Wiesbaden-Kloppenheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen von Kloppenheim
Wappen von Wiesbaden
Kloppenheim
Ortsbezirk von Wiesbaden
Auringen Biebrich Bierstadt Breckenheim Delkenheim Dotzheim Erbenheim Frauenstein Heßloch Igstadt Klarenthal Kloppenheim Mainz-Amöneburg Mainz-Kastel Mainz-Kostheim Medenbach Mitte Naurod Nordenstadt Nordost Rambach Rheingauviertel Schierstein Sonnenberg Südost WestendKarte
Über dieses Bild
Koordinaten 50° 5′ 40″ N, 8° 18′ 20″ OKoordinaten: 50° 5′ 40″ N, 8° 18′ 20″ O
Fläche 5,39 km²
Einwohner 2340 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte 434 Einwohner/km²
Ausländeranteil 7,9 % (31. Dez. 2016)
Eingemeindung 1. Apr. 1928
Postleitzahl 65207
Vorwahl 0611
Adresse der
Verwaltung
Poststraße 11a
65191 Wiesbaden
Website www.wiesbaden.de
Politik
Ortsvorsteher Erika Milke-Frenz (SPD)
Stellv. Ortsvorsteher Erhard Stein (CDU)
Quelle: Landeshauptstadt Wiesbaden: EWZ – HW am 31. Dezember 2016 (Memento vom 23. Januar 2017 im Internet Archive)

Kloppenheim ist ein Ortsbezirk der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Der Ort liegt am Rande des Taunus und hat rund 2300 Einwohner. Kloppenheim wurde am 1. April 1928 nach Wiesbaden eingemeindet.

Nachbarstadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom südlichen Ortsrand über Wiesbaden-Kloppenheim

Die angrenzende Stadtteile sind im Uhrzeigersinn beginnend im Norden: Naurod, Auringen, Medenbach, Igstadt, Bierstadt und Heßloch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Oberstraße auf die evangelische Kirche
Altes Rathaus in der Oberstraße

In der Gegend des heutigen Bierhausweges aufgefundene Frankengräber deuten auf eine Besiedlung bereits im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. hin. 927 n. Chr. unter der Regierung des Sachsenkönigs Heinrich I. wird Kloppenheim erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt. In einer weiteren Urkunde vermacht Graf Drutwin dem Kloster Bleidenstadt sechs Mark in „Clopheim“ und einen Wald mit anliegenden Äckern. Den Namen „Clopheim“ erhielt Kloppenheim höchst wahrscheinlich zu fränkischer Zeit. Clopheim bedeutete „Wohnsitz am Felsen, an der Anhöhe“. In der Geschichte der folgenden Jahrhunderte hatte Kloppenheim den Status eines Königssondergaus.

Das kirchliche Leben Kloppenheims war lange eng verbunden mit dem Kloster Bleidenstadt. Der heutige Kirchenbau stammt zum großen Teil aus den Jahren 1706 bis 1708.

1927 beging Kloppenheim sein 1000-jähriges Jubiläum. Es zählte damals 970 Einwohner. Im Jahre 1928 wurde Kloppenheim nach Wiesbaden eingemeindet.

Am 22. März 1945, sechs Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner wurden drei sowjetische Kriegsgefangene erschossen, um zu vertuschen, dass einer der Gefangenen misshandelt worden war. Der Fall löste in Kloppenheim viel Wirbel aus, mit dem Ergebnis, dass heute eine Gedenktafel für die drei ermordeten Sowjetbürger auf dem Kloppenheimer Friedhof steht.

Nach dem Ort wurde die Apfelsorte Kloppenheimer Streifling benannt, der zur „Hessischen Streuobstsorte des Jahres 2007“ gewählt wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlergebnisse zum Ortsbeirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1972 wird im Rahmen der Kommunalwahlen in Hessen auch der Ortsbeirat des Ortsbezirkes Kloppenheim gewählt. Nach den einzelnen Wahlergebnissen ergab sich jeweils folgende Sitzverteilung:

CDU SPD Umweltgruppe FDP Gesamt
2016 2 3 2 0 7
2011 2 3 2 0 7
2006 2 3 2 0 7
2001 3 3 1 0 7
1997 2 3 2 0 7
1993 2 4 1 0 7
1989 2 4 1 0 7
1985 3 4 0 0 7
1981 2 4 0 1 7
1977 3 4 0 0 7
1972 3 4 0 0 7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiesbaden-Kloppenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien