Büdesheim
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Eifelkreis Bitburg-Prüm | |
| Verbandsgemeinde: | Prüm | |
| Höhe: | 500 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,54 km² | |
| Einwohner: | 598 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 44 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54610 | |
| Vorwahl: | 06558 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BIT | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 32 209 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Tiergartenstr. 54 54595 Prüm |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Albert Klasen | |
Büdesheim ist eine Ortsgemeinde in der Eifel und gehört zum Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie ist Teil der Verbandsgemeinde Prüm.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Lage
Büdesheim liegt an der B 410 jeweils etwa 10 km von den Städten Prüm und Gerolstein entfernt am Ostrand der Verbandsgemeinde Prüm.
[Bearbeiten] Höhenlage
Der Ort liegt in einer Höhe von 450-480 m. Höhen nordwestlich vom Ort erreichen bis zu 545 m und südlich 560 m. Der Apert ist mit 631,3 m der höchste Berg der Gemarkung.
[Bearbeiten] Geologie
Der Ort Büdesheim liegt in einem weiten Tal am Ostrand der Prümer Kalkmulde. Das Tal als lokale Kleinmulde besteht aus oberdevonischem "Büdesheimer Goniatiten-Schiefer", darunter "Ooser Plattenkalk", und ist von mitteldevonischem Dolomitrücken (Schönecker Dolomit, Givetium-Stufe, ca. 360 Mio. Jahre alt) umgeben. Südlich und südöstlich des Dorfes finden sich unterdevonische Klerfer Schichten. Der obere Teil des Apert besteht aus Quarzit. In einem Rest Basalt am Apert, der aktiven Mineralquelle und dem unmittelbar benachbarten Eigelbacher Trockenmaar zeigt sich der Anfang der östlich gelegenen Vulkaneifel.
[Bearbeiten] Geschichte
Funde aus der Jungsteinzeit beweisen, dass sich bei Büdesheim im Dreisbachtal ein Siedlungsplatz mit Herstellung von Steingeräten befunden hat.
Auf dem südlichen Höhenzug bauten die Römer nach der Zeitenwende die Römerstraße von Trier nach Köln. Diese Straße dürfte einen reichen Römer dazu bewogen haben, etwas abseits davon im fruchtbaren Tal, im Bereich der heutigen Kirche, seine Villa zu bauen. Von dieser Villa wurden beim Neubau des Kirchenschiffs 1909 Reste ausgegraben, zusammen mit einer Wasserleitung für ein Bad. Im weiteren Bereich der Orte Büdesheim und Oos (heute Stadtteil von Gerolstein) entstand an der Römerstraße der Ort Ausava. Grabfunde aus dem 1. und 2. Jahrhundert bestätigen diese römische Besiedlung noch. Beim Germanen-Sturm 275/276 wurde Ausava zerstört und nicht mehr aufgebaut.
Nach den Römern besiedelten im 5. Jahrhundert die Franken den Ort Büdesheim. Aus der Merowingerzeit wurden fränkische Grabfunde gemacht.
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- 778 schenkte der Franke Helmoin einen großen Teil des Büdesheimer Gebietes an die Abtei Prüm. Büdesheim gehörte bis zum Ende des 18. Jhr. zur Abtei bzw. Fürstabtei Prüm.
- 893 im Prümer Urbar erste schriftliche Erwähnung der Kirche
- 964 in der Schenkung des Euerhard wird der erste Pfarrer Willefrid erwähnt.
- 1063 Kirchweihe und Umschreibung des Pfarrbezirkes durch Bischof Eberhard
- 1500 Neubau der Kirche, von der heute noch der Chror steht
- 1576 wird Büdesheim ein Ort des Kurfürstentums Trier. Es bildete sich ein Adelsgeschlecht mit Besitz von Hof und Mühle
- 1687 Neubau von Kirchenschiff, Turm und Sakristei
- 18. Jahrhundert: Büdesheim wird Schultheißerei (eigener Verwaltungs- und Gerichtsbezirk) im kuttrierischem Oberamt Prüm.
