Käcklitz (Beetzendorf)

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Käcklitz
Gemeinde Beetzendorf
Koordinaten: 52° 43′ 43″ N, 11° 7′ 19″ O
Höhe: 32 m ü. NHN
Fläche: 2,72 km²[1]
Einwohner: 49 (31. Dez. 2018)[2]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Beetzendorf
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039000
Käcklitz (Sachsen-Anhalt)
Käcklitz

Lage von Käcklitz in Sachsen-Anhalt

Zum Rundling führende Straße, Blick von der Kirche nach Süden
Zum Rundling führende Straße, Blick von der Kirche nach Süden

Käcklitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Käcklitz liegt abseits größerer Verkehrswege ungefähr 3 Kilometer nördlich von Beetzendorf sowie 15 Kilometer südlich von Salzwedel. Im Süden erhebt sich der etwa 52 Meter hohe Lerchenberg. Westlich grenzt die Gemarkung von Audorf, nördlich Groß Gischau, östlich Stapen und südlich Siedengrieben an.

Das FFH-Gebiet „Moorweide bei Stapen“[3] beginnt im Norden von Käcklitz.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde als slawischer Rundling (Rundplatzdorf) mit einer Kirche auf dem Platz angelegt. Die erste urkundliche Erwähnung als Kakelitz erfolgte im Jahre 1348, als Markgraf Ludwig II. von Brandenburg den von der Schulenburgs die Beden aus verschiedenen Dörfern überließ.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1950 wurde Käcklitz aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Beetzendorf eingemeindet und ist seitdem ein Ortsteil.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 52
1774 64
1789 61
Jahr Einwohner
1798 66
1801 66
1818 59
Jahr Einwohner
1840 80
1864 81
1871 85
Jahr Einwohner
1885 109
1895 106
1905 98
Jahr Einwohner
1925 134
1939 121
1946 192
Jahr Einwohner
2015 51
2018 49

Quellen:[1][7][2] und andere.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Charakter als Rundlingsdorf hat sich weitgehend erhalten. Der Zugang erfolgt von Süden aus.

Die Dorfkirche Käcklitz, ein mittelalterlicher Feldsteinbau, steht in der Mitte des Rundlings.[8]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Käcklitz gehörte zur Pfarrei Beetzendorf.[9] Heute zählt sie zum Pfarrbereich Beetzendorf[10] des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Einrichtungen und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Käcklitz besteht eine Freiwillige Feuerwehr. Es gibt kleine Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sowie einen Reiterhof.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Zweiter oder topographischer Theil. In: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. W. Heinrichshofen, Magdeburg 1842, 4. Beschreibung der einzelnen landräthlichen Kreise. XII. des Kreises Salzwedel. 89. Käcklitz, S. 337 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3DHB4_AAAAcAAJ%26pg%3DPA337~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  • Wilhelm Zahn (Autor), Martin Ehlies (Bearbeiter nach Hinterlassenschaften des Verfassers): Heimatkunde der Altmark. 2., verbesserte und erweiterte Auflage, Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Salzwedel 1928, DNB 578458357.
  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII; Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 68; Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt. Reihe A. Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts. Band 23). eBook, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, Käcklitz (2) nnw Klötze, S. 1097–1100.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1097–1100.
  2. a b Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.
  3. Nr. DE 3232304, FFH0253
  4. World Database on Protected Areas – Moorweide bei Stapen (englisch)
  5. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Band 5. Berlin 1845, S. 325 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000983~SZ%3D00337~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 357, 362.
  7. Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, DNB 578458357, S. 127.
  8. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel-Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 217.
  9. Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 23 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 4. Februar 2018]).
  10. Pfarrbereich Beetzendorf. Abgerufen am 4. Februar 2018.