze vergeben - allerdings 1996 noch unter dem Namen „Euroman“.

1997

Das Jahr der deutschen Athleten: Thomas Hellriegel (8:33:01 h), Jürgen Zäck (8:39:18 h) und Lothar Leder (8:40:30 h) belegten in Abwesenheit von Luc van Lierde das Siegerpodest der Männer. Dies ist das bisher einzige Mal, dass drei Athletinnen oder Athleten eines einzelnen fremden Landes alle Podestplätze belegten.[101] Mit Holger Lorenz und Alex Taubert auf Platz acht und neun kam die Hälfte der Top-Ten aus Deutschland, innerhalb von wenig mehr als einer halben Stunde nach dem Sieger folgten auf Platz 15 bis 23 sieben weitere deutsche Männer. Die Kanadierin Heather Fuhr war letztlich am besten mit der Hitze zurechtgekommen und gewann mit einer Marathonzeit 15 min schneller als alle anderen der Top-5-Frauen. Aus deutschsprachiger Sicht verlief das Rennen bei den Frauen weniger erfolgreich: Ute Mückel kam zwar nach 49:57 min als erste Frau mit neuem Streckenrekord auf der Schwimmstrecke aus dem Wasser, musste aber auf der Laufstrecke erstmals einen Ironman abbrechen. Auch Natascha Badmann und Paula Newby-Fraser zollten den klimatischen Bedingungen, die mit extrem hohen Temperaturen bei wolkenlosem Himmel und starkem Wind für die langsamsten Finisherzeiten des Jahrzehnts sorgten, Tribut und brachen ihre Rennen auf der Rad- bzw. Laufstrecke ab. Schnellste deutsche Frau wurde Katja Mayer auf Platz neunzehn, auch Katja Schumacher kam diesmal nicht ins Ziel.

Am 15. Mai 1998 einigten sich WTC, USAT und ITU in einem Vergleich: die WTC sei berechtigt, ihr eingetragenes Warenzeichen Ironman Triathlon World Championship zu verwenden, ohne das die WTC den Anspruch erhebe, dies im Sinne einer von einem sportlichen Dachverband regulierten Weltmeisterschaft zu betrachten. Im Gegenzug verpflichtete sich die ITU, Drafting ausschließlich bei Elite- und Juniorenrennen zu erlauben, nicht aber bei Wettkämpfen mit Wertungen in den Altersklassen.[102][103] Lew Friedland löste David Yates als CEO der WTC ab.

1998 bis 2013 – 20 Jahre später[Bearbeiten]

1998 sah es zunächst nach einer Wiederholung des deutschen Vorjahreserfolges aus: Jürgen Zäck wechselte in einem von extremen Stürmen begleiteten Rennen - trotz einer Reifenpanne bei Kilometer 90 - als erster kurz vor Vorjahressieger Thomas Hellriegel auf die Laufstrecke. Mit Magenkrämpfen wurden die letzten zwölf Kilometer aber zur Wanderung für Zäck, der schließlich Blut spuckend als 246. ins Ziel kam.[104] Peter Reid aus Kanada siegte vor Luc van Lierde, Lothar Leder konnte mit dem schnellsten Marathon des Rennens seinen dritten Platz vor dem Schweizer Christoph Mauch wiederholen. Thomas Hellriegel und Rainer Müller-Hörner wurden Achter und Neunter. Nach 46:41 min verließ Lars Jorgensen (USA) als erster den Pazifik und stellte damit die bis heute gültige Schwimmbestzeit auf. Natascha Badmann gelang ihr erster von insgesamt sechs Siegen beim Ironman Hawaii (2000 bis 2002, 2004 und 2005). Nach fünf anschließend weniger erfolgreichen Teilnahmen, teils mit Stürzen und Rennabbrüchen, gelang ihr 2012 – mit nun 45 Jahren – in 9:26:25 h noch einmal ein hervorragender sechster Platz sowie eine Bestzeit der Seniorenklasse W45. Titelverteidigerin Heather Fuhr unterbot in 3:04:02 h den seit 1990 bestehenden Streckenrekord auf der Laufstrecke. Katja Schumacher war auf Platz zwölf schnellste deutsche Frau. Beim zwanzigjährigen Jubiläum war auch der Initiator der Premiere, John Collins, in 16:30:02 h wieder unter den Finishern, insgesamt gehörten sechs der fünfzehn Starter der Premierenveranstaltung zu den Teilnehmern, sieben weitere der Athleten von 1978 waren vor Ort.

Edith Niederfriniger auf der Radetappe (2007)

1999

Am 5. August 1999 startete mit dem Ironman USA in Lake Placid das erste Rennen über die Ironman-Distanz mit diesem Markennamen unter Lizenz der WTC auf dem Festland der USA. Unverändert gab es in den USA aber die Möglichkeit, sich über Qualifier unter anderen Namen und – bis auf den „Vineman Triathlon“ – über kürzere Distanzen wie z.B. Saint Antony's Triathlon, Wildflower Triathlon, Gulf Coast Triathlon, Blackwater EagleMan, u.a. sowie einer Mitteldistanz im Mai in Kailua-Kona zu qualifizieren.[105] In Klagenfurt startete der vierte europäische Qualifier. In der seit 1983 bestehenden Lotterie gibt es neben 150 Startplätzen für Teilnehmer aus den USA erstmals auch 50 Plätze für Teilnehmer außerhalb der USA.[106]

1999 wurde Lothar Leder auf der Radstrecke in Führung liegend Opfer einer umstrittenen Disqualifikation: ihm wurde vorgeworfen, den Windschatten eines Pressefahrzeugs genutzt zu haben.[107][108] Luc van Lierde wiederholte seinen Sieg von 1996. Die Schweizer Christoph Mauch und Olivier Bernhard erreichten Platz vier und fünf. Bester Deutscher auf Platz sechs war in Abwesenheit von Jürgen Zäck, der wegen eines Bandscheibenvorfalls ausfiel, der Sieger von 1997, Thomas Hellriegel. Sechs deutsche Männer waren in den Top-20 vertreten. Schnellste deutsche Frau war erneut Katja Schumacher als Fünfzehnte. Jodi Jackson (USA) stellte in 48:43 min den bis heute gültigen Streckenrekord auf der Schwimmstrecke auf.

2000

Peter Reid konnte seinen Sieg von 1998 wiederholen. 2000 erregte Luc van Lierde, Sieger 1996 und 1999 und Zweiter 1998, mit seiner Absage erst zwei Tage vor dem Wettkampf Aufsehen. Mögliche Zusammenhänge mit zuvor von der WTC angekündigten verschärften Doping-Kontrollen ließen die Gerüchteküche brodeln.[107] Bei seinen folgenden Starts 2001 und 2003 auf Hawaii brach van Lierde jeweils das Rennen ab, erst 2007 trat er erneut an und wurde Siebter. Große Aufmerksamkeit erlangte auch der Start des Radprofis Udo Bölts, dem ein Pulverisieren des Streckenrekords auf der Radstrecke zugetraut wurde. Bölts dosierte seine Kräfte allerdings mit Bedacht und finishte schließlich in 10:02:41 h als 168. Mit Normann Stadler, Lothar Leder und Thomas Hellriegel kamen drei Deutsche auf die Plätze drei, vier und fünf. Nicole Leder wurde einen Platz vor Ute Mückel Vierzehnte. Erstmals zeigte die WTC den Ironman Hawaii als Live-Stream auf seiner Webseite.

2001

Nur gut drei Wochen nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 holte trotz einer dreiminütigen Zeitstrafe mit dem Vorjahreszweiten Tim DeBoom zum ersten Mal seit Mark Allens letztem Erfolg 1995 ein US-Amerikaner den Sieg, Thomas Hellriegel kam auf Platz drei zum vierten Mal auf das Siegerpodest. Mit Normann Stadler, der von Kilometer 80 bis 160 in Führung lag, auf Platz vier, Lothar Leder als Fünftem und Andreas Niedrig als Siebtem waren vier Deutsche in den Top Ten, der Schweizer Christoph Mauch wurde Zehnter. Ebenfalls Dritte wurde die Braunschweigerin Nina Kraft, die auf dem Rad sogar 120 km lang führte und erste deutsche Frau in der Geschichte des Ironman Hawaii auf dem Siegerpodest wurde. Dave Scott startete noch einmal beim Ironman Hawaii, stieg aber auf der Radstrecke aus. Auch Peter Reid, Jürgen Zäck, Stefan Riesen, Katja Schumacher und Luc van Lierde brachen das Rennen ab.[109] Der Wechsel vom Rad zum Laufen wurde auf den alten Flughafen verlegt, auch die Rad- und Laufstrecke wurden geändert und verfügen seither jeweils über eine zusätzliche Schleife durch Kona, damit die Zuschauer vor Ort die Athleten häufiger sehen können.

