Saarländischer Fußballverband

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Saarländischer Fußballverband
Logo Saarländischer Fußball-Verband.svg
Gegründet 25. Juli 1948
Präsident Franz Josef Schumann (seit 2008)
Adresse Hermann-Neuberger-Sportschule 2
66123 Saarbrücken
Meister Herren SV Saar 05 Saarbrücken (2014)
Pokalsieger Herren FC 08 Homburg (2014)
Meister Frauen 1. FC Riegelsberg (2014)
Pokalsieger Frauen 1. FC Riegelsberg (2014)
Übergeordneter Verband Fußball-Regional-Verband Südwest
Untergeordnete Verbände Fußballkreis Nordsaar
Fußballkreis Ostsaar
Fußballkreis Südsaar
Fußballkreis Westsaar
Region Karte-DFB-Regionalverbände-SL.png
Vereine (ca.) 389*
Mitglieder (ca.) 99.678*
Mannschaften (ca.) 2440*
*Stand: 23. Mai 2014[1]
Homepage www.saar-fv.de

Der Saarländische Fußballverband (SFV) ist einer von 21 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Zusammen mit dem Fußballverband Rheinland und dem Südwestdeutschen Fußballverband (beide in Rheinland-Pfalz) bildet der Saarländische Fußballverband den Fußball-Regional-Verband Südwest.

Dem Saarländischen Fußballverband sind 389 Vereine angeschlossen, die insgesamt 99.678 Mitglieder haben. 2440 Mannschaften nehmen am Spielbetrieb teil.[1] Der Sitz des SFV befindet sich auf dem Gelände der Hermann-Neuberger-Sportschule in der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Saarländische Fußballverband wurde am 25. Juli 1948 wurde in Sulzbach von Hermann Neuberger als Saarländischer Fußballbund (SFB) des formal selbständigen Saarlandes gegründet. Der erste Präsident wurde Willy Koch. Ab der Saison 1948/49 nahmen die saarländischen Fußballvereine, bedingt durch die außenpolitische Situation, nicht mehr am deutschen Meisterschaftsspielbetrieb teil, sondern spielten in französischen Ligen. Der 1. FC Saarbrücken spielte 1948/49 nach kurzfristigem Rückzug des AS Angoulême, der keine Mannschaft für den Profiligabetrieb zusammenbekam, außer Konkurrenz als FC Sarrebruck in der zweiten französischen Division. Der Verein beendete die Saison als Erster der (inoffiziellen) Tabelle, besaß allerdings keine Aufstiegsberechtigung. Deswegen zeigt die offizielle Abschlusstabelle dieser Spielzeit lediglich 19 Teilnehmer (mit Racing Lens und Girondins-AS du Port Bordeaux auf den ersten beiden Plätzen). Wären die ausgetragenen 37 Begegnungen der Saarbrückener gewertet worden, wären sie in die erste Liga aufgestiegen. Der 1. FC Saarbrücken organisierte anschließend den Internationalen Saarlandpokal.

Die höchste Spielklasse im Vereinsfußball war die Ehrenliga Saarland (drei Spielzeiten von 1948 bis 1951), allerdings nahm die erste Mannschaft des 1. FC Saarbrücken, die damals sportlich beste Mannschaft, daran nicht teil.

Am 17. Juli 1949 wurde ein Antrag zum Beitritt des SFB zum Französischen Fußball-Verband mit 609 Nein-Stimmen bei 299 Ja-Stimmen und 55 Enthaltungen abgelehnt.

Hermann Neuberger wurde am 14. Mai 1950 neuer Präsident des SFB. Der SFB wurde am 12. Juni desselben Jahres eigenständiges Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA, noch vor dem DFB, der erst im Herbst wieder aufgenommen wurde. Bis 1956 war der SFB FIFA-Mitglied und unterhielt eine eigene Saarländische Fußballnationalmannschaft.

