1. FC Union Berlin

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1. FC Union Berlin
Vereinsemblem
Voller Name 1. Fußballclub Union Berlin e. V.
Ort Berlin
Gegründet 20. Januar 1966
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Stadion An der Alten Försterei
Plätze 21.717
Präsident Dirk Zingler
Trainer Uwe Neuhaus
Homepage www.fc-union-berlin.de
Liga 2. Bundesliga
2012/13 7. Platz
Heim
Auswärts

Der 1. FC Union Berlin (offiziell: 1. Fußballclub Union Berlin e. V.) ist ein Fußballverein aus Berlin. Er wurde 1966 gegründet und basiert auf dem bereits 1906 entstandenen FC Olympia Oberschöneweide. Die Heimspiele der Profimannschaft werden im größten reinen Fußballstadion Berlins, dem Stadion An der Alten Försterei im Ortsteil Köpenick, ausgetragen.

Gemessen an seiner gegenwärtigen Mitgliederzahl ist Union der zweitgrößte Berliner Sportverein und einer der 25 mitgliederstärksten Vereine Deutschlands. In der Saison 2013/14 beträgt der Gesamtetat des Klubs rund 20 Millionen Euro.[1] Geschätzte elf Millionen Euro werden für die DFL-Lizenzspielabteilung aufgewendet.

Zu den sportlichen Erfolgen des Klubs zählen der Gewinn des FDGB-Pokals 1968 sowie das Erreichen des DFB-Pokalfinals 2001 und dadurch die Qualifikation für den UEFA-Pokal der Spielzeit 2001/02. In der aktuellen Saison spielt die erste Männermannschaft in der 2. Bundesliga und das erste Frauenteam in der Regionalliga Nordost.

Union Berlin ist einer der bekanntesten Profiklubs der Hauptstadt und gilt für viele seiner Anhänger als Kultverein.[2] Das Maskottchen der Berliner ist seit dem Jahr 2000 der „Ritter Keule“. Der Schlachtruf der Fans lautet ebenso wie der Titel der von Nina Hagen gesungenen Vereinshymne Eisern Union.

Geschichte[Bearbeiten]

1906 bis 1966: Die Vorgängervereine[Bearbeiten]

1906–1920: Gründung FC Olympia und Umzüge[Bearbeiten]

Wappen von Union 92 Berlin 1907–1909

Der erste Vorgängerverein des heutigen 1. FC Union Berlin wurde am 17. Juni 1906 als FC Olympia Oberschöneweide durch einen Zusammenschluss dreier kleinerer, ortsansässiger Vereine (Frisch Auf, Preußen und Vorwärts) im damaligen Berliner Vorort Oberschöneweide gegründet. Da die Mannschaft zunächst fast nur aus Schülern bestand, schloss sie sich knapp einen Monat später als Jugendmannschaft dem BTuFC Helgoland 1897 an. Aufgrund des sportlichen Misserfolgs von Helgoland 97 entschieden sich die Oberschöneweider aber ein halbes Jahr später erneut zu einem Wechsel und banden sich an den Deutschen Meister von 1905 – den BTuFC Union 1892. Dort spielte das Team zwei Jahre lang als vierte Mannschaft und konnte in der Saison 1907/08 mit dem Gewinn der Meisterschaft in der untersten Klasse des Verbands Berliner Ballspielvereine (VBB; der damals führende Fußballverband in Berlin und Brandenburg) erste Erfolge erzielen. Im Februar 1909 löste sich die Mannschaft vom BTuFC, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Aus freundschaftlicher Verbundenheit und aus Dank übernahmen die Spieler sowohl den Namen, der Verein hieß fortan Union Oberschöneweide (später folgte noch ein SC als Präfix), als auch die Vereinsfarben Blau-Weiß von Union 92.

In der Saison 1909/10 traten die Oberschöneweider erstmals als eigenständiger Verein im VBB an und spielten ab 1914 – nach drei Aufstiegen in fünf Jahren – in der höchsten Klasse Berlin und Brandenburg, obwohl sich zu dieser Zeit der VBB mit anderen regionalen Verbänden zusammenschloss und so mehr Konkurrenz entstand. In der neuen Verbandsliga des Verbandes Brandenburgischer Ballspielvereine wurde Union 1917 Vizemeister. Jedoch waren diese sportlichen Erfolge durch die politischen Ereignisse rund um den Ersten Weltkrieg überschattet, welche auch im Fußball ihre Spuren hinterließen und einen regelmäßigen Spielbetrieb nur eingeschränkt möglich machten. Rund 60 Prozent der damaligen Vereinsmitglieder wurden zum Militärdienst einberufen, und nur jeder Fünfte kehrte aus dem Krieg zurück.

Fast zehn Jahre spielten und trainierten die Unioner auf einem Sportplatz in der Oberschöneweider Wattstraße, bis sie 1920 in die Sportanlage Sadowa – das heutige Stadion An der Alten Försterei – in der Wuhlheide umzogen, wo sie auch heute noch beheimatet sind. Zur offiziellen Eröffnungsfeier am 7. August 1920 kam der amtierende Deutsche Meister 1. FC Nürnberg.

1920–1945: Vize-Meisterschaft und Abstieg[Bearbeiten]

Wappen des SC Union Oberschöneweide von 1909–1945

Im Jahr 1920 wurde Union zum ersten Mal Berliner Meister und durfte an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft teilnehmen. Dort unterlag man im Viertelfinale den Vereinigten Breslauer Sportfreunden mit 2:3. Drei Jahre später wurde der Verein erneut Berliner Meister und erreichte nach Siegen über Arminia Bielefeld und die SpVgg Fürth (in den 1920ern eine der stärksten Mannschaften des Deutschen Reichs) das Endspiel um die Meisterschaft 1923. Dieses ging im Berliner Grunewaldstadion vor 64.000 Zuschauern (was die Rekordzuschauerzahl für dieses Stadion bedeutete) mit 0:3 gegen den Hamburger SV verloren.

Spieldaten des Finales um die Deutsche Meisterschaft 1922/23

Danach konnte „Union-Ob.“ – wie der Verein von seinen Anhängern genannt wurde – zwar noch 1925 die Vizemeisterschaft in Berlin und die Teilnahme am Endspiel um den Berliner Pokal 1926 als weitere Erfolge erreichen, hielt sich aufgrund der Konkurrenz durch finanziell besser aufgestellte Vereine wie Hertha BSC oder Tennis Borussia Berlin nicht in der Spitzengruppe. Wichtige Spieler wie z. B. Otto Martwig oder Karl Schulz verließen den Verein, und Union rutschte ins Mittelfeld der Tabelle. Aus dieser Zeit resultiert der noch heute bekannte Anfeuerungsruf der Union-Fans „Eisern Union“. Erstmals soll diese Anfeuerung in einem Spiel gegen Hertha BSC erklungen sein, als ein Unentschieden gegen den überlegenen Gegner noch zu Gunsten der Hertha zu kippen drohte. Der Ursprung dieses Ausrufs geht auch auf die Bezeichnung „Schlosserjungs“ zurück, denn so wurden die Spieler aufgrund ihrer blauen Spielkleidung und ihrer überwiegenden Herkunft aus der Arbeiterklasse genannt.

1923 wurde der SC Union Oberschöneweide Deutscher Vizemeister. (Deutsches Stadion in Berlin, 1924)

Mit der Übertragung der Regierungsgewalt in Deutschland auf die NSDAP und die anschließende Umwandlung der Demokratie in eine Diktatur im Jahr 1933 wurde der Liga- und Spielbetrieb im deutschen Fußball stark verändert. Unter anderem wurden aus den über 30 regional höchsten Ligen mit rund 600 Vereinen 16 Gauligen mit einer Stärke von 160 Mannschaften, sodass in den jeweiligen Gauligen eine Leistungskonzentration stattfand. In der neu entstandenen Gauliga Berlin-Brandenburg fand Unions allmählicher sportlicher Niedergang seine Fortsetzung, und in der Saison 1934/35 stiegen die „Schlosserjungs“ ab. In der Folgesaison gelang der Wiederaufstieg, und bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges blieb Union Mittelmaß.

Mit dem Anfang des Krieges wurde Fußball wie schon zwischen 1914 und 1918 zur Nebensache, und der Spielbetrieb sowie die Vereine waren durch die politische Situation stark beeinträchtigt. Erneut mussten viele Spieler an die Front und kehrten nicht mehr heim. Union gelang es in dieser Zeit, als Berliner Meister (1940) nochmals bis in die Deutsche Meisterschaftsendrunde zu kommen, schied aber in der Zwischenrunde gegen die Spitzenmannschaft Rapid Wien aus. Zwei Jahre später stieg man erneut ab und konnte erst 1944 in die erste Liga zurückkehren. Die folgende Saison wurde aufgrund des Vorrückens der Alliierten zum Ende des Krieges bedeutungslos und wurde nicht mehr beendet.

1945–1950: Nachkriegszeit und Trennung[Bearbeiten]

Wappen der SG Oberschöneweide 1945–1948

Da alle Sportvereine in der Zeit des Dritten Reiches indirekt zu nationalsozialistischen Unterorganisationen geworden waren, wurden sie von den Besatzungsmächten nach Kriegsende vorübergehend verboten, um sie auf keinen Fall wieder als „Pflanzstätten soldatischer Tugend“ missbrauchen zu können. In allen Sektoren der Stadt Berlin war überdies auch die Gründung neuer Vereine nicht zugelassen, stattdessen der Kommunalsport eingeführt (bis 1948), was unter anderem bedeutete, dass bis dahin nicht die alten Namen verwendet werden konnten. So entstanden in Berlin zahlreiche kommunale Sportgruppen (SG) wie beispielsweise die SG Gesundbrunnen (ehemals Hertha BSC und Nordstern 07), die SG Charlottenburg (ehemals Tennis Borussia) oder als de-facto-Nachfolgerin Unions die SG Oberschöneweide. Im ersten Jahr durften ausschließlich Spieler aus dem eigenen Stadtbezirk mitwirken; diese Bestimmung wurde jedoch 1946 gelockert.

Wappen der SG Union Oberschöneweide 1948–1951

Die Oberschöneweider schafften zunächst nicht den sportlichen Anschluss und verpassten 1946 die Qualifikation für die neu geschaffene eingleisige Berliner Stadtliga. In der Saison 1946/47 konnte die Mannschaft den Aufstieg in die Stadtliga feiern und darüber hinaus überraschend den Berliner Pokal gewinnen, wobei man im Laufe des Turniers mehrere Erstligisten aus dem Rennen warf. In der Folgesaison hielt der Aufwärtstrend der Mannschaft an, und die Berliner Meisterschaft wurde gewonnen sowie der Berliner Pokal verteidigt. In der anschließenden Endrunde war aber der FC St. Pauli im Viertelfinale zu stark: Vor 70.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion unterlag man 0:7.

Ab 1948 durften die Berliner Vereine wieder ihre alten Vereinsbezeichnungen annehmen. Da die sowjetische Besatzungsmacht aber die bürgerlichen Wurzeln der ehemaligen Vereine auflösen wollte, blieb Union Oberschöneweide „politisch korrekt“ eine Sportgemeinschaft (SG Union Oberschöneweide). Dem Erfolg des Vereins tat dies keinen Abbruch, denn er blieb weiter in Berlin konkurrenzfähig, obwohl schon viele Spieler in das finanziell lukrativere West-Berlin abwanderten.

