Spanische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der spanischen Fußballnationalmannschaft der Männer. Für das Team der Frauen, siehe spanische Fußballnationalmannschaft der Frauen, für das der Männer bis 21 Jahre, siehe spanische Fußballnationalmannschaft (U-21-Männer), für das der Männer bis 20 Jahre, siehe Spanische Fußballnationalmannschaft (U-20-Männer).
Spanien
España
Logo der spanischen Nationalmannschaft
Spitzname(n) La Roja,
La Furia Roja
Verband Real Federación
Española de Fútbol
(RFEF)
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Adidas
Trainer Vicente del Bosque
Kapitän Iker Casillas
Rekordtorschütze David Villa (61)[1]
Rekordspieler Iker Casillas (156)
Heimstadion Wechselnde Stadien
FIFA-Code ESP
FIFA-Rang 7. (1241 Punkte)
(Stand: 14. August 2014)[2]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Drittes Trikot
Bilanz
637 Spiele
369 Siege
146 Unentschieden
122 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Spanien 1875Spanien Spanien 1:0 Dänemark DanemarkDänemark
(Brüssel, Belgien; 28. August 1920)
Höchster Sieg
Spanien Zweite RepublikZweite Spanische Republik Spanien 13:0 Bulgarien BulgarienBulgarien
(Madrid, Spanien; 21. Mai 1933)
Höchste Niederlagen
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Italien 7:1 Spanien Spanien 1875Spanien
(Amsterdam, Niederlande; 4. Juni 1928)
EnglandEngland England 7:1 Spanien Spanien Zweite RepublikZweite Spanische Republik
(London, England; 9. Dezember 1931)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 14 (Erste: 1934)
Beste Ergebnisse Weltmeister 2010
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 9 (Erste: 1964)
Beste Ergebnisse Europameister 1964, 2008, 2012
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 2009)
Beste Ergebnisse Zweiter 2013
Olympische Spiele
Silber 1920
(Stand: 18. Juni 2014)

Die spanische Fußballnationalmannschaft (spanisch: Selección de fútbol de España) ist die Auswahlmannschaft des spanischen Fußballverbandes Real Federación Española de Fútbol. Die Auswahl der Männer ist derzeit (Stand: Juli 2014) auf dem achten Platz der FIFA-Weltrangliste. Spanien wurde 1964, 2008 und 2012 Europameister. 2010 gewann die Mannschaft erstmals die Weltmeisterschaft.

Der Spitzname La Furia Roja bedeutet Die rote Furie und entstand während der Olympischen Spiele 1920 in Antwerpen, bei denen die Spanier überraschend die Silbermedaille gewannen.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Spaniens erstes Spiel gegen Portugal, am 18. Dezember 1921 in Madrid.

Der Fußballsport erreichte Spanien im späten 19. Jahrhundert, vor allem aus den Britischen Inseln kommend. Am 21. März 1904 war Spanien zwar einer der insgesamt sieben europäischen Gründerstaaten der FIFA, da es jedoch zu dieser Zeit keinen nationalen Verband gab, wurde das Land bei der Gründung durch den Verein Madrid F.C., dem heutigen Real Madrid, vertreten.[3] Der spanische Dachverband Real Federación Española de Fútbol (dt.: Königlich-spanischer Fußballverband) wurde erst 1909 (als Federación Española de Clubs de Football) gegründet, 1913 jedoch umbenannt und 1914 als Mitgliedsverband von der FIFA aufgenommen.

Eine Nationalmannschaft, angeführt von Spielern wie Ricardo Zamora, Josep Samitier oder Pichichi, wurde erstmals für die Teilnahme am Fußballturnier der Olympischen Spiele 1920 in Antwerpen zusammengestellt, wo das erste offizielle Länderspiel schließlich am 28. August 1920 in Brüssel gegen Dänemark über die Bühne ging. Das Match endete mit 1:0 für die Iberer und der erste Torschütze der Geschichte war Patricio von Real Unión. Obwohl man im Viertelfinale am späteren Goldmedaillengewinner Belgien scheiterte, verlief das Turnier positiv. Das Turnier um die Silbermedaille entschieden die Spanier durch Siege gegen Schweden, Italien und die Niederlande für sich und belegten somit bei ihrem ersten Antreten bei einem internationalen Turnier gleich den zweiten Rang. Die Mannschaft bekam aufgrund ihrer beherzten Spielweise den bis heute geläufigen Spitznamen La Furia Roja (dt.: Die rote Furie).

Der erste Auftritt der spanischen Nationalmannschaft auf heimischen Boden fand am 7. Oktober 1921 in Bilbao gegen Belgien statt, die Selección gewann mit 2:0 und revanchierte sich damit für die Niederlage bei den Olympischen Spielen. Bei den Sommerspielen 1924 und 1928 war Spanien erneut am Start, scheiterte jedoch in der Vorrunde bzw. im Viertelfinale jeweils an Italien. Eine historische Begegnung fand am 15. Mai 1929 in Madrid statt; Spanien traf auf die Nationalelf Englands, die zu diesem Zeitpunkt noch nie ein Spiel gegen eine Mannschaft von außerhalb der Britischen Inseln verloren hatte. Die Begegnung endete mit 4:3 für die Iberer und begründete eine bis heute andauernde Rivalität.

