FC Metz
| FC Metz | |||
| Voller Name | Football Club de Metz | ||
| Ort | Metz, Frankreich | ||
| Gegründet | 2. Februar 1912 (als SpVgg 1912 Metz) 1. Januar 1919 (Neugründung als CA Messin Metz) |
||
| Stadion | Stade Saint-Symphorien | ||
| Plätze | 26.700 | ||
| Präsident | Bernard Serin | ||
| Trainer | Dominique Bijotat | ||
| Homepage | www.fcmetz.com | ||
| Liga | Championnat de France National | ||
| 2011/12 | 18. Rang (Ligue 2) | ||
|
|
|||
Der Football Club de Metz ist ein französischer Fußballverein aus der lothringischen Stadt Metz.
In Anspielung auf den kastanienroten Ton in den Vereinsfarben lautet der Spitzname des Teams „Les Grenats“ (die Granatroten). Im Wappen ist der Drache Graoully abgebildet.
Der Präsident des Clubs ist Bernard Serin. Die Profimannschaft wird seit Juli 2010 von Dominique Bijotat trainiert. (Stand: August 2011)
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Ursprünge des Vereins gehen auf die Fusion der damals deutschen Vereine Metzer SpVgg, FC Metis Metz und FC Alte Herren Metz zur SpVgg 1912 Metz am 2. Februar 1912 zurück. Aufgrund der Niederlage im Ersten Weltkrieg musste das Deutsche Reich die Provinz Elsaß-Lothringen an Frankreich abtreten. Infolgedessen wurden alle deutschen Vereine und somit auch die SpVgg 1912 aufgelöst. Mehrere ehemalige Mitglieder gründeten daraufhin am 1. Januar 1919 die CA Messin Metz. Durch die Fusion mit AS Metz zum FC Metz am 15. April 1932 wurde die Grundlage zur Teilnahme am neugeschaffenen professionellen Spielbetrieb in Frankreich (Division 1) geschaffen. Zwischen 1934 und 1936 hieß der Verein kurzzeitig Club des Sports Metz.
Zur Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde der Verein 1940 in FV Metz umbenannt und spielte ab 1941 in der deutschen Gauliga Westmark, wo er drei Mal hintereinander Vizemeister wurde. Nach der Befreiung Frankreichs 1944 nahm der Verein wieder den Namen FC Metz an.
Von 1967 bis 2002 gehörte der FC Metz ununterbrochen der höchsten französischen Spielklasse, der Division 1, an. Seitdem pendelte der Verein zwischen erster und zweiter Liga (Abstiege 2002, 2006 und 2008); 2011 entging er nur knapp dem Abstieg in die Drittklassigkeit. Am Ende der Folgesaison musste er als Tabellenachtzehnter den Gang in die dritte Liga antreten – zum ersten Mal seit Einführung des Professionalismus in Frankreich (1932/33).
Sportliche Erfolge [Bearbeiten]
Meisterschaft [Bearbeiten]
Es gelang dem Club bisher nie, die Meisterschaft zu gewinnen. 1997/98 wurde er aufgrund des schlechteren Torverhältnisses Vizemeister und belegte hinter dem RC Lens den zweiten Tabellenplatz.
Pokal [Bearbeiten]
Der FC Metz gewann zweimal den französischen Pokal, stand zudem bereits 1938 erstmals in dessen Finale:
- 1984: FCM – AS Monaco 2:0 n.Verl.
- 1988: FCM – FC Sochaux 1:1, 5:4 n. E.
1996 kam der Gewinn des Ligapokals durch ein 5:4 im Elfmeterschießen gegen Olympique Lyon dazu.
International [Bearbeiten]
Den größten internationalen Erfolg erreichte der FC Metz in der Saison 1984/85. In der ersten Runde des Europapokals der Pokalsieger traf der FCM auf den FC Barcelona. Nachdem das Hinspiel vor heimischer Kulisse mit 2:4 verloren wurde, besiegte der FC Metz die Stars um Bernd Schuster im Stadion Camp Nou sensationell mit 4:1 und zog in die nächste Runde ein.