Kurz darauf begann aber die bis dahin schwerste Krise des Klubs: Der Deutsche Sportausschuss (DS) als Sportdachverband der sowjetischen Besatzungszone akzeptierte die geplante Einführung des Vertragsspielerstatuts' vom 1949 neugegründeten West-Berliner Fußballverband für die Stadtliga nicht und zog daraufhin die Ost-Berliner zur Folgesaison aus der Stadtliga ab. Die Oberschöneweider spielten daraufhin aus Protest die restlichen Saisonheimspiele im Moabiter Poststadion. Als Tabellenzweiter qualifizierte sich die vom ehemaligen Hertha-Spieler Johannes Sobek trainierte Mannschaft trotzdem für die Endrunde der deutschen Meisterschaft, bekam jedoch von der politischen Führung keine Erlaubnis (und keine Papiere), um nach Kiel zum Spiel gegen den Hamburger SV zu reisen. Daraufhin siedelte fast das komplette Team (darunter Leistungsträger wie z. B. Paul Salisch oder Heinz Rogge) endgültig nach West-Berlin über und trat danach auch gegen den HSV an. Etwa zwei Wochen später gründeten die Spieler den SC Union 06 Berlin im Westteil Berlins neu.

1950–1965: Absturz und Namenswechsel[Bearbeiten]

Szene von 1957: Motor Berlin gegen Chemie Grünau-Schmöckwitz.

Die in der DDR verbliebenen Mitglieder waren durch den Verlust der nahezu kompletten ersten Mannschaft stark geschwächt. Zuerst nur der neuen zweithöchsten Liga, dann doch der DDR-Oberliga zugeordnet[3], wurde 1950/51 der Klassenerhalt knapp verpasst. Dass Union nachträglich dennoch in der Oberliga bleiben konnte, verdankte das Team nicht der eigenen sportlichen Stärke, sondern vielmehr der Entscheidung des DS, dass in der Oberliga zwei Ost-Berliner Mannschaften verbleiben mussten. Neben den Wuhlheidern profitierte noch der VfB Pankow davon.

Diese Entscheidung beinhaltete jedoch, dass beide Mannschaften in die Betriebssportgemeinschaften (BSG) von Trägerbetrieben eingegliedert wurden und so die vom DS begonnene Umstrukturierung „auf Produktionsbasis“ zu gewährleisten. Union wurde in die BSG des VEB Transformatorenwerk Karl Liebknecht (kurz TRO) eingegliedert und hieß nun BSG Motor Oberschöneweide. Auch die traditionellen Farben wurden geändert, und aus dem Blau-Weiß des Vorgängers (und des „Brudervereins“ im Westen) wurde das heute charakteristische Rot-Weiß. Ein paar Wenige versuchten noch, den alten Verein mit dem Namen Union Oberschöneweide weiterzuführen, hatten dabei aber wenig Erfolg, denn nach nur zwei Jahren in der drittklassigen Bezirksliga (wobei man sich in der Saison 1952/53 mit dem SVgg Grünau zusammenschloss[4]) stieg der Club weiter in die Berliner Amateurklassen ab und löste sich 1972 schließlich vollständig auf.

Die sportliche Situation Unions besserte sich aber auch als Motor Oberschöneweide nicht, und in der Saison 1952/53 stieg der Verein in die zweitklassige DDR-Liga ab. Zwei Jahre später folgte der Abstieg in die II. DDR-Liga. Kurz zuvor war die Mannschaft als Fußballabteilung in den SC Motor Berlin integriert worden. Wiederum nur zwei Jahre später (1957) wurde Motor Berlin mit den verschiedenen BSGen anderer Trägerbetriebe zum TSC Oberschöneweide zusammengefasst. Dieser fusionierte 1963 mit dem SC Rotation Berlin sowie dem SC Einheit Berlin zum TSC Berlin. Die Gründe für die häufigen Namens- und Strukturwechsel waren vor allem sportpolitischer Natur und in der DDR zu dieser Zeit keineswegs unüblich. So entstand der TSC Berlin durch einen Beschluss der Bezirksleitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) als ziviles Gegenstück gegenüber den Sportclubs (SC) der Volkspolizei (Sportvereinigung Dynamo) und der Nationalen Volksarmee (Armeesportvereinigung Vorwärts).[5]

Zum Leidwesen der Ost-Berliner Union führten derartige Umwandlungen zu einem Identitätsverlust bei den Fans, sodass bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 noch viele Anhänger zur West-Berliner Union ins Poststadion pilgerten und dem Verein in Köpenick weniger Beachtung schenkten. Die fehlende Fan-Unterstützung, den personellen Verlust aus der Flucht und die Delegierung hoffnungsvoller Talente zu den damaligen Ost-Berliner Spitzenmannschaften ASK Vorwärts Berlin (z. B. Günther Wirth, Horst Assmy und Lothar Meyer) und SC Dynamo Berlin konnte die Mannschaft lange Zeit nicht kompensieren und spielte bis 1962 in der dritten Liga (zum Vergleich: Union 06 spielte im Westen noch bis 1957 in der Spitzengruppe der Berliner Meisterschaft mit und verschwand erst 1962 nach und nach aus den obersten Ligen).

Erst danach besserten sich mit dem Aufstieg zurück in die DDR-Liga für das Team die Zeiten. In den folgenden Jahren wurde allerdings der Aufstieg in die Oberliga verpasst. In der Saison 1963/64 reichte sogar ein 15:1-Sieg am letzten Spieltag gegen den SC Frankfurt nicht aus, um den SC Neubrandenburg noch zu überholen. Erst mit dem Engagement von Werner Schwenzfeier sollte die Mannschaft wenig später wieder große Erfolge feiern.

1966 bis heute: Der 1. FC Union Berlin[Bearbeiten]

1966–1971: Neugründung und Pokalsieg[Bearbeiten]

In der Saison 1965/66 war es soweit und der Wiederaufstieg in die Oberliga war gelungen. Mit sechs Punkten Vorsprung wurden die Köpenicker überraschend klar Erster in der Liga. Diesem sportlichen Ereignis voraus gingen allerdings wieder für den Verein gravierende sportpolitische Veränderungen. In einer Neuordnung des DDR-Fußballs sollten Leistungszentren in Form von Fußballclubs gebildet werden. Überraschenderweise wurde dabei auch das zweitklassige Team aus Oberschöneweide berücksichtigt, obwohl in Ost-Berlin mit dem BFC Dynamo (Nachfolger des SC Dynamo) und dem FC Vorwärts Berlin (Nachfolger des ASK Vorwärts) bereits zwei Leistungszentren entstanden waren. Darüber hinaus sollte es ursprünglich pro DDR-Bezirk nur maximal einen Fußballclub geben.

Wappen des 1. FC Union Berlin seit 1966

Dass das Team aus Köpenick trotzdem Berücksichtigung fand, war dem Vorsitzenden des Bundesverbands des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB), Herbert Warnke, zu verdanken. Dieser forderte, für die Berliner Werktätigen einen zivilen Fußballclub einzurichten, und hatte damit Erfolg: Am 20. Januar 1966 wurde der Verein als 1. FC Union Berlin neu gegründet.

1968: Union Berlin feiert den FDGB-Pokalgewinn.

Union startete mit guten Leistungen in die erste Oberligasaison und wurde am Ende überraschend Sechster. Damit lag man – wie auch bei den inzwischen wieder gestiegenen Zuschauerzahlen – vor den anderen beiden Ost-Berliner Vereinen. Zudem konnten die Zuschauer in der Saisonvorbereitung 1967 auch internationale Gastmannschaften in Ost-Berlin erleben, denn der 1. FC Union trat im Intertoto-Cup 1967 an.

Ein Jahr später gelang den Unionern mit dem Gewinn des FDGB-Pokals der größte Erfolg ihrer DDR-Geschichte. Im Endspiel konnte der hohe Favorit FC Carl Zeiss Jena (zu dieser Zeit amtierender DDR-Meister) besiegt werden, weshalb das siegreiche Team um Spieler wie „Jimmy“ Hoge, „Ate“ Wruck oder „Mäcki“ Lauck bis heute bei den Fans Heldenstatus besitzt.

Spieldaten des Finales um den FDGB-Pokal 1967/68

Wegen der Ereignisse des Prager Frühlings wurden die Unioner in der darauf folgenden Saison jedoch um ihre Qualifikation für den Europapokal der Pokalsieger gebracht, da der DFV als Protest gegen die Neuauslosung aller Europapokalpartien mit Trennung von Ostblock- und Westblock-Staaten seine Mannschaften zurückzog. Stattdessen schaffte der 1. FC Union den Klassenerhalt nicht und stieg in die Liga ab. Im Folgejahr fing sich das Team wieder, schaffte den sofortigen Wiederaufstieg und erreichte mit dem fünften Rang in der Saison 1970/71 schließlich die beste Oberliga-Platzierung Unions aller Zeiten.

1971–1980: Relegationskomplex[Bearbeiten]

Ab dem Jahr 1971 gab es in Ost-Berlin mit dem 1. FC Union Berlin und dem BFC Dynamo nur noch zwei große Fußballvereine. Der FC Vorwärts Berlin wurde nach Frankfurt (Oder) umgesiedelt, was zur Folge hatte, dass die den Fußballclubs zur Verfügung stehenden Bezirke und deren angeschlossene Trainingszentren in Berlin und Brandenburg noch einmal neu aufgeteilt wurden. Aus diesen Trainingszentren rekrutierten die Vereine, welche 1966 als Leistungszentren ausgesucht worden waren, ihre Nachwuchsspieler und die Neuaufteilung lief nicht zufriedenstellend für die Verantwortlichen Unions. War Ostberlin vorher gedrittelt, ging das freiwerdende Drittel nun an den BFC Dynamo. Da auch die Bezirke in Brandenburg neu aufgeteilt wurden und Union hier den Bezirk Potsdam an Vorwärts abgeben musste, verfügte der Verein nun nur noch über sechs Trainingszentren (zum Vergleich: Der BFC besaß 38).

Relegation 1974: Union verliert zuhause mit 1:2 gegen den HFC Chemie.

Auch aufgrund dieser Schwächung stieg Union erneut aus der Oberliga ab und verlor darüber hinaus in Reinhard Lauck einen weiteren großen Publikumsliebling (bereits 1970 musste Hoge seine Karriere bei den „Eisernen“ beenden). Ab 1973 trat der 1. FC Union in der neu strukturierten DDR-Liga an, welche nun nicht mehr über zwei sondern fünf Staffeln verfügte, aus denen die zwei Aufsteiger durch eine Relegationsrunde ermittelt wurden. Für den Verein wurde dieser Modus zum „Relegationskomplex“, da die Mannschaft zweimal hintereinander als Staffelsieger in der Aufstiegsrunde scheiterte (und auch in Zukunft mit diesem Modus oft Pech hatte). Erst 1976 schaffte der Verein wieder den Aufstieg.

Das Jahr 1976 brachte für Union nicht nur den Aufstieg, sondern auch mit Heinz Werner einen neuen Trainer in die Wuhlheide. Zu Beginn der Saison 1976/77 konnte das Team gleich auf Anhieb für eine Überraschung sorgen und am ersten Spieltag vor 45.000 Zuschauern im Stadion der Weltjugend den BFC Dynamo mit 1:0 schlagen. Auch das Rückspiel (ebenfalls im Stadion der Weltjugend) gewann Union mit 1:0. Am Ende der Saison konnte Union die Klasse halten, aber vor allem die beiden Siege gegen den bei vielen Fußballanhängern in der DDR als „Stasiverein“ verhassten BFC Dynamo bescherten Union ein Image als Kultverein und Publikumsmagneten in den 1970ern. So hatte der FCU in der Folgesaison mit durchschnittlich 17.308 Zuschauern pro Heimspiel den zweitgrößten Zuschauerschnitt hinter Dynamo Dresden. Sportlich kämpfte der Verein zwar jedes Jahr gegen den Abstieg (welcher 1978 und 1979 erneut verhindert wurde), aber durch das Image des Underdogs und die Missbilligung durch die DDR-Führung war der Verein ein Sammelbecken für viele, die ihrem Unmut gegen das System Luft machen wollten. Daher stand der Verein auch unter besonderer Beobachtung der Funktionäre.

