Orlenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Orlenbach
Orlenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Orlenbach hervorgehoben
50.1577777777786.3836111111111450Koordinaten: 50° 9′ N, 6° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Prüm
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 6,21 km²
Einwohner: 198 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54595
Vorwahl: 06556
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 290
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Tiergartenstr. 54
54595 Prüm
Webpräsenz: www.pruem.de
Ortsbürgermeister: Matthias Maas
Lage der Ortsgemeinde Orlenbach im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Burscheid Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Orlenbach ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die beiden Ortsteile Orlenbach und Schloßheck liegen am südlichen Rand der Prümer Kalkmulde und südlich von Prüm an der A 60. Die höchsten Erhebung ist ein Waldrücken nördlich des Ortsteils Orlenbach mit 551 Metern über NN.

Geschichte[Bearbeiten]

Bodenfunde[Bearbeiten]

Brandgräber, die im Wald „Debertshecke“ nördlich von Orlenbach gefunden und 1930 vom Rheinischen Landesmuseum Trier untersucht wurden, weisen auf eine erste Besiedlung in der späten La-Tène-Zeit (5. bis 1. Jahrhundert v. Chr.) hin. Im Flurstück Steinchen wurden 1990 Reste römischer Keramik gefunden, die eine kleine römische Siedlungsstelle vermuten lassen.[2]

Urkunden[Bearbeiten]

Schloßheck, der größere Ortsteil von Orlenbach, wird erstmals in einer Urkunde von 1516 erwähnt. Das namensgebende Orlenbach ist zwischen 1544 und 1621 in der Beschreibung des Bannes Oberlauch beurkundet.

Territoriale Zugehörigkeit[Bearbeiten]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Orlenbach zur gemeinschaftlichen luxemburgischen Meierei bzw. zum kurtrierischen Hof Pronsfeld.

Im Zusammenhang mit dem Ersten Koalitionskrieg kam die Region 1794 unter französische Verwaltung und gehörte von 1798 an zum Kanton Arzfeld im Wälderdepartement.[3]

Nachdem wesentliche Teile des Rheinlands im Jahre 1815 aufgrund der auf dem Wiener Kongress geschlossenen Verträge an das Königreich Preußen kam, gehörte Orlenbach zur Bürgermeisterei Pronsfeld in dem 1816 neu geschaffenen Kreis Prüm.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Orlenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 25
1835 27
1871 68
1905 103
1939 99
Jahr Einwohner
1950 112
1961 91
1970 109
1987 151
2005 219

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Orlenbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Dr. Christian Credner aus Lambertsberg gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Die Walburgiskirche wurde 1743 errichtet und 1960 nach Kriegsschäden wieder aufgebaut, ein bauzeitlicher Säulenaltar zeigt den Hl. Peregrinus.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Orlenbach

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Orlenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Dirk L. Krausse: Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum. Fundstellenkatalog. Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. Frankfurt am Main. 2006, Seite 109 (PDF; 1,2 MB)
  3. Johann Friedrich Schannat: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Band 4, 1854, Seite 317 (Google Books)
  4. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, Seite 881
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen