Ahn Jung-hwan

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Ahn Jung-Hwan
Ahn Jung-hwan.JPG
Spielerinformationen
Geburtstag 27. Januar 1976
Geburtsort Paju, GyeonggiSüdkorea
Größe 178 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1995–1997 Ajou University
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1998–2000
2000–2002
2002–2003
2004–2005
2005–2006
2006
2007
2008
2009–2011
Daewoo Royals
AC Perugia (Leihe)
Shimizu S-Pulse
Yokohama F. Marinos
FC Metz
MSV Duisburg
Suwon Samsung Bluewings
Busan I'Park
Dalian Shide
54 (27)
30 0(5)
38 (14)
34 (16)
16 0(2)
12 0(2)
15 0(0)
19 0(4)
65 (18)
Nationalmannschaft
1997–2010 Südkorea 71 (17)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 30. Oktober 2008
Koreanische Schreibweise
Hangeul 안정환
Hanja 安貞桓
Revidierte Romanisierung An Jeong-hwan
McCune-Reischauer An Chŏnghwan
siehe auch: Koreanischer Name

Ahn Jung-hwan (* 27. Januar 1976 in Paju, Gyeonggi-do, Südkorea) ist ein ehemaliger südkoreanischer Fußballspieler. Er bekleidete die Position eines Stürmers und beendete im Januar 2012 seine Karriere.

Karriereverlauf[Bearbeiten]

Ahn begann seine Profikarriere in der südkoreanischen Profiliga K-League, wo er im Jahr 1998 bei den Daewoo Royals (heute Busan I'Park) seinen ersten Vertrag unterzeichnete.

Er machte weltweit Schlagzeilen, als er im Achtelfinal der Fußball-WM 2002 das Golden Goal gegen Italien erzielte und Südkorea den Einzug in das Viertelfinale ebnete.

Zu dieser Zeit stand er beim Seria-A-Club Perugia unter Vertrag und erboste durch seinen Kopfballtreffer gegen den damals dreifachen Weltmeister Italien seinen Klubpräsidenten Luciano Gaucci dermaßen, dass dieser in der italienischen Sportzeitung Gazzetta dello Sport wie folgt zitiert wurde: „Ich werde nicht das Gehalt eines Spielers zahlen, der den italienischen Fußball ruiniert hat.“ Obwohl von Seiten Perugias diese Aussage später zurückgezogen wurde, war das Thema Italien für Ahn damit erledigt.

Nach der WM 2002 im eigenen Land versuchte Ahn Jung-hwan innerhalb Europas einen neuen Verein zu finden. Doch alle Bemühungen scheiterten wegen Perugias Ablöseforderungen, so dass er nach Asien zurückkehrte, wo er in Japan bei Shimizu S-Pulse unterschrieb. Nur eine Saison später wechselte Ahn zum Ligakonkurrenten Yokohama F Marinos. Obwohl ihm in Japan der Ruf nachhing, verletzungsanfällig zu sein, erzielte er in 72 J-League-Spielen 30 Tore.

Im Sommer 2005 gelang Ahn die Rückkehr nach Europa, indem er beim französischen Erstligisten FC Metz anheuerte. Am 24. Januar 2006 gab der MSV Duisburg Ahns Verpflichtung bekannt. Obwohl er noch der Wunschspieler des damaligen Trainers Jürgen Kohler war, fand Ahn nicht richtig Tritt in der Mannschaft, sodass sein Vertrag am 31. August 2006 vom MSV Duisburg mit sofortiger Wirkung aufgelöst wurde. Ahn hatte einen Vertrag bei Suwon Samsung Bluewings unterschrieben und spielte wieder in der Heimat.

Bei der WM 2006 in Deutschland schied die Auswahl Südkoreas nach der Gruppenphase aus. Ahn hatte in drei Partien als Einwechselspieler ein Tor erzielt.

Im Januar 2012 gab Ahn sein Karriereende bekannt.[1]

Erfolge[Bearbeiten]

  • 1998 Korea-Cup-Sieger
  • 2002 WM-Vierter mit Südkorea
  • 2002 Japanischer Pokal-Sieger
  • 2004 Japanischer Meister
  • 2005 Japanischer Meister

Verschiedenes[Bearbeiten]

Ahn gilt als David Beckham Südkoreas. Er ist mit der ehemaligen „Miss Korea“ Lee Hye-won verheiratet. Die gemeinsame Tochter wurde im April 2004 geboren. Nebenberuflich ist Ahn als Fotomodell tätig. Er gilt als Schwarm vieler junger, weiblicher Fußballfans und wird in seiner Heimat gefeiert wie ein Popstar. Da er nach jedem Tor seinen Ehering küsst, hat er den Spitznamen „Herr der Ringe“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Südkorea-Star Ahn beendet Karriere. In: Zeit Online. Sport-Informations-Dienst, 27. Januar 2012, abgerufen am 28. Januar 2012.
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Ahn ist hier somit der Familienname, Jung-hwan ist der Vorname.