Berliner Fußball-Verband
| Berliner Fußball-Verband e. V. | ||
| Gegründet | 11. September 1897 | |
| Präsident | Bernd Schultz | |
| Adresse | Humboldtstraße 8 a 14193 Berlin |
|
| Meister Herren | Berliner FC Viktoria 1889 | |
| Pokalsieger Herren | Berliner FC Dynamo | |
| Meister Frauen | BSV Al Dersimspor | |
| Pokalsieger Frauen | Blau-Weiß Hohen Neuendorf | |
| Übergeordneter Verband | Nordostdeutscher Fußballverband | |
| Region | ||
| Vereine (ca.) | 313* | |
| Mitglieder (ca.) | 109.166* | |
| Mannschaften (ca.) | 2.810* *Stand: 17. März 2010 |
|
| Homepage | www.berliner-fussball.de | |
Der Berliner Fußball-Verband (kurz BFV) ist die Dachorganisation aller Fußballvereine in Berlin. Er ist einer der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) und Mitglied des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV). Darüber hinaus ist das Berliner Cricket Komitee (kurz BCK) als Teil des BFV der Dachverband aller Berliner Cricketvereine und einer der sieben Landesverbände des Deutschen Cricket Bunds.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Der BFV ist der Nachfolgeverband des am 11. September 1897 gegründeten Verbands Deutscher Ballspielvereine (VDB), der 1902 in Verband Berliner Ballspielvereine (VBB) umbenannt wurde. Der VBB schloss sich 1911 mit zwei anderen in Berlin beheimateten Verbänden zum Verband Brandenburgischer Ballspielvereine (ebenfalls VBB) zusammen.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurden der DFB und alle regionalen Fußballverbände aufgelöst und durch das Fachamt Fußball sowie Fußballgaue ersetzt. Anstelle des VBB trat der Gau Berlin-Brandenburg mit der Gauliga Berlin-Brandenburg als höchste Spielklasse. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Verband 1949 wieder neu gegründet. Da das brandenburgische Umland Berlins jedoch schon zum Gebiet der DDR gehörte, hieß der Verband nun wieder Verband Berliner Ballspielvereine. Ein Jahr später mussten sich auch die Ost-Berliner Mannschaften dem Deutschen Fußball-Verband (Fußballverband der DDR) anschließen und somit unterstanden dem neuen VBB nur noch die West-Berliner Teams.
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden 1991 die West- und Ost-Mannschaften wieder im Ligaspielbetrieb vereint und unter dem neuen Berliner Fußball-Verband zusammengefasst.
[Bearbeiten] Daten zum BFV
Der Berliner Fußball-Verband ist die Dachorganisation von 313 Vereinen mit 2.810 Mannschaften. In diesen Vereinen sind 109.166 Mitglieder organisiert, wovon ca. 10 Prozent weiblich sind (Stand: 17. März 2010).[1] Der Verband verfügt über ungefähr 1.500 lizenzierte Trainer.
Die höchste Männer-Spielklasse des BFV ist die Berlin-Liga deren Meister den Titel des Berliner Fußballmeisters erhält und in die Fußball-Oberliga Nordost aufsteigen darf. Weiterhin vergibt der Verband jährlich den Titel des Berliner Pokalsiegers, der im Berliner Pokal ausgespielt wird. Seit dem Jahr 2006 wird zudem Berlins Amateurfußballer des Jahres vom BFV ausgezeichnet.
Folgende Spieler konnten bisher die Wahl gewinnen:
- 2006 Karim Benyamina (1. FC Union Berlin II)
- 2007 Tim Lensinger (Hertha BSC II)
- 2008 Marcel Schreck (SV Lichtenberg 47)
- 2009 Mario Langner (Lichtenrader BC 25)
- 2010 Nico Thomaschewski (BFC Dynamo)
- 2011 Christopher Quiring (1. FC Union Berlin II)
[Bearbeiten] Vereine in höheren Ligen
Herren Saison 2011/2012
| Stufe | Bezeichnung | Anzahl | Vereine |
|---|---|---|---|
| 1. | Bundesliga | 1 | Hertha BSC (N) |
| 2. | 2. Bundesliga | 1 | 1. FC Union Berlin |
| 4. | Regionalliga Nord | 2 | Hertha BSC II, Berliner AK 07 (N) |
| 5. | NOFV-Oberliga Nord | 5 | BFC Dynamo, Lichterfelder FC, 1. FC Union Berlin II, Türkiyemspor Berlin (A), BFC Viktoria 1889 (N) |
Frauen Saison 2011/2012
| Stufe | Bezeichnung | Anzahl | Vereine |
|---|---|---|---|
| 2. | 2. Bundesliga | 1 | 1. FC Lübars |
| 3. | Regionalliga Nordost | 6 | Blau-Weiß Hohen Neuendorf, Lichterfelder FC, BSV Al-Dersimspor (N), Tennis Borussia Berlin (A), 1. FC Union Berlin, BSC Marzahn |
Junioren Saison 2011/2012
| Bezeichnung | Anzahl | Vereine |
|---|---|---|
| U-19-Bundesliga | 3 | Hertha BSC, 1. FC Union Berlin, F.C. Hertha Zehlendorf |
| U-17-Bundesliga | 4 | Hertha BSC, Tennis Borussia Berlin, F.C. Hertha Zehlendorf (N) |
(N): Aufsteiger der Vorsaison (A): Absteiger der Vorsaison
[Bearbeiten] Organisation
Dem Berliner Fußball-Verband steht Präsident Bernd Schultz vor. Er wird unterstützt durch das vierköpfige Präsidium und den Vorstand.
Die Geschäftsstelle mit ca. 18 hauptamtlichen Mitarbeitern in Berlin-Halensee wird von Geschäftsführer Michael Lameli geleitet. Das Landesleistungszentrum Richard Genthe wird vom Berliner Fußball-Verband betrieben. Weiterhin besteht ein Trainerstab aus zwei hauptamtlichen Verbandstrainern.
Das Berliner Cricket Komitee ist ein Teil des Berliner Fußball-Verbands und wird von Burkhard Kötke geleitet. Es organisiert den Cricketsport für die sieben Berliner Cricketsportvereine.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Der DFB; Mitglieder-Statistik. In: www.dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 17. März 2010, abgerufen am 27. April 2010.
[Bearbeiten] Weblinks
Baden | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen | Mecklenburg-Vorpommern | Mittelrhein | Niederrhein | Niedersachsen | Rheinland | Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Südbaden | Südwest | Thüringen | Westfalen | Württemberg