2002

2002 gelang Tim DeBoom bei untypischem Hawaii-Wetter mit Regen morgens beim Radstart als erst drittem Mann eine Titelverteidigung. Bis zur Hälfte der Laufstrecke hatte allerdings noch Thomas Hellriegel in Führung gelegen, er wurde letztlich Vierter.[110] Mit Alex Taubert als Fünftem, Markus Forster als Siebtem und Olaf Sabatschus als Zehntem waren erneut vier Deutsche in den Top Ten. Hinter Natascha Badmann, die bereits ihren vierten Titel feierte, wurde Nina Kraft diesmal Zweite. Die Österreicherin Kate Allen wurde siebte Frau, die Schweizerinnen Karin Thürig und Sibylle Matter Achte bzw. Neunte. Das Gesamtpreisgeld war von 325.000 US-Dollar auf 429.000 US-Dollar angehoben worden, DeBoom und Badmann erhielten jeweils 100.000 US-Dollar. Diana Bertsch löste Sharron Ackles als Race-Direktorin ab.

2003

2003 feierten Peter Reid und Lori Bowden als erstes Ehepaar einen Doppelsieg beim Ironman Hawaii. Erstmals gingen die Titel bei den Männern und bei den Frauen an Teilnehmer aus dem gleichen Land, aber einem anderen als den USA.[111] Reid war damit der erste Mann nach Dave Scott und Mark Allen, der dreimal auf Hawaii siegte. Bowden sicherte sich ihren Titel erst mit einem furiosen Marathonlauf vor Natascha Badmann und Nina Kraft, die in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit 8 s Abstand auf Platz zwei und drei einliefen. Auf der Radstrecke war die in Führung liegende Nina Kraft zuvor durch eine umstrittene dreiminütige Zeitstrafe wegen Drafting zurückgeworfen worden.[112] Nach acht Kilometern setzte sich Kraft erneut an die Spitze, wurde nach 15 km dann aber von Bowden überholt. Karin Thürig wurde Sechste. Lange Zeit schien sogar ein deutscher Doppelsieg möglich: Normann Stadler lag bis Kilometer zwanzig auf der Laufstrecke in Führung und verfehlte schließlich das Siegerpodest nur um 45 s. Platz sechs und sieben belegten Jürgen Zäck und Faris Al-Sultan. Thomas Hellriegel kam als Elfter erstmals nicht in die Top-Ten und damit die Preisgeldränge. Insgesamt waren neun deutsche Männer unter den ersten zweiundzwanzig im Ziel, Jan Sibbersen war mit neuem Streckenrekord „First out of Water“. Chris McCormack, als Kurzdistanz-Weltmeister von 1997 und anschließend 26 Monate lang Führender in der Weltrangliste im Vorjahr auf die Ironman-Distanz gewechselt, brach diesmal nicht ab und kam auf Platz 114 ins Ziel. Die zweite Wechselzone wurde zum Kinkamehameha Beach Hotel verlegt. Für die Profi-Triathleten führte die WTC 2003 eine neue Windschatten-Regel, die „Stagger-Rule“, ein – sie gestattete ihnen unmittelbar hintereinander, allerdings mit zwei Metern seitlichem Abstand zu fahren.[113]

2004

2004 wechselte Normann Stadler nach einer grandiosen Flucht nach vorn auf dem Radkurs mit 20 min Vorsprung auf die Laufstrecke und feierte als zweiter Deutscher den Sieg auf Hawaii. Hinter Stadler lagen Faris Al-Sultan und Alexander Taubert lange auf Platz zwei und drei, mussten dann aber noch den Vorjahressieger und späteren Zweiten Peter Reid passieren lassen. Die zweitschnellste Radzeit lieferte Ex-Radprofi Kai Hundertmarck, der als schnellster Amateur auf Gesamtplatz 16 ins Ziel lief. Als erste Frau lief Nina Kraft – trotz einer vierminütigen Zeitstrafe wegen Draftings – mit über 26 min Vorsprung vor Natascha Badmann ins Ziel, drei Wochen später gab sie allerdings Doping mit Epo zu, neben Rückgabe des Preisgeldes hatte sie eine zweijährige Sperre zu verbüßen.[114] Beste deutsche Frauen wurden schließlich die Urbacherin Tina Walter und die Darmstädterin Nicole Leder auf Platz neun und zehn. Chris McCormack stieg erneut auf der Laufstrecke aus, insgesamt brachen in diesem Jahr mehr als ein Viertel der Profis, darunter auch Thomas Hellriegel, das Rennen ab, 154 Starter kamen nicht ins Ziel. Aufsehen erregte der Amerikaner Christian Dadowski, der sein lädiertes Rad nach einem Zusammenstoß mit einem Kampfrichter 12 km auf den Schultern trug und nach 16:09:48 h ins Ziel kam.[115] Beide Wechselzonen lagen wieder am Pier. Die im Vorjahr eingeführte Stagger-Rule galt nicht mehr, dafür reduzierte die WTC den Mindestabstand zum vorausfahrenden Athleten auf der Radstrecke von bisher zehn auf sieben Meter.[23] Die Zeitstrafe betrug allerdings ab jetzt vier statt zuvor drei Minuten.

2005

Ben Fertic hatte Lew Friedland als CEO der WTC abgelöst, und der Konflikt mit der ITU brach neu auf: Die WTC behielt nicht nur ihre im Vorjahr eingeführte Reduzierung der Drafting-Regel von 10 m auf 7 m auch 2005 bei,[5] sie kündigte jetzt auch ihr eigenes Regelwerk[116] abweichend von dem des USAT an.[117][118][119] Die ITU beschloss daraufhin – auch wegen der fehlenden Anerkennung der Anti-Doping-Bestimmungen der WADA beim Ironman Hawaii – weltweit keine Triathlonveranstaltungen der WTC mehr zu genehmigen.[120][121][122][123]

2005 gewann der damals 27-Jährige Münchner Faris Al-Sultan als dritter Deutscher mit deutlichem Vorsprung und lief in 8:14:17 h – der bis dahin viertschnellsten Zeit auf Hawaii – mit einer Bayernflagge über die Ziellinie. Al-Sultan war als Dritter aus dem Wasser gestiegen und hatte sich rasch an die Spitze gesetzt, wurde aber nach 160 km von Torbjørn Sindballe, der mit 4:21:36 h die neun Jahre alte Radbestzeit von Thomas Hellriegel unterbot, überholt. Auf der Laufstrecke übernahm Al-Sultan erneut rasch die Führung.[124] Titelverteidiger Normann Stadler schied nach zwei Radpannen mit Tränen aus. Der Olympiazweite von Sydney 2000, Stephan Vuckovic aus Reutlingen, wurde Zehnter. Chris McCormack kam in 8:23:52 h als Sechster erstmals in die Top-Ten. Natascha Badmann siegte zum sechsten und letzten Mal bei den Frauen mit einer Zeit von 9:09:30 h. Kate Allen, Olympiasiegerin von Athen 2004, wurde fünfte Frau, Katja Schumacher aus Heidelberg wurde Sechste. Mit Ford hatte der Ironman Hawaii erstmals seit 1995 wieder einen Titelsponsor, das Preisgeld war auf 580.000 US-Dollar angehoben worden.[125]

Der spätere Sieger Chris McCormack auf der Radstrecke 2007
Chris McCormack auf der Laufstrecke 2007.

