Val Müstair

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Tal siehe Münstertal (Alpental).
Val Müstair
Wappen von Val Müstair
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Innw
Kreis: Val Müstair
BFS-Nr.: 3847i1f3f4
Postleitzahl: 7532 Tschierv
7533 Fuldera
7534 Lü
7535 Valchava
7536 Santa Maria
7537 Müstair
Koordinaten: 828762 / 16554146.60194110.4249991375Koordinaten: 46° 36′ 7″ N, 10° 25′ 30″ O; CH1903: 828762 / 165541
Höhe: 1'375 m ü. M.
Fläche: 198,65 km²
Einwohner: 1565 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 8 Einw. pro km²
Website: www.cdvm.ch
Santa Maria Val Müstair

Santa Maria Val Müstair

Karte
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Val Müstair ( [ˌvalmyˈʃtaɪ̯r]?/i; deutsch Münstertal) ist eine politische Gemeinde im Val Müstair im Bezirk Inn des Schweizer Kantons Graubünden.

Sie entstand am 1. Januar 2009 aus der Fusion der bis dahin selbstständigen Gemeinden Fuldera, , Müstair, Santa Maria Val Müstair, Tschierv und Valchava. Die durch die Fusion entstandene Gemeinde ist deckungsgleich mit dem gleichnamigen Kreis.

Umgangssprache ist das bündnerromanische Idiom Jauer.

Geografie[Bearbeiten]

Man erreicht die Gemeinde von Zernez im Engadin aus über den Ofenpass. Östlich von Müstair verläuft die Grenze zum Vinschgau (Südtirol), die zugleich die rätoromanisch-deutsche Sprachgrenze bildet. Die dortige Gemeinde Taufers im Münstertal gehört geografisch ebenfalls zum Münstertal. Von Sta. Maria aus führt der Umbrailpass ins Veltlin. Durch das Tal fliesst der Rambach (romanisch Rom).

Das Tal wird in drei Glieder geteilt, die wie folgt benannt sind:

  • Terzal d’Aint (inneres Drittel) mit Tschierv, Fuldera und Lü
  • Terzal d’Immez (mittleres Drittel) mit Valchava und Sta. Maria
  • Terzal d’Oura (äusseres Drittel) mit Müstair

Diese Einteilung entspricht auch den drei Plateaus, die auf der Schweizer Seite des Tals zu finden sind.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In blau das goldene Brustbild Karls des Grossen im Profil.

Die Gemeinde verwendet das Wappen des Kreises Val Müstair weiter. Die Tradition nennt Karl den Grossen als Gründer des Klosters Münster. Die Darstellung orientiert sich an der Statue in der Klosterkirche. Die Farben stammen vom Klosterwappen.

Ehemalige Gemeinden im Val Müstair (talabwärts)[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist das Benediktinerkloster St. Johann an der Via Maistra in Müstair.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Gesundheitszentrum Val Müstair[Bearbeiten]

In Sta. Maria steht das Gesundheitszentrum Val Müstair, eines der kleinsten Spitäler der Schweiz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Eugen Grimm: Val Müstair im Historischen Lexikon der Schweiz.
  • Erwin Poeschel:Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 11). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1940. DNB 760079625.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Val Müstair – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)