Spanische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der spanischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Spanische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Spanien
España
Spitzname(n) La Selección,
La Furia Roja
Verband Real Federación
Española de Fútbol
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer Vicente del Bosque, seit 2008
Kapitän Iker Casillas
Rekordtorschütze Raúl (44)
Rekordspieler Andoni Zubizarreta (126)
FIFA-Code ESP
FIFA-Rang 1. (1.761 Punkte) (Stand 3. Juni 2009)
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts
Statistik
Erstes Länderspiel
SpainSpain Spanien 1:0 Dänemark DenmarkDenmark
(Brüssel, Belgien; 28. August 1920)
Höchster Sieg
the Second Spanish Republicthe Second Spanish Republic Spanien 13:0 Bulgarien BulgariaBulgaria
(Madrid, Spanien; 21. Mai 1933)
Höchste Niederlage
Italy (1861-1946)Italy (1861-1946) Italien 7:1 Spanien SpainSpain
(Amsterdam, Niederlande; 4. Juni 1928)
England (bordered)England (bordered) England 7:1 Spanien the Second Spanish Republicthe Second Spanish Republic
(London, England; 9. Dezember 1931)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 12 (Erste: 1934)
Beste Ergebnisse Vierter Platz 1950
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 8 (Erste: 1964)
Beste Ergebnisse Europameister 1964, 2008
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2009)
Beste Ergebnisse Dritter 2009
Olympische Sommerspiele
Silber 1920
Gold 1992
Silber 2000
(Stand: 28. Juni 2009)

Die spanische Fußballnationalmannschaft (span.: La Selección española de fútbol) ist die Auswahlmannschaft des spanischen Fußballverbandes Real Federación Española de Fútbol. Die Auswahl der Herren ist nach der FIFA-Weltrangliste derzeit die beste Nationalmannschaft der Welt. Spanien wurde 1964 und 2008 Europameister.

Der Spitzname La Furia Roja bedeutet auf Deutsch die rote Furie, und entstand während der Olympischen Spiele 1920 in Antwerpen, bei denen die Spanier überraschend Silber holten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

1904 war Spanien einer der insgesamt sieben europäischen Gründerstaaten der FIFA, bei der Gründung vertreten durch den Verein Madrid F.C., das heutige Real Madrid. Der spanische Dachverband heißt Real Federación Española de Fútbol und wurde 1913 gegründet. Das erste Länderspiel wurde bei den Olympischen Spielen 1920 gegen Dänemark bestritten (1:0).

Obwohl die spanische Liga zu den stärksten der Welt gezählt wird und spanische Vereine international zahlreiche Titel gewinnen konnten, kann die spanische Nationalmannschaft im Verhältnis dazu wenige Erfolge vorweisen.

1964 und 2008 konnte Spanien die Fußball-Europameisterschaft gewinnen, jedoch noch nie eine FIFA Weltmeisterschaft. Es mangelte selten an guten Spielern, aber dennoch schieden spanische Nationalmannschaften regelmäßig früh aus, und blieben dabei meist unter ihren Möglichkeiten. Nach dem EM-Titel 2008 belegte Spanien erstmals in der FIFA-Weltrangliste den ersten Platz.

Am 15. Mai 1929 war die spanische Nationalmannschaft das erste Team von außerhalb der britischen Inseln, das die englische Nationalmannschaft besiegen konnte. Spanien gewann ein Länderspiel in Madrid mit 4:3 und begründete damit eine bis heute währende Rivalität.

Am 20. Juni 2009 gewann Spanien beim Confederations Cup 2:0 gegen den Gastgeber Südafrika. Dies war der 15. Sieg der Nationalmannschaft in Folge und damit neuer Weltrekord. Außerdem war es für die Nationalmannschaft das 35. Spiel in Folge ohne Niederlage, womit Spanien mit Brasilien gleichgezogen ist. Die Serie riss am 24. Juni 2009 durch eine 0:2-Niederlage gegen die USA im Halbfinale des Confederations Cups.

[Bearbeiten] Teilnahme Spaniens an der Fußball-Weltmeisterschaft (zwölf mal)

Bei der erstmaligen WM-Endrundenteilnahme 1934 schied Spanien noch im Viertelfinale im Wiederholungsspiel gegen Italien aus, 1950 lief es dann bereits besser. Nach Siegen über die USA, Chile und England erreicht man die Finalrunde, doch nach Niederlagen gegen Brasilien und Schweden belegte man am Ende den vierten Platz.

Seitdem wartet man in Spanien seit mehr als 50 Jahren vergeblich auf einen vergleichbaren Erfolg. 1982 war die Enttäuschung groß, als die Spanier als Gastgeber nicht über die zweite Runde hinaus kamen.