- 1777 hatte das Dorf 39 Häuser und 320 Einwohner.
- 1794 zogen französische Revolutionstruppen ein und machten 1798 Büdesheim zu einem Teil des Saardepartements. Büdesheim wurde zur Mairie.
- 1815/16 wurde Büdesheim dann preußisch, hatte jedoch die Mairie nicht verloren.
- 1860-62 wurde die Straße Gerolstein - Prüm ausgebaut.
- 1883 wurde die Westeifelbahn zwischen Gerolstein und Prüm durch das Vlierbachtal gebaut mit einem Bahnhof in Büdesheim. Diese Strecke ist heute nicht mehr im Betrieb.
- 1891: Bau des Kalkwerkes am Bahnhof
- 1909: Neubau von Kirchenschiff und Turm
- 1929: Neubau der Schule
- 1938: Bau eines Feld-Flugplatzes
- 1959: Schließung des Kalkwerkes
- 1970/71 bei der Verwaltungsreform verblieb Büdesheim in der Verbandsgemeinde Prüm-Land (heute Verbandsgemeinde Prüm), wurde aber Teil des neuen Landkreises Bitburg-Prüm (heute Eifelkreis Bitburg-Prüm).
- 1992 wurde die Pilgerkapelle neu erbaut.
[Bearbeiten] Ortsname
Der Ortsname ist vermutlich vom Personennamen Budin und der Endung -heim (Frühzeit fränkischer Landnahme) abgeleitet. Der Name wird als Heim, Anwesen des Budin gedeutet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 778 als Bidonisuaim in einer Schenkungsurkunde an die Abtei Prüm (Schenkung des Helmoin). Seit 1807 ist der Name Büdesheim nachgewiesen.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Bevolkerung (31. Dezember):
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Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Büdesheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[1]
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „Von Rot über Silber geteilt, oben ein wachsender goldener gekrönter Löwe, auf der Schulter ein silberner sechsstrahliger Stern, unten fünf (2:1:2) rote Ringe“.
Begründung des Wappens: Zwei Höfe in Büdesheim, das eine Schultheißerei der Abtei Prüm, kamen als Lehen 1579 an Gerlach Auwach. Noch jetzt gibt es in Büdesheim das Auwart´sche Haus, mit dem Wappen der „von Auwart“. Der Wappenschild zeigt in Rot einen goldenen, gekrönten Löwen mit silbernem, sechsstrahligen Stern auf der Schulter. “Auch gab es ein adliges Geschlecht von Büdesheim, welches den Büdesheimer Hof zu Büdesheim besaß und die Mühle daselbst”. Die von Büdesheim führten 5 (2:1:2) Ringe im Wappen; sie stehen im unteren Teil des Gemeindewappens. Das Auwart´sche Wappenschild, der Löwe steht im oberen Teil des Gemeindewappens.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Sehenswert ist die „St. Peter und Paul-Kirche“ mit dem Wappen des Trierer Kurfürsten Johann Hugo von Orsbeck am Eingangs-Portal (1687). Der Chor entstammt noch der alten Kirche von 1500 und die Sakristei einem Anbau von 1687. Das heutige Kirchen-Schiff und der Turm wurden 1909 neu erbaut.
- Innerhalb des Dorfes und der Gemarkung befinden sich 25 bemerkenswerte Wegekreuze. Die bekanntesten darunter sind an der Straße nach Oos das vermutlich älteste Wegekreuz im Altkreis Prüm (Entstehungszeit ca. 13./14. Jh.), das sagenumwobene "Blut-Kreuz" am Dreesbach (eigentlich der "Hundsbach") östlich vom Apert (errichtet 1542/1548) und das "Ellicks-Kreuz" von 1640.
- Pilgerkapelle
- Jagdhaus Steinreich
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Literatur
- Geschichtsverein Prümer Land e.V. (Hrsg.): Rund um die Kirche im Dorf, Prüm 2003, ISBN 3-931478-14-9
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Website von und über Büdesheim
- Büdesheim auf den Seiten der Verbandsgemeinde Prüm
- Sehenswürdigkeiten in Büdesheim
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