Erste Weltmeisterschaftsteilnahme[Bearbeiten]

Nachdem die Spanier auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1930 verzichtet hatten, erfolgte das erste Antreten 1934 in Italien. Das Turnier war von Vorwürfen der Bestechung und Manipulation von Seiten des faschistischen Regimes unter Benito Mussolini überschattet und von diesen Kontroversen blieben auch die Spanier nicht verschont. Im Viertelfinale traf die Mannschaft auf die Gastgeber, und nachdem die erste Begegnung mit einem Unentschieden endete, kam es zu einem Wiederholungsspiel. Dieses war von zahlreichen umstrittenen Entscheidungen zugunsten der Italiener geprägt und endete mit einer 0:1-Niederlage der Selección. Bezeichnend ist, dass der Schiedsrichter dieser Begegnung, der Schweizer René Mercet, aufgrund seiner Leistung bei diesem Spiel, von seinem Landesverband lebenslänglich gesperrt wurde.[4][5] Der Spanische Bürgerkrieg, der im Juli 1936 ausbrach, führte dazu, dass die spanische Nationalmannschaft bis Anfang der 1940er Jahre keine Begegnung mehr bestritt.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Die Fußball-Weltmeisterschaft 1950 in Brasilien war das erste internationale Turnier, an dem die Spanier nach den Wirren des spanischen Bürgerkriegs und des Zweiten Weltkriegs teilnahmen. Die Mannschaft, angeführt von bekannten Namen wie Antoni Ramallets, Luis Molowny, Estanislao Basora oder Zarra, setzte sich in der Vorrunde gegen die Teams aus Chile, den USA und England durch und erreichte so die Finalrunde. Dort schaffte die Auswahl zwar ein Unentschieden gegen den späteren Weltmeister Uruguay, doch es folgten Niederlagen gegen Schweden und Gastgeber Brasilien. Dies reichte letztlich für den vierten Endrang, bis zum Titelgewinn 2010 eine der besten Platzierungen der Spanier bei WM-Turnieren. 1954 und 1958 qualifizierte sich die Selección nicht für die Endrunde.

Debüt bei Europameisterschaften und Titelgewinn 1964[Bearbeiten]

Im Juni 1954 trat der spanische Verband als eines der Gründungsmitglieder der UEFA, dem europäischen Kontinentalverband, bei. Die Teilnahme der Iberer an der ersten Fußball-Europameisterschaft fiel jedoch dem kalten Krieg zum Opfer. In der Runde der letzten Acht zog sich das Team, das angeführt von Stars wie Alfredo Di Stéfano, Paco Gento, Luis Suárez oder László Kubala als einer der Mitfavoriten galt, auf Geheiß der damaligen faschistischen Regierung unter General Franco zurück, obwohl die Spieler sich bereits auf dem Weg nach Moskau, wo man das Hinspiel gegen die Sowjetische Nationalmannschaft austragen sollte, am Flughafen in Madrid versammelt hatten. Die Sowjetunion, die im spanischen Bürgerkrieg die republikanischen Truppen unterstützt hatte und damit erklärter Feind der franquistischen Führung war, lehnte die von der spanischen Regierung geforderte Austragung auf neutralem Boden ab. Die beiden Spiele wurden von der UEFA mit jeweils 3:0 für die Mannschaft der UdSSR gewertet.[6]

Die Revanche, und zugleich einer der größten Erfolge der Selección, sollte nicht lange auf sich warten lassen. Im Jahr 1964 war Spanien der Austragungsort der EM-Endrunde. Nachdem das von Erfolgscoach José Villalonga trainierte Team, gespickt mit Namen wie José Ángel Iribar, Feliciano Rivilla, Ferran Olivella, Isacio Calleja, Ignacio Zoco, Josep Maria Fusté, Chus Pereda, Luis Suárez, Amancio, Marcelino oder Carlos Lapetra, im Halbfinale Ungarn bezwingen konnte, traf man am 21. Juni in Madrid gerade auf die Nationalmannschaft der Sowjetunion. Das Spiel endete mit 2:1 für die Gastgeber und bescherte der Selección ihren ersten großen Titelgewinn.

In den folgenden Jahren blieben Erfolge aus, selten qualifizierten sich die Spanier für WM- oder EM-Endrunden, und wenn doch, so schied man bereits in der Vorrunde aus, wie bei den Weltmeisterschaften 1962, 1966 und 1978 oder der Europameisterschaft 1980.

Aufstellung der spanischen Mannschaft im EM-Finale '64.
Tore:
Pereda (6.), Marcelino (84.)

Heim-WM 1982[Bearbeiten]

Eine der größten Enttäuschungen der Geschichte der spanischen Nationalmannschaft war die Weltmeisterschaft 1982 im eigenen Land. Mit großer Euphorie wurde das Turnier erwartet, hatte das Land doch gerade erst politischen Isolationismus und Diktatur verwunden und die Transition hin zu einer Demokratie geschafft. Man wollte sich der Welt von der besten Seite zeigen, doch auf sportlicher Ebene glückte dies nicht. Schon in der ersten Gruppenphase hatten die von José Santamaría trainierten Spanier große Probleme, erreichte man doch im Auftaktspiel gegen Außenseiter Honduras nur ein 1:1. Zwar glückte gegen den vermeintlich schwersten Gruppengegner Jugoslawien ein 2:1-Sieg, doch gegen Nordirland verlor man mit 0:1 und erreichte nur mit Mühe die zweite Gruppenphase. Dort verlor man gleich das Auftaktspiel gegen Deutschland und erreichte auch gegen England nur ein Remis, wodurch die Spanier als Gruppenletzter aus dem Turnier ausschieden.

Vizeeuropameisterschaft 1984[Bearbeiten]

Die enttäuschende WM 1982 hatte zu einem Umbruch geführt. Als neuer Trainer wurde der altgediente Miguel Muñoz, der schon 1969 die Nationalmannschaft betreut hatte, verpflichtet. Die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 1984 gestaltete sich sehr schwierig. Spanien und die Niederlande waren am letzten Spieltag punktgleich, doch hatten die Holländer eine weitaus bessere Tordifferenz. Als die Selección schließlich am 21. Dezember 1983 in Sevilla auf Malta traf, brauchte die Mannschaft nicht nur einen Sieg, sondern musste mit elf Toren Vorsprung gewinnen, um sich für die Endrunde zu qualifizieren, was nahezu unmöglich schien. Das Spiel begann nicht gut für die Iberer, man vergab gleich in der zweiten Minute einen Elfmeter, bekam nach der 1:0-Führung schnell den Ausgleich und erzielte bis zur Halbzeitpause lediglich einen 3:1-Vorsprung. In der zweiten Spielhälfte spielte Spanien aber einen furiosen Offensivfußball und erzielte in der 83. Minute durch Juan Señor das entscheidende 12:1 und konnte damit die Qualifikation doch noch sichern. Das Spiel ging trotz des schwachen Gegners Malta in die Geschichte des spanischen Fußballs ein. Nach der Enttäuschung über das frühe Ausscheiden bei der WM im eigenen Land konnte sich wieder Begeisterung für die heimische Nationalelf entfachen.

Die Endrunde sollte sich ebenfalls positiv für die Iberer gestalten. In der Vorrundengruppe setzte sich die Auswahl nach zwei Unentschieden gegen Rumänien und Portugal im entscheidenden Match mit 1:0 gegen Deutschland durch und zog damit als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Dort traf man auf das vom aufstrebenden Michael Laudrup angeführte Überraschungsteam Dänemark. In einer sehr engen Begegnung setzten sich die Spanier im Elfmeterschießen mit 5:4 durch und zogen somit ins Finale ein, in dem man auf Gastgeber Frankreich traf. Das Endspiel gestaltete sich lange offen. Erst ein fataler Fehler von Spaniens Torwart Luis Arconada, der bis dahin ein sehr starkes Turnier gespielt hatte, führte zu Frankreichs Führung. Einen direkten Freistoß von Michel Platini ließ Arconada durch die Hände gleiten und im Zeitlupen-Tempo rollte der Ball über die Linie. Die 1:0-Führung für Frankreich erlaubte bei noch stärkerer Offensivbemühungen der Spanier nun Konterchancen. In der 90. Minute entschied dann ein solcher Gegenstoß durch Linksaußen Bruno Bellone das Finale in Paris zu Gunsten der Gastgeber.

Der Viertelfinalfluch (1986–2006)[Bearbeiten]

Bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko präsentierten sich die Spanier trotz einer 0:1-Auftaktniederlage gegen Brasilien erneut stark, erreichten nach Siegen gegen Nordirland und Algerien das Achtelfinale und trafen dort auf die hoch eingeschätzten Dänen, die zuvor im Turnier mit sehenswerten Fußball gegen Schottland, Uruguay und Deutschland siegreich blieben. Die Spanier setzten sich jedoch gegen die skandinavischen Geheimfavoriten klar mit 5:1 durch. Mann des Spieles war Real Madrids Jungstar Emilio Butragueño, der vier Tore beisteuerte. Als man im Viertelfinale auf Belgien traf, galten die Iberer aufgrund ihres furiosen Auftritts eine Runde zuvor als Favorit, das Spiel endete jedoch mit 1:1. Im Elfmeterschießen hielt der belgische Keeper Jean-Marie Pfaff, der schon während der regulären Spielzeit die spanischen Angreifer zur Verzweiflung brachte, den fünften Strafstoß der Iberer und warf damit die Spanier aus dem Turnier. Dies sollte nicht die letzte große Enttäuschung in einem Viertelfinale bleiben. Bei der Weltmeisterschaft 1994 scheiterten die Spanier in der Runde der letzten Acht an Italien. Zwar lieferte die Selección ein starkes Spiel, erarbeitete sich zahlreiche Chancen, doch ein Last-Minute-Treffer von Roberto Baggio besiegelte eine 1:2-Niederlage. Nur zwei Jahre später, bei der Europameisterschaft 1996, war erneut im Viertelfinale Endstation. Diesmal scheiterte man nach einem Spiel, in dem man den Gegner über weite Strecken beherrschte, im Elfmeterschießen gegen Gastgeber England. Nach einer enttäuschenden Weltmeisterschaft 1998, bei der man bereits in der Vorrunde ausschied, folgte bei der EM 2000 und WM 2002 wieder jeweils im Viertelfinale das Aus. Während der spätere Kapitän Raúl beim kontinentalen Turnier einen Elfmeter kurz vor Schluss vergab, der den Ausgleich gegen Frankreich bedeutet hätte, scheiterte die Auswahl bei der WM zwei Jahre später erst im Elfmeterschießen am Gastgeber Südkorea. Besonders bitter für die Spanier war, dass ihnen zwei reguläre Tore gegen die Asiaten aberkannt wurden. Dies führte zu starker Kritik in den spanischen Medien, die, ähnlich wie auch die Italiener, ihre Nationalmannschaft als Opfer einer Schiedsrichtermanipulation zu Gunsten des Ausrichters Südkorea sahen. Die Tatsache, dass die Selección so häufig, und oftmals auch unglücklich, in der Runde der letzten Acht ausschied, führte dazu, dass von einem regelrechten Viertelfinalfluch (span.: la maldición de cuartos de final) gesprochen wurde.