Doch trotz der vielen Zuschauer stieg man am Ende der Saison 1979/80 in die DDR-Liga ab. Auch in den Derbys gegen den BFC konnte die Mannschaft keine weiteren Erfolge verzeichnen, und teilweise wurde die Mannschaft mit Ergebnissen wie 0:6 oder 0:5 regelrecht auseinandergenommen. Im FDGB-Pokal verloren die „Eisernen“ einmal sogar mit 1:8.

1980–1989: Fahrstuhlmannschaft[Bearbeiten]

Nach dem insgesamt vierten Abstieg aus der Oberliga starteten die Köpenicker 1980 wieder in der Liga und scheiterten zum dritten Mal in der Relegation, sodass erst 1981/82 der Wiederaufstieg feststand. Trotzdem wurde der Trainer Heinz Werner nach dieser Saison durch Harry Nippert abgelöst. Die Demission des beliebten Trainers war bei den Fans sehr umstritten, da Nippert zuvor u. a. auch beim BFC Dynamo tätig war und zeitgleich mit Norbert Woick als Präsident ein weiteres ehemaliges BFC-Mitglied in einer leitenden Position tätig wurde. Für viele Union-Fans wirkten diese Personalien wie der Versuch, den Verein „von oben“ zu kontrollieren. Sowohl Nippert als auch Woick hielt es allerdings nur ein Jahr bei Union. Immerhin konnte trotz der internen Streitigkeiten 1982/83 der Abstieg vermieden werden (obwohl kein einziger Auswärtspunkt geholt wurde).

Mannschaftsfoto für die Saison 1983/84

Nach der Folgesaison stieg der Verein erneut in die Zweitklassigkeit ab. Dabei kam es zwischen Union und der BSG Chemie Leipzig zu einem wortwörtlichen „Abstiegsfinale“: Union hatte am letzten Spieltag der Saison den direkten Abstiegskonkurrenten Chemie mit 2:0 besiegt und belegte dadurch zusammen mit den Leipzigern punkt- und torgleich den letzten Nichtabstiegsplatz. Deswegen mussten zwei Entscheidungsspiele über den Klassenerhalt entscheiden. Nach einem 1:1 in Berlin und einem 1:2 in Leipzig stiegen die Berliner ab.

Nach einem Jahr gelang der sofortige Wiederaufstieg. In der Saison 1985/86 spielte Union sehr erfolgreich und belegte bis zum drittletzten Spieltag noch einen UEFA-Pokal-Platz. Am Ende wurde das Team Siebter und stellte mit Ralf Sträßer den Torschützenkönig der Oberliga (er erzielte 14 Treffer). Die größte Überraschung gelang aber im FDGB-Pokal, wo Union unerwartet das Finale erreichte und auf dem Weg dorthin Gegner wie den 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden besiegen konnte. Im Finale war der 1. FC Lokomotive Leipzig allerdings deutlich stärker und die Berliner unterlagen klar mit 1:5.

Spieldaten des Finales um den FDGB-Pokal 1985/86

Ein weiteres Highlight für die Fans war der Intertoto-Cup in der Sommerpause 1986, in dem sich die Unioner auch mit westeuropäischen Gegnern messen konnten. Nach Spielen gegen Bayer Uerdingen, Lausanne Sport und Standard Lüttich gewann das Team aus Berlin seine Intertoto-Gruppe.

Spielergebnisse des Intertoto-Cup 1986

In der nächsten Saison kämpfte der Verein wieder gegen den Abstieg und erreichte am Ende der Spielzeit nur Rang elf. Knapper verlief der Abstiegskampf in der Folgesaison, als Union sich am letzten Spieltag erst in der Nachspielzeit durch das notwendige Siegtor gegen den FC Karl-Marx-Stadt auf einen Nichtabstiegsplatz rettete. In der Saison 1988/89 stieg die Mannschaft zum sechsten und letzten Mal aus der DDR-Oberliga ab, doch kurz darauf wurde der Fußball durch den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 nur noch zur Nebensache in der DDR.

1989–1998: Ohne Lizenz und drohender Bankrott[Bearbeiten]

Die Wendezeit begann für Union mit einem Freundschaftsspiel vor 51.270 Zuschauern im Olympiastadion zunächst verheißungsvoll, denn bei dem ersten Duell der beiden Traditionsvereine seit 28 Jahren feierten Blau-Weiß (Hertha) und Rot-Weiß (Union) gemeinsam sich selbst und machten aus der Veranstaltung ein großes Fest auf den Rängen. Zu diesem Zeitpunkt lag Union in der noch bestehenden DDR-Liga mit nur einem Sieg Rückstand auf Tabellenführer Vorwärts Frankfurt auf Platz 2 und hatte noch Aussichten auf den Aufstieg. Dieser wurde am Ende der Saison jedoch verpasst, was sich ein Jahr später noch als Problem herausstellte, als es zur Vereinigung der west- und ostdeutschen Ligen kam.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der 1. FC Union Berlin in den DFB eingegliedert.

Der Deutsche Fußballbund (DFB) billigte den ehemaligen DDR-Vereinen in seinen beiden Profiligen nur acht Plätze – zwei in der Bundesliga und sechs in der Zweiten Liga – zu, was vor allem an dem mangelnden Vertrauen in die Wirtschaftlichkeit der Ost-Klubs lag, da diese Probleme bei der Anpassung an den Profifußball hatten. Für die Verteilung von zwei Zweitligaplätzen wurde eine Qualifikationsrunde mit Teilnehmern aus der DDR-Oberliga und -Liga gebildet. Der 1. FC Union konnte sich in der Saison 1990/91 durch einen ersten Platz in der Liga dafür qualifizieren, scheiterte aber in seiner Relegationsgruppe und trat in der Folgesaison in der NOFV-Oberliga (damals noch die dritte Liga) an. In dieser Phase verabschiedeten sich viele Spieler in den Westen, und auch die Zuschauerzahlen brachen rapide ein.

Auch 1992 wurde der Aufstieg wieder in der Relegation verpasst, weshalb der Verein immer mehr als „unaufsteigbar“ galt. Zu Beginn der Folgesaison nahm Frank Pagelsdorf auf der Unioner Trainerbank Platz, und mit ihm schien für viele Fans der Traum von der Zweiten Liga wahr zu werden. Am Ende der Saison wähnten sich alle Köpenicker am Ziel, als im alles entscheidenden Relegationsspiel der 1. FC Union Berlin mit einem 1:0-Heimsieg gegen den Bischofswerdaer FV 08 vor über 15.000 Zuschauern den sportlichen Aufstieg schaffte. Erst später stellte sich heraus, dass eine Bankbürgschaft gefälscht worden war, um so die Lizenzauflagen des DFB zu erfüllen, woraufhin der DFB die Lizenz für die Zweite Liga verweigerte. Bis heute ist nicht geklärt, wer im Verein die Bürgschaft gefälscht hatte.

Auch in der Saison 1993/94 wurde Union Berlin zu Saisonende die Lizenz für die Zweite Liga durch den DFB aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit verweigert, da der Schuldenberg fast 2,56 Millionen Euro betrug. Nur ein schwacher Trost war der Gewinn des inzwischen Paul-Rusch-Pokal genannten Berliner Landespokals zum ersten Mal nach 46 Jahren sowie die Teilnahme an der deutschen Fußballamateurmeisterschaft. Union Berlin blieb in der dritten Liga und musste viele gute und somit teure Spieler verkaufen (Martin Pieckenhagen an Tennis Borussia sowie später Marko Rehmer und Sergej Barbarez an Hansa Rostock), um sich finanziell nicht vollständig zu ruinieren. Trainer Pagelsdorf verabschiedete sich ebenfalls in Richtung Rostock – und stieg dort nur wenig später mit vielen Ex-Unionern in die Bundesliga auf.

Nina Hagen sang 1998 die Hymne Eisern Union ein

Die nächsten Jahre waren für die Unioner ein wirtschaftlicher Überlebenskampf. Sportlich war das Team zwar im oberen Tabellendrittel der Regionalliga Nordost (die neue dritte Liga) festgesetzt, doch nebenher stiegen die Schulden auch aufgrund der „Altlasten“ durch teure Spielerverträge immer weiter. In der Saison 1994/95 wurde dem Verein zum dritten Mal in Folge die Lizenz für die Profiligen verweigert (wobei die Zweite Liga diesmal auch sportlich verpasst wurde) und trotzdem handelten das Präsidium sowie das Management des Vereins weiterhin zum Teil hoch dotierte Verträge mit Spielern und Trainern aus. Bezeichnend für die Leistung des Managements war die Saison 1995/96, in welcher Union dreimal den Trainer wechselte. Trainer Hans Meyer wurde wegen Streitigkeiten mit der Führungsebene entlassen, als die Mannschaft nach acht Siegen und zwei Unentschieden auf Tabellenplatz zwei stand.

Im Februar 1997 schien der Verein endgültig zu Grunde gewirtschaftet zu sein, und in der Presse stand zu lesen, dass der Konkurs schon unabwendbar sei. Die Fans des FCU organisierten sich und marschierten bei einer großen Rettet-Union-Demonstration (etwa 3.000 Fans waren anwesend) durch das Brandenburger Tor – erfolgreich, denn der Sportartikelhersteller Nike schloss einen Sponsorenvertrag über fünf Jahre mit Union ab, und so wurde die Pleite vorerst noch abgewendet. Immerhin machten die Köpenicker auch ein paar sportliche Schlagzeilen und erreichten das Finale des Paul-Rusch-Pokals, in dem sie aber gegen die Reinickendorfer Füchse verloren.

Der Abwärtstrend ging zunächst weiter, und Spieler sowie Trainer verließen Union, weil sie entweder unpünktlichen Gehaltszahlungen ausgesetzt waren oder keine sportliche Zukunft mehr sahen. Das Präsidium war zerstritten aufgrund der finanziellen Lage (rund 2,56 Millionen Euro Schulden, davon rund 256.000 Euro kurzfristige Verbindlichkeiten). Nur die Mannschaft spielte in der Regionalliga oben mit, und die Fans versuchten weiterhin, ihren Verein zu retten, indem sie in der Öffentlichkeit sammeln gingen (mit der Aktion „Fünf Mark für Union“) oder das Spiel gegen TeBe im Mommsenstadion boykottierten, um die Kartenpreise dem Verein zu spenden. Erst im Januar 1998 nahte durch das wirtschaftliche Engagement von Michael Kölmel und seiner Firma Kinowelt die finanzielle Rettung. Außerdem durften die Union-Fans einen prominenten Neuzugang begrüßen: Die bekannte Musikerin Nina Hagen sang für den Verein eine neue Vereinshymne.

