Audun Lysbakken

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Audun Lysbakken (2008)

Audun Bjørlo Lysbakken (* 30. September 1977 in Bergen) ist ein norwegischer Politiker der Sosialistisk Venstreparti (SV).

Bereits 1995 begann Audun Lysbakken sich politisch zu engagieren, in seiner Geburtsstadt Bergen war er Mitglied der Vorstände der Organisationen Ungdom mot EU sowie Natur og Ungdom. Nach dem Besuch des Handelsgymnasiums von Bergen studierte er zwischen 1996 und 1998 Französisch und Politikwissenschaft an der Universität Bergen und war von 1998 bis 1999 auch Mitglied des Studierendenparlaments. Während seiner Studienzeit war Lysbakken in Bergen Vorsitzender der sozialistischen Jugendorganisation Sosialistisk Ungdom (SU), dem Jugendverband der SV. 1998 bis 2000 bekleidete er diesen Posten in der Provinz Hordaland. Zugleich war er zwischen 1999 und 2000 Mitglied des Stadtrates von Bergen.

Nach seinem Zivildienst und einer Tätigkeit als Sekretär der Norwegischen Ökologischen Landwirtschaftsliga (Norsk Økologisk Landbrukslag - NØLL) war er von 2000 bis 2001 Journalist bei Klassekampen, einer linksgerichteten Tageszeitung. Zugleich war er zwischen 2000 und 2002 Stellvertretender Landesvorsitzender der SU.

2001 kandidierte Lysbakken in Hordaland für die Sosialistisk Venstreparti und errang einen Abgeordnetensitz im Storting. Anschließend gehörte er dem Haushaltsausschuss an. 2005 verpasste er eine Wiederwahl. 2009 konnte er ins Parlament zurückkehren, ließ das Mandat jedoch ruhen, nachdem er am 20. Oktober 2009 zum Minister für Kinder, Gleichstellung und Integration in der Regierung Jens Stoltenberg II ernannt worden war. Am 5. März 2012 erklärte Lysbakken seinen Rücktritt, nachdem eine langjährige gesetzwidrige Praxis bei der Vergabe von Fördermitteln seines Ministeriums bekannt geworden war.[1] Damit ist Lysbakken derzeit wieder einfaches Mitglied des Parlaments.

Seit 2006 war Lysbakken Stellvertretender Vorsitzender der SV. Ein außerordentlicher Parteitag wählte ihn am 10. März 2012 trotz seines Rücktritts als Minister zum Parteivorsitzenden.[2][3] Er erhielt 92,8 % der Delegiertenstimmen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lysbakken tritt zurück (norwegisch) Dagsavisen.no, abgerufen am 6. März 2012
  2. Parteitag findet wie geplant statt (norwegisch) Website der Partei, abgerufen am 6. März 2012
  3. Fünfzehn Enthaltungen und 192 Stimmen für Lysbakken (norwegisch) Aftenposten.no, abgerufen am 10. März 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Audun Lysbakken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien