Waldenburg BL

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BL ist das Kürzel für den Kanton Basel-Landschaft in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Waldenburgf zu vermeiden.
Waldenburg
Wappen von Waldenburg
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Waldenburg
BFS-Nr.: 2895i1f3f4
Postleitzahl: 4437
Koordinaten: 623397 / 248062Koordinaten: 47° 22′ 59″ N, 7° 44′ 54″ O; CH1903: 623397 / 248062
Höhe: 528 m ü. M.
Fläche: 8,30 km²
Einwohner: 1179 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 142 Einw. pro km²
Website: www.waldenburg.ch
Waldenburg

Waldenburg

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Waldenburg (in der schweizerdeutschen Ortsmundart Wolbe(r)g, regional auch Waldebu(r)g[2]) ist eine politische Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks des Schweizer Kantons Basel-Landschaft.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldenburg liegt am oberen Ende des vorderen Frenkentals (auch Waldenburgertal genannt). Die höchste Erhebung des Kantons Baselland liegt auf Waldenburger Gebiet. Es ist die Hinteri Egg mit 1169 Metern ü. M.

Waldenburg grenzt an die Baselbieter Gemeinden Reigoldswil und Liedertswil im Westen, Oberdorf im Norden und Osten und Langenbruck im Osten und Süden. Im Süden und Südwesten verläuft mit der Grenze zur Gemeinde Mümliswil-Ramiswil auch die Kantonsgrenze zwischen Baselland und Solothurn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldenburg wurde 1244 zum ersten Mal urkundlich als Waldenburch erwähnt. Der Name ist entweder eine Umdeutung aus Wal(h)enburg, was Burg der Walchen bzw. der Welschen bedeutet, oder aber eine Zusammensetzung mit dem althochdeutschen Personennamen Waldo.[3] Während das Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen aufgrund des Erstbelegs der zweiten Erklärung zuneigt, zieht die Redaktion des Baselbieter Namenbuchs aufgrund der ortsmundartlichen Aussprache und der Häufigkeit von Wal(h)en-Namen im Baselbiet die erste Erklärung vor.

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass bereits die Römer im Gebiet der späteren Gemeinde einen Wehrbau zur Sicherung der Oberen Hauensteinstrasse besassen. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zu Onoldswil, das im Besitz von elsässischen Mönchen war. Als der Gotthardpass eröffnet wurde, gründete Hermann von Froburg das Städtlein Waldenburg, das 1366 in den Besitz des Bischofs und 1400 der Stadt Basel kam. 1833 wurde Waldenburg Bezirkshauptort im neu gegründeten Kanton Basel-Landschaft.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1926 hat Waldenburg ein offizielles Wappen. Es zeigt einen Adler mit blau-weiss gemusterten Federn, rotem Schnabel, roter Zunge und roten Krallen auf goldenem Schild. Es ist der Adler vom Schild der Grafen von Frohburg.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldenburg liegt an der Hauptstrasse 12, die Liestal im Kanton Basel-Landschaft über den Oberen Hauenstein mit Balsthal im Kanton Solothurn verbindet.

Waldenburg ist die Endhaltestelle der Waldenburgerbahn, einer elektrifizierten, ursprünglich mit Dampf betriebenen 75 cm Schmalspurbahn, welche von Waldenburg zur Kantonshauptstadt Liestal führt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die reformierte Pfarrkirche mit sehenswerten Glasscheiben ist 1833–1842 durch Umbau des Kornhauses entstanden.
  • Das spätgotische Pfarrhaus mit Deckenmalerei war vor 1573 Sitz eines adligen Herrn.
  • Mittelalterlicher Stadtkern
  • Die Ruine Waldenburg war eine Festung der Frohburger; sie wurde 1798 eingeäschert.
  • Eine Dampflokomotive aus dem Jahr 1902 vom Typ WB G 3/3, mit Rollmaterial aus der Gründerzeit, ist während des Sommers für Erlebnisfahrten in Betrieb.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waldenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Sprachatlas der deutschen Schweiz, Band V 1b; Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen, hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol, Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 949.
  3. Markus Ramseier, Béatrice Wiggenhauser, Daniel Krieg: Namenbuch der Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft, Heft Waldenburg. Pratteln 2003, S. 5; Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen, hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol, Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 949.