1998–2004: Europapokal und Profifußball[Bearbeiten]

Der FCU startete in die Saison 1998/99 erstmals seit Jahren ohne große Existenzsorgen, landete am Ende aber nur auf Platz sechs. In der Saison 1999/2000 ging es mit dem neuen Trainer Georgi Wassilew besser, denn der „General“ führte die Mannschaft zur Meisterschaft in der Regionalliga und damit in die Relegation um den Zweitligaaufstieg gegen den Meister der Regionalliga Nord. Aber der Klub scheiterte erneut, diesmal gegen den VfL Osnabrück im Elfmeterschießen (Hin- und Rückspiel endeten jeweils 1:1). In der folgenden Amateurmeisterschaft um den verbliebenen Aufstiegsplatz brauchten die Wuhlheider im entscheidenden Spiel gegen LR Ahlen ein Unentschieden um aufzusteigen, doch auch dieses verloren sie mit 1:2.

Trotz dieses erneuten Rückschlags sollte die folgende Saison 2000/01 eine der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte werden. In der neugegliederten Regionalliga Nord erreichte man souverän den ersten Rang und stieg zum ersten Mal in die 2. Bundesliga auf. Parallel dazu sorgte das Team im DFB-Pokal für Schlagzeilen, als nach einem 6:4-Sieg nach Elfmeterschießen im Halbfinale über Borussia Mönchengladbach das DFB Pokalfinale 2001 erreicht wurde. Erst dort unterlag man dem Bundesliga-Zweiten FC Schalke 04 mit 0:2.

Spieldaten des Finales um den DFB-Pokal 2001
Seit 2003 findet im Stadion das jährliche Weihnachtssingen statt. (Bild aus dem Jahr 2010)

Da der FC Schalke 04 aber als Vize-Meister für die Champions League startberechtigt war, durfte Union dennoch in der Folgesaison erstmals im Europapokal spielen und qualifizierte sich als erster und bisher einziger deutscher Drittligist für den UEFA-Pokal. Dort erreichten die Spieler in der Saison 2001/02 durch ein 1:1 und einen 3:0-Sieg gegen den finnischen Vertreter Haka Valkeakoski die zweite Runde, wo die Mannschaft gegen die bulgarische Mannschaft Litex Lowetsch ausschied.

UEFA-Pokal 2001/02
20. Sep. 2001: FC Haka Valkeakoski (FIN) – 1. FC Union Berlin 1:1 (1:0) – Valkeakoski, Tehtaan kenttä 1.720 Zuschauer
27. Sep. 2001: 1. FC Union Berlin – FC Haka Valkeakoski (FIN) 3:0 (2:0) – Berlin, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, 12.111 Zuschauer
18. Okt. 2001: 1. FC Union Berlin – Litex Lowetsch (BUL) 0:2 (0:0), Berlin, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, 11.255 Zuschauer
30. Okt. 2001: Litex Lowetsch (BUL) – 1. FC Union Berlin 0:0 (0:0), Lowetsch, Gradski-Stadion, 3.000 Zuschauer

Der Verein spielte insgesamt drei Jahre in der Zweiten Bundesliga. Im ersten Jahr erreichte die Mannschaft einen überraschend guten sechsten Platz und verdarb unter anderem am letzten Spieltag durch einen 3:1-Heimsieg dem FSV Mainz dessen schon sicher geglaubten Aufstieg. Auch die Saison 2002/03 beendete der Verein auf einem einstelligen Tabellenplatz (der Verein wurde Neunter), jedoch hatte die Saison einen für viele Fans unrühmlichen Höhepunkt, als am 7. Oktober 2002 das Team mit 0:7 beim 1. FC Köln verlor, weshalb Wassilev eine Woche später seinen Hut als Trainer nehmen musste. Sein Nachfolger wurde Mirko Votava, doch auch er wurde in der Saison 2003/04 durch einen neuen Übungsleiter ersetzt, weil Union an das Tabellenende abgerutscht war. Neuer Coach wurde der bei Fortuna Düsseldorf berühmt gewordene Aleksandar Ristić, welcher aber nicht mehr verhindern konnte, dass der 1. FC Union als Tabellensiebzehnter in die Regionalliga Nord absteigen musste.

2004–2008: Einmal Oberliga und zurück[Bearbeiten]

Auf eine der erfolgreichsten Epochen in der Geschichte von Union Berlin folgte im Jahr 2005 der wohl tiefste Fall, als der Zweitligaabsteiger auch in der Regionalliga nicht die Klasse hielt und in der Oberliga landete. Vier verschiedene Trainer konnten den Absturz nicht aufhalten. Auch die Finanzen bereiteten dem Verein wieder Sorgen, da die für die Lizenz der Saison vom DFB geforderten Liquiditätsreserven in Höhe von 1,46 Millionen Euro erneut nur durch Spenden zusammen gebracht werden konnten (u. a. durch den Spendenaufruf „Bluten für Union“). Den Klub drückten neben den kurzfristigen Verbindlichkeiten von rund 720.000 Euro auch die langfristigen Schulden (rund 15 Millionen Euro) beim ehemaligen Retter Michael Kölmel.

Jedoch konnte sich der Verein in der Folgesaison wieder regenerieren und sicherte sich unter dem vom Ligakonkurrenten MSV Neuruppin geholten Trainer Christian Schreier den Wiederaufstieg in die Regionalliga. Die Höhepunkte der Saison bildeten dabei die beiden Stadtderbys gegen den alten Rivalen BFC Dynamo: Im Hinspiel in Köpenick besiegte Union den Kontrahenten vor 14.020 Zuschauern mit 8:0, was ein Rekordergebnis gegen Dynamo bedeutete. Das von einem Großteil der Union-Fans boykottierte Rückspiel im Sportforum Hohenschönhausen wurde dagegen beim Stand von 1:1 abgebrochen, nachdem Anhänger des BFC Dynamo die Absperrungen zum Stadioninnenbereich überwunden und versucht hatten, sich Zugang zum Gästeblock, in dem die Union-Fans untergebracht waren, zu verschaffen. Im Nachhinein wurde das Spiel mit 2:0 für den 1. FC Union gewertet.

Das Team der Saison 2006/07 am Rathaus Köpenick mit dem gewonnenen Berliner Landespokal

In der Saison 2006/07 wurde in der Regionalliga die Klasse gehalten, wobei sich im Saisonverlauf Positiv- mit Negativserien abwechselten: Nach einem starken Saisonstart und der kurzzeitigen Tabellenführung folgte eine Schwächephase. Zur Rückrunde wurde das Team wieder besser, trotzdem verkündete Trainer Schreier überraschend seinen Abschied zum Saisonende aus persönlichen Gründen. In der Folgezeit verlor die Mannschaft mehrere Spiele hintereinander und geriet kurzzeitig in Abstiegsgefahr. Im Berliner Landespokal feierte das Team dagegen durchweg Erfolge und gewann diesen im Finale mit 7:0 gegen den benachbarten Verbandsligisten Köpenicker SC.

In der Saison 2007/08 gelang der Mannschaft unter Schreiers Nachfolger Uwe Neuhaus die Qualifikation für die neue 3. Profiliga. Zwar erwischte das mit früheren Bundesliga-Spielern Michael Bemben, Marco Gebhardt und Macchambes Younga-Mouhani verstärkte Team zunächst einen Fehlstart. Im Verlaufe der Saison stabilisierten sich die Leistungen jedoch, sodass Union sich vorzeitig die Drittligaqualifikation sicherte und am Ende sogar Chancen auf den Zweitligaaufstieg hatte. Dieser wurde jedoch nach zwei Niederlagen in den letzten beiden Heimspielen verpasst. Im Berliner Pokal wurde die Titelverteidigung verpasst, als das Team im Halbfinale überraschend gegen den Fünftligisten VfB Hermsdorf nach Elfmeterschießen unterlag. Dadurch wurde die Chance auf die Qualifikation für den DFB-Pokal der Folgesaison verpasst und somit auch die Möglichkeit auf einen ähnlich attraktiven Gegner wie Eintracht Frankfurt zu treffen, gegen den Union in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 1:4 unterlag.

2008–heute: Aktuelle Entwicklung[Bearbeiten]

Nach jahrelangen Verhandlungen und Planungen begannen vor der Saison 2008/09 endlich die notwendigen Sanierungsarbeiten am Stadion An der Alten Försterei. Aufgrund der Bauarbeiten trug der Verein seine Saison-Heimspiele im Jahnsportpark aus. Trotz dieser – von den Fans ungeliebten und teilweise boykottierten – Ausweichspielstätte spielte die Mannschaft eine erfolgreiche Saison, eroberte am 21. Spieltag die Tabellenspitze der dritten Liga und verteidigte diese bis zum Saisonende. Bereits drei Spieltage vor Saisonschluss sicherte sich die Mannschaft vorzeitig die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die zweite Bundesliga. Daneben gewann das Team auch den Berliner Landespokal. Im Finale des Wettbewerbs, in dem der Verein überwiegend mit Reservespielern antrat, setzten sich die „Eisernen“ knapp mit 2:1 gegen den alten Rivalen Tennis Borussia Berlin durch.

Umbaumaßnahmen im Stadion An der Alten Försterei im Jahr 2009

In der Sommerpause 2009 wurde nach 13 Monaten Bauzeit das renovierte Stadion An der Alten Försterei in einem Testspiel gegen Hertha BSC (Endresultat 3:5) feierlich eingeweiht. Zum Saisonauftakt traf der Zweitligaaufsteiger in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Pokalverteidiger Werder Bremen. Vor ausverkauftem Haus hatte der 1. FC Union gegen den klassenhöheren Gegner keine Chance und unterlag mit 0:5. Dafür startete die Mannschaft sehr erfolgreich in die Liga und belegte bis zum 14. Spieltag durchgehend einen der ersten fünf Tabellenplätze. Nach einer Schwächephase im zweiten Saisondrittel rutschte der Verein zeitweilig bis auf den dreizehnten Tabellenrang ab, konnte aber am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt endgültig sichern und wurde am Ende Tabellenzwölfter.

Für Aufmerksamkeit außerhalb des sportlichen Bereichs sorgte die kurze Partnerschaft mit der International Sport Promotion (ISP), die dem Verein als Hauptsponsor bis 2014 jährlich zwei Millionen Euro Einnahmen bringen sollte, aufgrund ihres undurchsichtigen Geschäftsmodells aber auch für Kontroversen sorgte.[6] Am 24. August 2009 trennte sich der Verein von der ISP, da diese beim Zustandekommen des Vertrages falsche Angaben gemacht hätte. Ein wichtiger Grund soll dabei auch die Vergangenheit des Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Czilinsky, der beim Ministerium für Staatssicherheit tätig war, gewesen sein. Czilinsky war nach Bekanntgabe dieser Informationen von seinem Posten zurückgetreten.[7]

Saison Zuschauerschnitt
2009/10 14.176
2010/11 14.265
2011/12 16.123
2012/13 17.203

Die neue Saison begann Union mit einem Misserfolg. Im DFB-Pokal unterlagen die Berliner dem zwei Klassen tiefer spielenden Halleschen FC im Leipziger Zentralstadion mit 0:1. Auch in der Liga startete das Team schwach und holte aus den ersten vier Spielen nur zwei Punkte. Danach stabilisierte sich Union und sicherte am 32. Spieltag den Klassenerhalt. Man schloss die Saison auf Platz 11 ab.

