Hohentramm

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Hohentramm
Gemeinde Beetzendorf
Koordinaten: 52° 42′ 30″ N, 11° 8′ 45″ O
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 16,76 km²
Einwohner: 72 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 4 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2009
Eingemeindet nach: Beetzendorf
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039000
Hohentramm (Sachsen-Anhalt)
Hohentramm
Hohentramm
Lage von Hohentramm in Sachsen-Anhalt

Hohentramm ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Hohentramm, ein Rundplatzdorf mit Kirche,[2] liegt rund 15 Kilometer südlich der Kreisstadt Salzwedel. Im Westen des Dorfes fließt der Stapener Landgraben, der in den Landgraben mündet.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohentramm wurde 1304 erstmals urkundlich als villa Tramme erwähnt, als Ritter von Stöckheim (Stockem) dem Kloster Arendsee mit seiner Tochter eine Hebung aus Tramm verschrieb.[4]

Im Jahre 1331 wurde der Ort als ville hoghentramme erwähnt, als Heinrich von Rundstedt und Fritz von Dequede ihre Güter an Borchard von Bartensleben verkauften.[5][6]

Am 21. Oktober 1440 wurde das Dorf urkundlich erwähnt, als der Probst und der Konvent des Klosters Arendsee den von der Schulenburg das Dorff Hohen Tramme verkaufen.[7]

Nördlich des Dorfes liegt der Bahnhof Hohentramm, an der früheren Bahnstrecke Kalbe/Milde–Beetzendorf der Altmärkischen Kleinbahn. Das Bahnhofsgebäude wurde am 18. Dezember 1899 eröffnet und war als Bahnhofsagentur bis 1987 in Benutzung. Danach wurde das Gebäude an die Sowjetarmee übergeben, die es bis zur Wende als Jagdquartier für das Sonderjagdrevier Hohentramm nutzte. 1991 wurde der Personen- und 1994 auch der Güterverkehr eingestellt, die Bahngleise wurden abgebaut. Das Gebäude wurde ab 1994 von den neuen Eigentümern in seiner Substanz gesichert.[8]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Siedengrieben und Stapen in die Gemeinde Hohentramm eingemeindet. Am 25. Juli 1952 wurde Hohentramm in den Kreis Klötze umgegliedert. Am 1. Juli 1994 kam die Gemeinde zum Altmarkkreis Salzwedel.[9]

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Hohentramm am 2. Oktober 2008, dass die Gemeinde Hohentramm in die Gemeinde Beetzendorf eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2009 in Kraft.[10][11][12]

Nach Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Hohentramm wurden Hohentramm, Stapen und Siedengieben Ortsteile der Gemeinde Beetzendorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 63
1774 146
1789 63
Jahr Einwohner
1798 73
1801 74
1818 66
Jahr Einwohner
1840 122
1864 154
1871 144
Jahr Einwohner
1885 119
1892 124
1895 136
Jahr Einwohner
1900 154
1905 151
1910 167
Jahr Einwohner
1925 172
1939 170
1946 296
Jahr Einwohner
1964 517
1971 459
1981 357
Jahr Einwohner
1993 323
2006 253
2007 247
Jahr Einwohner
2015 77
2018 72

Quellen:[2][13][1] und andere.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Hohentramm gehörte zur Pfarrei Jeeben.[14] Heute gehört die Kirchengemeinde zum Pfarrbereich Beetzendorf[15] des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Rainer Klinzmann (SPD).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Christoph Becmann, Bernhard Ludwig Beckmann: Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg. Band 2, 5. Teil, 1. Buch. Berlin 1753, S. 102, 106 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3DidVOAAAAcAAJ%26pg%3DPA102~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  • J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Zweiter oder topographischer Theil. In: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. W. Heinrichshofen, Magdeburg 1842, 4. Beschreibung der einzelnen landräthlichen Kreise. XII. des Kreises Salzwedel. 79. Hohentramm, S. 335 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3DHB4_AAAAcAAJ%26pg%3DPA335~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  • Georg Schmidt: Das Geschlecht von der Schulenburg, Teil 2, Beetzendorf 1899. DNB 368145026.
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, DNB 578458357, S. 143.
  • Joachim Stephan: Die Vogtei Salzwedel. Land und Leute vom Landesausbau bis zur Zeit der Wirren. Dissertation Humboldt-Universität zu Berlin 2003 (= Klaus Neitmann [Hrsg.]: Quellen, Findbücher und Inventare des Brandenburgischen Landeshauptarchivs Band 17). Peter Lang. Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-631-54808-7.
  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Band 2: L–Z. In: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII; Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 68; Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt. Reihe A. Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts. Band 23). 2 Bände, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, Hohentramm nnw Klötze, S. 2237–2240.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.
  2. a b Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2237–2240.
  3. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  4. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Band 22. Berlin 1862, S. 19 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10001038~SZ%3D00027~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  5. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Band 17. Berlin 1859, S. 237 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000995~SZ%3D00245~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  6. Ortsname nach Originalurkunde
  7. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Band 5. Berlin 1845, S. 296 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000983~SZ%3D00308~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  8. Rüdiger Lange: Reichsbahn-Idylle bleibt erhalten. In: Altmark Zeitung. 7. August 2017 (az-online.de [abgerufen am 2. Februar 2018]).
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 358, 362.
  10. StBA: Gebietsänderungen am 01.01.2009
  11. „Transformationsprozesse öffentlicher Daseinsvorsorge in der Altmark“
  12. Gebietsinformationen Gemeindegebietsveränderungen seit dem 01.07.2007
  13. Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, DNB 578458357, S. 143.
  14. Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 24 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 2. Februar 2018]).
  15. Pfarrbereich Beetzendorf. Abgerufen am 2. Februar 2018.
  16. Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Band 2: L–Z. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, Hohentramm. 9. Baudenkmale, S. 2240.