1986 begann man vielversprechend, scheiterte aber im Elfmeterschießen gegen Belgien. 1990 kam das Aus im Achtelfinale, 1994 im Viertelfinale und 1998 bereits in der Vorrunde. 2002 schied man im Viertelfinale gegen Südkorea nach Elfmeterschießen aus. 2006 wurde nach Siegen gegen die Ukraine (4:0), Tunesien (3:1) und Saudi-Arabien (1:0) das Achtelfinale erreicht und aufgrund der hervorragenden Leistungen in der Vorrunde wurde die junge Mannschaft als Mitfavorit für den Titel gehandelt. Im Achtelfinale scheiterte man jedoch mit 1:3 an Frankreich.

1930 in Uruguay nicht teilgenommen
1934 in Italien Viertelfinale
1938 in Frankreich nicht teilgenommen
1950 in Brasilien 4. Platz
1954 in der Schweiz nicht qualifiziert
1958 in Schweden nicht qualifiziert
1962 in Chile Vorrunde
1966 in England Vorrunde
1970 in Mexiko nicht qualifiziert
1974 in Deutschland nicht qualifiziert
1978 in Argentinien 1. Finalrunde
1982 in Spanien 2. Finalrunde
1986 in Mexiko Viertelfinale
1990 in Italien Achtelfinale
1994 in den USA Viertelfinale
1998 in Frankreich Vorrunde
2002 in Südkorea/Japan Viertelfinale
2006 in Deutschland Achtelfinale

[Bearbeiten] Teilnahme Spaniens an der Fußball-Europameisterschaft (acht mal)

Bei der ersten Europameisterschaft erreichte Spanien nicht die Endrunde, nachdem man sich in der Runde der letzten Acht, auf Geheiß der damaligen faschistischen Regierung unter General Franco, weigerte in der Sowjetunion zu spielen, obwohl sich die spanische Mannschaft auf dem Weg in die UdSSR bereits am Flughafen in Madrid versammelt hatte. Die Führung der Sowjetunion lehnte ihrerseits eine Austragung auf neutralem Boden ab. Die beiden Spiele wurden von der UEFA mit jeweils 3:0 für die Mannschaft der UdSSR gewertet.

Weit besser lief es vier Jahre später. Im eigenen Land konnten die Spanier, angeführt von Spielern wie Suárez, del Sol, Amancio oder Torhüter Iribar, im Finale die UdSSR schlagen, und gewannen so die Fußball-Europameisterschaft 1964.

Spanische Fans feiern in Barcelona den EM-Titel 2008

Auf einen weiteren Erfolg musste Spanien zwanzig Jahre warten, 1984 erreichte man aber schließlich das Finale gegen Gastgeber Frankreich. In einem spannenden Spiel führte letztlich ein fataler Fehler des bis dahin im Turnier überragenden spanischen Torwarts Luis Arconada zu Frankreichs Führung. Einen direkten Freistoß von Michel Platini ließ Arconada durch die Hände gleiten und im Zeitlupen-Tempo rollte der Ball über die Linie. Ein Kontertor in der letzten Minute entschied das Spiel endgültig und bescherte den Franzosen ihren ersten Titel.

In den folgenden Turnieren enttäuschte Spanien zumeist. Bei der EM 2008 konnte man wieder das Finale erreichen. Dieses gewann man gegen Deutschland mit 1:0 und sicherte sich so den zweiten Europameistertitel. Gleichzeitig schafften es die Spanier als erstes Team bei einer Fußball-Europameisterschaft (seit Einführung des 3-Punkte-Systems), den EM-Titel zu gewinnen und als Gruppensieger 9 Punkte zu erringen.

Nach der Europameisterschaft belegte Spanien erstmals Platz 1 der FIFA-Weltrangliste und erreichte mit 1693 Punkten im Februar 2009 den höchsten bis dahin erreichten Wert. Im April 2009 konnte dieser nochmals auf nun 1729 Punkte gesteigert werden.

1960 in Frankreich während der Qualifikation zurückgezogen
1964 in Spanien Europameister
1968 in Italien nicht qualifiziert
1972 in Belgien nicht qualifiziert
1976 in Jugoslawien nicht qualifiziert
1980 in Italien Vorrunde
1984 in Frankreich 2. Platz
1988 in der BR Deutschland Vorrunde
1992 in Schweden nicht qualifiziert
1996 in England Viertelfinale
2000 in Belgien und den Niederlanden Viertelfinale
2004 in Portugal Vorrunde
2008 in Österreich und der Schweiz Europameister

[Bearbeiten] Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen für A-Nationalmannschaften (drei mal)

