Bernd Tauber
Bernd Tauber (* 7. Mai 1950 in Göppingen) ist deutscher Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler.
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Jugend, Ausbildung und Karriere [Bearbeiten]
Bernd Tauber wuchs als jüngstes Kind eines böhmischen Glasschleifers und einer Berliner Übersetzerin in Göppingen auf. Seine Schauspielausbildung absolvierte Tauber von 1970 bis 1972 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Da seine Leistungen hervorragend waren, wurde seine Zwischenprüfung als Abschlussprüfung anerkannt. Nach einer kurzen Anstellung am Staatstheater in Kassel war er von Januar bis August 1973 als erster Deutscher, der ein halbjähriges Stipendium erhielt, am Teatr Laboratorium bei Jerzy Grotowski in Wrocław (Breslau).
Bekannt wurde er 1976 als Bäckerlehrling Werner Wild in Das Brot des Bäckers. An Soweit das Auge reicht (1978) war er mit eigenen Liedern beteiligt. Außerdem machte ihn die Rolle als Benno Zimmermann in den Anfangsfolgen der ARD-produzierten Seifenoper Lindenstraße (1985–1988) berühmt. Ein weiterer großer Erfolg war seine Rolle im Film Das Boot, in dem er zunächst für eine Hauptrolle vorgesehen war; da er jedoch bei den Dreharbeiten verunglückte, blieb es bei einer Nebenrolle.
Filmografie [Bearbeiten]
- 1976: Das Brot des Bäckers (Regie: Erwin Keusch)
- 1977: Auf Achse (Serie)- Tommy`s Trip
- 1977: Halbe–Halbe (Regie: Uwe Brandner)
- 1978: Soweit das Auge reicht (Regie: Erwin Keusch)
- 1979: St. Pauli-Landungsbrücken: Der Runner
- 1981: Das Boot (Regie: Wolfgang Petersen)
- 1984: Tatort – Haie vor Helgoland (NDR)
- 1985–1988: Lindenstraße (Regie: Hans W. Geißendörfer)
- 1987: Retouche (Regie: Dieter Funk)
- 1989: Bumerang-Bumerang (Regie: Hans W. Geißendörfer)
- 1991: Amaurose (Regie: Dieter Funk)
- 1992: Gudrun (Regie: Hans W. Geißendörfer)
- 1993: Tatort – Bienzle und die schöne Lau
- 1996: Ein Fall für zwei – Tödlicher Abschied
- 1996: Tresko – der Maulwurf
- 1997: Tatort – Bienzle und der tiefe Sturz
- 1997: Todesspiel
- 1997: Der Mörder meiner Mutter
- 1998: Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit (Regie: Marc Rothemund)
- 1998: Polizeiruf 110 – Tod und Teufel
- 1998: Tatort – Schüsse auf der Autobahn
- 1999: Schlaraffenland (Regie: Friedemann Fromm)
- 2000: Strandgut (Regie: Antonia Jerrentrup)
- 2000: Die innere Sicherheit (Regie: Christian Petzold)
- 2000: Schimanski – Tödliche Liebe
- 2000: Tatort – Direkt ins Herz
- 2001: Es muss Liebe sein
- 2002: Polizeiruf 110 – Silikon Walli
- 2003: Tatort – Bienzle und der Tod im Teig
- 2003: Der Puppengräber
- 2003: Gott ist tot (Regie: Kadir Sözen)
- 2004: Vinzent (Regie: Ayassi)
- 2005: Blackout Journey (Regie: Siegfried Kamml)
- 2005: Fremde Haut (Regie: Angelina Maccarone
- 2005: Ein Geschenk des Himmels
- 2005: Polizeiruf 110 – Vollgas
- 2005: Tatort – Scheherazade
- 2006: Ludenmann macht fertig (Regie: Andreas Jaschke)
- 2007: Tatort – Bienzle und die Bestie
- 2008: Kommissarin Lucas – Der schwarze Mann
- 2008: Tatort – Der Kormorankrieg
- 2009: Die zwei Leben des Daniel Shore (Regie: Michael Dreher)
- 2009: Die Unbedingten (Regie: Andreas Jaschke)
- 2009: Tannöd (Regie: Bettina Oberli)
- 2011: Schimanski – Schuld und Sühne
- 2012: Tatort – Scherbenhaufen
- 2013: Die Kronzeugin – Mord in den Bergen
Fernsehproduktionen [Bearbeiten]
- 1976: Notwehr (Regie: Hartmut Griesmayr, mit Günter Lamprecht u. a.)
- 1978: Folge "Tommy’s Trip" in der Serie Auf Achse (Regie: Hartmut Griesmayr, mit Manfred Krug, Rüdiger Kirschstein u. a.)
- 1978/79: Theodor Chindler (Regie: Hans W. Geißendörfer, mit Hans-Christian Blech, Rosemarie Fendel, Katharina Thalbach u. a.)
- 1978: Marija (Regie: Horst Flick, mit Gottfried John, Günter Lamprecht u. a.)
- 1979: Fallstudien (Regie: Hartmut Griesmayr, mit Diether Krebs, Michaela May, Monica Bleibtreu, Nina Hoger u. a.)
- 1980: Bäume ausreißen (Regie: Maria Neocleous, mit Claus Theo Gärtner u. a.)
- 1980/81: Qualverwandtschaften (Regie: Ulrich Heising, mit Hans-Christian Blech u. a.)
- 1982: Tiritomba (Regie: Ulrich Heising)
- 1982: Reifenwechsel (Regie: Wolfgang Storch)
- 1983: Kerbels Flucht (Regie: Erwin Keusch, mit Barbara Rudnik, Peter Sattmann u. a.)
- 1990: Schwarze Schafe (Regie: Detlef Rönfeldt, mit Claus Theo Gärtner, Doris Kunstmann, Sky Dumont u. a.)
- 1995/96: Der Fischerkrieg (Regie: Klaus Gietinger)
- 1996: Der Maulwurf (Regie: Hartmut Griesmayr, mit Gudrun Landgrebe, Mario Adorf u. a.)
- 1997: Todesspiel (Regie: Heinrich Breloer, mit Hans Brenner, Manfred Zapatka, Sebastian Koch: u. a.)
- 1997/98: Die Beischlafdiebin (Regie: Christian Petzold, mit Constanze Engelbrecht, Richy Müller u. a.)
- 1998: Sylvia – Eine Klasse für sich (Regie: Erwin Keusch mit Uschi Glas u. a.)
- 2001: Nur das Blaue vom Himmel (Regie: Peter Henning)
- 2003: Der Puppengräber (Regie: Peter Henning, mit Suzanne von Borsody, Manfred Zapatka u. a.)
- 2003: Cobra 11 (Der Augenzeuge)
- 2005: Ein Geschenk des Himmels (Regie: Olaf Kreinsen)
- 2005: Margarete Steiff (Regie: Xaver Schwarzenberger, mit Heike Makatsch, Suzanne von Borsody u. a.)
- 2008: Eschede Zug 884 (Regie: Raymond Ley) – Dokumentarfilm mit Spielszenen
- 2013: Cobra 11 (Das Landei)
Von 1985 bis 1988 verkörperte er die Rolle des „Benno Zimmermann“ in den Folgen 1 bis 156 der Fernsehserie Lindenstraße, die ihn einem größeren Publikum bekannt machte.
Auch für zahlreiche weitere bekannte Fernsehproduktionen stand Bernd Tauber vor der Kamera. In einigen Krimireihen hatte und hat Tauber Rollen inne, z. B. in Geschichten aus der Heimat, Tatort, Polizeiruf 110, Die Kommissarin, SOKO 5113, SOKO Köln, SOKO Leipzig, SOKO Wismar, Ein Fall für zwei, Schimanski, Notruf Hafenkante, Der Alte, Der Staatsanwalt, Der Fahnder, Großstadtrevier oder Auf Achse.
Theater [Bearbeiten]
Bernd Tauber hat viele Engagements in Theatern und Tourneetheatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Arbeit als Musiker [Bearbeiten]
Bernd Tauber wirkte neben seiner Tätigkeit als Schauspieler an Hörspielen mit, macht auch Musik mit wortspielerischen oder frechen oder kritischen, aber immer abwechslungsreichen selbstgeschriebenen Texten und tritt mit Konrad Haas, einem ehemaligen Mitglied der Gruppe Steinwolke, in der Formation Die Hausmeister auf, mit der er auch CDs produziert und auf Tournee geht.
Diskografie [Bearbeiten]
- 1999 mit Die Hausmeister: Wie geleckt
- 2006 mit Die Hausmeister: Auf Betten gerostet
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 1977 Bundesfilmpreis (Filmband in Gold) mit Nachwuchsstipendium für die Rolle des Werner Wild in Das Brot des Bäckers
- 2006 Kulturpreis der Stadt Rottweil, u. a. für seine engagierte Mitarbeit im Zimmertheater Rottweil
Weblinks [Bearbeiten]
- Bernd Tauber in der Internet Movie Database (englisch)
- Website Die Hausmeister
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tauber, Bernd |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fernseh- und Theaterschauspieler |
| GEBURTSDATUM | 7. Mai 1950 |
| GEBURTSORT | Göppingen |