William Happer

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William Happer (* 27. Juli 1939 in Vellore, Indien[1]) ist ein US-amerikanischer Physiker in den Bereichen Atomphysik, Optik und Spektroskopie.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Happer studierte an der University of North Carolina wo er 1960 seinen BS erhielt und 1964 erhielt seinen Doktor in Physik an der in Princeton University. Er wechselte in den Folgejahren von 1964 bis 1980 an die Columbia University. 1970 wurde er Fellow der American Physical Society. Seit 1980 ist er, mit Ausnahme einer zweijährigen Unterbrechung von 1991 bis 1993 am United States Department of Energy, an der Princeton University.

Happer vertritt eine klimaskeptische Position und ist unter anderem Mitunterzeichner der Oregon-Petition.[2][3][4] Unter anderem bot er im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 Greenpeace-Aktivisten, die sich als Öl- und Gasunternehmen ausgaben, an, eine Arbeit über die Vorteile von höheren Kohlendioxidwerte in der Erdatmosphäre zu verfassen, um Zweifel an der Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen zu streuen. Per E-Mail erklärte er, diese Arbeit würde wohl kein Peer-Review bestehen. Zwar könne er die Arbeit bei einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift einrechen, aber diese würde die Publikation verzögern. Zudem könne diese Begutachtung dazu führen, dass er auf Hinweis der Reviewer so große Veränderungen vornehmen müsse, dass Kohlenstoffdioxid nicht mehr als vorteilhaft, sondern als schädlich erscheine. Dies sei nicht in seinem Interesse und wohl auch nicht im Interesse des Ölunternehmens. Stattdessen schlug er vor, die Arbeit einem speziell ausgewählten Kreis von Personen zuzusenden, die die Arbeit begutachten sollen. "Puristen" würden diese zwar nicht als Peer-Review ansehen, er denke aber, es sei in Ordnung, dies als Peer-Review zu bezeichnen.[5]

Happer ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Global Warming Policy Foundation[5] und ist Aufsichtsratsmitglied im konservativen Think-Tank George C. Marshall Institute, er vertrat das Institut in Anhörungen des US-Senats zum Klimawandel. Er war im Energieministerium der Vereinigten Staaten unter der Regierung George W. Bush tätig. Happer ist, nach eigener Aussage, kein Klimatologe.[6]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thad G. Walker and William Happer, "Spin-exchange optical pumping of noble-gas nuclei": Rev. Mod. Phys. 69, 629–642 (1997). doi:10.1103/RevModPhys.69.629
  • W. Happer, G. J. MacDonald, C. E. Max, and F. J. Dyson, "Atmospheric-turbulence compensation by resonant optical backscattering from the sodium layer in the upper atmosphere," J. Opt. Soc. Am. A 11, 263-276 (1994): abstract
  • William Happer, "Optical Pumping": Review of Modern Physics, vol. 44, Issue 2, pp. 169–249 (1972). DOI:10.1103/RevModPhys.44.169

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. William Happer. Abgerufen am 24. Juli 2013 (englisch).
  2. William Happer: Global Warming Models Are Wrong Again. In: The Wall Street Journal, 27. März 2012. Abgerufen am 6. Dezember 2013.
  3. Skeptical Science: Climate Misinformer: William Happer. Abgerufen am 6. Dezember 2013.
  4. OISM: Signers. Abgerufen am 6. Dezember 2013.
  5. a b Greenpeace exposes sceptics hired to cast doubt on climate science. In: The Guardian, 8. Dezember 2015. Abgerufen am 8. Dezember 2015.
  6. Zoë Carpenter: The Princeton Academic Testifying for Ted Cruz’s Climate Hearing Is For-Hire by Fossil-Fuel Corporations. In: The Nation. 8. Dezember 2018, abgerufen am 16. Januar 2016.
  7. Herbert P. Broida Prize. Abgerufen am 24. Juli 2013 (englisch).
  8. Prize Recipient William Happer Princeton University. Abgerufen am 24. Juli 2013 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]