Württembergischer Fußball-Verband

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Württembergischer Fußball-Verband
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Gegründet 8. Juli 1951[1]
Präsident Matthias Schöck
Adresse Goethestraße 9
70174 Stuttgart
Meister Herren Neckarsulmer Sport-Union
Pokalsieger Herren FV Ravensburg
Meister Frauen SV Hegnach
Pokalsieger Frauen SV Alberweiler
Übergeordneter Verband Süddeutscher Fußball-Verband
Untergeordnete Verbände 16 Bezirke
Region Karte-DFB-Regionalverbände-WÜ.png
Vereine (ca.) 1.764*
Mitglieder (ca.) 529.508*
Mannschaften (ca.) 13.150*
*Stand: 2016[2]
Homepage www.wuerttfv.de

Der Württembergische Fußball-Verband (WFV) ist einer von 21 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes und hat seinen Sitz in Stuttgart. Er entstand am 8. Juli 1951 durch einen Zusammenschluss der regionalen Fußballverbände in Nord- und Südwürttemberg/Hohenzollern und ist die Dachorganisation der 1.764 Fußballvereine in Württemberg mit 529.508 Mitgliedern und 13.150 Mannschaften.[3] Außer den württembergischen Vereinen gehören auch die Vereine der bayerischen Landkreise Lindau und Neu-Ulm sowie angrenzende bayerisch-schwäbische Orte zum WFV. Ebenso sind aus dem nördlichsten Bezirk Hohenlohe drei Vereine aus dem bayerischen Landkreis Würzburg Mitglied des WFV.

Zusammen mit den Badischen, Bayerischen, Hessischen und Südbadischen Fußball-Verbänden bildet der WFV den Süddeutschen Fußball-Verband.

An der Spitze des Verbandes stand von 2003 bis 2015 Herbert Rösch, seit 2015 Matthias Schöck als Präsident.

Ligen und Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Zusammenschluss der beiden regionalen Teilverbände 1951 wurde in der Landesliga Württemberg bzw. Amateurliga Südwürttemberg gespielt. Der württembergische Meister qualifizierte sich für die Oberliga Süd, der hohenzollernsche Meister für die in der französischen Besatzungszone ausgespielte Oberliga Südwest Gruppe Süd.

1950 wurde die gemeinsame 1. Amateurliga Württemberg als Unterbau der Oberliga Süd etabliert, dazu wurden die besten vier Vereine aus der hohenzollernschen Liga in die württembergische Liga eingegliedert. In dieser Form hatte die Liga bis 1960 Bestand.

Um einen zweiten Platz in der Aufstiegsrunde zur 2. Oberliga Süd zu erhalten, teilte der Verband die 1. Amateurliga analog zu Bayern und Baden ab der Spielzeit 1960/61 in zwei Staffeln – die 1. Amateurliga Nordwürttemberg (NW) und die Schwarzwald-Bodensee Liga (S-B). Die Schwarzwald-Bodensee Liga war vorübergehend auch Heimat einiger Vereine des Südbadischen Verbandes, deren prominentester Vertreter der FC 08 Villingen war.

1978 wurde gemeinsam mit dem Badischen und dem Südbadischen Verband die Oberliga Baden-Württemberg als Nachfolger der 1. Amateurliga eingeführt. Seither ist die Verbandsliga Württemberg die oberste Spielklasse unter der Verwaltung des WFV. Darunter spielt die Landesliga Württemberg, die in vier Staffeln eingeteilt ist. Nächsttiefere Spielklasse bilden die sechzehn Bezirksligen. Unterhalb der Bezirksliga spielen die Vereine in den Kreisligen A, B und C.

Außerdem veranstaltet der WFV einen Pokalwettbewerb. Der Sieger des Württembergischen Verbandspokals (WFV-Pokal) ist als Teilnehmer des WFV für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert.

Württembergischer Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der WFV vergibt seit seiner Gründung den Titel des Württembergischen Meisters. Bereits vorher wurde seit der Aufnahme des Spielbetriebes 1945 bis 1950 der Titel an den Meister der Landesliga Württemberg als zweithöchster Spielklasse unter der Oberliga Süd vergeben. Mit Einführung der 1. Amateurliga Württemberg als höchster Spielklasse unter Leitung des WFV im Sommer 1950 erhielt der Tabellenführer dieser Spielklasse den Titel. Nach der Aufsplittung der Liga in zwei Staffeln spielten der Staffelsieger der 1. Amateurliga Nordwürttemberg gegen den Staffelsieger der 1. Amateurliga Schwarzwald-Bodensee-Liga um die Auszeichnung. Mit Einführung der Oberliga Baden-Württemberg 1978 änderte sich die Vergabe erneut, seither wird die beste württembergische Mannschaft in der Liga zum Saisonende geehrt.[4]