Wie schon im Vorjahr startete Union erneut schwach in die Saison 2011/12. So schied die Mannschaft nach einem 5:6 im Elfmeterschießen gegen Rot-Weiss Essen erneut in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen einen unterklassigen Gegner aus. Dem folgte allerdings eine erfolgreiche Weiterentwicklung, sodass der Verein die Saison auf dem 7. Tabellenplatz abschloss. Für Aufsehen sorgte in der dieser Saison aber vor allem der Verkauf der Alte-Försterei-Aktie: Um für den Bau einer neuen Haupttribüne das Stammkapital der Stadionbetriebsgesellschaft um fünf Millionen Euro zu erhöhen, wurde den Mitgliedern und Sponsoren die Zeichnung von maximal jeweils zehn Aktien (von insgesamt 10.000 Wertpapieren) ermöglicht.[8] Bis Abschluss der Zeichnungsfrist am 31. Dezember 2011 gingen 5473 Aktien, also 43,88 Prozent des Grundkapitals des Stadionbetreibers in Streubesitz über. Einhergehend mit der Aktion stieg die Mitgliederzahl während dieses Zeitraums rasant an und erreichte erstmals die Marke von 10.000.[9]

Nach Abschluss der Saison begann in der Sommerpause 2012 der Neubau der Haupttribüne an der Alten Försterei, an der sich der Verein mit zwei Millionen Euro beteiligt.[10]

Verein[Bearbeiten]

Der 1. Fußballclub Union Berlin e. V. hat eine große und vielfältige Fan- und Mitgliederbasis von 11.800  eingetragenen Mitgliedern (Stand: 23. Januar 2014).[11] Der Klub gehört damit zu den 25 mitgliederstärksten Vereinen Deutschlands und ist daran gemessen der zweitgrößte Sportverein in der Hauptstadt nach Hertha BSC.[12]

Präsidium[Bearbeiten]

Die Alte Försterei ist Namensgeber für das Stadion und beherbergt heute die Geschäftsstelle des Berliner Vereins.

Bis 1990 wurden die Vorsitzenden des Vereins als Clubvorsitzende bezeichnet.

Name 1. FC Union Berlin
von bis
Werner Otto 20. Jan. 1966 Aug. 1967
Heinz Müller Aug. 1967 Jul. 1970
Paul Fettback Jul. 1970 19. Feb. 1974
Heinz Hillert 19. Feb. 1974 25. Nov. 1975
Günter Mielis 25. Nov. 1975 1. Mär. 1982
Norbert Woick 1. Mär. 1982 31. Okt. 1983
Klaus Brumm 31. Okt. 1983 20. Dez. 1984
Uwe Piontek 20. Dez. 1984 3. Nov. 1987
Hans-Günter Hänsel 3. Nov. 1987 5. Jun. 1990
Gerhard Kalweit 5. Jun. 1990 Jul. 1993
Detlef Bracht 17. Aug. 1993 Jul. 1994
Horst Kahstein 14. Nov. 1994 Sep. 1997
Heiner Bertram 7. Okt. 1997 12. Okt. 2003
Jürgen Schlebrowski 13. Okt. 2003 30. Jun. 2004
Dirk Zingler seit 1. Jul. 2004

Sponsoren[Bearbeiten]

Die Vereinsfarben des 1. FC Union Berlin sind Rot und Weiß.[13]
Saison Ausrüster Sponsor Branche
1996/97
Nike Karstadt Sport Warenhaus
1997/98
Skandia Versicherer
1998/99
1999/2000 BSR Recycling
2000/01
2001/02
2002/03 saller
2003/04
2004/05
2005/06 EastWest Mode/Textil
Nike
2006/07
2007/08 Silicon Sensor Sensortechnik
2008/09 do you football Silicon Sensor Sensortechnik
2009/10 ISP Sportpromotion
leer
kfzteile24.de KFZ-Handel
2010/11
2011/12 Uhlsport
2012/13 f.becker KFZ-Teile
2013/14

Namenshistorie[Bearbeiten]

Die Vereins- und Namenshistorie
Jahr Namenshistorie
17. Jun. 1906 Gründung des FC Olympia Oberschöneweide
22. Jul. 1906 Anschluss an den BTuFC Helgoland als 3. Mannschaft, Abt. Oberschöneweide
10. Feb. 1907 Anschluss an den BTuFC Union 1892 als 4. Mannschaft, Abt. Oberschöneweide
20. Feb. 1909 Aufnahme in den Verband Berliner Ballspielvereine als Union Oberschöneweide − später SC Union Oberschöneweide
1945 Auflösung durch den alliierten Kontrollrat und Neugründung als SG Oberschöneweide
Dez. 1948 Wiederzulassung als SG Union Oberschöneweide
09. Jun. 1950 1. Mannschaft flüchtet nach West-Berlin und gründet den SC Union 06 Berlin sowie den BBC Südost
1951 Anschluss der Oberliga-Mannschaft an die BSG Motor Oberschöneweide
01. Feb. 1955 Anschluss an den SC Motor Berlin
06. Jun. 1957 Zusammenschluss mit anderen BSGen zum TSC Oberschöneweide
18. Feb. 1963 Zusammenschluss mit anderen Sportclubs zum TSC Berlin
20. Jan. 1966 Gründung des 1. FC Union Berlin

Erfolge[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

SC Union Oberschöneweide:

2001 konnte Union Berlin das Endspiel im DFB-Pokal erreichen.

1. FC Union Berlin:

International[Bearbeiten]

1. FC Union Berlin:

Saisonbilanzen[Bearbeiten]


Mannschaft[Bearbeiten]

Kader 2013/14[Bearbeiten]

Stand: 30. Januar 2014

Trikotnummer / Name Geburtstag Im Team seit Letzter Verein
Tor
01 Daniel Haas DeutschlandDeutschland 1. Aug. 1983 1. Jul. 2012 TSG 1899 Hoffenheim
20 Jan Glinker DeutschlandDeutschland 18. Jan. 1984 1. Jun. 2002 eigener Nachwuchs
35 Marcel Klonz DeutschlandDeutschland 28. Apr. 1992 30. Jul. 2013 Hannover 96 II
Abwehr
04 Roberto Punčec KroatienKroatien 27. Okt. 1991 16. Jul. 2012 Maccabi Tel Aviv
05 Christian Stuff DeutschlandDeutschland 11. Aug. 1982 1. Jul. 2006 1. FC Saarbrücken
06 Marc Pfertzel FrankreichFrankreich 21. Mai 1981 1. Jul. 2011 AO Kavala
07 Patrick Kohlmann IrlandIrland 25. Feb. 1983 26. Jun. 2008 FC Rot-Weiß Erfurt
13 Björn Kopplin DeutschlandDeutschland 7. Jan. 1989 1. Jul. 2012 VfL Bochum
15 Mario Eggimann SchweizSchweiz 24. Jan. 1981 1. Jul. 2013 Hannover 96
26 Niklas Wiebach DeutschlandDeutschland 31. Jan. 1995 1. Jul. 2013 eigener Nachwuchs
34 Fabian Schönheim DeutschlandDeutschland 14. Feb. 1987 1. Jul. 2012 1. FSV Mainz 05
38 Oliver Oschkenat DeutschlandDeutschland 22. Dez. 1993 1. Dez. 2013 eigener Nachwuchs
Mittelfeld
02 Christopher Quiring DeutschlandDeutschland 23. Nov. 1990 1. Jul. 2010 eigener Nachwuchs
08 Barış Özbek DeutschlandDeutschland 14. Sep. 1986 15. Jan. 2013 Trabzonspor Kulübü
10 Martin Dausch DeutschlandDeutschland 4. Mär. 1986 1. Jul. 2013 VfR Aalen
17 Torsten Mattuschka Captain sports.svg DeutschlandDeutschland 4. Okt. 1980 28. Jun. 2005 Energie Cottbus II
18 Benjamin Köhler DeutschlandDeutschland 4. Aug. 1980 1. Jul. 2013 1. FC Kaiserslautern
19 Damir Kreilach KroatienKroatien 16. Apr. 1989 1. Jul. 2013 HNK Rijeka
21 Ahmed Waseem Razeek Sri LankaSri Lanka 19. Sep. 1994 1. Jul. 2013 eigener Nachwuchs
25 Björn Jopek DeutschlandDeutschland 24. Aug. 1993 1. Jul. 2012 eigener Nachwuchs
27 Eroll Zejnullahu DeutschlandDeutschland 19. Okt. 1994 1. Jul. 2012 FC Hertha 03 Zehlendorf
29 Michael Parensen DeutschlandDeutschland 24. Jun. 1986 30. Jan. 2009 1. FC Köln
31 Leonard Koch DeutschlandDeutschland 23. Mai 1995 1. Jul. 2013 eigener Nachwuchs
39 David Hollwitz DeutschlandDeutschland 30. Mär. 1989 1. Dez. 2013 SV Babelsberg 03
Sturm
09 Sören Brandy DeutschlandDeutschland 6. Mai. 1985 25. Juni. 2013 MSV Duisburg
11 Simon Terodde DeutschlandDeutschland 2. Mär. 1988 1. Jul. 2011 1. FC Köln
14 Pascal Wedemann DeutschlandDeutschland 14. Apr. 1994 30. Jul. 2013 eigener Nachwuchs
16 Abdallah Gomaa AgyptenÄgypten 10. Jan. 1996 30. Jan. 2014 ENPPI Club
24 Steven Skrzybski DeutschlandDeutschland 18. Nov. 1992 29. Jul. 2010 eigener Nachwuchs
32 Adam Nemec SlowakeiSlowakei 2. Sep. 1985 24. Jul. 2012 FC Ingolstadt 04
Trainer
Uwe Neuhaus DeutschlandDeutschland 26. Nov. 1959 20. Jun. 2007 Rot-Weiss Essen
Holger Bahra DeutschlandDeutschland 20. Mär. 1958 7. Jan. 2005 Stahl Hennigsdorf
André Hofschneider DeutschlandDeutschland 10. Jun. 1970 20. Jun. 2007 FC Augsburg

