Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von VENRO)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen
(VENRO)
Logo
Rechtsform gemeinnütziger eingetragener Verein
Gründung 1995
Sitz Berlin (Koordinaten: 52° 30′ 13″ N, 13° 23′ 2,4″ O)
Zweck Dachverband der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Deutschland
Vorsitz Bernd Bornhorst
Geschäftsführung Heike Spielmans
Umsatz 2.033.368 Euro (2018)
Beschäftigte 28 (2019)
Mitglieder 138 (2019)
Website www.venro.org

Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) ist der Dachverband der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Deutschland. Der Verband wurde im Jahr 1995 als Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen gegründet und hat rund 140 Mitgliedsorganisationen (Stand: September 2021)[1]. Sie kommen aus der privaten und kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der Humanitären Hilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit.

Seit Dezember 2021 sind Mathias Mogge und Martina Schaub als neue Vorstandsvorsitzende der VENRO tätig. Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe ist bereits seit 2013 Mitglied im Vorstand des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen.[2]

Ziele und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zentrale Zweck ist die gerechte Gestaltung der Globalisierung, insbesondere die Überwindung der weltweiten Armut. Der Verband setzt sich für die Verwirklichung der Menschenrechte und die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen ein.[3]

Der Verein vertritt nach eigenen Angaben die Interessen der entwicklungspolitischen NRO gegenüber der Politik, stärkt die Rolle von NRO und Zivilgesellschaft in der Entwicklungspolitik, vertritt die Interessen der Entwicklungsländer und armer Bevölkerungsgruppen und schärft das öffentliche Bewusstsein für entwicklungspolitische Themen.

Der Verein ist Mitglied im europäischen Dachverband entwicklungspolitischer NROs CONCORD.[4]

Gemeinsame Verhaltensregeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitgliedsorganisationen müssen den vereinseigenen Verhaltenskodex „Transparenz – Organisationsführung – Kontrolle“, den VENRO-Kodex „Entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit“ und den vereinseigenen Kodex „Kinderrechte“ beachten.[5]

Deine Stimme gegen Armut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 war der Verein gemeinsam mit dem Künstler Herbert Grönemeyer Träger der Kampagne Deine Stimme gegen Armut. Mit dem Projekt setzte sich der Verein öffentlichkeitswirksam für die fristgerechte Umsetzung der Millenniumsziele ein. Mit Ablauf der Frist und der Verabschiedung neuer Ziele nachhaltiger Entwicklung wurde die Kampagne Ende 2015 nach zehn Jahren eingestellt.[6]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: April 2015; * = Gastmitglied)[7]

A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

action medeor

ADRA Deutschland

Aktion Canchanabury

AMICA

Andheri-Hilfe Bonn

Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland

Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl)

Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej)

Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsethnologie

Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH)

arche noVa

Ärzte der Welt

ASW – Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt

AT-Verband

AWO International

B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev)

BONO-Direkthilfe

BORDA e.V.

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst

Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)

Bundesvereinigung Lebenshilfe

C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CARE Deutschland-Luxemburg

Caritas International

Casa Alianza - Kinderhilfe Guatemala

CHANGE e.V.*

ChildFund Deutschland

Christliche Initiative Romero

Christoffel-Blindenmission Deutschland

D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB)

Das Hunger Projekt

Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen (DESWOS)

Deutsche Kommission Justitia et Pax

Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW)

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband

Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge

DGB-Bildungswerk BUND – Nord-Süd-Netz

Difäm – Deutsches Institut für Ärztliche Mission

Don Bosco Mondo

DVV International – Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes

E[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Welt Netz NRW

Eine Welt Netzwerk Hamburg

EIRENE – Internationaler Christlicher Friedensdienst

EMA - Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development

EPiZ - Entwicklungspädagogisches Informationszentrum*

Evangelische Akademien in Deutschland (EAD)

F[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fairventures Worldwide

FIAN Deutschland

FUTURO SÍ

G[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinschaft Sant´Egidio

German Doctors

German Toilet Organisation

Germanwatch

H[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Habitat for Humanity Deutschland

Handicap International

Help – Hilfe zur Selbsthilfe

HelpAge Deutschland

Hilfswerk der Deutschen Lions

Hoffnungszeichen / Sign of Hope

humedica

I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indienhilfe

INKOTA-netzwerk

Internationaler Bund (IB)

Internationaler Hilfsfonds

Internationaler Ländlicher Entwicklungsdienst (ILD)

Internationaler Verband Westfälischer Kinderdörfer

Islamic Relief Deutschland

J[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jambo Bukoba

Johanniter-Auslandshilfe

K[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

KAIROS Europa

Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

KATE – Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung

Kindernothilfe

Kinderrechte Afrika

L[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lateinamerika-Zentrum

Lichtbrücke

M[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malteser International

Marie-Schlei-Verein

materra – Stiftung Frau und Gesundheit

medica mondiale

medico international

Bischöfliches Hilfswerk Misereor

Missionsärztliches Institut Würzburg*

N[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NETZ Bangladesch

O[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ökumenische Initiative Eine Welt

OIKOS EINE WELT

Opportunity International Deutschland

Ora International Deutschland

OroVerde – Die Tropenwaldstiftung

Oxfam Deutschland

P[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plan International Deutschland

R[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rhein-Donau-Stiftung

S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SALEM International

Samhathi – Hilfe für Indien

Save the Children Deutschland

Senegalhilfe-Verein

Senior Experten Service (SES)

Society for International Development Chapter Bonn (SID)

SODI – Solidaritätsdienst International

Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes (SEK)

Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF)

Stiftung Nord-Süd-Brücken

SÜDWIND – Institut für Ökonomie und Ökumene

Susila Dharma – Soziale Dienste

T[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terra Tech Förderprojekte

Terre des Femmes

terre des hommes Deutschland

Tierärzte ohne Grenzen

TransFair

V[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN)

Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs (VENROB)

W[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

W. P. Schmitz-Stiftung

WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung

Weltfriedensdienst

Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee

Welthaus Bielefeld

Welthungerhilfe

Weltladen-Dachverband

Weltnotwerk der KAB Deutschlands

Werkhof Darmstadt

Werkstatt Ökonomie

World University Service

World Vision Deutschland

Z[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zukunftsstiftung Entwicklung bei der GLS Treuhand

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliederdatenbank. Abgerufen am 8. Februar 2018 (deutsch).
  2. VENRO mit neuer Doppelspitze. Abgerufen am 14. Januar 2022.
  3. Über uns, Abruf am 18. Juli 2013.
  4. CONCORD members: National Platforms | Networks | Associate members. In: CONCORD. (concordeurope.org [abgerufen am 8. Februar 2018]).
  5. VENRO-Kodizes, Abruf am 18. Juli 2013.
  6. VENRO informiert 12/2015. VENRO, 2015, abgerufen am 1. Juli 2017.
  7. Mitgliederdatenbank. Abgerufen am 13. Juni 2014.