2006

Nachdem es im März zu einer Einigung mit dem Dachverband „USA Triathlon“ bzgl. Genehmigungen kam,[126] wandte sich die WTC wegen der ITU-Sanktionen noch an den Internationalen Sportgerichtshof, um zu klären, ob sie berufend auf ihre vor Gründung der ITU eingetragenen Markenzeichen[1] den Ironman Frankfurt jetzt „Ironman European Championship“ sowie den Triathlon in Clearwater „Ironman 70.3 World Championship“ nennen darf. Im April 2006 hob das CAS die Sanktionen der ITU mit Verweis auf die seit 1998 bestehenden Verträge, in denen die ITU der WTC das Recht zur Nutzung ihrer Markenzeichen zugestand, ohne das die WTC damit den Anspruch erheben würde Welt- oder Europameisterschaften im Sinne eines von einem sportlichen Dachverband geregelten Wettbewerbs zu veranstalten,[102] auf.[127][128] Die auf 7 m reduzierte Drafting-Regel behielt die WTC aber auch 2006[129] und in den Folgejahren[130][131] bei, obwohl sie selbst ermittelte, das sogar ein mit 10 m Abstand zum vorausfahrenden Athleten fahrender Teilnehmer noch rund 10-15 Watt weniger Leistung aufbringen muss.[132] Bis 2014[29] blieb die Drafting-Regel beim Ironman Hawaii auf 7 m reduziert, erst in 2015 hob die WTC den Mindestabstand wieder auf 10 m an.[22]

Der Wettbewerb 2006 wäre wegen Erdbeben einige Tage zuvor beinahe abgesagt worden.[133][134] Normann Stadler wiederholte seinen Triumph von 2004 mit der Zeit von 8:11:56, er stellte dabei in 4:18:23 h einen neuen Streckenrekord auf der Radstrecke auf. Titelverteidiger Faris Al-Sultan wurde hinter Chris McCormack Dritter. Nach dem Wettkampf warfen sowohl Stadler und Al-Sultan McCormack vorsätzlich regelwidriges Verhalten vor, es sei sogar beinahe zu Handgreiflichkeiten gekommen.[135][136][137] Kate Allen lief wieder wie im Vorjahr als fünfte Frau über die Ziellinie, Natascha Badmann wurde mit Magenproblemen Zehnte. Die DTU nutzte den Sieg Stadlers, mit dem Hinweis, dass dieser genauso wie Al-Sultan in ihr Anti-Doping-System eingebunden war, den Druck auf die WTC zu erhöhen, den Anti-Doping-Code der WADA zu unterzeichnen.[138]

2007

Die WTC versteigerte eine Handvoll Startplätze für den Ironman Hawaii über eBay, pro Startplatz wurden jeweils mehr als 40.000 US-Dollar erzielt.[139]

2007 gewann mit Chrissie Wellington in 9:08:45 h erstmals eine Frau aus Großbritannien und Nordirland und leitete damit die jüngste Siegesserie einer Athletin ein: Sie siegte auch 2008, 2009 und 2011. In diesen drei Jahren tat es ihr Craig Alexander bei den Männern gleich und machte so, gemeinsam mit Chris McCormack (2007 und 2010) und Pete Jacobs (2012), Australien sechs Jahre lang zur führenden Nation der Männer beim Ironman Hawaii.

Für deutschsprachige Athleten war 2007 das Saure-Gurken-Jahr: Erstmals seit 1984 war weder bei den Frauen noch bei den Männern ein Athlet aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz in den Top-Ten. Faris Al-Sultan sagte seinen Start eine Stunde vor dem Rennen wegen eines vor Ort eingefangenen Magen-Darm-Virus ab, Normann Stadler stieg auf der Radstrecke mit Magenproblemen aus, bei ihm hatte in der Nacht zuvor Durchfall eingesetzt. Auch Vorjahressiegerin Michellie Jones wurde auf der Radstrecke Opfer der Übelkeit, die Nicole Leder bereits beim Schwimmen spürte. Katja Schumacher wurde auf Platz vier liegend auf der Laufstrecke vom Krankenwagen abtransportiert. [140] Natascha Badmann erlitt nach 20 km auf der Radtrecke einen schweren Unfall, nach eigenen Angaben wurde sie durch einen Motorradfahrer abgedrängt und schied mit diversen Knochenbrüchen und gerissenen Sehnen aus.[141]

2008

Gills verkaufte seine Firma World Triathlon Corporation, die mittlerweile auf 23 Lizenznehmer über die volle Distanz sowie zahlreiche Ironman 70.3 und 51.50 Wettkämpfe angewachsen war, an die Investmentgesellschaft Providence.[142]

2008 gelang Sandra Wallenhorst als erst zweiter deutscher Frau mit Platz drei eine Podiumsplatzierung. Vor ihr kam mit der in Österreich lebenden Yvonne van Vlerken auf Platz zwei hinter Chrissie Wellington erstmals ein Vertreter der Niederlande unter die ersten Drei auf Hawaii. Timo Bracht lief beim abschließenden Marathon zeitweise ebenfalls auf den Medaillenrängen, musste aber abreißen lassen und überquerte zwar als fünfter Mann die Ziellinie, wurde dann aber disqualifiziert. Er hatte auf der Radstrecke wegen Missachtung des Rechtsfahrgebots eine Verwarnung mit Zeitstrafe erhalten, aber nicht an der nächsten Penaltybox gehalten. Die Schweizer Ronnie Schildknecht und Mathias Hecht belegten Platz vier und acht. Normann Stadler ging zunächst in Führung liegend auf die Laufstrecke, fiel dann aber mit Oberschenkelkrämpfen zurück und wurde einen Platz hinter Faris Al-Sultan Zwölfter. Chris McCormack stieg auf der Radstrecke aus.[143]

2009

Die WTC führte die „Ironman Executive Challenge“ für Top-Manager ein. Rund 50 % der rund 1000 weltweit in dieser Kategorie bei ausgewählten Qualifikationswettkämpfen (Coeur d'Alene, Frankfurt, Lake Placid, Louisville und Arizona) startenden Teilnehmer sind CEOs oder President eines Unternehmens, einhundert Qualiplätze für den Ironman Hawaii sind für diese kurz „Ironman XC“ genannte Kategorie reserviert. Neben den höheren Qualifikationschancen erhalten die Mitglieder des Ironman XC-Programms als Gegenwert für die deutlich höheren Startgelder hochwertige Unterkünfte, VIP-Pass und Escort-Service für mitreisende Angehörige, VIP-Frühstück mit den Profi-Triathleten, u.a.[144][145][146]

2009 startete der Rostocker Andreas Raelert, Olympiateilnehmer von 2000 und 2004, erstmals beim Ironman Hawaii. Beim Marathon lief er eine Weile Schulter an Schulter mit Peter Reid hinter Chris Lieto, musste den späteren Sieger Reid dann aber ziehen lassen und wurde vor Chris McCormack Dritter. Timo Bracht kam auf Platz sechs. Faris Al-Sultan, der zur Hälfte der Radstrecke noch in Führung lag, wurde Zehnter. Dirk Bockel wurde Siebter. Chrissie Wellington, der der dritte Sieg in Folge gelang, verbesserte den seit 1992 bestehenden Streckenrekord Paula Newby-Frasers in 8:54:02 Stunden um 86 Sekunden. Nur 22 Männer waren schneller als sie. Sandra Wallenhorst wurde auf Platz neun schnellste deutsche Frau.