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Spielername bei Union
von / bis
Pflichtspiele (Tore)1 Leistungen / Erfolge
Sergej Barbarez 1993–1996 103 (59) Der 1993 von Frank Pagelsdorf nach Berlin geholte Bosnier nutzte Berlin als Sprungbrett für seine große sportliche Karriere (u. a. bosnisch-herzegowinischer Nationalspieler und Bundesliga-Torschützenkönig 2001) und war in seinen drei Jahren bei Union Berlin ein torgefährlicher offensiver Mittelfeldspieler. Er wurde 1996 zum Unioner des Jahres (ein von den Fans jährlich vergebener Sympathiepreis) gewählt.
Steffen Baumgart 2002–2004 068 (23) Baumgart wurde in seinen zwei Jahren bei Union Berlin Mannschaftskapitän, Leistungsträger und Publikumsliebling (zweimal Unioner des Jahres). Der Bundesligaspieler (bei Hansa Rostock, dem VfL Wolfsburg und Energie Cottbus) ist auch heute noch bei den Union-Fans sehr beliebt und wird daher auch als gegnerischer Spieler von ihnen gefeiert.[14]
Christian Beeck 1987–19952 051 0(7) Der gebürtige Rathenower begann bei dem Verein mit acht Jahren seine Fußballlaufbahn und schaffte 1995 von dort den Sprung in den Profifußball (Bundesligaspieler bei Hansa Rostock und Energie Cottbus). Er kehrte 2005 als Sportinvalide zurück zu Union und übernahm zunächst den Posten des Teammanagers, bevor er bis 2011 Sportdirektor war.[15][16]
Sebastian Bönig 2005–2009 134 0 (9) Der gebürtige Bayer kam Anfang 2005 zum 1. FC Union Berlin und hielt dem Verein trotz des Abstiegs in die Oberliga die Treue. Mit ihm stieg der Verein wieder bis in die zweite Bundesliga auf. Bönig war Stammspieler und Mannschaftskapitän. Bei den Fans war er Publikumsliebling. Bei seinem Abschied im Alter von 27 Jahren beendete er seine Fußballkarriere mit der Begründung „Was soll nach Union noch kommen?“.[17]
Uwe Borchardt 1975–1987 199 (69) Der Stürmer schaffte es gleich in seiner Debütsaison für Union zum Torschützenkönig in der DDR-Liga und dadurch zum Unioner des Jahres. Er war in den 1980er Jahren fester Bestandteil der Mannschaft und erreichte mit ihr das FDGB-Pokalfinale 1986.
Jens Härtel 1993–20002 180 (28) Härtel war langjähriger Mannschaftskapitän und Stammspieler in der Abwehr des 1. FC Union sowie 1999 Unioner des Jahres. Er schaffte jedoch nie mit dem Verein den Aufstieg und bestritt im verlorenen Relegationsspiel gegen LR Ahlen sein Abschiedsspiel für den Verein.
Karsten Heine 1969–19862 213 (21) „Kuller“ Heine war lange Jahre erfolgreich als Offensivspieler bei den Eisernen aktiv und in den späten 1970er Jahren fester Bestandteil der Oberliga-Mannschaft. Nach seinem verletzungsbedingtem Karriereende wurde er Trainer und betreute unter anderem auch den 1. FC Union sowie den SV Babelsberg 03 und Hertha BSC, wo er auch heute noch arbeitet.
Lutz Hendel 1968–19932 422 (27) Mit 10 Jahren begann „Meter“ – so wurde er von den Union-Fans genannt – in der Jugend des FCU und verließ den Vereine erst 25 Jahre später als Rekordspieler und mehrmaliger Unioner des Jahres (1990 und 1992).
Günter Hoge 1964–1970 089 0(5) Der von den Fans nur „Jimmy“ genannte Hoge wurde Unions erster DDR-Nationalspieler und damit Star der Mannschaft. Der dribbelstarke Techniker und Pokalheld von 1968 war aber außerhalb des Platzes eigenwillig und geriet oft mit den Verbandsfunktionären aneinander. Ein Vorfall (er betrank sich mit einem seiner Ex-Trainer während des Mannschaftsurlaubs und stimmte das Deutschlandlied an) führte zu einer sechsjährigen Sperre und zum vorzeitigen Ende seiner Karriere. Heute ist „Jimmy“ Ehrenmitglied des Vereins.
Oskar Kosche 1974–19992 204 0(1) Der heutige Geschäftsführer des Vereins ist der einzige Torhüter Unions, welcher ein Pflichtspieltor erzielt hat. Er wurde 1997 und 1998 zweimal nacheinander zum Unioner des Jahres gewählt und nach dem Ende seiner Spielerkarriere erst Nachwuchsleiter, dann als Geschäftsführer auch Präsidiumsmitglied bei Union.
Reinhard Lauck 1968–1973 145 (23) „Mäcki“, wie Lauck auch genannt wurde, bestritt im Pokalfinale 1968 sein Debüt für Union und gewann auf Anhieb den Titel. Der beliebte DDR-Nationalspieler verließ den Verein 1973 (nachdem ihm ein Wechsel nahegelegt wurde, um so seine Nationalmannschaftskarriere nicht zu gefährden) zum großen Rivalen BFC Dynamo und feierte dort große Erfolge (Olympiasieger 1976 sowie WM-Teilnehmer und DDR-Meister).[18]
Wolfgang Matthies 1971–19882 253 0(0) Der Torhüter war wohl das größte Union-Idol der 1970er und 1980er Jahre und mit seinen Paraden, die oft Punktverluste verhinderten, ein großer Rückhalt der Mannschaft im oftmaligen Abstiegskampf. Die Fans verehrten ihn aber auch aufgrund seiner Eigenwilligkeiten, wie z. B. seine Ausflüge aus dem Strafraum, um auf dem Feld mitzuspielen. „Potti“, so sein Spitzname, wurde insgesamt viermal Unioner des Jahres und 2006 von den Fans zum Wertvollsten Unioner aller Zeiten gewählt.
Steffen Menze 1998–2003 166 (40) Menze war lange Jahre Kapitän des Teams und führte es 2001 in das DFB-Pokalfinale sowie in die zweite Bundesliga. Anfangs wurde er aufgrund mangelnder Alternativen noch im Sturm eingesetzt, obwohl er gelernter Libero ist. Aufgrund der Ähnlichkeit des Nachnamens zum Schlagersänger Achim Mentzel wurde der bei den Fans beliebte Spieler (Unioner des Jahres 2002) von ihnen auch „Achim“ genannt.
Tom Persich 1994–20062 321 (16) Der Abwehrspieler war über ein Jahrzehnt lang ein großer Rückhalt für die Unioner Mannschaft und blieb ihr auch nach dem zweifachen Abstieg in die viertklassige Oberliga treu. Nach dem gelungenen Wiederaufstieg schied der „Keiler“ (sein Spitzname) aber im Streit vom Verein. Für die Fans ist er dennoch einer der größten Unioner Helden in den letzten Jahren.
Herbert Raddatz 1933–1948 k. A. Raddatz war einer von Union Oberschöneweides herausragendsten Spielern in den 1930er und 1940er Jahren. Er absolvierte in seinen 16 Jahren bei Union insgesamt 1.600 Spiele (einschließlich der Einsätze in der Jugendmannschaft) für den Verein, weswegen er von den Anhängern des Vereins auch als „König der Wuhlheide“ bezeichnet wurde.
Marko Rehmer 1981–1996 106 (19) Der spätere deutsche Nationalspieler ging aus der Jugendabteilung des 1. FC Union hervor und debütierte bereits als 18-Jähriger in der ersten Mannschaft. Nach fünf Jahren und drei Lizenzentzügen folgt er (wie auch viele andere Spieler Unions) Frank Pagelsdorf nach Rostock und startet dort seine erfolgreiche Bundesligalaufbahn (neben Hansa noch Hertha BSC und Eintracht Frankfurt).
Olaf Seier 1983–1991 226 (49) Einer der großen Publikumslieblinge der Unioner, der in den 1980er Jahren vom Rivalen BFC Dynamo „zugeschoben“ wurde war Olaf Seier. Der aufgrund seiner „Löwenmähne“ oft „Leo“ genannte, bestimmte von 1983 bis 1991 das Geschehen im Mittelfeld bei den Berlinern und schaffte es zweimal (1984 und 1988) zum Unioner des Jahres. 2005 wurde er Trainer der zweiten Männermannschaft von Union Berlin.
Joachim Sigusch 1969–1981 300 (63) Der Offensivspieler und Mannschaftskapitän war in den 1970ern ein sehr populärer Spieler und wurde gegen Ende seiner Karriere 1980 als erster Spieler von den Fans zum Unioner des Jahres gewählt. Aufgrund seiner Schussstärke wurde er auch als „Bulle“ bezeichnet.
Ralf Sträßer 1984–1987 097 (49) Sträßer war der einzige Unioner, der jemals Torschützenkönig in der DDR-Oberliga werden konnte, und brachte es außerdem zum DDR-Nationalspieler. Er wechselte aber 1987 nach einer vereinsinternen Sperre zum FC Carl Zeiss Jena.
Daniel Teixeira 2001–20072 078 (67) „Texas“, wie er an der Alten Försterei genannt wurde, spielte insgesamt nur zweieinhalb Jahre für Union, was aber ausreichte, um zum großen Idol für die Fans zu werden und als erster Spieler ein organisiertes Abschiedsspiel zu bekommen. Der Torjäger schoss Union zu zwei Aufstiegen und stand außerdem mit dem Team im DFB-Pokalfinale. Inzwischen arbeitet der Brasilianer im Jugendzentrum der Eisernen.
Wolfgang Wruck 1959–1974 209 (12) „Ate“ Wruck schoss 1966 das erste Tor in der DDR-Oberliga für den 1. FC Union und wurde später DDR-Nationalspieler, FDGB-Pokalsieger sowie Kapitän der Eisernen. Er musste seine Karriere bei Union aber verletzungsbedingt nach 15 Jahren beenden.
1berücksichtigt sind nur Spiele für den 1. FC Union Berlin (seit Vereinsgründung 1966)
2mit Unterbrechungen

Trainer seit 1965[Bearbeiten]


Uwe Neuhaus (vorne im Bild) ist seit 2007 Trainer des 1. FC Union Berlin.
Name 1.FC Union Berlin
von bis
Georgi Wassilew 01. Jul. 1999 12. Okt. 2002
Ivan Tischanski 13. Okt. 2002 05. Nov. 2002
Miroslav Votava 06. Nov. 2002 24. Mär. 2004
Aleksandar Ristić 25. Mär. 2004 30. Jun. 2004
Frank Wormuth 01. Jul. 2004 27. Sep. 2004
Werner Voigt 28. Sep. 2004 09. Dez. 2004
Lothar Hamann/Holger Wortmann 10. Dez. 2004 19. Dez. 2004
Frank Lieberam 20. Dez. 2004 09. Dez. 2005
Georgi Wassilew 13. Dez. 2005 05. Apr. 2006
Christian Schreier 06. Apr. 2006 19. Jun. 2007
Uwe Neuhaus 20. Jun. 2007 01. Jul. 2016

Spielstätte[Bearbeiten]

Das Stadion An der Alten Försterei ist das größte reine Fußballstadion in Berlin

Bevor Union im Jahr 1910 die erste feste Spielstätte in der Wattstraße am nordwestlichen Ende von Oberschöneweide bekam, hatte die Mannschaft auf dem heutigen Gelände der AEG sowie auf dem Gelände der N. A. G. gespielt. Zehn Jahre spielte der Verein in der Wattstraße, bevor die Mannschaft 1920 dem Wohnungsbau weichen musste und in den Südosten Oberschöneweides umzog. Kurz vor dem Ortseingang von Köpenick am Rande der Wuhlheide entstand das Stadion An der Alten Försterei.

Das anfangs 10.000 Zuschauer fassende Stadion blieb bis in die 1970er Jahre relativ unverändert. Danach wurden umfangreiche Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, welche die Kapazität auf 22.500 Plätze erhöhten und der Anlage einen Ansageturm sowie eine elektronische Anzeigetafel (welche heute allerdings nicht mehr existiert) brachten. An den Umbaumaßnahmen waren Spieler, Funktionäre und Fans des Vereins unentgeltlich beteiligt. Im Jahr 2000 kam es zu erneuten Baumaßnahmen, deren Resultat eine überdachte Sitzplatztribüne war. Die Zuschauerkapazität musste allerdings aufgrund von Sicherheitsauflagen des DFB auf 18.100 Zuschauer zurückgestuft werden.

Das Stadionbauer-Denkmal von Eisern Union

2007 wurden vom Verein die Planungen zur Modernisierung des Stadions bekannt gegeben. Die Stehränge sollten renoviert und überdacht, die Haupttribüne komplett neu gebaut und mit Logen ausgestattet werden. Außerdem sollte im Stadion eine Rasenheizung und Videowand sowie außerhalb der Arena 450 Parkplätze installiert werden. Die Kosten für die geplante Spielstätte wurden auf circa 17 Millionen Euro geschätzt.[19] Das Projekt ließ sich jedoch in dieser Form nicht realisieren, da die Übereignung des Stadiongeländes vom Land Berlin an den Verein für den symbolischen Preis von einem Euro – eine der Hauptvoraussetzungen für den Umbau – durch die Europäische Union aufgrund des Verdachts zu hoher Subventionierung nicht genehmigt wurde.[20]

Nach weiteren Verhandlungen zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem Land Berlin darüber, wie das Land (als Besitzer der Immobilie) die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs für die zweite oder dritte Liga gewährleisten kann, wurden nach dem Abschluss der Saison 2007/08 mit allen dafür notwendigen Baumaßnahmen begonnen sowie Anfang September ein Erbbaurechtvertrag für das Stadion abgeschlossen.[21]

Die erste Umbauphase (u. a. Einbau der Rasenheizung und Überdachung der Stehtribünen) wurde im Juli 2009 abgeschlossen. Die zweite Bauphase, die vor allem den Neubau der Haupttribüne beinhaltet, begann im Juni 2012. Ein Teil der Finanzierung wurde dadurch gewährleistet, dass die Union-Vereinsmitglieder Aktienanteile an der Stadionbetriebs AG erwerben konnten. Die AG konnte dadurch ihr Grundkapital um rund 2,7 Mio. Euro erhöhen. Durch die Umbauarbeiten erhöht sich die Zuschauerkapazität auf 21.717 (davon 17.910 Steh- und 3.807 Sitzplätze).

