Wolfgang Klafki

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Klafki (links) zusammen mit Hans Christoph Berg (Mitte) beim Lehrstück Pascals Barometer

Wolfgang Klafki (* 1. September 1927 in Angerburg, Ostpreußen; † 24. August 2016 in Marburg[1]) war ein deutscher Erziehungswissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klafki war der mittlere Sohn des Angerburger Gymnasiallehrers Adolf Klafki.[2] Seine Schulzeit war durch den Nationalsozialismus geprägt. Bereits als Kind zeigte er sich besonders bildungsinteressiert. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er zum Volkssturm einberufen. Als Kriegsinvalide begann er nach dem Krieg eine Volksschullehrerausbildung an der Pädagogischen Hochschule in Hannover und arbeitete von 1948 bis 1952 als Volksschullehrer in Lindhorst und Lüdersfeld bei Hannover. Dort zeichnete er sich durch seinen demokratischen Unterrichtsstil und seinen engagierten Einsatz für die einzelnen Schüler und Schülerinnen aus. Er war seit dieser Zeit Mitglied einer jugendbewegten bündischen Gesangsgruppe.

Später absolvierte er ein Aufbaustudium in Göttingen bei Erich Weniger und in Bonn bei Theodor Litt. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent in Münster und Hannover. Von 1963 bis zu seiner Emeritierung 1992 lehrte er als Universitätsprofessor an der Philipps-Universität in Marburg. Er erhielt mehrere Ehrendoktorate, zuletzt 2004 (zusammen mit Hartmut von Hentig) die Ehrendoktorwürde der Universität Kassel sowie der Universität Osnabrück. Die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) wählte ihn zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit.[3]

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Starken Einfluss hatte Klafki vor allem auf die Bildungsreformdebatte zu Beginn der 1970er Jahre. Zu den Wissenschaftlern, die seine Theorien rezipierten, zählen u. a. der Didaktiker Martin Wagenschein und zahlreiche Doktoranden Klafkis, die in unterschiedlichen pädagogischen Arbeitsfeldern und Disziplinen der Erziehungswissenschaft wirken. Obgleich Klafki selbst nicht als Begründer einer Schule gelten wollte, schuf er durch die jährlichen Winterberger Treffen seiner ehemaligen Doktoranden einen Diskursrahmen für seine vielfältigen konzeptionellen Ansätze. Zum Kreis seiner mehr als 70 Doktorandinnen und Doktoranden zählen u. a. Karl Heinz Arnold (Universität Hildesheim), Karl-Heinz Braun (Hochschule Magdeburg-Stendal), Wilfried Breyvogel (Universität Essen), Georg Feuser (Universität Bremen), Gerhard Hecker (Sporthochschule Köln), Wilfried Hendricks (TU Berlin), Joachim Hofmann-Göttig (Koblenz), Barbara Koch-Priewe (Universität Bielefeld), Astrid Kaiser (Universität Oldenburg), Susanne Lin-Klitzing (Universität Marburg), Hildegard Müller-Kohlenberg (Universität Osnabrück), Hanno Schmitt (Universität Potsdam), Reimar Stielow (TU Braunschweig), Frauke Stübig (Universität Kassel), Heinz Stübig (Universität Marburg), Hartmut Wentzel (Universität Halle), Willi Wolf (Universität Marburg) und Christoph Wulf (FU Berlin).

Gemeinsam mit Wolfgang Kramp (1927–1983) hat Klafki die bildungstheoretische Didaktik maßgeblich geprägt, die auf den Ideen der geisteswissenschaftlichen Pädagogik basiert. Er stieß die Entwicklung erster Curriculumreformprojekte an, arbeitete an der Revision der Hessischen Rahmenrichtlinien mit und setzte sich für das neue Fach Arbeitslehre ein. Durch das von ihm geleitete Funkkolleg Erziehungswissenschaft (1969/70) fanden seine kritischen, diskursiv angelegten Positionen bundesweit Verbreitung. Klafki leitete ab 1972 das Marburger Grundschulprojekt, in dem innovative Grundschulkonzepte und komplexe Unterrichtsprojekte für den Sachunterricht entwickelt wurden. Auch bildungspolitisch nahm er seit 1970 durch die kritisch-konstruktive Begleitung der Gesamtschulentwicklung Einfluss. Von Bundesländern wie Bremen und Nordrhein-Westfalen wurde er in Kommissionen zur Entwicklung von Bildungsplänen berufen (Denkschrift der Bildungskommission NRW Zukunft der Bildung – Schule der Zukunft, 1995). Seit 1990 war er Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Laborschule Bielefeld.

