Asterix bei den Briten (Comic)

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Asterix bei den Briten (französischer Originaltitel: Astérix chez les bretons) ist der achte Band der Comic-Reihe Asterix und erschien im Jahr 1966 auf Französisch und 1971 auf Deutsch. Es wurde von René Goscinny getextet und von Albert Uderzo gezeichnet. Der Comic diente als Vorlage für den 1986 veröffentlichten gleichnamigen Zeichentrickfilm Asterix bei den Briten und für den 2012 veröffentlichten Realfilm Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät, in dem auch Elemente aus Asterix und die Normannen vorkommen.

Handlung[Bearbeiten]

Cäsars Armee greift Britannien an. Auf Grund der seltsamen Gebräuche der Briten – sie legen jeden Nachmittag um fünf Uhr eine Pause ein – ist der Feldzug erfolgreich. Nur ein kleines Dorf leistet weiter Widerstand. Die Dorfbewohner überlegen, wie sie weiter den römischen Angriffen standhalten können. Sie beschließen, dass Teefax, ein Vetter von Asterix, nach Gallien reisen soll, um den magischen Trank zu holen.

Teefax schleicht sich durch die römischen Linien und gelangt schließlich zum gallischen Dorf. Die Gallier beschließen ihm zu helfen und so treten Asterix und Obelix gemeinsam mit Teefax und einem Fass Zaubertrank die Reise nach Britannien an. Nebenbei steckt Asterix noch ein paar Kräuter des Druiden ein. Unterwegs geht das Fass verloren, Obelix wird in den Kerker geworfen, und sie geraten auf der Flucht mitten in ein Rugbyspiel. Dort finden sie das Fass wieder und versuchen nun, in das Dorf von Teefax zu gelangen. Das Fass wird jedoch vorher durch die Römer zerstört und so kommen sie ohne Zaubertrank im Dorf an.

Asterix hat die Idee, den Briten Mut einzuflößen, indem er vorgibt, mit den mitgebrachten Kräutern selbst einen Zaubertrank zu brauen. Er wirft die Kräuter in einen Kessel heißes Wasser. Die Dorfbewohner trinken den Trank, greifen mit Unterstützung von Asterix und Obelix voller Selbstvertrauen die römische Armee an und siegen.

Asterix und Obelix kehren nach Gallien zurück. Beim anschließenden Festmahl fragt Asterix den Druiden Miraculix, was das eigentlich für Kräuter waren. Miraculix antwortet: „Tee“.

Anmerkungen[Bearbeiten]

Im Comic werden etliche Stereotype thematisiert, wie die Vorliebe für Rugby, Tee, Minze, das Fahren auf der linken Fahrspur, die übertriebene Rasenpflege und Wetterverhältnisse wie häufiger Nebel und Regen.

Der Turm von Londinium, in dem Obelix und Teefax kurzzeitig gefangen gehalten werden, ist eine Anlehnung an den Tower of London. Die Musikantengruppe, die sie in Londinium treffen, ist eine Karikatur der Beatles. Am Ende der Geschichte, als die Römer besiegt werden, ruft Teefax „Sieg!“ und macht das Victory-Zeichen. Sebigbos, der Häuptling des Dorfes, ist eine Karikatur von Winston Churchill, der dieses Zeichen populär gemacht hat.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Die Geschichte wurde ab dem 9. September 1965 in den Pilote-Ausgaben 307 bis 334 veröffentlicht. Die Erstauflage des Buches erfolgte 1966 bei Dargaud als Band 8 der Reihe. Die deutsche Erstauflage des Buches erfolgte 1971. Mit der Neuauflage 2002 erhielt dieser Band ein neues Titelbild. Zum Filmstart von Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät im Jahr 2012, erhielt der Comic erneut ein neues Cover.

Der Comic bildet die Vorlage für den gleichnamigen, fünften Asterix-Zeichentrickfilm, der 1986 in Frankreich und ein Jahr später in Deutschland aufgeführt wurde. Auch dient er als Vorlage für die vierte Realverfilmung, die auch Elemente aus Asterix und die Normannen enthält.

Der Band erschien unter anderem auch auf Englisch, Spanisch, Türkisch und Koreanisch.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]