Amateurmannschaften[Bearbeiten]

Zweite Mannschaft[Bearbeiten]

Die Spuren der zweiten Männermannschaft lassen sich bis in die 1950er Jahre zurückverfolgen. Von 1956 bis 1976 war sie durchgängig in der Bezirksliga Ost-Berlin – der zunächst viert-, später dritthöchsten Spielklasse im DDR-Fußball – vertreten und konnte in den Jahren 1966, 1969 und 1975 den Ost-Berliner Meistertitel erringen. Der damit verbundene Aufstieg in die DDR-Liga blieb den Union-Amateuren verwehrt: 1966 waren Reservemannschaften noch nicht aufstiegsberechtigt; 1969 sowie 1975 spielte die erste Männermannschaft bereits in der DDR-Liga. Zwischen 1976 und 1983 wurden die Reservemannschaften der Oberligisten in eine eigene Nachwuchsoberliga ausgegliedert, sodass Union II in den folgenden Jahren abhängig von der Spielklasse der ersten Mannschaft zwischen Bezirksliga und Nachwuchsoberliga hin- und herwechselte. So spielte sie 1976 bis 1980 und 1982/83 in der Nachwuchsoberliga. Nach der Auflösung der Nachwuchsoberliga 1983 kehrte Union II in die Bezirksliga zurück. Dort blieb sie mit Ausnahme der Saison 1989/90 bis 1991.[22] Erfolge der Mannschaft waren die Siege im Ost-Berliner FDGB-Bezirkspokal 1970, 1974 und 1985.

Buddy Bear in den Traditionsfarben

Nach der sportlichen Wiedervereinigung Berlins wurde die Reserve 1991 zunächst in die Oberliga-Reserve-Staffel eingegliedert. Nach dem vermeintlichen Aufstieg der ersten Männermannschaft in die zweite Bundesliga sollte die Reserve zur Saison 1993/94 in die Berliner Landesliga eingestuft werden. Aufgrund des Lizenzentzugs des Vereins für die zweite Liga startete man stattdessen in der untersten Berliner Spielklasse – der Kreisliga C. Erst 1995 gelang der Aufstieg in die Kreisliga B. Innerhalb der folgenden sechs Jahre stieg „Union Zwee“ (wie die Mannschaft von den Fans genannt wird) viermal auf, bis man schließlich in der Verbandsliga Berlin landete. 2003 stieg man wieder in die Landesliga ab. Nach dem Wiederaufstieg 2004 platzierte sich Union II vorwiegend im Tabellenmittelfeld der Verbandsliga. Nachdem man 2009 in der in „Berlin-Liga“ umbenannten Klasse den dritten Rang belegte, folgte 2010 der große Erfolg mit dem Gewinn der Berliner Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga Nordost.[23] Am Ende der Saison 2011/12 stieg Union II in die wieder gegründete Regionalliga Nordost auf und erreichte damit den größten Erfolg seit 1990.

Frauen[Bearbeiten]

Der 1. FC Union Berlin betreibt seit 1990 eine Frauenfußballabteilung. Ihr größter Erfolg war der Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Seit 2009 spielt die Mannschaft wieder in der Regionalliga Nordost.

Jugend[Bearbeiten]

Die größten Jugenderfolge zu DDR-Zeiten konnte Unions Vorgängerverein TSC Oberschöneweide erringen, als 1960 der DDR-Jugend-Pokal (B-Jugend) und 1961 der DDR-Junioren-Pokal (Junge Welt-Pokal; A-Jugend) gewonnen wurden. Darüber hinaus erreichte der 1. FC Union 1985 den zweiten Platz in der DDR-Jugendmeisterschaft. Zu weiteren überregionalen Titeln reichte es nicht. Trotzdem bildete der Verein viele Talente aus, die oft auch den Sprung in die Jugend-Auswahlmannschaften des DFV schafften.

Nach der Wiedervereinigung gelang es 2005 den A-Junioren sich für die höchste A-Jugend-Liga in Deutschland, die U-19-Bundesliga (Staffel Nord/Nordost), zu qualifizieren. Nach der Folgesaison musste die Mannschaft wieder absteigen. Zwei Jahre später gelang erneut der Sprung aus der Regionalliga Nordost in die Bundesliga. Diesmal hielten die Unioner drei Mal die Spielklasse, ehe sie am Ende der Saison 2011/12 wieder abstiegen. Die B-Junioren schafften 2003 den Sprung in die B-Jugend-Regionalliga Nordost (die zweithöchste Liga im deutschen B-Junioren-Fußball). In der Saison 2007/08 scheiterten sie knapp am Aufstieg in die U-17-Bundesliga. Ein Jahr später gelang schließlich der Bundesligaaufstieg, nach der Saison 2009/10 stieg die Mannschaft aber wieder ab.

In den relativ erfolglosen 1990er-Jahren diente Union Berlin für eigene Talente vor allem als Sprungbrett in den bezahlten Fußball. So gelangten z. B. Christian Beeck, Nico Patschinski, Martin Pieckenhagen oder Marko Rehmer über Union in die erste Bundesliga. Einer der bekanntesten Juniorenspieler der letzten Jahre ist der deutsche Nationalspieler Robert Huth. Er spielte von 2000 bis 2001 bei den Köpenickern, bevor er zum FC Chelsea wechselte.

Fankultur[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Berliner Fans bei einer Choreographie

Das Fußball-Publikum der Vorgängervereine von Union Berlin war über Jahrzehnte hinweg traditionell von Arbeitern geprägt, was vor allem daran lag, dass sich der spätere Berliner Stadtbezirk Oberschöneweide ab Ende des 19. Jahrhunderts zu einem industriellen Ballungsgebiet entwickelt hatte.

Als DDR-Fußball-Leistungszentrum genoss Union, das ab den 1970er Jahren stets in sportlicher Rivalität zum staatlichen Renommierklub aufgebauten Lokalrivalen BFC Dynamo stand, zunehmend auch unter den Berlinern Sympathien, die dem DDR-Alltag kritisch gegenüberstanden. So fanden sich neben den Arbeitern auch Hippies, Punks im Stadion.

Ende der 1990er Jahre als der Verein finanziell vor dem Aus zu stehen schien, waren es die Berliner Union-Fans, die durch verschiedene Aktionen potentielle Geldgeber auf die Situation des Vereins aufmerksam machten und auch selbst durch Spenden ihren Anteil leisteten. Es wurde beispielsweise eine Demonstration unter dem Motto „Rettet Union!“ durch das Brandenburger Tor organisiert, an der sich rund 3.000 Anhänger beteiligten. Das Engagement der Fans ging sogar soweit, dass der langjährige Fan Andreas Freese in den Aufsichtsrat des Vereins gewählt wurde – ein Novum bis dahin. Es waren Anhänger wie er, die in den folgenden Jahren ihren Teil dazu beitrugen, dass der Verein finanziell überleben konnte.[24]

Fanboot des 1. FC Union Berlin auf der Spree

2007 nahm der 1. FC Union Berlin einen Passus in die Hausordnung auf, in dem das grundsätzliche Recht aller auf Nichtdiskriminierung bekräftigt wurde.[25] Darüber hinaus organisierte der Verein 2009 ein Konzert im eigenen Stadion mit dem Titel „Nazis aus dem Takt bringen“, um sich offen für Toleranz zu positionieren. 2011 wurden dem FCU nur noch rund 30 Personen der Kategorie C („gewaltsuchend“) sowie 400 Personen der Kategorie B („gewaltbereit“) zugeordnet.[26]

Seit etwa 2010 entwickelt sich der 1. FC Union Berlin verstärkt zu einem Anziehungspunkt für Neu-Berliner Fußballfans. Die Anhängerschaft umfasst auch internationale Fans, insbesondere aus dem angelsächsischen Raum und Skandinavien.[27]

Das Vereinsmaskottchen des 1. FC Union Berlin ist der Ritter „Keule“.[28] Spitznamen der Mannschaft sind Eiserne bzw. Eisern Union.

Bluten für Union[Bearbeiten]

Im Vorfeld der Saison 2004/05 erwiesen sich die Fans für den Verein als eine wichtige Stütze. Für die Spielgenehmigung in der Regionalliga benötigte Union eine Liquiditätsreserve von 1,46 Millionen Euro, welche der Verein allein nicht aufbringen konnte. Daraufhin gründeten die Fans die Initiative Bluten für Union mit dem Ziel, den Verein bei der Beschaffung des Geldes zu unterstützen. Das Wort Bluten war in diesem Zusammenhang wörtlich zu nehmen, denn die Fans wurden dazu aufgerufen, Blut zu spenden und das erhaltene Geld dem Verein zukommen zu lassen.

Neben dieser fanden noch weitere Aktionen statt, um Geld zu sammeln, darunter T-Shirt-Verkäufe, Rock-Konzerte oder ein Benefiz-Spiel gegen die „Blutsbrüder“ vom FC St. Pauli. Außer den Fans beteiligten sich Firmen und andere Fußballvereine (bzw. deren Fangruppen) durch Spenden an der Rettung des Vereins. Daneben unterstützten zahlreiche Prominente wie der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit oder der ehemalige Berliner Wirtschaftssenator Gregor Gysi die Kampagne. Zum Ablauf der vom DFB gestellten Frist erwies sich die Aktion als Erfolg, denn der Verein erhielt die Spielgenehmigung.

Rivalitäten und Freundschaften[Bearbeiten]

Die Union Berlin-Fans pflegen wenig einheitliche Fanfreundschaften mit anderen Fangruppen, sondern verhalten sich in dieser Thematik überwiegend heterogen. So verbindet einige Unioner mit den Fans des FC Schalke 04 seit dem DFB-Pokalfinale 2001 eine Freundschaft. Andere Union-Anhänger pflegen wiederum die alten Kontakte zur Hertha-Fanszene. Darüber hinaus existieren auch vereinzelt Verbundenheiten mit dem FC St. Pauli, dem FC Sachsen Leipzig oder unterklassigen Vereinen aus dem regionalen Umfeld.

Hertha BSC

Eiserne Anhänger beim Anfeuern.

Im Profifußball ist Hertha BSC seit der Jahrtausendwende größter Konkurrent des 1. FC Union Berlin im Bereich des Publikums- und Medienzuspruchs.[29] Dadurch entwickelte sich auch zwischen den Fans der beiden Berliner Klubs eine Rivalität. Zu DDR-Zeiten dagegen gab es zwischen Union und Hertha eine Fanfreundschaft. So kamen Herthaner nach Ost-Berlin, um Union-Heimspiele zu besuchen, und im Gegenzug begleiteten die Unioner Hertha zu deren Europapokal-Auswärtsspielen ins sozialistische Ausland (z. B. nach Prag 1979). In der unmittelbaren Nachwendezeit erlebte die Freundschaft ihren Höhepunkt mit dem Freundschaftsspiel im Berliner Olympiastadion vor über 50.000 Zuschauern, danach ließ die gegenseitige Zuneigung jedoch nach. Sportlich gab es bis 2010 – abgesehen von Spielen zwischen Herthas zweiter Mannschaft und Union – allerdings wenig Berührungspunkte. Dies änderte sich mit den Abstiegen Herthas 2010 und 2012, wodurch beide Klubs in derselben Spielklasse aufeinander trafen. Die Derbys zählten dabei auf beiden Seiten zu den Saisonhöhepunkten. Bisher ist die Pflichtspielbilanz mit je einem 2:1-Sieg für Union und Hertha sowie zwei Unentschieden ausgeglichen.

BFC Dynamo

Der größte Rivale des 1. FC Union Berlin vor der Deutschen Wiedervereinigung war der BFC Dynamo. Beide Vereine verband eine langjährige tief verwurzelte gegenseitige Abneigung. Die Spiele der beiden Vereine gegeneinander galten als besonders risikoreich und wurden nicht selten von gewalttätigen Auseinandersetzungen begleitet. Auf der einen Seite resultiert die Rivalität aus der geografischen Nähe und dem damit verbundenen Derbycharakter. Auf der anderen Seite kamen jedoch besondere geschichtliche und sportpolitische Aspekte hinzu. Denn der BFC wurde als Sportverein für Polizei, Zoll und Staatssicherheit gegründet und erhielt dadurch in der DDR Unterstützung durch das Ministerium für Staatssicherheit, der Stasi. Union Berlin dagegen wurde vom FDGB sowie dem Trägerbetrieb des Vereins – dem VEB Kabelwerk Oberspree Berlin  – unterstützt, jedoch nicht in einem so umfangreichen finanziellen und materiellen Rahmen wie der BFC. Auf sportlicher Ebene arbeiteten beide Vereine insofern zusammen, als dass Spieler vom 1. FC Union Berlin zum BFC Dynamo und umgekehrt delegiert wurden. Dies geschah jedoch mit dem Ziel, eine Leistungskonzentration beim BFC herbeizuführen. So wechselten viele Talente vom FCU zum BFC und im Gegenzug erhielt Union meist Spieler, die ihren Leistungszenit bereits überschritten hatten. Darüber hinaus war Union von einigen fragwürdigen Entscheidungen betroffen. So wurden die Derbys zwischen beiden Mannschaften ab der Saison 1976/77 nur noch im Stadion der Weltjugend ausgetragen. Der BFC wurde oft als „Schiebermeister“ bezeichnet.[30] Sich gegen die Bevorzugung zu stellen und sich zu Union Berlin zu bekennen wirkte identifikationsstiftend.

SC Union 06 Berlin

Plakate in Berlin-Friedrichshain für den Film Union fürs Leben (2014)

Der „Bruderverein“ aus West-Berlin und Nachfolger von Union Oberschöneweide, SC Union 06 Berlin, wurde in der Zeit vor dem Bau der Berliner Mauer sehr zahlreich von den Ost-Berlinern unterstützt. Nach 1990 gab es Überlegungen bei beiden Vereinen, sich wieder zu vereinen. So sollte die Jugendabteilung des 1. FC Union Berlin in die unterklassige Männermannschaft des SCU eingegliedert werden, was eine Saison (1992/93) funktionierte, danach aber eingestellt wurde. 1995 kam es zu Konflikten zwischen beiden Vereinen, als der SCU das Erbbaurecht auf das Stadion An der Alten Försterei für sich beanspruchte (mit der Begründung einzig legitimer Nachfolger des SC Union Oberschöneweide zu sein). Die Blau-Weißen konnten sich damit jedoch nicht durchsetzen, spielten nur eine Saison lang im Köpenicker Ernst-Thälmann-Stadion und zogen danach wieder ins angestammte Poststadion um. Am 20. Mai 2006 kam es – anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Vereinsgründung – zu einem Freundschaftsspiel an der Alten Försterei.

Die Union-Liga[Bearbeiten]

Der 1. FC Union Berlin unterhält eine eigene Fanliga, die Union-Liga, die auf fünf Spielstaffeln angewachsen ist. Das Ligensystem entstand 1981 auf Initiative einiger Union-Fanclubs und war zu der Zeit die erste Ostdeutsche Amateurmeisterschaft im Fußball. Infolge der schnell steigenden Anzahl an Teams wurde ab 1983/84 in mehreren Staffeln gespielt. Ab 1984/85 gab es Auf- und Abstiege zwischen den einzelnen Ligen. Höhepunkt der 1980er Jahre war die Saison 1988/89, in der sich 34 Teams anmeldeten. Nach einer zwischenzeitlichen Krise in der Nachwendezeit erfuhr die Liga Ende der 1990er wieder mehr Zuspruch durch junge Leute und ist nunmehr auf 46 Mannschaften angewachsen. Beachtenswert ist, dass in der Union-Liga im Zwei-Punkte-System gespielt wird. Einzig noch aktives Gründungsmitglied ist der Union-Fanclub VSG Wuhlheide 79. Zur Union-Liga gehört seit 1983/84 der Union-Pokal, der von 32 Fanclubs ausgespielt und erstmals von der VSG Weinbergstraße gewonnen wurde. Die Endspiele des Union-Pokals werden traditionell im Stadion An der Alten Försterei ausgetragen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Tino Czerwinski, Gerald Karpa: 1. FC Union Berlin, 40 Jahre 1. FC Union Berlin, Ein Jahrhundert Fußballtradition. Sutton Verlag, Erfurt 2005, ISBN 3-89702-932-4.
  •  Harald Tragmann, Harald Voß: Die Union-Statistik, Ein Club zwischen Ost und West. 3. Auflage. Verlag Harald Voß, Berlin 2007, ISBN 978-3-935759-13-7.
  •  Jörn Luther, Frank Willmann: Und niemals vergessen – Eisern Union! 2. Auflage. BasisDruck Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-86163-092-0.
  •  Frank Nussbücker: 111 Gründe, den 1. FC Union Berlin zu lieben. 1. Auflage. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2013, ISBN 978-3862652747.
  •  Matthias Koch: Immer weiter – ganz nach vorn, Die Geschichte des 1. FC Union Berlin. 1. Auflage. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2013, ISBN 978-3-7307-0049-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1. FC Union Berlin – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUnion Berlin bricht Vereins-Rekorde. In: Berliner Zeitung. 15. August 2013, abgerufen am 2. März 2014.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLars Gartenschläger: Berlin ist sexy. In: Die Welt. 6. Oktober 2013, abgerufen am 6. Oktober 2013.
  3. Die neue Fußball-Woche, Nr. 25 vom 20. Juni 1950, Seite 3: Die neuen Fußballklassen der DDR
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNorbert Kusch: Die Historie des Grünauer BC 1917. Abgerufen am 27. Oktober 2009.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHistorie des Berliner TSC e. V. Berliner TSC e. V., abgerufen am 27. Oktober 2009.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatChristoph Biermann: Union Berlins Hauptsponsor; Vom Kongo nach Köpenick. In: Spiegel Online. 12. August 2009, abgerufen am 12. August 2009.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMathias Koch und Katrin Schulze: Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Union kämpft um sein Image. In: Der Tagesspiegel. 26. August 2009, abgerufen am 26. August 2009.
  8. Fußballkultur bewahren: Neue Eigentümer für das Stadion An der Alten Försterei. 1. FC Union Berlin, 5. November 2011, abgerufen am 13. Januar 2012.
  9. Ordentliche Mitgliederversammlung: 1. FC Union Berlin so stark wie nie zuvor. 1. FC Union Berlin, 12. Januar 2012, abgerufen am 13. Januar 2012.
  10. Startschuss: Baubeginn für die Haupttribüne. An der Alten Försterei Stadionbetriebs AG, 12. Juni 2012, abgerufen am 16. Juli 2012.
  11. Vereinsmitgliedschaft. 1. FC Union Berlin, 23. Januar 2014, abgerufen am 27. Februar 2014.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMatthias Wolf: Wer guckt, sieht mehr. In: Berliner Zeitung. 12. Mai 2009, abgerufen am 27. Oktober 2009.
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEinmal Unioner, immer Unioner. In: Immer Unioner. 14. Februar 2014, abgerufen am 2. März 2014.
  14. Jan Bartels: „yetis Welt; Auswärtsfahrt mal anders“ Artikel auf blogs.die-fans.de/yeti vom 8. Oktober 2007.
  15. Matthias Wolf: „Der Aufpasser ist überall“ Artikel in der Berliner Zeitung vom 4. Oktober 2005.
  16. 1. FC Union Berlin: Leitung der Lizenzabteilung wird neu ausgerichtet – Trennung von Christian Beeck. 1. FC Union Berlin, 17. Mai 2011, abgerufen am 9. August 2011.
  17. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAndreas Baingo: Paukenschlag; Bönig hört einfach auf. In: Berliner Kurier. 25. April 2009, abgerufen am 10. Juli 2009.
  18. Torsten Schulz: „Das Trikot – Eine Erinnerung an den vor zehn Jahren verstorbenen Fußballer Reinhard Lauck“ Artikel in der Berliner Zeitung vom 20. Oktober 2007.
  19. 1. FC Union Berlin stellt Stadion-Projekt der Öffentlichkeit vor. In: www.fc-union-berlin.de. 1. FC Union Berlin, 14. Januar 2007, abgerufen am 6. August 2012.
  20. Matthias Koch: „Union Berlin: Die Baustelle liegt brach“ Artikel im Tagesspiegel vom 5. März 2008.
  21. 1. FC Union Berlin e. V. unterschreibt Erbbaurechtsvertrag. In: www.fc-union-berlin.de. 1. FC Union Berlin, 4. September 2008, abgerufen am 6. August 2012.
  22. „Sachsens Fußball in Gegenwart und Vergangenheit“ Statistiken zum DDR-Fußball von 1971 bis 1991.
  23. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUnion 2-Geschichte. (Nicht mehr online verfügbar.) www.zuckertor.de, ehemals im Original, abgerufen am 8. Januar 2009. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/freenet-homepage.de
  24. Thomas Loy: „Andreas Freese; Plakate kleben, Geld zahlen, bluten für Union: Einer muss es ja machen.“ Artikel im Tagesspiegel vom 2. März 2007.
  25. 1. FC Union Berlin erweitert Hausordnung um Antidiskriminierungspassus. In: www.fc-union-berlin.de. 1. FC Union Berlin, 23. Februar 2007, abgerufen am 6. August 2012.
  26. Ehrhart Körting: Die Dritte Halbzeit – Problemfans im Berliner Fußball. In: www.parlament-berlin.de. Berliner Abgeordnetenhaus, 3. März 2011, abgerufen am 24. Februar 2012 (PDF; 41 kB).
  27. Michael Parensen: Union wird sexy. Tagesspiegel, 1. November 2013, abgerufen am 11. November 2013.
  28. Ritter zum Bär: Montag ärgern wir euch sehr! In: Berliner Kurier, 2. September 2012. Abgerufen am 14. Dezember 2013.
  29. Sven Goldmann: Hertha und Union: Wo die Liebe nicht mehr hinfällt. In: Der Tagesspiegel. 3. September 2012, abgerufen am 21. September 2012.
  30. Michael Jahn: „Zum letzten Mal: Union contra BFC“, Artikel in der Berliner Zeitung vom 22. April 2000.
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
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52.45658888888913.565727777778Koordinaten: 52° 27′ 24″ N, 13° 33′ 57″ O