Letztmals hatten die Top-10 der männlichen und weiblichen Profis automatisch das Recht, einen Startplatz für den Ironman Hawaii des kommenden Jahres zu erwerben[6] – ab September 2010 begann ein neues „Kona Pro Ranking“ genanntes Qualifikationsverfahren, dass die Profi-Triathleten seither zwingt, an mehr Wettkämpfen der WTC teilzunehmen.[147]

2010

Erinnerungen an den „Iron-War“ von 1989 wurden geweckt: Andreas Raelert stieg neun Sekunden vor Chris McCormack aus dem Wasser, büßte den Vorsprung aber bereits in der Wechselzone ein. 20 km vor Ende der Radstrecke zog „Macca“ das Tempo an, Raelert wechselte mit rund 250 m Rückstand auf die Laufstrecke. Nach ca. 15 km hatte Macca, der zu diesem Zeitpunkt seinerseits rund 2½ min hinter Chris Lieto zurücklag, seinen Vorsprung auf Raelert auf rund 650 m ausgebaut, zwischen den beiden befanden sich noch Craig Alexander und Marino Vanhoenacker. Bei 35 km hatten sich Raelert und Macca in Führung gesetzt und liefen Schulter an Schulter, wechselseitige Tempoverschärfungen um den jeweils anderen abzuschütteln waren erfolglos. Kurz vor der letzten Verpflegungsstelle beschleunigte McCormack im Bergab der Palani Road und konnte sich absetzen, 100 s betrug letztlich sein Vorsprung im Ziel vor Andreas Raelert.[148] Timo Bracht wurde Sechster, Dirk Bockel Achter, Faris Al Sultan Zehnter. Bei den Frauen triumphierte Mirinda Carfrae in Abwesenheit der wegen Erkältung nicht gestarteten Chrissie Wellington, die Schweizerin Caroline Steffen wurde Zweite, Karin Thürig unterbot in 4:48:22 h den seit 1993 bestehenden Streckenrekord auf der Radstrecke und wurde Sechste. Sandra Wallenhorst wurde mit dem Vorwurf, auf der Radstrecke abgekürzt zu haben, disqualifiziert.[149][150]

2011

Craig Alexander führte die Siegesserie australischer Männer fort und unterbot mit seiner Siegerzeit von 8:03:56 h auch den alten Männerrekord des Belgiers Luc Van Lierde von 1996 um ganze 12 Sekunden.[151] Mit einer Platzwunde am Auge durch einen beim Schwimmen erhaltenen Schlag eines Konkurrenten kam Andreas Raelert zwar nach der Hälfte der Laufstrecke bis auf 2½ min an „Crowie“ heran, musste dann aber dem hohen Tempo Tribut zollen und sogar noch den von hinten heraneilenden Pete Jacobs passieren lassen. In 8:11:07, seiner persönlichen Bestzeit auf Hawaii wurde Raelert Dritter vor Dirk Bockel und Timo Bracht, der Schweizer Mike Aigroz wurde Sechster, Andreas Böcherer Achter und Faris Al-Sultan Zehnter. Bei den Frauen reichte Vorjahressiegerin Mirinda Carfrae auch nicht ihr neuer Streckenrekord auf der Laufstrecke, um Chrissie Wellington an ihrem vierten Sieg in Kailua-Kona - wenn auch nur mit 109 s Vorsprung - zu hindern. Caroline Steffen und Karin Thürig wurden Fünfte bzw. Sechste, beste Deutsche Frau war Sonja Tajsich als Siebte.

2012

Im Februar 2012 sorgte ein Vertrag der WTC mit Lance Armstrong für Aufsehen: der unter Doping-Verdacht stehende siebenfache Tour de France-Sieger sagte zu, u.a. beim Ironman Hawaii zu starten, im Gegenzug garantierte ihm die WTC 1 Million US-Dollar.[152][153] Nach der offiziellen Anklage wegen Doping durch die USADA strich die WTC Armstrong von ihren Startlisten.[154][155] Armstrong wurden anschließend sämtliche Titel aberkannt, er erhielt eine lebenslange Sperre.

Andreas Raelert, der 2012 erstmals gemeinsam mit seinem Bruder Michael am Start stand, verlor ungewöhnlicherweise bereits beim Schwimmen fünf Minuten auf die Spitze und kämpfte sich bis zum Schluss auf Platz zwei durch – der Sieger war aber auch dieses Jahr mit Pete Jacobs wieder ein Australier. Hinter dem Belgier Frederik Van Lierde haderte auf Platz vier Sebastian Kienle bei seinem ersten Start auf Hawaii mit sich selbst im Ziel: in Führung liegend hatte er viel Zeit damit verloren, einen Reifendefekt zu beheben. Mit Faris Al-Sultan auf Platz fünf und Timo Bracht auf Platz sechs kamen gleich vier Deutsche unter die ersten Sechs, Dirk Bockel wurde Zehnter. Chris McCormack stieg erneut auf der Radstrecke aus. Bei den Frauen siegte die Britin Leanda Cave in 9:15:54 h, die auf den letzten Kilometern noch die lange führende Schweizerin Caroline Steffen abfing. Sonja Tajsich fehlten auf Platz vier trotz zehntschnellster Marathonzeit einer Frau in der Geschichte des Ironman Hawaii und einzige Frau an diesem Tag unter drei Stunden nur 64 s bis zur Bronzemedaille. Natascha Badmann wurde mit der schnellsten Radzeit Sechste.

2013

Frederik Van Lierde gelang es in einem von ihm verhalten geführten Rennen, in dem er zwar stets Kontakt zur Spitze behielt, sich aber nie direkt in Szene zu setzte, die sechs Jahre andauernde australische Siegesserie zu durchbrechen. Auf dem Weg zum Natural Energy Lab sammelt van Lierde zuerst Sebastian Kienle, dann den Australier Luke McKenzie ein und lief in 8:12:29 h dem Sieg entgegen. McKenzie und Kienle, die auf der Radstrecke gemeinsam mit Andrew Starykowicz mit einer der schnellsten Radzeiten in der Geschichte des Ironman Hawaii enteilt waren, wurden Zweiter bzw. Dritter. Timo Bracht und Faris Al-Sultan wurden Neunter bzw. Zehnter. Mirinda Carfrae wurde zum zweiten Mal Siegerin beim Ironman Hawaii, die Australierin unterbot in 8:52:14 h den Streckenrekord von Chrissie Wellington um fast zwei Minuten und ließ den Britinnen Rachel Joyce und Liz Blatchford beim Marathon keine Chance. Caroline Steffen kam mit Magenproblemen auf Platz vier, beste Deutsche wurde Kristin Möller auf Platz sechzehn einen Platz hinter Natascha Badmann.

Das Durchschnittsalter der 2013 startenden Athleten betrug bei den Männern 42 Jahre und bei den Frauen 40 Jahre.

Ab 2014[Bearbeiten]

2014 waren im Feld der 53 männlichen Profi-Triathleten neun deutsche Athleten am Start, zusammen mit Australien stellte Deutschland damit die zahlenmäßig stärkste Nation. Aus den USA hatten sich acht männliche Profis qualifizieren können und aus Österreich sowie der Schweiz standen jeweils ein männlicher Profi am Start. Unter den 36 Profi-Triathletinnen starteten vier Schweizerinnen sowie drei Deutsche.

Dem amtierenden Sieger der „Ironman European Championship“, Sebastian Kienle, gelang bei den Männern der erste deutsche Sieg seit Normann Stadlers Triumph im Jahr 2006. Hinter Ben Hoffman kam der Olympiasieger von 2008, Jan Frodeno, bei seinem Debüt auf Hawaii als Dritter rund sechs Minuten nach Kienle ins Ziel - eine Radpanne sowie eine Zeitstrafe hatten ihn zurückgeworfen.[156] Nils Frommhold wurde Sechster, Maik Twelsiek Elfter, Ronnie Schildknecht Zwölfter, Michael Weiss Sechzehnter und Boris Stein Zwanzigster. Bei den Frauen konnte die Australierin Mirinda Carfrae ihren Erfolg aus dem Vorjahr vor der Schweizerin Daniela Ryf wiederholen. Caroline Steffen und Julia Gajer wurden Fünfte bzw. Sechste. Faris Al-Sultan, im Frühjahr Vater geworden, kam erstmals nicht ins Ziel, ein halbes Jahr später erklärte er seinen Rücktritt vom Leistungssport.[157] Insgesamt war er bei seinen dreizehn Starts auf Hawaii neunmal bei der Siegerehrung in den Top-Ten auf die Bühne gerufen worden.