Klasseneinteilung (gültig seit 1978)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebene Spielklasse
6 Verbandsliga Württemberg
7 Landesliga Württemberg Staffel 1 Landesliga Württemberg Staffel 2 Landesliga Württemberg Staffel 3 Landesliga Württemberg Staffel 4
8 Bezirksliga
Enz/Murr
Bezirksliga
Hohenlohe
Bezirksliga
Rems/Murr
Bezirksliga
Unterland
Bezirksliga
Donau/Iller
Bezirksliga
Kocher/
Rems
Bezirksliga
Neckar/Fils
Bezirksliga
Stuttgart
Bezirksliga
Alb
Bezirksliga
Böblingen/
Calw
Bezirksliga
Nördlicher
Schwarzwald
Bezirksliga
Schwarzwald
Bezirksliga
Bodensee
Bezirksliga
Donau
Bezirksliga
Riß
Bezirksliga
Zollern
9 3 Staffeln der
Kreisliga A
Enz/Murr
3 Staffeln der
Kreisliga A
Hohenlohe

(3 Reserven)
2 Staffeln der
Kreisliga A
Rems/Murr
3 Staffeln der
Kreisliga A
Unterland

(3 Reserven)
3 Staffeln der
Kreisliga A
Donau/Iller

(3 Reserven)
3 Staffeln der
Kreisliga A
Kocher/
Rems

(2 Reserven)
3 Staffeln der
Kreisliga A
Neckar/Fils
2 Staffeln der
Kreisliga A
Stuttgart
3 Staffeln der
Kreisliga A
Alb
2 Staffeln der
Kreisliga A
Böblingen/
Calw
2 Staffeln der
Kreisliga A
Nördlicher
Schwarzwald

(2 Reserven)
2 Staffeln der
Kreisliga A
Schwarzwald
3 Staffeln der
Kreisliga A
Bodensee
2 Staffeln der
Kreisliga A
Donau

(2 Reserven)
2 Staffeln der
Kreisliga A
Riß

(2 Reserven)
2 Staffeln der
Kreisliga A
Zollern
10 9 Staffeln der
Kreisliga B
Enz/Murr
4 Staffeln der
Kreisliga B
Hohenlohe

(4 Reserven)
5 Staffeln der
Kreisliga B
Rems/Murr

(2 Reserven)
3 Staffeln der
Kreisliga B
Unterland

(3 Reserven)
4 Staffeln der
Kreisliga B
Donau/Iller

(3 Reserven)
5 Staffeln der
Kreisliga B
Kocher/
Rems

(5 Reserven)
8 Staffeln der
Kreisliga B
Neckar/Fils

(1 Reserve)
5 Staffeln der
Kreisliga B
Stuttgart
5 Staffeln der
Kreisliga B
Alb
6 Staffeln der
Kreisliga B
Böblingen/
Calw

(3 Reserven)
2 Staffeln der
Kreisliga B
Nördlicher
Schwarzwald

(1 Reserve)
2 Staffeln der
Kreisliga B
Schwarzwald
7 Staffeln der
Kreisliga B
Bodensee

(3 Reserven)
4 Staffeln der
Kreisliga B
Donau

(4 Reserven)
2 Staffeln der
Kreisliga B
Riß

(1 Reserve)
3 Staffeln der
Kreisliga B
Zollern
11 4 Staffeln der
Kreisliga C
Alb
3 Staffeln der
Kreisliga C
Schwarzwald

Vereine des WFV in Fußball-Ligen des DFB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herren-Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stufe Bezeichnung Anzahl Vereine
1. Bundesliga 01 VfB Stuttgart (Aufsteiger)
2. 2. Bundesliga 01 1. FC Heidenheim
3. 3. Liga 02 VfR Aalen
SG Sonnenhof Großaspach
4. Regionalliga Südwest 03 VfB Stuttgart II
Stuttgarter Kickers
SSV Ulm 1846
5. Oberliga Baden-Württemberg 08 SSV Reutlingen 05
TSG Balingen
FV Ravensburg
FSV 08 Bissingen
Neckarsulmer Sport-Union
SV Göppingen
SGV Freiberg Fußball (Aufsteiger)
TSG Backnang 1919 (Aufsteiger)
6. Verbandsliga Württemberg 16 alle Mannschaften der Verbandsliga Württemberg

In den Landes-, Bezirks- und Kreisligen spielen rund 13.000 weitere Mannschaften von rund 1.800 Fußballvereinen.

Frauen-Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stufe Bezeichnung Anzahl Vereine
1. Frauen-Bundesliga 00
2. 2. Frauen-Bundesliga Süd 02 VfL Sindelfingen
TSV Crailsheim
3. Frauen-Regionalliga Süd 02 FV Löchgau
Hegauer FV
4. Frauen-Oberliga Baden-Württemberg 07 TV Derendingen (Absteiger)
VfL Sindelfingen II
FV Vorwärts Faurndau
VfB Obertürkheim
SV Alberweiler
TSV Tettnang
SV Hegnach (Aufsteiger)
5. Frauen-Verbandsliga Württemberg 12 alle Mannschaften der Verbandsliga Württemberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.wuerttfv.de/aurita/Wiki::Article/show/article_id=3550&mode=print
  2. DFB-Mitgliederstatistik 2016, abgerufen am 6. August 2016
  3. ebenda
  4. dsfs.de: „Württembergischer Meister“, aufgerufen am 8. Juni 2010