Yann Tiersen

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Yann Tiersen bei einem Konzert 2007 an der Geige

Yann Pierre Tiersen (* 23. Juni 1970 in Brest) ist ein französischer Komponist und Multiinstrumentalist.

Außerhalb Frankreichs wurde Tiersen ab 2001 besonders durch seine Filmmusiken zu Die fabelhafte Welt der Amélie und Good Bye, Lenin! bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren wird Yann Tiersen am 23. Juni 1970 in Brest in der Bretagne. Er wächst in Rennes auf. Nachdem er einige Jahre in Paris gewohnt hat, lebt er heute (Stand Juli 2017) auf Ouessant. Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt er Geige und Klavier. Als Jugendlicher spielt er in einigen lokalen Post-Punk-Bands Gitarre, nach eigenen Angaben wesentlich beeinflusst von Joy Division und The Stooges. Er hat an den Musikhochschulen in Rennes, Nantes und Boulogne studiert und gilt als äußerst begabter Multi-Instrumentalist.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yann Tiersen am Akkordeon
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Tiersens Musikstil verbindet französische Folkmusik, Chanson und Musette mit Elementen aus der Rock- und Popmusik. Die Verwendung sich wiederholender, dabei leicht variierter Sequenzen rückt ihn in die Nähe der Minimal Music. Die Musik Tiersens wird häufig mit den Werken der Musiker Pascal Comelade, Philip Glass, Michael Nyman und Eric Satie assoziiert. Aufgrund seiner Zusammenarbeit mit anderen französischen Musikern gilt Tiersen als wichtige Person innerhalb der neuen, oft mit dem Etikett Nouvelle Chanson belegten Chansonszene Frankreichs. Für die verstärkte Wahrnehmung französischer Popmusik in Deutschland sorgte unter anderem der Film Die fabelhafte Welt der Amélie, dessen Filmmusik Tiersen komponiert hat.

Die meisten seiner Veröffentlichungen spielt Tiersen als „Ein-Mann-Orchester“ ein. Häufig nutzt er dabei Klavier, Akkordeon, Mandoline, Bass, Gitarre, Banjo, Melodica, Vibraphon und diverse Rhythmusinstrumente, teilweise versehen mit orchestralen Streicherarrangements. Mehrheitlich sind seine Musiktitel Instrumentalstücke, auf einigen singen jedoch auch Gastmusiker oder er selbst.

Nach gemeinsamen Sessions im Jahr 2010, gründeten Yann Tiersen, Lionel Laquerrière und Thomas Poli die Elektronische Staubband, die oft abgekürzt ESB genannt wird. Ihr Debütalbum ESB erschien am 16. Oktober 2015.[1]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den untenstehend aufgelisteten Alben komponierte Yann Tiersen auch die Musik zu mehreren Kurzfilmen und wirkte an Veröffentlichungen anderer Musiker und Bands mit, u. a. von The Divine Comedy (Neil Hannon), Noir Désir, Dominique A, Françoiz Breut, Les Têtes Raides und The Married Monk.

Yann Tiersen an der E-Gitarre
  • 1995 – La valse des monstres
  • 1996 – Rue des cascades
  • 1998 – Le phare (FR: Gold)[2]
  • 1999 – Tout est calme
  • 1999 – Black session (Radiokonzert)
  • 2001 – L’absente (FR: Gold)
  • 2001 – Le fabuleux destin d’Amélie Poulain (Filmmusik) (FR: 3-fach-Platin)
  • 2002 – C’était ici (live und best of) (FR: Gold)
  • 2003 – Good Bye, Lenin! (Filmmusik)
  • 2003 – 3 titres inédits au profit de la FIDH (zugunsten der Menschenrechtsorganisation FIDH; veröffentlicht von Fnac)
  • 2004 – Yann Tiersen & Shannon Wright
  • 2005 – Les Retrouvailles (FR: Gold)
  • 2006 – On Tour
  • 2008 – Tabarly (Filmmusik)
  • 2008 – Comptine d'un autre été: L'après-midi (Single) (CH: Gold)[3]
  • 2010 – Dust Lane
  • 2011 – Skyline
  • 2014 – Infinity[4]
  • 2016 – Eusa[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Review: ESB - ESB. In: Musikexpress. (musikexpress.de [abgerufen am 15. Juni 2017]).
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: FR
  3. Auszeichnungen für Musikverkäufe: CH
  4. Yann Tiersen announces new album
  5. Yann Tiersen Journal. In: yanntiersen.com. Abgerufen am 1. Oktober 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Yann Tiersen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien