Alcuéscar

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Gemeinde Alcuéscar
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Alcuéscar
Alcuéscar (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: ExtremaduraExtremadura Extremadura
Provinz: Cáceres
Comarca: Tierra de Montánchez
Koordinaten 39° 11′ N, 6° 14′ W39.181111111111-6.2294444444444488Koordinaten: 39° 11′ N, 6° 14′ W
Höhe: 488 msnm
Fläche: 108,93 km²
Einwohner: 2.877 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 26,41 Einw./km²
Gründung: 830
Postleitzahl: 10160
Gemeindenummer (INE): 10010 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ayuntamiento de Alcuéscar www.alcuescar.es/ Ayuntamiento de Alcuéscar

Alcuéscar ist eine Gemeinde (municipio) im Südwesten Spaniens in der Provinz Cáceres in der Autonomen Region Extremadura. Sie wurde als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico anerkannt.

Lage[Bearbeiten]

Alcuéscar liegt etwa 37 Kilometer (Fahrtstrecke) nördlich von Mérida; die Provinzhauptstadt Cáceres befindet sich knapp 42 Kilometer nördlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2010
Einwohner 4.075 3.910 3.414 3.206 3.064 2.974

Seine höchste Bevölkerungszahl mit 4.500 Personen erreichte Alcuéscar im Jahre 1940. Im 19. Jahrhundert schwankte die Einwohnerzahl zwischen 2.500 und 3.500 Personen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Gegend um Mérida wird seit der Römerzeit Wein- und Olivenanbau betrieben. Der Anbau von Weizen und anderen Feldfrüchten diente früher vorwiegend der Selbstversorgung; daneben gibt es viele unbearbeitete Flächen aufgrund des Wassermangels. Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft ist die Bevölkerung des Ortes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen.

Geschichte[Bearbeiten]

Trotz der Nähe zu Mérida (Emerita Augusta) wurden auf dem Gebiet der Gemeinde bislang keine römischen Spuren entdeckt. Die unweit des Ortes gelegene Kirche Santa Lucía del Trampal stammt dagegen wohl noch aus westgotischer Zeit (um 700). Kurz danach eroberten die islamischen Heere das Land. Obwohl eindeutige Beweise (Urkunden etc.) fehlen, wird die Gründung des Ortes durch mozarabische Christen auf das Jahr 830 gelegt. Im Jahr 881 wagte Alfons III. von Asturien einen Vorstoß in das Gebiet, musste sich jedoch aufgrund intensiver Gegenwehr wieder zurückziehen. Erst nach der Schlacht bei Las Navas de Tolosa fiel das Gebiet endgültig in christliche Hände. Seine vollständige Rechristianisierung dauerte letztlich bis in die Zeit der Katholischen Könige (um 1500). Im Stadtarchiv findet sich ein Dokument aus dem Jahr 1602, in welchem Alcuéscar die Stadtrechte zugesprochen werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción ist ein einschiffiger Bau aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Bemerkenswert ist das renaissancezeitliche Portal auf der Südseite, das von zwei mächtigen Strebepfeilern gerahmt wird. Das Innere ist von einem Tonnengewölbe mit Stichkappen bedeckt.
  • Im Ort befinden sich mehrere herrschaftliche Häuser mit Wappenschilden (casas señoriales), die in der Mehrzahl wohlhabenden Großgrundbesitzern gehörten. Die Casa de la Encomienda dagegen stand im Eigentum des Santiagoordens.
Santa Lucía del Trampal, Blick auf die drei Apsiden und die Türme oberhalb der Vierungen
Santa Lucía del Trampal, Langhaus mit Blick in die mittlere Apsis
  • Gut drei Kilometer südlich des Ortes steht die aus exakt behauenen – wahrscheinlich von einem römischen Tempel stammenden – Steinen gefügte und nicht zuletzt deshalb gut erhaltene Kirche Santa Lucía del Trampal, die trotz des Fehlens von ausgeprägten Hufeisenbögen der westgotischen Architektur zugerechnet wird. Das einschiffige – aus Bruchsteinen gemauerte – Langhaus der Kirche wurde im 15. Jahrhundert in einfachen gotischen Formen erneuert und mit einem hölzernen Satteldach gedeckt, welches auf Schwibbögen ruht. Daran schließt sich das aus westgotischer Zeit stammende Querhaus an, an welches im Osten drei voneinander getrennte Apsiden mit flachem Schluss angefügt wurden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alcuéscar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).