Büderich (Meerbusch)

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Büderich
Stadt Meerbusch
Koordinaten: 51° 15′ N, 6° 42′ O51.256766.69479Koordinaten: 51° 15′ 24″ N, 6° 41′ 41″ O
Fläche: 17,51 km²
Einwohner: 21.500 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Jan. 1970
Postleitzahl: 40667
Vorwahl: 02132
Karte

Lage von Büderich in Meerbusch

Büderich ist ein Stadtteil der Stadt Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Büderich liegt nördlich der Stadt Neuss und grenzt im Osten an den Rhein und an die Stadt Düsseldorf.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Stadtteil wurde erstmals im 11. Jahrhundert als „Botreche“ erwähnt. Seit dem Jahre 1422 waren die Herren von Büderich mit der Vogtei zu Büderich durch das Kölner Erzstift belehnt. Bei einer erzbischöflichen kölnischen Visitation im Jahre 1569 wurden in der katholischen Pfarrei in Büderich Missstände entdeckt. 1794 besetzten französische Truppen den Ort. 1815 kam Büderich an das Königreich Preußen. 1816 entstand die Bürgermeisterei Büderich. Sie gehörte zum Landkreis Neuss. Nach dem Ersten Weltkrieg war der Ort von 1918 bis 1926 von belgischen und französischen Truppen besetzt. 1929 kam Büderich an den Landkreis Grevenbroich-Neuss. Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzten amerikanischen Truppen den Ort. 1947 wurde eine evangelische Volkshochschule in Büderich gegründet. Am 1. Januar 1970 wurde Büderich in die neue Stadt Meerbusch eingegliedert.[1]

[Bearbeiten] Historisches Wappen

[Bearbeiten] Religionen

  • Katholische Pfarrgemeinde St. Mauritius und Heilig Geist mit den beiden Kirchen St. Mauritius (Pfarrkirche) und Heilig-Geist (Filialkirche) sowie der Wallfahrtskapelle Maria in der Not in Niederdonk. Der Kirchturm der ersten Pfarrkirche in Büderich [„Alter Kirchturm“] stammt aus der Zeit um 1200 und ist mit der Skulptur von Joseph Beuys heute ein Mahnmal für die Kriegstoten.
  • Evangelische Kirchengemeinde mit der Bethlehem- und Christuskirche.

Liste der Kirchen in Meerbusch

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr 1933 1939 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Einwohnerzahl 5.516 6.778 21.063 21.291 21.427 21.577 21.562 21.717 21.765 21.835 21.717 21.720 21.627 21.563 21.528 21.629 21.594 21.500

Quelle: [2]

[Bearbeiten] Vereine

Jährlich findet über Pfingsten das Heimatfest bzw. Schützenfest mit Kirmes auf dem zentralen Marktplatz, dem Dr.-Franz-Schütz-Platz, statt.

  • St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Meerbusch-Büderich e.V.
  • Gesellschaft Jägerlust 1900
  • Hubertus-Kompanie 1902
  • Armbrustschützen Büderich 1925
  • Bundesschützenfanfarencorps Büderich 1968
  • St. Seb. Fahnenzug Büderich 1951
  • Jägerkompanie Eintracht 1906
  • TuRa Büderich 09/15 e.V. Aikido, Handball, Judo
  • Badminton-Sport-Club Büderich e.V. 1974
  • Luftsportfreunde TURA Büderich e.V.
  • Sportverein Grün-Weiß-Rot Büderich e.V.
  • Sportanglerverein Büderich 1934 e.V.
  • FC Büderich 02, Fußball
  • MGV Quartettverein Sängerbund 1859 Büderich
  • Scheibenschützen 1935 Büderich
  • Blaue Tauben 2000
  • Bundestambourcorps Rheintreue 1909
  • Burenkompanie 1905
  • Gleumes Hofband (Früher Kragen Hoch)
  • Blaue Husaren 1983
  • Börker Rebellen 2002
  • Artillerie Verein Büderich 1922

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Wirtschaft

Im 19. Jh. wurde im Tal des Stinkesbach Raseneisenerz mit mäßigem Erfolg gewonnen, das auf der Neusser Hütte geschmolzen wurde.

[Bearbeiten] Lohnsteuerkartenempfänger

  • 2002 13.393
  • 2003 13.374
  • 2004 13.390
  • 2005 13.340
  • 2006 13.296
  • 2007 13.390

Quelle: [3]

[Bearbeiten] Verkehr

Der Ort ist per Stadtbahn (U 76, U 74 und U 70) über die drei Haltestellen Meerbusch-Büderich-Landsknecht, Forsthaus und Haus Meer an Krefeld und Düsseldorf angebunden. Der P+R Parkplatz im Norden (Haus Meer) ist Station für viele Buslinien und die U-Bahn-Strecke. In Büderich fahren die Buslinien 831 (Moers Königlicher Hof–Duisburg Rumeln–Krefeld Uerdingen–Krefeld Stratum–Meerbusch Lank-Latum–Haus Meer), 830 (Neuss Hbf–Meerbusch Lank Kirche), 829 (Neuss Am Kaiser-Meerbusch Haus Meer), 828 (Neuss Stadthalle-Büderich-Düsseldorf Oberkassel), 839 (Meerbusch Ringlinie), 071 (Meerbusch Haus Meer–Willich-Viersen) und die Schnellbuslinie SB51 (Kaarst-Düsseldorf Flughafen).

Büderich ist per Auto über die B 9 und die Anschlussstelle Büderich der A 52 erreichbar. Über die 2005 ausgebaute Rheinquerung der A 44 kann der Flughafen Düsseldorf von Büderich aus in etwa fünfzehn Minuten erreicht werden. Da Büderich teilweise in der Einflugschneise des Flughafens liegt und die Straßenführung einen großen Umweg in Kauf nimmt, benötigen Flugzeuge für den Weg weniger als 90 Sekunden.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

In Büderich befindet sich eine Seniorenresidenz der Johanniter. Zusammen mit dem ebenfalls für Schule, Sport und Freizeit genutzten Hallenbad stellt die 1964 erbaute Stadionanlage 'Am Eisenbrand' die sportliche Grundversorgung der Büdericher sicher. Eine weitere wichtige Einrichtung ist die Bibliothek der Stadt Meerbusch, die eine Auswahl der wichtigsten Sachbücher sowie die Klassiker der Unterhaltungsliteratur bietet.

[Bearbeiten] Schulen

  • KGS St. Mauritus
  • GGS Brüder-Grimm
  • Adam-Riese-Schule, Städtische Gemeinschaftsgrundschule
  • Maria-Montessori-Gesamtschule
  • Mataré-Gymnasium

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Ewald Mataré (* 1887; † 1965), Maler und Bildhauer, lebte in Meerbusch-Büderich
  • Franz Schütz (1900-1970), Bürgermeister von Büderich ab Oktober 1964
  • Michael Sommer (* 17. Januar 1952 in Meerbusch-Büderich), seit dem 28. Mai 2002 Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
  • Volker G. Schmitz (* 31. Juli 1961 in Büderich), Fernsehmoderator

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Literatur

  • Heinz Ohletz: 1929–1974 Jahre Menschen Initiativen im Großkreis Grevenbroich 1975

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
  2. Statistische Jahrbuch 2010 - 2. Bevölkerung. Auf: Meerbusch.de
  3. Statistische Jahrbuch 2007 - 7. Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Auf: Meerbusch.de

[Bearbeiten] Weblinks

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