Beiträge zur Didaktik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klafkis Beitrag zur Didaktik hat nach wie vor große Bedeutung. Seine Ansätze und Konzepte sind in zahlreiche Fachdidaktiken eingeflossen. Er selbst hat für die Arbeitslehre umfangreiche Studien veröffentlicht und zur Einführung dieses Faches beigetragen. In der Sachunterrichtsdidaktik gilt er als richtungsweisend. Dabei vertritt Klafki an erster Stelle eine allgemeindidaktische Orientierung an einem umfassenden Bildungsbegriff und geht nicht vom tradierten Wissensbestand der jeweiligen Bezugsfachdisziplin aus. Für ihn steht immer die Bildung des Menschen und seine Selbst- und Mitbestimmung im Mittelpunkt. In seinem Hauptvortrag bei der Gründung der "Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU)" entwarf er das Konzept eines Sachunterrichts, der nicht als Addition einzelfachlicher Inhalte verstanden wird, sondern als integratives Fach, das an den gesellschaftlichen Problemen, den allgemeinen Bildungsinhalten, insbesondere den Schlüsselproblemen und an deren Zugänglichkeit für Kinder orientiert ist.

Klafkis bildungstheoretische Didaktik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur bildungstheoretischen Didaktik gelangte Klafki, nachdem er sich seit den 1950er Jahren mit dem traditionellen Widerspruch zwischen materialen (Bildungsinhalte, die so wichtig sind, dass Schüler sie lernen müssen) und formalen (Verhalten und Handlungsformen, die für Schüler wichtig sind) Bildungskonzepten historisch-systematisch auseinandergesetzt hatte. Er versuchte, beide Theorien durch die kategoriale Bildung miteinander zu verbinden.

Kategoriale Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klafki untersuchte in seiner Dissertation die Diskursgeschichte didaktischen Denkens; dabei unterschied er zwischen materialer und formaler Bildung als grundsätzlich verschiedenen Herangehensweisen an didaktische Entscheidungen. Er analysierte diese sehr akribisch und zeigte auf, in welchen Dimensionen welcher Ansatz produktive Momente aufweist. Er entwickelte als Integration dieser beiden Herangehensweisen die kategoriale Bildung, bei der sowohl den formalen wie den materialen Ansprüchen Rechnung getragen wird. Nur wenn einem Bildungsinhalt sowohl ein gegenständlicher Wert als auch ein formaler Bildungsgehalt zukommt, ist seine Wahl nach Klafki gerechtfertigt.

Nicht jeder Bildungsinhalt hat demnach auch Bildungsgehalt. Um herauszufinden, was lehrenswert ist, nennt Klafki folgende drei Auswahlprinzipien:

  • das Elementare: einfache und grundlegende Sachverhalte, die über sich hinausweisen
  • das Fundamentale: Grunderfahrungen und grundlegende Einsichten bei der Wahrnehmung der Welt
  • das Exemplarische: das Typische, der Einzelfall, der für große Bereiche eines Sachgebiets mit gleicher Struktur steht.

Fünf didaktische Grundfragen (Didaktische Analyse)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klafki verlangt vom Lehrer in der Vorbereitung des Unterrichts unter anderem die Beantwortung der Frage, welchen Wert der geplante Unterrichtsinhalt für die Schüler hat. Hierzu hat Klafki fünf Leitlinien definiert:

  1. Exemplarische Bedeutung des Inhaltes („Was können die Schüler mit dem heute Gelernten anfangen?“): Auf welchen allgemeinen Sachverhalt, welches allgemeine Problem lässt der spezifische Inhalt schließen?
  2. Gegenwartsbedeutung des Inhaltes für die Lernenden („Was bedeutet es für die Schüler heute?“): Welche Bedeutung hat der betreffende Inhalt im Leben der Schüler, welche Bedeutung soll er – vom pädagogischen Gesichtspunkt aus gesehen – darin haben?
  3. Zukunftsbedeutung des Inhaltes für die Lernenden („Was wird der Inhalt für die Schüler morgen bedeuten?“): Worin liegt die Bedeutung des Themas für die Zukunft der Schüler?
  4. Struktur des Inhalts („Was ist die Struktur meines Inhalts?“): Welches ist die Struktur des (durch Frage 2 und 3 in die spezifisch pädagogische Sicht gerückten) Inhalts?
  5. Zugänglichkeit auf Schülerseite bzw. der Darstellbarkeit des Inhaltes auf der Lehrerseite („Wie bringe ich es bei, welche Eselsbrücken gibt es?“): Welches sind die besonderen Fälle, Phänomene, Situationen, Versuche, in oder an denen die Struktur des jeweiligen Inhalts den Kindern dieser Bildungsstufen, dieser Klasse interessant, fragwürdig, zugänglich, begreiflich, anschaulich werden kann?

1985 wurde von Klafki selbst noch ein sechster Punkt hinzugefügt: „Erweisbarkeit und Überprüfbarkeit“, und zwar mit der Anmerkung, dass Schülerleistungskontrollen nur eine gesondert zu rechtfertigende Form der Überprüfung darstellten.

Kritisch-konstruktive Didaktik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bildungstheoretische Ansatz Klafkis wurde intensiv diskutiert und stark kritisiert. Die Frage der unterrichtsmethodischen Vorbereitung wird bei ihm kaum thematisiert, Kritiker sprechen daher oft von einer „Feiertagsdidaktik“ (vgl. Berliner Modell). Auch politisch-gesellschaftlich kritisierte ihn die 68er-Studentenbewegung als zu konservativ, bürgerlich orientiert und die herrschenden Verhältnisse stabilisierend. Hinzu kamen sozialwissenschaftliche und didaktische Argumente gegen seinen Ansatz. Diese nahm Klafki in einer Neufassung seiner Didaktik auf (nun mit sieben Fragen), der kritisch-konstruktiven Didaktik. Sie heißt „konstruktiv“, weil sie nicht mehr nur im Rahmen vorgegebener institutioneller und curricularer Bedingungen Vorschläge macht, sondern darüber hinausgehende Möglichkeiten zur Verbesserung von Lehr- und Lernprozessen ermitteln, entwerfen und erproben soll. Sie ist aber keine konstruktivistische Didaktik.

Neubestimmung von Allgemeinbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Anknüpfung an Johann Amos Comenius („omnes, omnia, omnino“) und die Aufklärung ist Bildung für Klafki Allgemeinbildung in einem dreifachen Sinn:

  • für alle: Sie richtet sich an alle und führt zur Forderung nach Chancengleichheit.
  • allseitig: Ziel ist eine vielseitige Interessen- und Kompetenzentwicklung. Das erweitert den Lernbegriff,
    • der einerseits kognitives, soziales und emotionales Lernen einschließt und dieses nicht nur ergebnis- und produktorientiert, sondern auch prozessorientiert versteht,
    • der andererseits sich nicht nur auf den klassischen Bildungskanon beschränkt, sondern auch moderne Themen im Interesse von Kindern und Jugendlichen aufgreift. Unterricht soll damit die vergangene und gegenwärtige Kultur weitergeben und die künftige vorwegnehmen.
  • durch das Allgemeine: Klafki versteht didaktisch darunter „epochaltypische Schlüsselprobleme unserer kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, individuellen Existenz“, die im Unterricht behandelt werden sollen.

Allgemeinbildung wird des Weiteren als selbsttätig erarbeiteter und personal verantworteter Zusammenhang dreier Grundfähigkeiten verstanden:

  • Selbstbestimmungsfähigkeit umfasst die eigenen und persönlichen Lebensbeziehungen und Sinndeutungen im zwischenmenschlichen, beruflichen, ethischen und religiösen Bereich.
  • Mitbestimmungsfähigkeit: Jeder Einzelne soll die Fähigkeit erwerben, an gesellschaftlich-politischen Verhältnissen zu partizipieren und verantwortlich damit umzugehen.
  • Solidaritätsfähigkeit: Der Anspruch auf Selbstbestimmung und Mitbestimmung ist nur dann zu rechtfertigen, wenn der Versuch unternommen wird, für die Rechte jener einzutreten, welche über diese Rechte nicht verfügen.

Erreichen von Allgemeinbildung durch epochaltypische Schlüsselprobleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um Allgemeinbildung zu erreichen, muss Bildung im Medium des Allgemeinen anhand von epochaltypischen Schlüsselproblemen stattfinden. Zu diesen zählen Frieden, Umwelt, Interkulturalität und Leben in der einen Welt, Technikfolgen, Demokratisierung, Verteilungsgerechtigkeit und gesellschaftlich produzierte Ungleichheit, Gleichberechtigung/Menschenrechte, personale Beziehungen und Glücksfähigkeit. Sie sind nicht vollständig und veränderbar.

Bildung muss vielseitig in allen Grunddimensionen menschlicher Interessen und Fähigkeiten stattfinden. Hierzu zählen unter anderem der lustvolle, verantwortliche Umgang mit dem Körper, kognitive Möglichkeiten, handwerklich-technische Möglichkeiten sowie ästhetische Wahrnehmungs-, Gestaltungs- und Urteilsfähigkeiten.

Mit der Allgemeinbildung werden Einstellungen und Fähigkeiten (Kompetenzen) erreicht, die über einzelne Schlüsselprobleme und Interessens- sowie Fähigkeitsdimensionen hinausreichen, wie Kritikbereitschaft und -fähigkeit einschließlich der Selbstkritik, Argumentationsbereitschaft und -fähigkeit, Empathie, also die Fähigkeit, die Sichtweisen und Perspektiven anderer zu erfassen und adäquat auf diese einzugehen, und Denken in Zusammenhängen oder „vernetzendes Denken“. Klafki entwickelte damit eines der ersten Kompetenzmodelle in der deutschen erziehungswissenschaftlichen Diskussion.

Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Leitfaden für die Vorbereitung von Unterricht schlägt Klafki in der Kritisch-konstruktiven Didaktik, analog zu den fünf Didaktischen Grundfragen, einen Katalog von sieben Aspekten vor, den er zum (Vorläufigen) Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung zusammenfasst und um eine Bedingungsanalyse ergänzt[4]:

  1. Gegenwartsbedeutung
  2. Zukunftsbedeutung
  3. exemplarische Bedeutung
  4. thematische Struktur
  5. Erweisbarkeit und Überprüfbarkeit (anhand der epochalen Schlüsselprobleme)
  6. Zugänglichkeit bzw. Darstellbarkeit
  7. Lehr-Lern-Prozessstruktur (als methodische Struktur)

Klafkis Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klafki hat als Bildungsreformer und Wissenschaftler nachhaltig die Bildungspolitik und Theoriebildung beeinflusst. Seine Didaktische Analyse als Kern der Unterrichtsvorbereitung hat viele Lehrergenerationen beeinflusst. Sie wurde seit Ende der 1950er Jahre zur vorherrschenden Richtschnur bei der Ausbildung von Lehramtsanwärtern in den Lehrerseminaren. Bei schematischer Rezeption verflacht sie aber vielfach zu einem oberflächlichen Ritual und büßt ihr kritisches Potenzial ein. Klafkis Konzept zielte auf größere Zusammenhänge wie die Analyse von Bildungsplänen oder den Unterricht eines ganzen Jahres. Sie ist nicht als Leitfaden für die Planung jeder einzelnen Stunde intendiert („und wo kam die Zukunftsbedeutung vor?“) und sollte auch nicht als Modell der Unterrichtsplanung missverstanden werden. Seine wesentliche Leistung ist es, dem didaktischen Denken Kategorien und Kriterien für eine gesellschaftlich verantwortete Praxis bereitzustellen.