Die Olympischen Spiele 1920 waren der erste offizielle Auftritt der spanischen Fußballnationalmannschaft. Das Team, dass sich auf bekannte Spieler wie Torhüterlegende Zamora, Torjäger Pichichi und Josep Samitier stützte, konnte überraschend die Silbermedaille gewinnen. Im Entscheidungsspiel besiegte man die Niederlande mit 3:1. Zwei weitere Male qualifizierte sich die Spanische A-Nationalmannschaft für Olympische Sommerspiele, jedoch schieden sie 1924 und 1928 in der Vorrunde bzw. im Viertelfinale jeweils gegen Italien aus. Zwar holte Spanien in den folgenden Turnieren noch zwei weitere Medaillen, nämlich Gold 1992 und Silber 2000, doch ab 1952 nahmen nicht mehr die A-Nationalmannschaften der westlichen Länder teil, sondern Amateurteams oder, seit 1992, U-23 Auswahlen.

1908 in London nicht teilgenommen
1912 in Stockholm nicht teilgenommen
1920 in Antwerpen Zweiter
1924 in Paris Qualifikation
1928 in Amsterdam Viertelfinale
1936 in Berlin nicht teilgenommen
1948 in London nicht teilgenommen

[Bearbeiten] Titel

[Bearbeiten] Aktueller Kader

Der angegebene Kader umfasst die Nationalspieler, die im Aufgebot für den Konföderationen-Pokal 2009 stehen.

Nr. Name Verein Geburtstag Spiele1 Tore1
Torhüter
01 Iker Casillas SpainSpain Real Madrid 20.05.1981 91 0
13 Diego López SpainSpain FC Villarreal 03.11.1981 0 0
23 Pepe Reina EnglandEngland FC Liverpool 31.08.1982 13 0
Verteidiger
02 Raúl Albiol SpainSpain Real Madrid 04.09.1985 12 0
03 Gerard Piqué SpainSpain FC Barcelona 25.02.1987 3 1
04 Carlos Marchena SpainSpain FC Valencia 31.07.1979 50 2
05 Carles Puyol SpainSpain FC Barcelona 13.04.1978 72 2
11 Joan Capdevila SpainSpain FC Villarreal 02.03.1978 32 4
15 Sergio Ramos SpainSpain Real Madrid 30.03.1986 48 4
19 Álvaro Arbeloa EnglandEngland FC Liverpool 17.01.1983 5 0
Mittelfeldspieler
06 Pablo Hernández SpainSpain FC Valencia 11.04.1985 0 0
08 Xavi SpainSpain FC Barcelona 25.01.1980 71 8
10 Cesc Fàbregas EnglandEngland FC Arsenal 04.05.1987 37 1
12 Sergi Busquets SpainSpain FC Barcelona 16.07.1988 1 0
14 Xabi Alonso EnglandEngland FC Liverpool 25.11.1981 56 4
18 Albert Riera EnglandEngland FC Liverpool 15.04.1982 8 2
20 Santi Cazorla SpainSpain FC Villarreal 13.12.1984 15 1
21 David Silva SpainSpain FC Valencia 08.01.1986 23 3
22 Juan Mata SpainSpain FC Valencia 28.04.1988 1 0
Stürmer
07 David Villa SpainSpain FC Valencia 03.12.1981 43 28
09 Fernando Torres EnglandEngland FC Liverpool 20.03.1984 61 18
16 Fernando Llorente SpainSpain Athletic Bilbao 26.02.1985 3 1
17 Daniel Güiza TurkeyTurkey Fenerbahçe Istanbul 17.08.1980 14 2

1Stand: 6. Juni 2009

[Bearbeiten] Rekordspieler

[Bearbeiten] Einsätze für Spanien

Stand: 9. Juni 2009

Name Einsätze Zeitraum
01. Andoni Zubizarreta 126 1985–1998
02. Raúl 102 1996–0000
03. Iker Casillas 92 2000–0000
04. Fernando Hierro 89 1989–2002
05. José Antonio Camacho 81 1975–1988
06. Rafael Gordillo 75 1978–1988
07. Carles Puyol 73 2000–0000
08. Xavi 72 2000–0000
09. Emilio Butragueño 69 1984–1992
10. Luis Arconada 68 1977–1985

Quelle: sportec.es

[Bearbeiten] Tore für Spanien

Rekordtorschütze Raúl

Stand: 22. Juni 2009

Name Tore Einsätze Zeitraum
01. Raúl 44 102 1996–0000
02. David Villa 31 47 2005–0000
03. Fernando Hierro 29 89 1989–2002
04. Fernando Morientes 27 47 1998–0000
05. Emilio Butragueño 26 69 1984–1992
06. Fernando Torres 25 65 2003–0000
07. Alfredo Di Stéfano 23 31 1957–1961
08. Julio Salinas 23 56 1986–1996
09. Michel 21 66 1985–1992
010. Zarra 20 20 1945–1951

Quelle: sportec.es

[Bearbeiten] Weblinks

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