Alexander Marcus

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Alexander Marcus in Merseburg (2009)
Alexander Marcus in Merseburg (2009)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Electrolore
  DE 90 23.06.2008 (1 Wo.) [1]
Glanz & Gloria
  DE 89 20.01.2012 (1 Wo.) [1]
[1]

Alexander Marcus ist eine Kunstfigur von Felix Rennefeld[2] (* 26. Juni 1972[3] in Berlin), einem deutschen Musikproduzenten, Entertainer und Unternehmer.[2]

Inhaltsverzeichnis

Fiktive Biografie der Kunstfigur[Bearbeiten]

Gemäß der fiktiven Biografie der Kunstfigur ließen sich kurz nach Alexander Marcus’ Geburt (24. Dezember 1979) die Eltern scheiden, seine Mutter ließ ihn bei seiner Großmutter auf dem Land aufwachsen. Durch sie nahm er an der volkstümlichen Kindertanzgruppe „Edelweißchen“ teil. Nach seinem 18. Lebensjahr lebte Marcus in New York und in Miami und lernte dort die internationale sowie elektronische Musik kennen. Dort entstand die Idee, den elektronischen mit dem volkstümlichen Musikstil zu mischen. Seit 2005 lebt Alexander Marcus wieder in Berlin.[4][5][6]

Felix Rennefeld[Bearbeiten]

Fragen zur realen Biografie Felix Rennefelds werden abgewiesen.[7] Noch unter seinem echten Namen produzierte er ab Ende der 1990er-Jahre House-Musik, die allerdings bei weitem nicht die Popularität seiner späteren Produktionen als Alexander Marcus erreichte.

Plattenvertrag[Bearbeiten]

Felix Rennefeld unterzeichnete einen Vertrag bei Kontor Records und veröffentlichte am 6. Juni 2008 sein Debütalbum Electrolore[8], auf dem sich Gastbeiträge von Manny Marc und Frauenarzt befinden.[9]

Stil und Bedeutung[Bearbeiten]

Seine Musik ist eine Mischung aus moderner elektronischer Clubmusik und volkstümlicher Musik, er selbst nennt diese Electrolore, ein Portmanteau-Wort aus Electro und Folklore.[10] Alexander Marcus übersteigert dabei viele Klischees der Schlagermusik und ergänzt sie in seinen Musikvideos durch Trash-Artefakte wie einen omnipräsenten Plastikglobus, den er „Globi“ getauft hat.[2] Spiegel Online sieht die Figur als typisches Beispiel für eine wieder in der Gesellschaft angekommene Pop-Art-Gesellschaftskritik. Kaum vorhandene Brüche der Rolle lassen die Frage, ob es sich um eine Parodie handelt, unbeantwortet: „Die Vorstellung, dass der Typ tatsächlich so meschugge ist, bleibt zumindest möglich.“ (Uh-Young Kim für Spiegel Online[2])

Kinofilm[Bearbeiten]

Am 27. Januar 2009 gründete Felix Rennefeld mit Jarko Nikolitsch die Firma JAFE Entertainment UG, welche für den Vertrieb von Merchandising, Eventmanagement und Produktion seines Films „Glanz und Gloria“ zuständig ist.[3][11]

Vor Verwirklichung der Dreharbeiten konnten Fans via Internet-Voting den Filmtitel mitbestimmen. Der Film wurde zwischen Juli und August 2011 abgedreht und kam am 31. Mai 2012 in die deutschen Kinos.[12] Der zugehörige Soundtrack wurde am 6. Januar 2012 veröffentlicht.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 2008: Electrolore (Kontor Records, mit DVD)
  • 2009: Mega (Kontor Records)
  • 2012: Glanz & Gloria (Kontor Records)

Gastbeiträge[Bearbeiten]

  • 2008: Tanz den Tanz auf dem Die Türen-Remix-Album Booty
  • 2008: Florida Lady auf Atzen Musik Vol. 1 von Frauenarzt und Manny Marc
  • 2009: Nessaja auf Hands on Scooter von Scooter
  • 2012: "Danke Schön" auf "Glanz & Gloria" von Alexander Marcus und Bela B

Videografie[Bearbeiten]

Zu vielen seiner Lieder wurden Musikvideos veröffentlicht, welche durch ihre Skurrilität erheblich zur Verbreitung der Musik beitrugen.[13]

  • Ciao Ciao Bella (2006)
  • 1, 2, 3 (2007)
  • Papaya (2007)
  • Spiel, Satz und Sieg (2008)
  • Sei kein Frosch (2008, feat. B-Tight)
  • Homo Dance (2009)
  • Hawaii Toast Song (2009)
  • Mega (live (2009)
  • Karussell (2010)
  • Soldaten der Liebe (2011)
  • Pitschi Pitschi Popo (2011)
  • Glanz und Gloria (2012)
  • Disco La Cola (2012)
  • Danke Schön (2013, feat. Bela B)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c DE-Chartverfolgung. musicline.de, abgerufen am 16. Juli 2011.
  2. a b c d Uh-Young Kim: Youtube-Star Alexander Marcus: Schlagerfuzzi 2.0. Spiegel Online, abgerufen am 16. Juli 2011.
  3. a b Amtsgericht Charlottenburg (Berlin), Aktenzeichen: HRB 117603 B, bekannt gemacht am: 29. Januar 2009 12:00 Uhr – Neueintragung der JAFE Entertainment UG
  4. Alexander Marcus (Biographie). laut.de, abgerufen am 16. Juli 2011.
  5. Agent Rosamona: Interview mit Alexander Marcus. nachtagenten.de, abgerufen am 16. Juli 2011.
  6. http://www.wn.de/Archiv/2010/10/Lenz-Musik-Elektro-Stadl-im-Skaters-Palace Elektro-Stadl im Skaters Palace „„Electrolore“ nennt Alexander Marcus selbst seine Musik, und eine fiktive Biografie erklärt sogar, wie es zu der sonderbaren Mischung kam: Erst war er Mitglied der Kindervolksmusikgruppe Eidelweißchen, dann verliebte er sich in angesagten Clubs in Miami und New York in Elektro-Musik.“] in: Westfälische Nachrichten vom 14. Oktober 2010
  7. Der König der Fremdschämer in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. Juli 2008
  8. Alexander Marcus – King of Pop. MTV, abgerufen am 16. Juli 2011.
  9. Matthias Manthe: Electrolore (Album). laut.de, abgerufen am 16. Juli 2011.
  10. Alexander Marcus: Electrolore. Abgerufen am 16. Juli 2011.
  11. Alexander Marcus – Der Film. Abgerufen am 16. Juli 2011.
  12. IMDb-Seite zum Film. Abgerufen am 25. September 2012.
  13. Offizieller Youtubekanal. Abgerufen am 25. September 2012.