Ana Moura

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Dieser Artikel behandelt die portugiesische Sängerin Ana Moura. Für die portugiesische Badmintonspielerin siehe Ana Luisa Flôr Moura.
Auftritt in Warschau im Jahr 2009

Ana Moura (* 1979 in Santarém) ist eine Fado-Sängerin aus Portugal.

Leben[Bearbeiten]

International bekannt wurde sie 2003 durch die Herausgabe ihres Albums Guarda-me a Vida na Mão (dt.: Bewahre mein Leben in deiner Hand), nachdem sie zuvor in verschiedenen Fadolokalen in Lissabon gesungen hatte. Ihren Durchbruch erreichte sie im Jahr 2005, als sie zusammen mit dem Musiker António Pinto Basto in der portugiesischen Fernsehsendung Fados de Portugal ihren ersten Auftritt hatte.

Das 2007 erschienene Album Para Além da Saudade (dt.: Jenseits der Sehnsucht) enthält die Fados Os Búzios (dt.: Die Muscheln) und O Fado da Procura (dt.: Der Fado der Suche). Diesem Album wurde in Portugal eine Platin-Schallplatte für mindestens 20.000 verkaufte Exemplare verliehen.

Auf der internationalen Musikbühne wurde Ana Moura bekannt, als sie 2007 zusammen mit den Rolling Stones im Estádio José Alvalade XXI in Lissabon auftrat und mit Mick Jagger den Song No Expectations sang. Auch bei den beiden Alben des Tribute-Projektes The Rolling Stones Project, bei dem internationale Musiker verschiedener Richtungen mit Rolling-Stones-Musikern deren Lieder neu interpretierten, wirkte sie mit zwei Titeln mit.

Prince, ein bekennender Fan des Fado, besuchte sie im Juli 2009 in Lissabon und lud sie bei seinem dortigen Konzert als Gastsängerin auf die Bühne.[1] Er regte darüber hinaus eine musikalische Kooperation an, jedoch auf Grund ihrer beider Vertragsbindungen bei unterschiedlichen Schallplattenfirmen war das bisher nicht möglich.[2]

Im September 2010 trat sie mit der hr-Bigband in St. Wendel und Darmstadt auf. Im gleichen Jahr erhielt sie in Portugal den Globo de Ouro als beste Sängerin.

2012 erschien ihr Album Desfado (dt. etwa: Nicht-Fado), das die Grenzen des Fado erweiterte. Larry Klein, der bereits seit einiger Zeit ein Anhänger Ana Mouras war,[3] produzierte dieses Album. Es wurde in den historischen Henson Studios in Los Angeles mit ihren portugiesischen Musikern, aber auch mit Gastmusikern wie Herbie Hancock, Tim Ries, Ângelo Freire, David Piltch, Dean Parks und Jay Bellerose aufgenommen. Die Fado-untypischen Instrumentierungen erzeugten einen dem Jazz ähnlichen Klang, der dennoch durch die Portugiesische Gitarre und den Gesang dem Fado verbunden blieb. Vertont wurden dabei Texte, die teils Eigenkompositionen Ana Mouras, teils Fado-Klassiker und Fados des Portugiesischen Kinos sowie Beiträge von anderen Autoren waren, darunter Pedro Abrunhosa, Miguel Araújo und Aldina Duarte. Auch eine Coverversion von A Case of You von Joni Mitchell befindet sich unter den 17 Titeln des Albums. Es erreichte Platz eins der portugiesischen Verkaufscharts.[4]

Diskographie[Bearbeiten]

  • 2003 Guarda-me A Vida Na Mão (Universal)
  • 2004 Aconteceu (Universal, Doppel-CD)
  • 2007 Para Além da Saudade (Universal)
  • 2008 Coliseu (Live-CD und -DVD)
  • 2009 Leva-me aos Fados (Universal)
  • 2012 Desfado (Teilauflage mit DVD)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ana Moura – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Konzert-Mitschnitt auf YouTube, abgerufen am 21. Februar 2013
  2. www.kulturnews.de, abgerufen am 21. Februar 2013
  3. Aussage Larry Kleins aus der Dokumentation zum Album, Mitschnitt auf YouTube, abgerufen am 21. Februar 2013
  4. www.acharts.us, abgerufen am 21. Februar 2013