Europameistertitel 2008[Bearbeiten]

Aufstellung der spanischen Mannschaft im EM-Finale 2008.
Tor:
Torres (33.)
Man of the Match:
Fernando Torres
Auswechslungen:
(63.) Alonso für Fàbregas
(66.) Cazorla für Silva
(78.) Güiza für Torres
Spanische Spieler mit dem Pokal bei der EM-Feier 2008.

Die Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz gestaltete sich für Spanien unerwartet schwierig. Das von Luis Aragonés trainierte Team, das schon aufgrund des Achtelfinalausscheidens gegen Frankreich in der WM-Endrunde 2006 in der Kritik stand, verlor zu Beginn die Auswärtsspiele gegen Schweden und Nordirland, weshalb man lange nur auf dem dritten Rang war, der nicht zur Endrundenqualifikation gereicht hätte. Das Team erreichte allerdings in den letzten neun Begegnungen durch ihre Spieltaktik Tiki-Taka acht Siege bei nur einem Unentschieden und beendete somit ihre Gruppe letztlich als Erstplatzierter, zwei Punkte vor Schweden.

Bei der Endrunde selbst qualifizierten sich die Spanier in ihrer Vorrundengruppe mit Siegen gegen Russland, Schweden und Griechenland auf Platz 1 für das Viertelfinale, wo man auf den amtierenden Weltmeister Italien traf. Das Spiel, das von großer Vorsicht beider Mannschaften geprägt war, endete 0:0. Im entscheidenden Elfmeterschießen parierte Spaniens Tormann Iker Casillas zwei Strafstöße, während sein Gegenüber Gianluigi Buffon nur einen Schuss hielt, womit der Viertelfinalfluch gebrochen war. Im Halbfinale folgte ein klarer 3:0-Erfolg gegen Russland. Im Endspiel besiegten die Spanier Deutschland durch ein Tor von Fernando Torres mit 1:0 und eroberten so ihre zweite kontinentale Trophäe. David Villa wurde am Ende des Turniers Torschützenkönig mit insgesamt vier Treffern.

Im Anschluss an den EM-Titel schob sich die Selección erstmals in der Geschichte auf den ersten Platz in der FIFA-Weltrangliste.

Weltmeistertitel 2010[Bearbeiten]

Parade zur Feier des Weltmeistertitels 2010 in Madrid.
Aufstellung der spanischen Mannschaft im WM-Finale 2010.
Tor:
Iniesta (116.)
Man of the Match:
Andrés Iniesta
Auswechslungen:
(60.) Navas für Pedro
(87.) Fàbregas für Alonso
(106.) Torres für Villa

Der Europameistertitel sollte nicht der letzte Erfolg dieser Spielergeneration bleiben. Zwar beendete eine 0:2 Halbfinalniederlage gegen die USA im Konföderationen-Pokal 2009 eine Rekordserie von 15 Siegen in Folge sowie 35 Spielen ohne Niederlage, doch mit zehn Siegen in zehn Spielen qualifizierte sich die Mannschaft souverän für die WM-Endrunde und galt als einer der Favoriten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010.

Im ersten Spiel gegen die Schweiz konnte die Mannschaft aber ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden und verlor trotz drückender Überlegenheit erstmals ein Länderspiel gegen die Schweiz durch ein 0:1. Für die Schweiz blieb es das einzige Tor und der einzige Sieg bei der WM. In den folgenden Spielen konnte sich Spanien aber kontinuierlich steigern, da auch EM-Torschützenkönig David Villa an seine EM-Form anknüpfen konnte und insgesamt fünf Tore erzielte. Als Gruppensieger traf Spanien im Achtelfinale auf den Nachbarn Portugal, der mit 1:0 besiegt wurde. Mit diesem Ergebnis gewann Spanien auch die beiden folgenden Spiele gegen Paraguay und Deutschland und traf im Finale auf die bis dahin in sechs Spielen siegreichen Niederlande.

In einem mit sieben gelben sowie einer gelb-roten Karte für die Niederländer und fünf gelben Karten für die Spanier sehr hart geführten Spiel waren die Iberer zwar über weite Strecken die dominierende Mannschaft, sie konnten dies aber erst in der 116. Minute zum 1:0-Endstand durch Andrés Iniesta umsetzen. Damit gewann Spanien erstmals und als achtes Land insgesamt, den WM-Titel. Ferner wurde Iker Casillas als bester Torhüter mit dem Goldenen Handschuh und David Villa als drittbester Spieler mit dem Bronzenen Ball ausgezeichnet. Villa belegte in der Liste der besten Torschützen torgleich mit Thomas Müller den zweiten Platz und erhielt den „Silbernen Schuh“.

Nach dem WM-Sieg verbesserte sich die Mannschaft auf Platz 1 in der FIFA-Weltrangliste mit dem höchsten bis dahin erreichten Wert von 1.883 Punkten. Im November 2010 wurde Spanien dann mit 1.920 Punkten gelistet.

Europameistertitel 2012[Bearbeiten]

Die spanische Nationalmannschaft nach dem Gewinn der Euro 2012.
Aufstellung der spanischen Mannschaft im EM-Finale 2012.
Tore:
1:0 Silva (14.)
2:0 Alba (41.)
3:0 Torres (84.)
4:0 Mata (88.)
Man of the Match:
Andrés Iniesta
Auswechslungen:
(59.) Pedro für Silva
(75.) Torres für Fàbregas
(87.) Mata für Iniesta

Spanien setzte sich in seiner Qualifikationsgruppe mit acht Siegen in acht Spielen und 26:6 Toren souverän durch und reiste als einer der Topfavoriten zur EM 2012 an. Bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine konnte Spanien als erste Mannschaft den Titel verteidigen und damit als erste europäische Mannschaft drei Titel in Folge gewinnen. Dies war zuvor nur Uruguay bei der Copa América 1922, den Olympischen Spielen 1924 und der Copa América 1924 gelungen. Dabei wurde mit dem 4:0 im Finale gegen Italien ein neuer Tor-Rekord für EM-Finalspiele aufgestellt. Spanien ist nun seit zwölf EM-Spielen ungeschlagen. In den K.O.-Spielen der letzten drei Turniere hat Spanien kein Gegentor kassiert. Zwölf Spieler konnten zum zweiten Mal Europameister werden: Raúl Albiol, Xabi Alonso, Álvaro Arbeloa, Iker Casillas (beide Male als Kapitän), Santi Cazorla, Cesc Fàbregas, Andrés Iniesta, Sergio Ramos, Pepe Reina, David Silva, Fernando Torres und Xavi.[7] Darüber hinaus wurde Andrés Iniesta als bester Spieler der EM gekürt und zehn spanische Spieler ins Allstar-Team berufen.

Weltmeisterschaft 2014[Bearbeiten]

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 musste sich Spanien in der Europa-Gruppe I mit Frankreich, Finnland, Georgien und Weißrussland auseinandersetzen. Ungeschlagen gewann die Selección vor Frankreich die Gruppe. Lediglich in den Heimspielen gegen Frankreich und Finnland (jeweils 1:1) spielte Spanien unentschieden. Die anderen sechs Partien wurden gewonnen. Dennoch dauerte es bis zum letzten Spieltag am 15. Oktober 2013, ehe der Gruppensieg erzielt wurde. In Albacete setzten sich die Spanier gegen Georgien mit 2:0 durch und qualifizierten sich damit für die Weltmeisterschaft.[8]

Bei der Vorrunde kam es im ersten Gruppenspiel zu einer Neuauflage des WM-Finales von 2010 gegen die Niederlande. In diesem Spiel verlor die spanische Mannschaft mit 1:5. Dies war die höchste Niederlage eines amtierenden Weltmeisters bei einer WM-Vorrunde. Zudem traf die Selección wie bereits in der Gruppenphase 2010 auf Chile und im letzten Gruppenspiel erstmals auf Australien. Das Spiel gegen Chile ging mit 0:2 verloren, somit war der Weltmeister Spanien bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Die Presse sprach vom Ende einer Ära und einer Götterdämmerung.[9][10] Das unbedeutend gewordene abschließende Spiel gegen Australien wurde mit 3:0 gewonnen.

Bilanzen[Bearbeiten]

Titel[Bearbeiten]

Ehrungen

Teilnahme an Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Spanien qualifizierte sich bislang vierzehn Mal für eine WM-Endrunde, davon einmal als Gastgeber. Seit 1978 nahm die spanische Mannschaft immer teil, konnte aber bis 2010 maximal das Viertelfinale erreichen. Bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika 2010 wurde die spanische Mannschaft dann erstmals Weltmeister.

1938 wurde Spanien aufgrund des blutigen Bürgerkriegs im Land von der FIFA gezwungen, die Anmeldung zurückzuziehen.[11]

Legende:

  • S = Siege
  • U = Unentschieden
  • N = Niederlagen
Jahr Gastgeber Ergebnis S U N Tore
1930 Uruguay nicht teilgenommen
1934 Italien Viertelfinale 1 1 1 04:03
1938 Frankreich nicht zugelassen[12]
1950 Brasilien 4. Platz 3 1 2 10:12
1954 Schweiz nicht qualifiziert
1958 Schweden nicht qualifiziert
1962 Chile Vorrunde 1 0 2 02:03
1966 England Vorrunde 1 0 2 04:05
1970 Mexiko nicht qualifiziert
1974 BR Deutschland nicht qualifiziert
1978 Argentinien 1. Finalrunde 1 1 1 02:02
1982 Spanien 2. Finalrunde 1 2 2 04:05
1986 Mexiko Viertelfinale 3 1 1 11:04
1990 Italien Achtelfinale 2 1 1 06:04
1994 Vereinigte Staaten Viertelfinale 2 2 1 10:06
1998 Frankreich Vorrunde 1 1 1 08:04
2002 Südkorea und Japan Viertelfinale 3 2 0 10:05
2006 Deutschland Achtelfinale 3 0 1 09:04
2010 Südafrika Weltmeister 6 0 1 08:02
2014 Brasilien Vorrunde 1 0 2 04:07

Teilnahme an Europameisterschaften[Bearbeiten]

Die spanische Nationalmannschaft nahm bisher acht Mal an EM-Endrunden teil. 1964 feierte die Auswahl im eigenen Land den ersten Titelgewinn, ein Erfolg der 2008 in Österreich und der Schweiz und 2012 in Polen und der Ukraine wiederholt wurde. 1984 erreichten die Spanier das Finale, scheiterten jedoch dort an Gastgeber Frankreich.