2014 absolvierte der Kölner Elmar Sprink (42) in 12:30 h als erster Mensch nach einer Herztransplantation erfolgreich den Ironman Hawaii.[158][159]

2015

Im Mai 2015 entschieden die Justizbehörden in Florida, dass die seit 1983 für den Ironman Hawaii betriebene Lotterie nicht rechtmäßig sei. Bemängelt wurde, dass die Teilnehmer an der Lotterie nicht etwa einen Startplatz beim Ironman Hawaii gewannen, sondern nur das Recht, diesen für zusätzliche 850 US-Dollar zu erwerben. Die WTC musste daraufhin ein Bußgeld in Höhe ihrer Gewinne aus dieser Lotterie seit 2012, insgesamt 2,76 Millionen US-Dollar zahlen und kündigte an, die Lotterie ab 2016 nicht mehr anzubieten.[160] Im August 2015 verkaufte Providence den Veranstalter WTC für 650 Millionen US-Dollar an den chinesischen Finanzinvestor Dalian Wanda.[161][162][163]

Die WTC passte 2015 das Regelwerk für den Ironman Hawaii wie auch ihre übrigen Veranstaltungen wieder an das der ITU an, insbesondere die 2004 von der WTC vorgenommene Verkürzung der Drafting-Zone von 10 m auf 7 m wurde rückgängig gemacht.[164]

2015 war Jan Frodeno bei seinem zweiten Start auf Hawaii von Beginn an in der Spitzengruppe zu finden. Nach einem Duell an der Spitze auf dem Rad mit Vorjahressieger Sebastian Kienle konnte er sich auf der Laufstrecke absetzen und als erster Olympiasieger auch beim Ironman Hawaii triumphieren. Er wurde damit zum fünften Deutschen Hawaii-Sieger und auch zum ersten Athleten, der in einem Jahr die Ironman European Championship in Frankfurt, die Ironman 70.3 World Championship und Hawaii gewinnen konnte. Ebenfalls in der Spitzengruppe nach dem Schwimmen war Andreas Raelert, der dann aber mit einer Panne auf dem Rad zurückgeworfen wurde. Mit der zweitschnellsten Laufzeit des Tages konnte sich der 39-jährige Rostocker, der nach zwei verkorksten Jahren auf Hawaii nicht zu den Favoriten gezählt hatte, aber noch bis auf Platz zwei vorarbeiten und sorgte so für einen deutschen Doppelsieg. Sebastian Kienle fiel auf der Laufstrecke zurück und wurde Achter, der wie Raelert erst in letzter Minute qualifizierte Boris Stein wurde Zehnter. Bei den Frauen sorgte Favoritin Daniela Ryf nach dem Ausstieg von Mirinda Cafrae auf der Radstrecke für einen ungefährdeten siebten Sieg einer Schweizerin mit dreizehn Minuten Vorsprung vor der Britin Rachel Joyce. Caroline Steffen kam auf Platz neun, die Österreicherin Eva Wutti wurde Sechzehnte. Beste Deutsche waren auf Platz siebzehn und neunzehn Britta Martin und Katrin Esefeld.

Auswirkung auf Hawaii[Bearbeiten]

2002 berichtete der Honolulu Advertiser, die damals größte Tageszeitung auf Hawaii, dass durch den Ironman Hawaii ein zusätzlicher Umsatz von 26 Millionen US-Dollar generiert werde. 7.000 freiwillige Helfer wären in den Event involviert, das lokale Radgeschäft B&L Bike and Sports beispielsweise generiere bis zu einem Drittel seines Jahresumsatzes in den Tagen um den Wettkampf. Zwischen 75 und 150 Personen würden sich am Wettkampftag und in den Tagen danach vor Ort ein M-Dot-Logo tätowieren lassen. Ein durchschnittlicher Athlet bliebe zehn Tage auf Hawaii, zwei Tage länger als der durchschnittliche Tourist. Außerdem brächten die meisten Teilnehmer einen Partner oder Trainer mit. [165]

Rekordhalter[Bearbeiten]

Männer[Bearbeiten]

Die erfolgreichsten Triathleten auf Hawaii sind mit je sechs Siegen die beiden US-Amerikaner Dave Scott und Mark Allen. Der Kanadier Peter Reid und der Australier Craig Alexander konnten das Rennen je dreimal gewinnen. Mit je zwei Siegen folgen Scott Tinley, Tim DeBoom (beide USA), Normann Stadler (Deutschland), der Belgier Luc van Lierde und der Australier Chris McCormack.

Als erster Deutscher erklomm Wolfgang Dittrich aus Neuss 1993 als Dritter in 8:20:13 h das Podest und löste damit Hannes Blaschke und Klaus Barth als zuvor bestplatzierte Deutsche ab, die 1985 bzw. 1986 jeweils Vierte wurde. Thomas Hellriegel konnte nach zwei zweiten Plätzen 1995 hinter Mark Allen und 1996 hinter Luc van Lierde dann schließlich 1997 den ersten deutschen Hawaii-Sieg in 8:33:01 h erzielen. Er siegte dabei vor Jürgen Zäck und Lothar Leder. 2004 siegte Normann Stadler als zweiter Deutscher mit 8:33:29 h, 2006 konnte er diesen Erfolg in 8:11:56 h wiederholen. Faris Al-Sultan gewann im Jahr 2005 als dritter Deutscher mit 8:14:17 h die Ironman World Championship. Vierter deutscher Sieger wurde 2014 Sebastian Kienle in 8:14:18 h, 2015 siegte Jan Frodeno in 8:14:40 als fünfter Deutscher. Mit fünf Podiumsplatzierungen löste Andreas Raelert 2015 Thomas Hellriegel als den deutschen Athleten, der am häufigsten das Siegerpodest bei der „Flower Ceremnoy“ betrat, ab.

Den aktuellen Streckenrekord hält seit 2011 Craig Alexander mit seiner Siegerzeit von 8:03:56 h. Er unterbot damit als erster Teilnehmer die vorherige Bestzeit von Luc Van Lierde aus dem Jahr 1996 um 12 s.[151]

Schnellster deutscher Schwimmer bisher ist Jan Sibbersen in 46:50 min (2003). Den (Teil-)Streckenrekord auf der 180-km-Radstrecke auf Hawaii stellte Normann Stadler 2006 mit 4:18:23 h (41,8 km/h) auf. Er konnte damit als erst zweiter Teilnehmer überhaupt – nach Torbjørn Sindballe im Vorjahr – die Radzeit von Thomas Hellriegel aus dem Jahr 1996 (4:24:50 h) unterbieten. Hellriegels Zeit von 1996 beinhaltete allerdings noch die Wechselzeiten. Schnellster Deutscher auf der Marathondistanz ist bisher Andreas Raelert in 2:44:25 h (2010).

Top-10 der schnellsten Männer in den Teildisziplinen[166]

3,86 km Schwimmen 180,2 km Radfahren 42,195 km Laufen
46:41 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lars Jorgensen 1998 4:18:23 DeutschlandDeutschland Normann Stadler 2006 2:40:04 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen* 1989
46:44 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lars Jorgensen 1995 4:18:32 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Lieto 2011 2:41:03 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott* 1989
46:50 DeutschlandDeutschland Jan Sibbersen 2003 4:20:46 DeutschlandDeutschland Sebastian Kienle 2014 2:41:06 AustralienAustralien Pete Jacobs 2010
47:01 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Noa Sakamoto 2008 4:21:36 DanemarkDänemark Torbjørn Sindballe 2005 2:41:48 BelgienBelgien Luc Van Lierde 1996
47:02 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Flanagan 2008 4:21:51 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andrew Starykowicz 2013 2:41:57 SchweizSchweiz Olivier Bernhard 1999
47:04 DeutschlandDeutschland Jan Sibbersen 2004 4:22:26 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Luke McKenzie 2013 2:41:59 AustralienAustralien Craig Alexander 2010
47:15 JapanJapan Hiroki Hikida 2003 4:22:33 DeutschlandDeutschland Sebastian Kienle 2013 2:42:02 AustralienAustralien Chris McCormack 2007
47:39 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bradford Hinshaw 1986 4:23:18 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Lieto 2010 2:42:09 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen 1995
47:41 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Weston 2003 4:24:04 DeutschlandDeutschland Maik Twelsiek 2014 2:42:09 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen 1991
47:42 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Flanagan 2009 4:24:05 AustralienAustralien Craig Alexander 2011 2:42:18 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen 1992
* 1981 bis 1989 verlief die Laufstrecke noch über den Flughafen Kona, ab 1990 lag der Wendepunkt beim Natural Energy Lab

Frauen[Bearbeiten]

Bei den Frauen siegte Paula Newby-Fraser (Simbabwe) achtmal, auf insgesamt sechs Siege kommt die Schweizerin Natascha Badmann. Chrissie Wellington gewann viermal, die Australierin Mirinda Carfrae triumphierte dreimal. Daniela Ryf wurde 2015 zweite Schweizerin, die in Kailua-Kona triumphieren konnte.