Später fokussierte Klafki seine bildungstheoretischen Gedanken auf die zentralen Schlüsselprobleme, an denen die Lernenden exemplarisch die Bildungsinhalte aufnehmen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Klafki hat weit über 400 Schriften veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt worden sind.

  • Kategoriale Bildung: Konzeption und Praxis reformpädagogischer Schularbeit zwischen 1948 und 1952. Herausgegeben und mit einer Einleitung versehen von Christian Ritzi und Heinz Stübig. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2013, ISBN 978-3-7815-1936-7 (Zweite Staatsexamensarbeit Pädagogische Hochschule Hannover 1952).[6]
  • Das pädagogische Problem des Elementaren und die Theorie der kategorialen Bildung (= Göttinger Studien zur Pädagogik. N. F. Heft 6). Beltz, Weinheim/ Berlin 1958, DNB 480765197. (Dissertation Universität Göttingen, Philosophische Fakultät, 8. Februar 1958)
  • Didaktische Analyse als Kern der Unterrichtsvorbereitung. In: Die deutsche Schule. H. 10, 1958, S. 450–471.
  • Pestalozzis „Stanser Brief“. Weinheim 1969 (7).
  • Funkkolleg Erziehungswissenschaft, 3 Bände. Weinheim 1971.
  • Aspekte kritisch-konstruktiver Erziehungswissenschaft. Weinheim 1976.
  • mit Gunter Otto und Wolfgang Schulz: Didaktik und Praxis. Weinheim 1979 (2).
  • Schulnahe Curriculumentwicklung und Handlungsforschung im Marburger Grundschulprojekt. Weinheim 1982.
  • Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Beiträge zur kritisch-konstruktiven Didaktik. Beltz, Weinheim/Basel 1985; ISBN 978-3-407-54148-2
  • Erziehung – Humanität – Demokratie. Erziehungswissenschaft und Schule an der Wende zum 21. Jahrhundert. Neun Vorträge. [1993 sprachlich geringfügig korrigiertes und bei einzelnen Beiträgen um einige Anmerkungen ergänztes Typoskript der 1991 erstellten Textfassung, die – um eine Einleitung des Herausgebers erweitert – in japanischer Übersetzung veröffentlicht wurde als: Wolfgang Klafki: Erziehung – Humanität – Demokratie. Erziehungswissenschaft und Schule an der Wende zum 21. Jahrhundert. Neun Vorträge. Eingel. und hrsg. von Michio Ogasawara. Tokyo 1992]. Marburg 1998 (online)
  • Allgemeinbildung in der Grundschule und der Bildungsauftrag des Sachunterrichts. In: R. Lauterbach (Hrsg.): Brennpunkte des Sachunterrichts. Kiel 1992, S. 11–31.
  • Schlüsselprobleme, epochaltypische. In: Astrid Kaiser (Hrsg.): Lexikon Sachunterricht. Baltmannsweiler 1997.
  • Exempel hochqualifizierter Unterrichtskultur.
    In: Hans Christoph Berg, Theodor Schulze (Hrsg.): Lehrkunstwerkstatt I. Didaktik in Unterrichtexempeln. Luchterhand, Neuwied/Kriftel/Berlin 1997; DNB 949747300, S. 13-35
  • Kritisch-konstruktive Pädagogik. Herkunft und Zukunft. In: Jürgen Eierdanz, Armin Kremer (Hrsg.): Weder erwartet noch gewollt – Kritische Erziehungswissenschaft und Pädagogik in der Bundesrepublik Deutschland zur Zeit des kalten Krieges. Baltmannsweiler 2000, S. 152–178.
  • Selbstständiges Lernen muss gelernt werden! In: Frauke Stübig (Hrsg.): Selbstständiges Lernen in der Schule. Kassel 2003, S. 19–57.
  • mit Hans Christoph Berg: Bildung und Lehrkunst. Gemeinsamer Vortrag auf dem Luzerner Kongress 2003 zur Unterrichtsentwicklung; Nachdruck in der Broschüre Unterrichtsentwicklung – zum Stand der Diskussion (PDF; 1,6 MB), S. 64–102
    • Wolfgang Klafki: Allgemeinbildung heute. Sinndimensionen einer gegenwarts- und zukunftsorientierten Bildungskonzeption. 4. Vortrag, S. 64–78
    • Hans Christoph Berg: Lehrkunst und Unterrichtsentwicklung. Durch kollegiale Lehrkunstwerkstätten zum schuleigenen Lehrstückrepertoire. 5. Vortrag, S. 79–102
  • mit Karl-Heinz Braun: Wege pädagogischen Denkens. Ein autobiografischer und erziehungswissenschaftlicher Dialog. Reinhardt, München/Basel 2007; ISBN 978-3-497-01946-5

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Astrid Kaiser: Ein Pädagoge im besten Wortsinne. Wolfgang Klafki als Lehrer. In: Grundschule. Jg. 29, H. 9, 1997, S. 64–65.
  • Astrid Kaiser: Wolfgang Klafki zum 80. Geburtstag. In: PÄD-Forum. 35, H. 5, 2007, S. 305–306.
  • Barbara Koch-Priewe: Sachunterrichtsprojekte des Marburger Grundschulprojekts (1972–1979). In: A. Kaiser, D. Pech: Geschichte und historische Konzeptionen des Sachunterrichts. Baltmannsweiler 2004, S. 179–185.
  • Barbara Koch-Priewe, Frauke Stübig, Karl H. Arnold (Hrsg.): Das Potenzial der Allgemeine Didaktik. Stellungnahmen aus der Perspektive der Bildungstheorie von Wolfgang Klafki. Weinheim u. a. 2007, ISBN 978-3-407-32079-7.
  • Meinert A. Meyer, Hilbert Meyer: Wolfgang Klafki: Eine Didaktik für das 21. Jahrhundert? Beltz, Weinheim 2007, ISBN 978-3-407-25461-0.
  • Heinz Stübig, Madeleine Kinsella: Bibliographie Wolfgang Klafki. Verzeichnis der Veröffentlichungen und betreuten Hochschulschriften 1952–2007. Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung, Berlin 2008, ISBN 978-3-88494-245-1. (Bestandsverzeichnisse zur Bildungsgeschichte 13); (online)
  • Karl-Heinz Arnold, Barbara Koch-Priewe, Susanne Lin-Klitzing: Nachruf auf Wolfgang Klafki. In: Erziehungswissenschaft. 27. Jahrgang, Nr. 53, 2016, ISSN 0938-5363, S. 141–143.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wir trauern um Wolfgang Klafki, GGG – Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule, 1. September 2016.
  2. Personalbogen Adolf Klafki, in: Personalbögen der Lehrer höherer Schulen Preußens. DIPF/BBF Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, abgerufen am 15. Dezember 2016.
  3. Würdigung zu Wolfgang Klafkis 80. Geburtstag
  4. Meinert A. Meyer, Hilbert Meyer: Wolfgang Klafki: Eine Didaktik für das 21. Jahrhundert? Beltz, Weinheim 2007, ISBN 978-3-407-25461-0, S. 107 ff. (online).
  5. Jörg Feuck (Kommunikation TU Darmstadt): Vorbildlich in der Jugendhilfe – Hans-Jochen Gamm (TU Darmstadt) und Wolfgang Klafki (Universität Marburg) erhalten Comenius-Preis. In: Informationsdienst Wissenschaft. 1. Oktober 2010, abgerufen am 11. Oktober 2010.
  6. Verlagsangaben