Jahr Gastgeber Ergebnis S U N Tore
1960 Frankreich Viertelfinale (disq.)* 2 0 0* 07:2
1964 Spanien Europameister 2 0 0 04:2
1968 Italien nicht qualifiziert
1972 Belgien nicht qualifiziert
1976 Jugoslawien nicht qualifiziert
1980 Italien Vorrunde 0 1 2 02:4
1984 Frankreich 2. Platz 1 3 1 04:5
1988 Deutschland Vorrunde 1 0 2 03:5
1992 Schweden nicht qualifiziert
1996 England Viertelfinale 1 3 0 04:3
2000 Niederlande und Belgien Viertelfinale 2 0 2 07:7
2004 Portugal Vorrunde 1 1 1 02:2
2008 Schweiz und Österreich Europameister 5 1 0 12:3
2012 Polen und Ukraine Europameister 4 2 0 12:1

* = Spanien wurde 1960 disqualifiziert, nachdem das spanische Regime das Antreten der Mannschaft in der UdSSR untersagt hatte.

In der Qualifikation für die EM 2016 trifft Spanien auf die Ukraine, die Slowakei, Weißrussland, Mazedonien und Luxemburg. Bisher wurde noch kein Spiel gegen diese Mannschaften verloren.

Teilnahme an Olympischen Fußballturnieren für A-Nationalmannschaften[Bearbeiten]

Die Olympischen Spiele 1920 waren der erste offizielle Auftritt der spanischen Nationalmannschaft. Gleich beim Debüt gewann die Mannschaft die Silbermedaille. Zwar holte Spanien in den folgenden Turnieren noch zwei weitere Medaillen, nämlich Gold 1992 und Silber 2000, doch erstmals ab 1952 nahmen nicht mehr die A-Nationalmannschaften der westlichen Länder teil, sondern Amateurteams oder, seit 1992, U-23-Auswahlen.

Jahr Gastgeber Ergebnis S U N Tore
1908 London nicht teilgenommen
1912 Stockholm nicht teilgenommen
1920 Antwerpen Silbermedaille 4 0 1 9:5
1924 Paris Vorrunde 0 0 1 0:1
1928 Amsterdam Viertelfinale 1 1 1 9:9
1936 Berlin nicht teilgenommen
1948 London nicht teilgenommen

Siehe auch: Spanische Fußballnationalmannschaft/Olympische Spiele

Teilnahme am Konföderationen-Pokal[Bearbeiten]

Der Konföderationen-Pokal ist der einzige Titel den Spanien noch nicht gewinnen konnte. Für den seit 1997 von der FIFA organisierten Konföderationen-Pokal qualifizierte sich Spanien durch den EM Titel 2008 erstmals und erreichte beim Turnier 2009 schließlich den dritten Platz. Als Weltmeister war Spanien zudem für 2013 qualifiziert und erreichte erstmals das Finale, musste aber nach der Rekordserie von 29 Pflichtspielen ohne Niederlage erstmals seit dem Auftaktspiel bei der WM 2010 wieder eine Niederlage hinnehmen.

Jahr Gastgeber Ergebnis S U N Tore
1997 Saudi-Arabien nicht qualifiziert
1999 Mexiko nicht qualifiziert
2001 Südkorea / Japan nicht qualifiziert
2003 Frankreich nicht qualifiziert
2005 Deutschland nicht qualifiziert
2009 Südafrika 3. Platz 4 0 1 11:4
2013 Brasilien 2. Platz 3 1 1 15:4

Aktuelles[Bearbeiten]

Der aktuelle Kader der spanischen Fußballnationalmannschaft[Bearbeiten]

