Wanzer

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Wanzer
Gemeinde Aland
Koordinaten: 52° 59′ 30″ N, 11° 36′ 20″ O
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 7 km²
Einwohner: 109 (2015)
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39615
Vorwahl: 039395
Wanzer (Sachsen-Anhalt)
Wanzer

Lage von Wanzer in Sachsen-Anhalt

Wanzer ist ein Ortsteil der Gemeinde Aland im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchdorf Wanzer liegt am Aland, wenige Kilometer vor dessen Mündung in die Elbe im äußersten Norden des Landkreises Stendal und des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Es befindet sich zehn Kilometer nordwestlich von Krüden, wo sich der Sitz der Gemeinde Aland befindet und 15 Kilometer nordwestlich der Hansestadt Seehausen (Altmark), dem Sitz der Verbandsgemeinde Seehausen (Altmark).[1][2]

Die Nachbarorte sind Mittelhorst und Jagel im Norden, Cumlosen, Wentdorf und Müggendorf im Nordosten, Wahrenberg, Ziegelei, Pollitz und Kahlenberge im Südosten, Deutsch und Drösede im Südwesten, Aulosen im Westen, sowie Kapern, Stresow, Gummern, Schnackenburg, Klein Wanzer und Lütkenwisch im Nordwesten.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1309 wurde Wanzer erstmals urkundlich als Wancewer erwähnt.[3] Im Jahre 1310 wird Wendischen Wancewer (Klein Wanzer) erwähnt. 1541 wird Wantzdorff genannt. Ursprünglich war Groß Wanzer von Deutschen und Klein Wanzer von Wenden bewohnt. Klein Wanzer ist ursprünglich hufeisenförmig angelegt.[4]

Am 1. April 1936 wurde die Gemeinde Klein Wanzer in die Gemeinde Groß Wanzer eingegliedert und Groß Wanzer in „Wanzer“ umbenannt.[5]

Bis zum 31. Dezember 2009 war Wanzer eine selbständige Gemeinde mit dem zugehörigen Ortsteil Klein Wanzer.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag haben die Gemeinderäte der Gemeinden Aulosen (am 23. Juni 2009), Krüden (am 17. Juni 2009), Pollitz (am 19. Juni 2009) und Wanzer (am 9. Juni 2009) beschlossen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Aland vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Wanzer war Jonny Buck.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die dreiteilige Backsteinkirche in Wanzer ist zwischen 1320 und 1350 erbaut worden.[7]
  • Die Mühle in Wanzer wurde vom Windmühlen- und Heimatverein Garbe restauriert. Seit 2007 ist die Mühle wieder voll funktionsfähig.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort führt die Verbindungsstraße von Seehausen (Altmark) zur Bundesstraße 493 bei Schnackenburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hauptsatzung der Gemeinde Aland. 2. Juli 2015 (PDF; 275 KB [abgerufen am 21. Februar 2016]).
  2. a b Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  3. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. In: Band 22. Berlin, 1862, S. 20, abgerufen am 16. November 2017.
  4. Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, S. 176–177.
  5. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1936, ZDB-ID 3766-7, S. 37.
  6. Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 204 ff. (PDF; 6,8 MB [abgerufen am 2. Dezember 2015]).
  7. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 523.