Wiesbaden-Rambach

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Wappen von Rambach
Wappen von Wiesbaden
Rambach
Ortsbezirk von Wiesbaden
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Über dieses Bild
Koordinaten 50° 7′ 0″ N, 8° 16′ 28″ OKoordinaten: 50° 7′ 0″ N, 8° 16′ 28″ O
Höhe 179–539 m ü. NN
Fläche 9,92 km²
Einwohner 2207 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte 222 Einwohner/km²
Ausländeranteil 10,2 % (31. Dez. 2016)
Eingemeindung 1. Apr. 1928
Postleitzahl 65207
Vorwahl 0611
Adresse der
Verwaltung
Kreuzbergstraße 6
65193 Wiesbaden
Website www.wiesbaden.de
Politik
Ortsvorsteher Erika Nissen (SPD)
Stellv. Ortsvorsteher Jürgen Nesselberger (GRÜNE)
Quelle: Landeshauptstadt Wiesbaden: EWZ - HW am 31. Dezember 2016 (Memento vom 23. Januar 2017 im Internet Archive)

Rambach ist ein Ortsbezirk der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Der Ort erstreckt sich in einem engen Tal, welches zu den Ausläufern des Taunus zählt und durch das sich der für den Ort namensgebende Salzbach-Zufluss Rambach schlängelt. Die Bebauung schließt direkt an die des benachbarten Stadtteils Sonnenberg an.

Angrenzende Stadtteile und Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benachbarte Stadtteile sind Sonnenberg, Bierstadt, Heßloch und Naurod. Im Norden grenzt die Gemeinde Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand vermutlich Mitte des 12. Jahrhunderts[1], die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1264 in einem Güterbuch des Klosters Altmünster zu Mainz. 1441 kam Rambach zu Nassau, 1546 gab es einen Brand, dem die Kapelle und der Ortsteil Oberrambach zerstört wurden.[2]

1845 wurden im Wald bei Rambach Reste eines römischen Gehöftes gefunden. Im Jahre 1892 wurde die neue, heute noch bestehende protestantische Kirche eröffnet. Architekt: Ludwig Hofmann. 1928 erfolgte die Eingemeindung nach Wiesbaden.

Im Jahr 1866 gelangte Rambach zu Preußen. Infolge lang anhaltender Regenfälle wurden einige Häuser des Ortes zerstört, die hölzerne Kirche musste schließlich abgerissen werden. 1891/1892 errichteten die evangelischen Christen ein steinernes Gotteshaus.[2]

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs bombardierten alliierte Luftstreitkräfte den Ort, 30 Einwohner fielen den Angriffen zum Opfer und zahlreiche Wohnhäuser wurden stark beschädigt.[2]

In den frühen 1960er Jahren bauten sich die Katholiken des Ortes eine eigene Kirche und widmeten sie dem Apostel Johannes (siehe Bild).

Am 11. Juli 2014 wurde der Ort wiederum Opfer eines schweren Unwetters. An manchen Stellen stand das Wasser bis zu einem Meter hoch. Die zu dieser Zeit laufende 750-Jahr-Feier fiel buchstäblich ins Wasser.[3]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Johannes, 1962 eingeweiht

Neben den hier abgebildeten Kirchengebäuden (evangelisch-lutherisch) und (römisch-katholisch) verfügt der Stadtteil über das frühere Rathaus, das weiterhin von der Verwaltung genutzt wird. Es ging aus einem restaurierten Fachwerkbau hervor.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlergebnisse zum Ortsbeirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1972 wird im Rahmen der Kommunalwahlen in Hessen auch der Ortsbeirat des Ortsbezirkes Rambach gewählt. Die einzelnen Wahlergebnisse mit der sich daraus jeweils ergebenden Sitzverteilung sind nachfolgend zusammengestellt.

Wahl-
jahr
Anteile der Wählerstimmen in % Wahlbeteiligung
in %
CDU SPD GRÜNE FDP REP
2016 31,0 37,7 21,6 9,7 55,8
2011 38,7 42,9 14,3 4,1 50,0
2006 45,1 34,0 15,2 5,7 47,8
2001 45,2 45,8 4,9 4,1 55,3
1997 41,2 52,4 6,4 66,9
1993 36,2 50,5 13,3 69,4
1989 35,7 56,7 7,7 74,6
1985 42,2 46,7 5,0 6,1 72,5
1981 42,8 46,7 10,6 70,4
1977 44,3 45,5 10,2 79,9
1972 31,0 57,6 11,4 79,7
Sitzverteilung im Ortsbeirat
Jahr CDU SPD GRÜNE FDP Gesamt
2016 2 3 1 1 7
2011 3 3 1 7
2006 3 2 1 1 7
2001 3 3 1 7
1997 3 4 7
1993 2 4 1 7
1989 2 4 1 7
1985 3 3 1 7
1981 3 3 1 7
1977 3 4 7
1972 2 5 7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiesbaden-Rambach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erhalten sind Reste der Wallburg Rambach.
  2. a b c Geschichte von Rambach auf www.wiesbaden.de
  3. Wiesbaden unter Wasser