Nr. Name Verein Alter Länderspiel-
einsätze[K 1]
Länderspiel-
tore[K 1]
Tor
12 de Gea, DavidDavid de Gea EnglandEngland Manchester United 000000000000023.000000000023 000000000000000.00000000000 000000000000000.00000000000
23 Reina, PepePepe Reina DeutschlandDeutschland Bayern München 000000000000031.000000000031 000000000000031.000000000031 000000000000000.00000000000
Abwehr
2 Albiol, RaúlRaúl Albiol ItalienItalien SSC Neapel 000000000000028.000000000028 000000000000044.000000000044 000000000000000.00000000000
3 Piqué, GerardGerard Piqué SpanienSpanien FC Barcelona 000000000000027.000000000027 000000000000059.000000000059 000000000000004.00000000004
4 Martínez, JaviJavi Martínez DeutschlandDeutschland Bayern München 000000000000025.000000000025 000000000000014.000000000014 000000000000000.00000000000
5 Juanfran SpanienSpanien Atlético Madrid 000000000000028.000000000028 000000000000007.00000000007 000000000000001.00000000001
15 Ramos, SergioSergio Ramos SpanienSpanien Real Madrid 000000000000027.000000000027 000000000000115.0000000000115 000000000000009.00000000009
18 Alba, JordiJordi Alba SpanienSpanien FC Barcelona 000000000000024.000000000024 000000000000024.000000000024 000000000000005.00000000005
22 Azpilicueta, CésarCésar Azpilicueta EnglandEngland FC Chelsea 000000000000024.000000000024 000000000000004.00000000004 000000000000000.00000000000
Mittelfeld
6 Iniesta, AndrésAndrés Iniesta SpanienSpanien FC Barcelona 000000000000029.000000000029 000000000000094.000000000094 000000000000011.000000000011
10 Fàbregas, CescCesc Fàbregas EnglandEngland FC Chelsea 000000000000026.000000000026 000000000000086.000000000086 000000000000013.000000000013
13 Mata, JuanJuan Mata EnglandEngland Manchester United 000000000000026.000000000026 000000000000031.000000000031 000000000000009.00000000009
16 Busquets, SergioSergio Busquets SpanienSpanien FC Barcelona 000000000000025.000000000025 000000000000063.000000000063 000000000000000.00000000000
17 Koke SpanienSpanien Atlético Madrid 000000000000021.000000000021 000000000000007.00000000007 000000000000000.00000000000
20 Cazorla, SantiSanti Cazorla EnglandEngland FC Arsenal 000000000000028.000000000028 000000000000061.000000000061 000000000000011.000000000011
21 Silva, DavidDavid Silva EnglandEngland Manchester City 000000000000028.000000000028 000000000000077.000000000077 000000000000020.000000000020
Angriff
9 Fernando Torres EnglandEngland FC Chelsea 000000000000030.000000000030 000000000000106.0000000000106 000000000000036.000000000036
11 Pedro SpanienSpanien FC Barcelona 000000000000026.000000000026 000000000000037.000000000037 000000000000013.000000000013
19 Diego Costa EnglandEngland FC Chelsea 000000000000025.000000000025 000000000000001.00000000001 000000000000000.00000000000
  1. a b Nach dem Spiel gegen Südafrika am 19. November 2013

Länderspiele[Bearbeiten]

Datum Ergebnis Gegner Stadion Austragungsort Anlass Torschützen für Spanien
27.06.2013 0:0 n.V.; 7:6 i.E. ItalienItalien Italien Castelão Fortaleza Confed-Cup (Halbfinale)
30.06.2013 0:3 BrasilienBrasilien Brasilien Maracanã Rio de Janeiro Confed-Cup (Finale)
14.08.2013 2:0 EcuadorEcuador Ecuador Estadio Monumental Guayaquil Testspiel Negredo (25.), Cazorla (63.)
06.09.2013 2:0 FinnlandFinnland Finnland Olympiastadion Helsinki WM-Qualifikation Alba (19.), Negredo (86.)
10.09.2013 2:2 ChileChile Chile Stade de Genève Genf Testspiel Soldado (38.), Navas (90.+2)
11.10.2013 2:1 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland Iberostar Palma de Mallorca WM-Qualifikation Xavi (61.), Negredo (78.)
15.10.2013 2:0 GeorgienGeorgien Georgien Carlos Belmonte Albacete WM-Qualifikation Negredo (25.), Mata (60.)
16.11.2013 2:1 ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea Nuevo Estadio de Malabo Malabo Testspiel Cazorla (12.), Juanfran (42.)
19.11.2013 0:1 SudafrikaSüdafrika Südafrika Soccer City Johannesburg Testspiel
05.03.2014 1:0 ItalienItalien Italien Estadio Vicente Calderón Madrid Freundschaftsspiel Pedro (63.)
30.05.2014 2:0 BolivienBolivien Bolivien Estadio Ramón Sánchez Pizjuán Sevilla Freundschaftsspiel Torres (51.), Iniesta (84.)
07.06.2014 2:0 El SalvadorEl Salvador El Salvador FedExField Washington, D.C. Freundschaftsspiel Villa (60., 88.)
13.06.2014 1:5 NiederlandeNiederlande Niederlande Arena Fonte Nova Salvador da Bahia Fußball-Weltmeisterschaft 2014-Gruppenspiel Alonso (27., Foulelfmeter)
18.06.2014 0:2 ChileChile Chile Maracanã Rio de Janeiro Fußball-Weltmeisterschaft 2014-Gruppenspiel
23.06.2014 3:0 AustralienAustralien Australien Arena da Baixada Curitiba Fußball-Weltmeisterschaft 2014-Gruppenspiel Villa (36.), Torres (69.), Mata (82.)

Rekordspieler[Bearbeiten]

Tormann Iker Casillas, spanischer Mannschaftskapitän und Spieler mit den meisten Länderspieleinsätzen.

Spanien hat derzeit von allen europäischen Mannschaften die meisten aktiven Spieler mit 100 oder mehr Länderspielen. Iker Casillas ist der bisher einzige Spieler, der mehr als 100 Länderspiele gewonnen hat, auf dem zweiten Platz folgt Xavi mit 100 Siegen.

