FC Metz

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FC Metz
Logo des FC Metz
Voller Name Football Club de Metz
Ort Metz, Frankreich
Gegründet 2. Februar 1912
(als SpVgg 1912 Metz)
1. Januar 1919
(Neugründung als CA Messin Metz)
Stadion Stade Saint-Symphorien
Plätze 26.700
Präsident Bernard Serin
Trainer Albert Cartier
Homepage www.fcmetz.com
Liga Ligue 2
2012/13 2. Rang (National (D3))
Heim
Auswärts

Der Football Club de Metz ist ein französischer Fußballverein aus der lothringischen Stadt Metz.

In Anspielung auf den kastanienroten Ton in den Vereinsfarben lautet der Spitzname des Teams „Les Grenats“ (die Granatroten). Im Wappen ist der Drache Graoully abgebildet.

Der Präsident des Clubs ist Bernard Serin. Die Profimannschaft wird seit Juli 2012 von Albert Cartier trainiert. (Stand: August 2013)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ursprünge des Vereins gehen auf die Fusion der damals deutschen Vereine Metzer SpVgg, FC Metis Metz und FC Alte Herren Metz zur SpVgg 1912 Metz am 2. Februar 1912 zurück. Aufgrund der Niederlage im Ersten Weltkrieg musste das Deutsche Reich die Provinz Elsaß-Lothringen an Frankreich abtreten. Infolgedessen wurden alle deutschen Vereine und somit auch die SpVgg 1912 aufgelöst. Mehrere ehemalige Mitglieder gründeten daraufhin am 1. Januar 1919 die CA Messin Metz. Durch die Fusion mit AS Metz zum FC Metz am 15. April 1932 wurde die Grundlage zur Teilnahme am neugeschaffenen professionellen Spielbetrieb in Frankreich (Division 1) geschaffen. Zwischen 1934 und 1936 hieß der Verein kurzzeitig Club des Sports Metz.

Zur Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde der Verein 1940 in FV Metz umbenannt und spielte ab 1941 in der deutschen Gauliga Westmark, wo er drei Mal hintereinander Vizemeister wurde. Nach der Befreiung Frankreichs 1944 nahm der Verein wieder den Namen FC Metz an.

Von 1967 bis 2002 gehörte der FC Metz ununterbrochen der höchsten französischen Spielklasse, der Division 1, an. Seitdem pendelte der Verein zwischen erster und zweiter Liga (Abstiege 2002, 2006 und 2008); 2011 entging er nur knapp dem Abstieg in die Drittklassigkeit. Am Ende der Folgesaison musste er als Tabellenachtzehnter den Gang in die dritte Liga antreten – zum ersten Mal seit Einführung des Professionalismus in Frankreich (1932/33). Hier gelang dem FC Metz allerdings, als Tabellenzweiter, der sofortige Wiederaufstieg in die Ligue 2.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Meisterschaft[Bearbeiten]

Es gelang dem Club bisher nie, die Meisterschaft zu gewinnen. 1997/98 wurde er aufgrund des schlechteren Torverhältnisses Vizemeister und belegte hinter dem RC Lens den zweiten Tabellenplatz.

Pokal[Bearbeiten]

Der FC Metz gewann zweimal den französischen Pokal, stand zudem bereits 1938 erstmals in dessen Finale:

1996 kam der Gewinn des Ligapokals durch ein 5:4 im Elfmeterschießen gegen Olympique Lyon dazu.

International[Bearbeiten]

Den größten internationalen Erfolg erreichte der FC Metz in der Saison 1984/85. In der ersten Runde des Europapokals der Pokalsieger traf der FCM auf den FC Barcelona. Nachdem das Hinspiel vor heimischer Kulisse mit 2:4 verloren wurde, besiegte der FC Metz die Stars um Bernd Schuster im Stadion Camp Nou sensationell mit 4:1 und zog in die nächste Runde ein.

Dort scheiterte man am damaligen ostdeutschen Spitzenklub Dynamo Dresden. Im Hinspiel in Dresden unterlag man 1:3. Im Rückspiel in Metz gelang noch ein Achtungserfolg, als man den Sachsen ein 0:0 abgetrotzt hatte.

Als Vizemeister spielte man 1998 in der Qualifikation zur UEFA Champions League 1998/99. Dort scheiterte man jedoch überraschend am finnischen Außenseiter HJK Helsinki. Dadurch gelang man in die 1. Runde des UEFA-Pokals. Allerdings scheiterte man dort am serbischen Vertreter Roter Stern Belgrad.

Aktueller Kader 2013/14[Bearbeiten]

Nr. Position Name
1 TW Johann Carrasso
2 NigerNiger MF Karim Konaté
3 AB Romain Inez
4 AB Sylvain Marchal
5 ArgentinienArgentinien AB Guido Milán
7 MF Romain Rocchi
8 ST Thibaut Bourgeois
9 SenegalSenegal ST Moussa Gueye
10 GuineaGuinea MF Bouna Sarr
11 SenegalSenegal ST Diafra Sakho
12 Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo ST Yves Angani Kayiba
13 GhanaGhana ST Kwame Nsor
14 ElfenbeinküsteElfenbeinküste AB Ali Bamba
15 AB Romain Métanire
Nr. Position Name
16 GabunGabun TW Anthony Mfa Mezui
17 ElfenbeinküsteElfenbeinküste ST Maxwel Cornet
18 AB Jérémy Choplin
20 Guinea-BissauGuinea-Bissau MF Luciano Teixeira
21 AlgerienAlgerien MF Ahmed Kashi
22 MF Kevin Lejeune
23 MF Yeni Ngbakoto
24 AB Gaëtan Bussmann
25 SenegalSenegal AB Abdallah N’Dour
26 LuxemburgLuxemburg AB Chris Philipps
27 ST Nicolas Fauvergue
28 SenegalSenegal MF Mayoro N’Doye
30 TW Thomas Didillon
SingapurSingapur MF Adam Swandi

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

Das Stadion des FC Metz

Der FC Metz trägt seine Heimspiele im 1923 eröffneten und 26.700 Zuschauer fassenden Stade Saint-Symphorien aus. Diese befindet sich im Vorort Longeville-lès-Metz.

Fans und Rivalitäten[Bearbeiten]

Die Ultragruppierung Horda Frenetik - Tribune Est hat eine Fanfreundschaft mit einigen Ultras des 1. FC Kaiserslautern. Die Génération Grenat pflegt eine Fanfreundschaft mit den Ultras von Eintracht Trier.

Der FC Metz hatte allerdings auch Rivalen. In jüngerer Zeit sind dies der AS Nancy und Racing Straßburg, wobei es zwischen dem FC Metz und letzterem seit 2010 kein gemeinsames Aufeinandertreffen gibt, da seitdem Straßburg unterklassiger spielt als Metz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3

Weblinks[Bearbeiten]