Wir Kinder aus Bullerbü

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Dieser Artikel beschreibt die Kinderbuchreihe Wir Kinder aus Bullerbü. Zum gleichnamigen Film siehe Wir Kinder aus Bullerbü (1986).
Die Häuser in Sevedstorp, Vorbild für Bullerbü (2009)
Figuren
Mittelhof
Vater
Mutter
Lasse, 9 Jahre
Bosse, 8 Jahre
Lisa, 7 Jahre
Agda, Magd
Südhof
Ole, 8 Jahre
Kerstin, Baby
Lisa, Mutter
Nils, Vater
Oskar, Knecht
Nordhof
Anders Johann Andersson, Großvater
Erik, Vater
Greta, Mutter
Britta, 9 Jahre
Inga, 7 Jahre
Kalle, Knecht

Wir Kinder aus Bullerbü ist eine Kinderbuchreihe der schwedischen Autorin Astrid Lindgren, die das idyllische Leben auf dem Land aus der Sicht eines siebenjährigen Mädchens schildert.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In drei Büchern werden die Erlebnisse in Bullerbü dargestellt:

  • Wir Kinder aus Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Alla vi barn i Bullerbyn (1947; übersetzt 1955 von Else von Hollander-Lossow)
  • Mehr von uns Kindern aus Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Mera om oss barn i Bullerbyn (1949; übersetzt 1955 von Karl Kurt Peters)
  • Immer lustig in Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Bara roligt i Bullerbyn (1952; übersetzt 1956 von Karl Kurt Peters)

Außerdem gibt es drei Bilderbücher, die ebenfalls in Bullerbü angesiedelt sind:

  • Weihnachten in Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Jul i Bullerbyn (1963; übersetzt 1963 von Silke von Hacht)
  • Lustiges Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Vår i Bullerbyn (wörtlich „Frühling in Bullerbü“, 1965; übersetzt 1965 von Silke von Hacht)
  • Kindertag in Bullerbü, schwedischer Originaltitel: Barnens dag i Bullerbyn (1966; übersetzt 1967 von Silke von Hacht)

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erzählerin, die siebenjährige Lisa, beschreibt ihr Leben und ihre Abenteuer in dem fiktiven kleinen Dorf Bullerbü (schwedisch: Bullerbyn). In Lindgrens Erzählungen besteht das Dorf aus nur drei Höfen, in welchen insgesamt sieben Kinder mit ihren Eltern, deren Gesinde und einem Großvater wohnen: Lisa mit ihren älteren Brüdern Lasse und Bosse, die auf dem Mittelhof wohnen, die beiden Schwestern Britta und Inga (letztere heißt im schwedischen Original Anna) vom Nordhof, sowie Ole (im Original Olle) und die kleine Kerstin vom Südhof. Die verschiedenen Geschichten spielen dabei in einer verklärten Welt, in der das Leben auf einem Bauernhof aus der Sicht von Kindern idyllisiert dargestellt wird, was auch sprachlich durch Wendungen wie „Oh, wie schön war es doch“ ausgedrückt wird. Trotzdem ist die Darstellung realistisch und es wird nicht geschönt, auch Armut, wie sie sich durch Landstreicher und Lumpensammler ausdrückt, wird erwähnt. Der Handlungszeitraum dürfte sich dabei in etwa mit der Jugend der Autorin decken, was 1915 ergäbe. Die Dorfschule, eine Lehrerin, die im Schulgebäude wohnt, und das Fehlen von Automobilen deuten darauf hin. Zugleich wird durch die Figur des blinden Großvaters hin und wieder eine noch härtere frühere Zeit evoziert.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bullerbyn ist dem schwedischen Ort Sevedstorp (gelegen in der Nähe von Vimmerby, in dessen Ortsteil Näs Astrid Lindgren zur Welt kam) nachgezeichnet. In Sevedstorp, woher die Familie ihres Vaters stammt, stehen noch heute die drei Häuser, die das Urbild für die drei Höfe abgegeben haben.

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]