Newby-Fraser hielt den Streckenrekord ab 1992 mit 8:55:28 h, erst 2009 konnte Chrissie Wellington diesen als erste Frau seither mit ihrer Siegerzeit von 8:54:02 h um 86 s unterbieten. Nur 22 Männer waren damals schneller als Wellington. 2013 verbesserte Mirinda Carfrae den Streckenrekord um weitere knapp zwei Minuten auf 8:52:14 Stunden und lief dabei vor allem den Marathon in der weiteren Rekordzeit für Frauen von 2:50:38 Stunden – nur zwei Männer waren an diesem Tag schneller.[167]

Nina Kraft erzielte mit ihrem zweiten Platz 2002 sowie den dritten Plätzen 2001 und 2003 die bisher besten Ergebnisse deutscher Frauen auf Hawaii. Sandra Wallenhorst wurde 2008 ebenfalls Dritte, Sonja Tajsich 2012 Vierte und Ute Mückel 1996 Fünfte. Bestplatzierte Österreicherin bisher ist Kate Allen mit zwei fünften Plätzen (2005 und 2006).

Schnellste deutsche Schwimmerin bisher ist Ute Mückel, die 1997 die Streckenbestzeit auf 49:57 min reduzierte. Auf der Radstrecke konnte die Schweizerin Karin Thürig als bisher einzige Frau die 1993 von Paula Newby-Fraser und Erin Baker aufgestellten Rekordzeiten unterbieten, sieben der zehn schnellsten jemals von Frauen auf Hawaii gefahrenen Radzeiten wurden von Schweizerinnen aufgestellt. Die schnellsten Laufzeiten der deutschen Frauen liefen Sandra Wallenhorst (2:58:36 h in 2008) und Sonja Tajsich (2:59:26 h in 2012).

Top-10 der schnellsten Frauen in den Teildisziplinen [166]

3,86 km Schwimmen 180,2 km Radfahren 42,195 km Laufen
48:43 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jodi Jackson 1999 4:44:20 SchweizSchweiz Karin Thürig 2011 2:50:27 AustralienAustralien Mirinda Carfrae 2014
49:11 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wendy Ingraham 1998 4:48:22 SchweizSchweiz Karin Thürig 2010 2:50:39 AustralienAustralien Mirinda Carfrae 2013
49:51 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Barbara Lindquist 2000 4:48:30 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser* 1993 2:52:09 AustralienAustralien Mirinda Carfrae 2011
49:52 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wendy Ingraham 1999 4:50:16 NeuseelandNeuseeland Erin Baker* 1993 2:52:41 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington 2011
49:57 DeutschlandDeutschland Ute Mückel 1997 4:50:16 SchweizSchweiz Karin Thürig 2005 2:53:32 AustralienAustralien Mirinda Carfrae 2010
50:28 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wendy Ingraham 1999 4:50:26 SchweizSchweiz Caroline Steffen 2011 2:53:51 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Caitlin Snow 2011
50:28 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Monica Caplan 2003 4:50:41 SchweizSchweiz Karin Thürig 2003 2:56:04 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Caitlin Snow 2010
50:29 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Linda Gallo 2003 4:50:46 SchweizSchweiz Daniela Ryf 2015 2:56:51 AustralienAustralien Mirinda Carfrae 2009
50:30 AustralienAustralien Raleigh Tennant 1999 4:52:00 SchweizSchweiz Natascha Badmann 2005 2:57:44 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington 2008
50:31 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jennifer Hinshaw 1984 4:52:07 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington 2009 2:58:36 DeutschlandDeutschland Sandra Wallenhorst 2008
* Die Radzeiten von 1993 beinhalten die Wechselzeiten

Siegerlisten[Bearbeiten]

Männer Frauen
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
08. Okt. 2016
10. Okt. 2015 DeutschlandDeutschland Jan Frodeno DeutschlandDeutschland Andreas Raelert Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Timothy O’Donnell
11. Okt. 2014 DeutschlandDeutschland Sebastian Kienle Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ben Hoffman DeutschlandDeutschland Jan Frodeno
12. Okt. 2013 BelgienBelgien Frederik Van Lierde AustralienAustralien Luke McKenzie DeutschlandDeutschland Sebastian Kienle
13. Okt. 2012 AustralienAustralien Pete Jacobs DeutschlandDeutschland Andreas Raelert BelgienBelgien Frederik Van Lierde
08. Okt. 2011 AustralienAustralien Craig Alexander -3- AustralienAustralien Pete Jacobs DeutschlandDeutschland Andreas Raelert
09. Okt. 2010 AustralienAustralien Chris McCormack -2- DeutschlandDeutschland Andreas Raelert BelgienBelgien Marino Vanhoenacker
10. Okt. 2009 AustralienAustralien Craig Alexander -2- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Lieto DeutschlandDeutschland Andreas Raelert
11. Okt. 2008 AustralienAustralien Craig Alexander -1- SpanienSpanien Eneko Llanos BelgienBelgien Rutger Beke
13. Okt. 2007 AustralienAustralien Chris McCormack -1- AustralienAustralien Craig Alexander DanemarkDänemark Torbjørn Sindballe
21. Okt. 2006 DeutschlandDeutschland Normann Stadler -2- AustralienAustralien Chris McCormack DeutschlandDeutschland Faris Al-Sultan
15. Okt. 2005 DeutschlandDeutschland Faris Al-Sultan NeuseelandNeuseeland Cameron Brown KanadaKanada Peter Reid
16. Okt. 2004 DeutschlandDeutschland Normann Stadler -1- KanadaKanada Peter Reid DeutschlandDeutschland Faris Al-Sultan
18. Okt. 2003 KanadaKanada Peter Reid -3- BelgienBelgien Rutger Beke NeuseelandNeuseeland Cameron Brown
19. Okt. 2002 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim DeBoom -2- KanadaKanada Peter Reid NeuseelandNeuseeland Cameron Brown
06. Okt. 2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim DeBoom -1- NeuseelandNeuseeland Cameron Brown DeutschlandDeutschland Thomas Hellriegel
14. Okt. 2000 KanadaKanada Peter Reid -2- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim DeBoom DeutschlandDeutschland Normann Stadler
23. Okt. 1999 BelgienBelgien Luc van Lierde -2- KanadaKanada Peter Reid Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim DeBoom
03. Okt. 1998 KanadaKanada Peter Reid -1- BelgienBelgien Luc van Lierde DeutschlandDeutschland Lothar Leder
18. Okt. 1997 DeutschlandDeutschland Thomas Hellriegel DeutschlandDeutschland Jürgen Zäck DeutschlandDeutschland Lothar Leder
26. Okt. 1996 BelgienBelgien Luc van Lierde -1- DeutschlandDeutschland Thomas Hellriegel AustralienAustralien Greg Welch
07. Okt. 1995 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen -6- DeutschlandDeutschland Thomas Hellriegel DeutschlandDeutschland Rainer Müller-Hörner
15. Okt. 1994 AustralienAustralien Greg Welch Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Devlin
23. Okt. 1993 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen -5- FinnlandFinnland Pauli Kiuru DeutschlandDeutschland Wolfgang Dittrich
10. Okt. 1992 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen -4- ChileChile Cristián Bustos FinnlandFinnland Pauli Kiuru
19. Okt. 1991 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen -3- AustralienAustralien Greg Welch Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Devlin
06. Okt. 1990 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen -2- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley FinnlandFinnland Pauli Kiuru
14. Okt. 1989 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen -1- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott AustralienAustralien Greg Welch
22. Okt. 1988 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Molina Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Pigg Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ken Glah
10. Okt. 1987 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott -6- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen AustralienAustralien Greg Stewart
18. Okt. 1986 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott -5- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley
26. Okt. 1985 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley -2- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christopher Hinshaw SchweizSchweiz Carl Kupferschmid
06. Okt. 1984 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott -4- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Grant Boswell
22. Okt. 1983 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott -3- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen
09. Okt. 1982 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott -2- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Tinley
06. Feb. 1982 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley -1- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Tinley
14. Feb. 1981 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Howard Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Warren Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley
10. Jan. 1980 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott -1- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chuck Neumann Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Howard
14. Jan. 1979 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Warren Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Dunbar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ian Emberson
18. Feb. 1978 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Gordon Haller Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Dunbar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Orlowski
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
2016
2015 SchweizSchweiz Daniela Ryf Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rachel Joyce Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Liz Blatchford
2014 AustralienAustralien Mirinda Carfrae -3- SchweizSchweiz Daniela Ryf Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rachel Joyce
2013 AustralienAustralien Mirinda Carfrae -2- Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rachel Joyce Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Liz Blatchford
2012 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Leanda Cave SchweizSchweiz Caroline Steffen AustralienAustralien Mirinda Carfrae
2011 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington -4- AustralienAustralien Mirinda Carfrae Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Leanda Cave
2010 AustralienAustralien Mirinda Carfrae -1- SchweizSchweiz Caroline Steffen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Julie Dibens
2009 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington -3- AustralienAustralien Mirinda Carfrae SpanienSpanien Virginia Berasategui
2008 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington -2- NiederlandeNiederlande Yvonne van Vlerken DeutschlandDeutschland Sandra Wallenhorst
2007 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington -1- KanadaKanada Samantha McGlone AustralienAustralien Kate Major
2006 AustralienAustralien Michellie Jones Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Desirée Ficker KanadaKanada Lisa Bentley
2005 SchweizSchweiz Natascha Badmann -6- AustralienAustralien Michellie Jones AustralienAustralien Kate Major
2004 SchweizSchweiz Natascha Badmann -5- KanadaKanada Heather Fuhr AustralienAustralien Kate Major
2003 KanadaKanada Lori Bowden -2- SchweizSchweiz Natascha Badmann DeutschlandDeutschland Nina Kraft
2002 SchweizSchweiz Natascha Badmann -4- DeutschlandDeutschland Nina Kraft KanadaKanada Lori Bowden
2001 SchweizSchweiz Natascha Badmann -3- KanadaKanada Lori Bowden DeutschlandDeutschland Nina Kraft
2000 SchweizSchweiz Natascha Badmann -2- KanadaKanada Lori Bowden BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1999 KanadaKanada Lori Bowden -1- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Karen Smyers BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1998 SchweizSchweiz Natascha Badmann -1- KanadaKanada Lori Bowden BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1997 KanadaKanada Heather Fuhr KanadaKanada Lori Bowden BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1996 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Paula Newby-Fraser* -8- SchweizSchweiz Natascha Badmann Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Karen Smyers
1995 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Karen Smyers FrankreichFrankreich Isabelle Mouthon BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1994 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Paula Newby-Fraser* -7- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Karen Smyers BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1993 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Paula Newby-Fraser* -6- NeuseelandNeuseeland Erin Baker Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Susan Latshaw
1992 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser -5- KanadaKanada JulieAnne White NiederlandeNiederlande Thea Sybesma
1991 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser -4- NeuseelandNeuseeland Erin Baker Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sarah Coope
1990 NeuseelandNeuseeland Erin Baker SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Terry Schneider-Egger
1989 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser -3- KanadaKanada Sylviane Puntous Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kirsten Hanssen
1988 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser -2- NeuseelandNeuseeland Erin Baker Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kirsten Hanssen
1987 NeuseelandNeuseeland Erin Baker KanadaKanada Sylviane Puntous SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser
1986 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser -1- KanadaKanada Sylviane Puntous Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joanne Ernst
1985 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joanne Ernst Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Elizabeth Bulman SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser
1984 KanadaKanada Sylviane Puntous -2- KanadaKanada Patricia Puntous Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Olson
1983 KanadaKanada Sylviane Puntous -1- KanadaKanada Patricia Puntous Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eva Ueltzen
1982 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Leach Vereinigte StaatenVereinigte Staaten JoAnn Dahlkoetter Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sally Edwards
1982 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kathleen McCartney Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Moss Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lyn Brooks
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sally Edwards
1981 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Linda Sweeney Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sally Edwards Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lyn Brooks
1980 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robin Beck Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eve Anderson
1979 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lyn Lemaire
1978
* Paula Newby Fraser wird in den Ergebnislisten der Jahre 1993 bis 1996 unter „Vereinigte Staaten“ geführt.[168]