Einsätze
Rang Name Einsätze Zeitraum
01. Iker Casillas 156 2000–2014
02. Xavi 133 2000–2014
03. Andoni Zubizarreta 126 1985–1998
04. Sergio Ramos 120 2005–0000
05. Xabi Alonso 113 2003–2014
06. Fernando Torres 110 2003–0000
07. Raúl 102 1996–2006
08. Carles Puyol 100 2000–2013
09. Andrés Iniesta 100 2006–0000
10. David Villa 97 2005–2014
Stand: 23. Juni 2014
Tore
Rang Name Tore Einsätze Zeitraum
01. David Villa 61[1] 97 2005–2014
02. Raúl 44 102 1996–2006
03. Fernando Torres 38 110 2003–0000
04. Fernando Hierro 29 89 1989–2002
05. Fernando Morientes 27 47 1998–2007
06. Emilio Butragueño 26 69 1984–1992
07. Alfredo Di Stéfano 23 31 1957–1961
08. Julio Salinas 22 56 1986–1996
09. Míchel 21 66 1985–1992
10. Zarra 20 20 1945–1951
Silva, DavidDavid Silva 20 83 2006–0000
Stand: 23. Juni 2014

Anmerkungen:

  • Noch aktive Spieler sind fett gedruckt.
  • Das Spiel gegen Äquatorialguinea am 16. November 2013, bei dem Alonso, Iniesta, Ramos und Villa eingesetzt wurden, wird von der FIFA nicht berücksichtigt, da es zu viele Auswechslungen gegeben haben soll. In der Statistik des spanischen Verbandes werden aber nur 5 bzw. 6 pro Mannschaft gelistet.

Trainer[Bearbeiten]

Vicente del Bosque führte die spanische Nationalmannschaft zu ihrem ersten Weltmeistertitel.

Der Nationaltrainer (span.: Seleccionador Nacional) wird vom spanischen Verband RFEF ernannt. In den frühen Jahren der Nationalmannschaft übernahm zumeist nicht ein Trainer die Auswahl, sondern ein Komitee aus bis zu acht Teamchefs. Der Nationaltrainer mit der längsten Amtszeit ist bislang László Kubala, der es von 1969 bis 1980 auf 68 Begegnungen brachte. Die meisten Spiele und Siege erreichte Vicente del Bosque, unter dessen Führung die Seleccíon in 90 Begegnungen 72 Spiele gewann (Stand: 23. Juni 2014), darunter 14 Pflichtspielsiege (6 WM-Spiele + 8 EM-Qualifikationsspiele) und 29 nicht verlorene Pflichtspiele (24 Siege, 5 Remis) in Folge. Unter del Bosque wurden damit mehr Spiele gewonnen als Spiele unter Kubala, dem Trainer mit den zweitmeisten Spielen, bestritten wurden.

Nationaltrainer mit mehr als 20 Länderspielen:

Stand: 23. Juni 2014[13]

Name Spiele S U N Erstes Spiel Letztes Spiel Erfolge
del Bosque, VicenteVicente del Bosque 90 72 8 10 20. August 2008 (Stand: 23. Juni 2014) Weltmeister 2010, Europameister 2012
Kubala, LászlóLászló Kubala 68 31 21 16 15. Oktober 1969 18. Juni 1980
Muñoz, MiguelMiguel Muñoz 63 32 16 15 26. März 1969 17. Juni 1988 Vize-Europameister 1984
Clemente, JavierJavier Clemente 62 36 20 6 09. September 1992 05. September 1998
Aragonés, LuisLuis Aragonés 54 38 12 4 18. August 2004 29. Juni 2008 Europameister 2008
Camacho, José AntonioJosé Antonio Camacho 44 28 9 7 23. September 1998 23. Juni 2002
Suárez Miramontes, LuisLuis Suárez Miramontes 27 15 4 8 14. September 1988 17. April 1991
Santamaría, JoséJosé Santamaría 24 10 8 6 24. September 1980 05. Juli 1982
Mateos, José MaríaJosé María Mateos 23 16 3 4 30. April 1922 21. Mai 1933
Sáez, IñakiIñaki Sáez 23 15 6 2 21. August 2002 20. Juni 2004
Villalonga, JoséJosé Villalonga 22 9 5 8 01. November 1962 20. Juli 1966 Europameister 1964

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spanische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b In einigen Listen wird er mit 62 Toren geführt, da ihm auch das 1:0 gegen Polen am 9. Juni 2010 zugerechnet wird, das von anderen als Eigentor des Polen Grzegorz Wojtkowiak gezählt wird.
  2. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, August 2014. Abgerufen am 14. August 2014
  3. Geschichte der FIFA-Gründung. In: FIFA. Abgerufen am 30. Mai 2010 (deutsch).
  4. Die schwarze Liste. In: ballesterer fm. 1. Juni 2006, abgerufen am 30. Mai 2010 (deutsch).
  5. WM-Historie: Highlights ohne Ende. In: Stern. 21. Juni 2006, abgerufen am 30. Mai 2010 (deutsch).
  6. Als Spanien und Russland fast die EM sprengten. In: Der Spiegel. 21. Juni 2006, abgerufen am 30. Mai 2010 (deutsch).
  7. uefa.com: Acht spanische Stars schaffen EURO-Double
  8. Europa: Vier weitere WM-Fahrkarten vergeben. In: fussball-wm-total.de. FUSSBALL-WM-total, 16. Oktober 2013, abgerufen am 16. Oktober 2013.
  9. Artikel in N-TV
  10. Artikel auf der www.welt.de
  11. A problematic prelude to the 1938 World Cup. In: fifa.com. FIFA, 16. April 1996, abgerufen am 3. Mai 2012 (englisch).
  12. fifa.com: History of the FIFA World Cup Preliminary Competition (by year) (PDF-Datei; 318 kB), S. 5
  13. http://futbol.sportec.es/main.asp?des=seleccion/main.htm%20sportec.es

Anmerkungen[Bearbeiten]