Dort scheiterte man am damaligen ostdeutschen Spitzenklub Dynamo Dresden. Im Hinspiel in Dresden unterlag man 1:3. Im Rückspiel in Metz gelang noch ein Achtungserfolg, als man den Sachsen ein 0:0 abgetrotzt hatte.
Als Vizemeister spielte man 1998 in der Qualifikation zur UEFA Champions League 1998/99. Dort scheiterte man jedoch überraschend am finnischen Außenseiter HJK Helsinki. Dadurch gelang man in die 1. Runde des UEFA-Pokals. Allerdings scheiterte man dort am serbischen Vertreter Roter Stern Belgrad.
Aktueller Kader 2012/13 [Bearbeiten]
|
|
Bekannte ehemalige Spieler [Bearbeiten]
- Emmanuel Adebayor
- Anthony Baffoe, deutsch-ghanaischer Fußballspieler, ehemaliger Kapitän der ghanaischen Nationalmannschaft
- Henri Baillot, Torjäger und Nationalspieler in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre
- Jules Bocandé, Torjäger und Nationalspieler für den Senegal
- Danny Boffin, belgischer Nationalspieler
- Nico Braun, Nationalspieler für Luxemburg, einer der besten Torschützen der Vereinsgeschichte
- Thadée Cisowski, französischer Nationalspieler
- Papiss Demba Cissé
- Philippe Gaillot, 423 Ligaeinsätze für den FCM
- Cheikh Guèye, senegalesischer Nationalspieler
- Sylvain Kastendeuch, Metz' Ligarekordspieler mit 440 Erstligaeinsätzen, Nationalspieler
- Ignace Kowalczyk, genannt Ignace, „Spielmacher“ vor und nach dem 2. Weltkrieg, Nationalspieler
- „Tony“ Kurbos, Rekordtorschütze in einem Spiel (6 Treffer) in der Division 1
- Éric Pécout, Mitglied der 1984er Pokalsiegerelf
- Robert Pirès, französischer Nationalspieler, Weltmeister 1998 und Europameister 2000.
- Miralem Pjanic, bosnischer Nationalspieler
- François Remetter, französischer Nationaltorhüter bei den Weltmeisterschaften 1954 und 1958
- Franck Ribéry, französischer Nationalspieler
- Louis Saha
- Rigobert Song
- Jeff Strasser, Rekordnationalspieler Luxemburgs
- Edmund Weiskopf, bestritt sein einziges Länderspiel 1939 während seiner Zeit bei den Messins
- Sylvain Wiltord, französischer Nationalspieler
- Bernard Zénier, französischer Nationalspieler, nach seiner Spielerkarriere Klubfunktionär
Stadion [Bearbeiten]
Der FC Metz trägt seine Heimspiele im 1923 eröffneten und 26.700 Zuschauer fassenden Stade Saint-Symphorien aus. Diese befindet sich im Vorort Longeville-lès-Metz.
Fans und Rivalitäten [Bearbeiten]
Die Ultragruppierung Horda Frenetik - Tribune Est hat eine Fanfreundschaft mit einigen Ultras des 1. FC Kaiserslautern, der Generation Luzifer (GL). Die Generation Grenat pflegt eine Fanfreundschaft mit den Ultras von Eintracht Trier.
Der FC Metz hatte allerdings auch Rivalen. In jüngerer Zeit sind dies der AS Nancy und Racing Straßburg, wobei es zwischen dem FC Metz und letzterem seit 2010 kein gemeinsames Aufeinandertreffen gibt, da seitdem Straßburg unterklassiger spielt als Metz.
Literatur [Bearbeiten]
- Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3
Weblinks [Bearbeiten]
SC Amiens • CA Bastia • US Boulogne • FC Bourg-Péronnas • USJA Carquefou • AS Cherbourg • SR Colmar • US Créteil • SAS Épinal • Étoile Fréjus-Saint-Raphaël • Le Poiré-sur-Vie VF • Luzenac AP • FC Metz • US Orléans • Paris FC • US Quevilly • FC Rouen • Red Star 93 • ES Uzès PG • OC Vannes