Länderstatistik[Bearbeiten]

In der Erfolgsstatistik der Länder nach Podiumsplatzierungen bei Männern und Frauen liegen die Vereinigten Staaten als Veranstalterland noch immer deutlich an der Spitze, was insbesondere auf die Anfangsjahre zurückzuführen ist. So verblieben von den bei den ersten Ausrichtungen vergebenen Medaillen 89 % bei den Männern und 51 % bei den Frauen in den USA. Ab Mitte der Neunzigerjahre zeigt sich in den Palmares die Dominanz des Ironman Hawaii in den deutschsprachigen Medien – so gingen im Zeitraum 1993 bis 2015 mehr als ein Drittel der Medaillen, doppelt soviele wie an jedes andere Land, an deutsche Männer. Beim weiblichen Geschlecht dominierten die Triathletinnen aus der Schweiz gemeinsam mit australischen Frauen.

Platz Land Erster Zweiter Dritter Gesamt Anmerkungen
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 30 26 26 82 Maßgeblichen Beitrag leisteten die „Big Four“, die zwischen 1980 und 1995 quasi jeden Triathlon unter sich ausmachten – Mark Allen, Dave Scott, Scott Tinley und Scott Molina
2 AustralienAustralien Australien 11 8 7 26 Mirinda Carfrae und Craig Alexander erzielten je 3 Goldmedaillen.
3 KanadaKanada Kanada 8 15 3 26
4 SchweizSchweiz Schweiz 7 5 1 13 Die erfolgreichste Schweizer Athletin ist Natascha Badmann – mit 6 Gold- und 2 Silbermedaillen
5 DeutschlandDeutschland Deutschland 6 7 15 28
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 5 2 6 13 Chrissie Wellington erreichte 4 Goldmedaillen
7 SimbabweSimbabwe Simbabwe 5 1 2 8 Alle Medaillen wurden zwischen 1985 und 1992 von Paula Newby-Fraser erzielt.
8 BelgienBelgien Belgien 3 2 3 8
9 NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2 5 2 9
10 FinnlandFinnland Finnland 0 1 2 3
11 SpanienSpanien Spanien 0 1 1 2
- NiederlandeNiederlande Niederlande 0 1 1 2
13 ChileChile Chile 0 1 0 1
- FrankreichFrankreich Frankreich 0 1 0 1
15 BrasilienBrasilien Brasilien 0 0 6 6
16 DanemarkDänemark Dänemark 0 0 1 1

(Stand: 11. Oktober 2015 – nach 39 Austragungen auf Hawaii)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b „Iron Man World Triathlon Championship“ Trademark Details (Memento vom 19. September 2015 im Internet Archive)
  2. Whoever finishes first, We'll call him the Ironman. Aussage von John Collins bei der Siegerehrung des „Oahu Perimeter Relay Runs“ 1977, als er mit einigen Bekannten beschloss, die drei herausfordernsten Ausdauersportevents der Insel in einem Rennen zu vereinen.
  3. Swim 2.4 miles, bike 112 miles, run 26.2 miles. Brag for the rest of your life! handschriftliche Notiz auf der dreiseitigen Wettkampfbeschreibung jeden Teilnehmers beim ersten Ironman Hawaii
  4. Frequently Asked Questions About The Ironman Triathlon World Championship (Mar 15th 2002) (Memento vom 16. August 2002 im Internet Archive)
  5. a b Ironman World Championship 2005 Athlete Guide (deutsch, PDF) In: ironman.com. WTC. Archiviert vom Original am 10. Dezember 2005.
  6. a b Ironman World Championship 2009 Athlete Guide (englisch, PDF) In: ironman.com. WTC. Archiviert vom Original am 7. Oktober 2009.
  7. Punkte- und Preisgeldverteilung für Profi-Triathleten (Memento vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive)
  8. Professional Athlete Qualification & Validation (englisch) In: ironman.com.
  9. Kona Points Ranking System Women (englisch) In: ironman.com.
  10. Kona Points Ranking System Men (englisch) In: ironman.com.
  11. Athlete Participant List for the Ironman World Championship 2015 (englisch, PDF) In: ironman.com. World Triathlon Corporation. 8. September 2015.
  12. Startplatzvergabe für den Ironman Hawaii 2014 beim Ironman Frankfurt (englisch) In: ironman.com. Archiviert vom Original am 6. Dezember 2013.
  13. Startplatzvergabe für den Ironman Hawaii 2016 beim Ironman Frankfurt. In: ironman.com.
  14. a b C.J. Olivares: A Look Back: Ironman’s First 10 Years (englisch) In: Triathlete Magazine. Oktober 1988.
  15. Infoblatt Ironman Frankfurt 2005 bzgl. Startplatzvergabe für den Ironman Hawaii (PDF) Xdream GmbH. Archiviert vom Original am 30. April 2005.
  16. Julia Polloreno: Ironman Announces Redistribution of Prize Purse Money for 2015. In: triathlon.competitor.com. 3. August 2014.
  17. Bethany Mavis: How Losing Kona Slots Will Affect 70.3 Races (englisch) In: triathlon.competitor.com. 22. Juli 2014.
  18. Frank Wechsel: Kraichgau startet 2015 unter Ironman-Label. In: tri-mag.de. 9. Mai 2014.
  19. Ironman Responds to Kona Lottery Decision (englisch) In: ironman.com. WTC. 13. Mai 2015.
  20. Press Release: WTC Announces 2012 Ironman Lottery Registration Opening and Program Enhancements. WTC. 31. Oktober 2011. Archiviert vom Original am 17. April 2012.
  21. Ironman Lottery Legacy and Passport Programs. WTC. Archiviert vom Original am 15. Oktober 2014.
  22. a b c d e f Ironman World Championship 2015 Athlete Guide (englisch, PDF) In: ironman.com. WTC. 11. September 2015.
  23. a b Ironman World Championship 2003 Athlete Guide (englisch, PDF) In: ironman.com. WTC. Archiviert vom Original am 25. Mai 2004.
  24. Ironman World Championship 2004 Athlete Guide (englisch, PDF) In: ironman.com. WTC. Archiviert vom Original am 1. April 2005.
  25. Ironman World Championship 2011 Athlete Guide (englisch, PDF) In: ironman.com. WTC. Archiviert vom Original am 27. Oktober 2011.
  26. Ironman World Championship 2012 Athlete Guide (englisch, PDF) In: ironman.com. WTC. Archiviert vom Original am 3. Oktober 2012.
  27. Stefan Leitner: Ironman Hawaii mit neuem Schwimmstart. In: trinews.at. 3. August 2014.
  28. Timothy Carlson: Messick explains the changes (englisch) In: slowtwitch.com. 8. August 2014.
  29. a b c Ironman World Championship 2014 Athlete Guide (englisch, PDF) In: ironman.com. WTC.
  30. Jack Johnstone: Story of the first Triathlon.
  31. Judy MacGregor Collins: 2015 Optimist Sports Fiesta Marks The 40th Anniversary Of The Longest Running Annual Triathlon In The World. In: Coronado Eagle & Journal, Coronado. 4. September 2015.
  32. a b Sanction Permit, Entry Form and Athlete Guide for the first annual Hawaiian Iron Man Triathlon on February 18th, 1978 (Memento vom 19. Juni 2014 im Internet Archive)
  33. Dick Fishback: Iron-Man Triathlon: Haller leads 15. In: The Honolulu Advertiser. 19. Februar 1978.
  34. Ironman (englisch) In: Sports Illustrated. 14. Mai 1979. Archiviert vom Original am 3. Juni 2011.
  35. Peter Read Miller: Fotos aus dem 'Sports Illustrated'-Bericht vom 14. Mai 1979. In: Getty Images.
  36. Ergebnislisten Ironman Hawaii
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  39. a b Mark Montgomery: The first Kona Ironman: A retrospective blog (englisch) In: slowtwitch.com. 5. Oktober 2007.
  40. Timothy Carlson: The first to run sub-3 in Kona? (englisch) In: slowtwitch.com. 13. April 2009.
  41. John Nogowski: Phil Aubrey: master of his fate (englisch) In: The Telegraph, Nashua (New Hampshire). 21. Februar 1981.
  42. a b Sammlung von Fotos der Plakate des Ironman Hawaii
  43. a b c Pete Williams: Triathlons: In it for long run (englisch) In: sportsbusinessdaily.com. 8. Oktober 2007.
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  49. a b c Scott Tinley: A Silk Purse: How a Long, Tall, Blonde Quite Accidentally Invented Modern Endurance Sports (Part 1). In: trihistory.com. 1. September 2015.
  50. Film von 'Freewheelin Films' zum Ironman Hawaii 1982 (Teil 1) auf YouTube
  51. Film von 'Freewheelin Films' zum Ironman Hawaii 1982 (Teil 1) auf YouTube
  52. Frank Ketterer: Der Grund von allem. In: Die tageszeitung. 6. Oktober 2001.
  53. Thomas Scharrer: Für verrückte Amis. In: Nürnberger Nachrichten. 18. Oktober 2003.
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  107. a b Jörg Kottmeier: Hier muss man Masochist sein. In: Rhein-Zeitung. 13. Oktober 2010.
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  109. Thomas Hellriegel und Nina Kraft Dritte auf Hawaii. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 7. Oktober 2001.
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  111. Peter Reid und Lori Bowden gewinnen Ironman auf Hawaii. In: Spiegel Online. 19. Oktober 2003.
  112. Im Windschatten des Sieges Nina Kraft belegt beim Ironman auf Hawaii nur den dritten Platz. In: Der Tagesspiegel. 20. Oktober 2003.
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  114. Ralf Weitbrecht: Ironman-Siegerin Nina Kraft gibt Epo-Doping zu. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10. November 2004.
  115. Cherie Gruenfeld: Ironman: Der Weg zum Ziel.. Meyer & Meyer Verlag, 2009, ISBN 9783898994576.
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  121. ITU smacks down Ironman with a worldwide ban on sanctioning (englisch) In: slowtwitch.com. 13. September 2005.
  122. Kai Baumgartner: ITU vs. WTC: International Triathlon Union (ITU) und World Triathlon Corporation (WTC) reiben weiter aneinander.. In: 3athlon.de. 12. September 2005. Archiviert vom Original am 13. Januar 2006.
  123. Cameron Elford: ITU votes to withhold sanctioning of WTC events. In: Triathlete. Archiviert vom Original am 12. Januar 2009.
  124. Steffen Gerth: Hawaii-Sieger Al-Sultan: Weltbester Schön-Wetter-Sportler. In: Der Spiegel. 16. Oktober 2005.
  125. Michael McCarthy: Ford joins forces with Ironman for tough sell. In: USA Today. 19. Mai 2005. Archiviert vom Original am 18. März 2006.
  126. Press Release: WTC and USAT reach agreement (englisch) In: ironman.com. World Triathlon Corporation. 28. März 2006. Archiviert vom Original am 8. Mai 2006.
  127. Kai Baumgartner: Internationaler Sportgerichtshof (CAS) hebt Sanktionen der International Triathlon Union (ITU) gegen Ironman-Rennen auf. In: 3athlon.de. 28. April 2006. Archiviert vom Original am 1. Mai 2006.
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  130. Ironman World Championship 2008 Athlete Guide (englisch, PDF) In: ironman.com. WTC. Archiviert vom Original am 20. September 2008.
  131. Ironman World Championship 2009 Athlete Guide (englisch, PDF) In: ironman.com. WTC. Archiviert vom Original am 7. Oktober 2009.
  132. Aaron Hersh: Kona’s Secret Rule (englisch) In: triathlon.competitor.com. 7. Oktober 2012.
  133. dpa: Hawaii-Erdbeben: Gezittert als es begann. In: Der Stern. 17. Oktober 2006.
  134. Karin Bühler: Nach dem Erdbeben versuchen die Triathleten auf Hawaii, sich auf den Ironman zu konzentrieren: Im brutalen Paradies. In: Berliner Zeitung. 21. Oktober 2006.
  135. Arne Dyck: Chris McCormack: Stadler und Al-Sultan werfen ihm Drafting vor. In: triathlon-szene.de. 24. Oktober 2006.
  136. Ironman – Es gibt viel Streit auf Hawaii. In: Die Welt. 10. Oktober 2008.
  137. Don Norcross: Ironman feud lights a fire in lava fields (englisch) In: The San Diego Union-Tribune. 10. November 2007.
  138. Deutscher Triumph beim Ironman: "Dieser Sieg ist süßer als süß". In: Der Spiegel. 22. Oktober 2006.
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  143. Martin Binder und Holger Luhmann: Krämpfe lassen Stadler keine Chance. In: Der Stern. 12. Oktober 2008.
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