1951 erreichten der Deutsche Fußball-Bund und der Saarländische Fußballbund bei der FIFA die Genehmigung zur Rückkehr des 1. FC Saarbrücken und der Borussia Neunkirchen in die deutsche Fußball-Oberliga Südwest. Ein Jahr später erreichte der 1. FC Saarbrücken das Finale um die Deutsche Meisterschaft.

Das Saarland nahm an der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1954 teil. Dort traf die Nationalmannschaft in der Qualifikationsgruppe auf die Bundesrepublik Deutschland und Norwegen und belegte dank eines Auswärtssieges in Oslo vor Norwegen Platz zwei.

Der SFB hatte in seiner kurzen Geschichte einen Teilnehmer am Europapokal: In der Saison 1955/56 nahm der 1. FC Saarbrücken am Europapokal der Landesmeister teil. Dort gewannen die Saarbrücker im Hinspiel der ersten Runde beim AC Mailand mit 4:3, schieden aber nach einer 1:4-Heimniederlage im Rückspiel aus.

Nachdem der Beitritt des Saarlands zur Bundesrepublik (zum 1. Januar 1957) eingeleitet worden war, trat der SFB aus der FIFA aus. Auf dem Verbandstag am 8. Juli 1956 erfolgte die Umbenennung in Saarländischer Fußballverband (SFV), der dem DFB beitrat.

Gliederung[Bearbeiten]

Der Verband unterteilt sich in vier Kreise:

  • Kreis Nordsaar
  • Kreis Ostsaar
  • Kreis Südsaar
  • Kreis Westsaar

Liga-System[Bearbeiten]

Folgende Teile des Liga-Systems scheinen seit 2012 nicht mehr aktuell zu sein: Je Fußballkreis gibt es eine Landesliga, d. h. vier Landesligen statt nur zwei. Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Ab der Saison 2009/10 wurde die Saarlandliga oberhalb der Verbandsliga eingeführt, sodass alle anderen Spielklassen jeweils eine Stufe nach unten versetzt wurden. Es erfolgte zudem eine Reform der Kreisligen A und B.

Stufe Liga
6 Saarlandliga
18 Vereine
↑↓
7 Verbandsliga Saar
18 Vereine
↑↓ 2 Absteiger, Meister steigen auf
8 Landesliga Nordost
18 Vereine
Landesliga Südwest
18 Vereine
↑↓ 3 Absteiger, Meister steigen auf ↑↓ 3 Absteiger, Meister steigen auf
9 Bezirksliga St. Wendel
18 Vereine
Bezirksliga Neunkirchen
18 Vereine
Bezirksliga Homburg
18 Vereine
Bezirksliga Merzig-Wadern
16 Vereine
Bezirksliga Saarlouis
18 Vereine
Bezirksliga Saarbrücken
18 Vereine
↑↓ 2-3 Absteiger, Meister steigen auf ↑↓ 2-3 Absteiger, Meister steigen auf ↑↓ 2-3 Absteiger, Meister steigen auf ↑↓ 2-3 Absteiger, Meister steigen auf ↑↓ 2-3 Absteiger, Meister steigen auf ↑↓ 2-3 Absteiger, Meister steigen auf
10 13 Kreisligen A

je 16-18 Vereine
keine Auf- oder Absteiger
11
19 Kreisligen B

Reserverunden der Bezirksligen und Kreisligen A

je bis zu 18 Vereine

Mannschaften in höheren Ligen[Bearbeiten]

Herren Saison 2014/2015

Stufe Bezeichnung Anzahl Mannschaften
1 Bundesliga 0
2 2. Bundesliga 0
3 3. Liga 0
4 Regionalliga Südwest 3 SV Elversberg, FC 08 Homburg, 1. FC Saarbrücken
5 Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar 7 FV 07 Diefflen, SV Elversberg II, Borussia Neunkirchen, 1. FC Saarbrücken II, SV Saar 05 Saarbrücken, SV Röchling Völklingen, FC Hertha Wiesbach

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Mitglieder-Statistik des DFB 2014, aufgerufen am 18. Februar 2015