Wohlgemuth (Beetzendorf)

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Wohlgemuth
Gemeinde Beetzendorf
Koordinaten: 52° 41′ 13″ N, 11° 4′ 33″ O
Höhe: 38 m ü. NHN
Einwohner: 36 (31. Dez. 2018)[1]
Eingemeindung: 30. September 1928
Eingemeindet nach: Beetzendorf
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039000
Wohlgemuth (Sachsen-Anhalt)
Wohlgemuth

Lage von Wohlgemuth in Sachsen-Anhalt

Ortseingang
Ortseingang

Wohlgemuth ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Wohlgemuth liegt 2 Kilometer südwestlich von Beetzendorf und 19 Kilometer südlich der Kreisstadt Salzwedel. Östlich des Dorfes fließen die Jeetze und der Stölpengraben.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil entstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Ansiedlung von Neubauern in Folge der Bodenreform aus dem Vorwerk Klein Wohlgemuth und dem Wohnplatz Groß Wohlgemuth. Anfangs war der Name des Ortsteils Groß Wohlgemuth, seit 1985 nur noch Wohlgemuth.[4] Klein und Groß Wohlgemuth waren zwei ehemaligen Schäfereien.[5]

Das Vorwerk Klein Wohlgemuth bildete den südlichen Teil des heutigen Dorfes[6] und gehörte bis 1928 zum Gutsbezirk Beetzendorf II (frühere Rittergüter Apenburger Hof und Lieberoser Hof).[7] Groß Wohlgemuth ist der nördliche etwas abgesetzte Teil des heutigen Dorfes der bis 1928 zum Gutsbezirk Beetzendorf I (Altenhäuser Hof) gehörte.[7]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. September 1928 wurde die Hauptteile der Gutsbezirke Beetzendorf I und Beetzendorf II mit den Landgemeinde Beetzendorf vereinigt.[8] So kamen beide Wohnplätze zu Beetzendorf. Nach 1945 wurden beide Wohnplätze zu einem Ortsteil Wohlgemuth zusammengefasst.[9] Heute besteht der Ortsteil Wohlgemuth aus einem Dorf namens Wohlgemuth.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß Wohlgemuth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1774 15
1789 2
Jahr Einwohner
1798 3
1801 4
Jahr Einwohner
1818 6
1871 8
Jahr Einwohner
1885 13
1895 15
Jahr Einwohner
1905 43

Klein Wohlgemuth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1774 8
1789 12
Jahr Einwohner
1798 4
1801 5
Jahr Einwohner
1818 4
1871 19
Jahr Einwohner
1885 19
1895 31
Jahr Einwohner
1905 62

Wohlgemuth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2015 33
2018 36

Quellen:[4][1].

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Christen aus Wohlgemuth gehören zur Kirchengemeinde und Pfarrei Beetzendorf. Heute gehört die Kirchengemeinde zum Pfarrbereich Beetzendorf[10] des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wohlgemuth befindet sich seit 1992 die Versuchsstation Beetzendorf der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt. Es werden Feldversuche für regional angepasste Sorten auf einem 24 Hektar großen Versuchsfeld durchgeführt.[11]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2485–2487.
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, DNB 578458357, S. 127.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Beetzendorf. In: beetzendorf-diesdorf.de. Abgerufen am 26. Januar 2018.
  3. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  4. a b Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2485–2487.
  5. J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Topographischer Teil. Hrsg.: Verlag Heinrichshofen. Band 2, 1842, S. 323, 2. Betzendorf (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3DHB4_AAAAcAAJ%26pg%3DPA323~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  6. Karte des Deutschen Reiches, 1:100 000, Teil II/IV: Blatt 264: Klötze. Preußisches Statistisches Landesamt, 1906, abgerufen am 26. Januar 2018.
  7. a b Königlich Preußisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Sachsen. Aufgrund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905. 1909, S. 178.
  8. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 216.
  9. Karla Balkow und Werner Christ: Ortslexikon der Deutschen Demokratischen Republik. R. v. Decker's Verlag. G. Schenck GmbH, Heidelberg 1986, ISBN 3-7685-2185-0, S. 338.
  10. Pfarrbereich Beetzendorf. Abgerufen am 26. Januar 2018.
  11. Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt. Sortenprüfung, Versuchsstation Beetzendorf. Abgerufen am 27. Januar 2018.