Das Boot (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Das Boot
Das boot.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1981
Länge Kinoversion: 143 Minuten,
Director’s Cut: 208 Min.,
TV-Fassung: 282 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Wolfgang Petersen
Drehbuch Wolfgang Petersen
Produktion Günter Rohrbach
Musik Klaus Doldinger
Kamera Jost Vacano
Schnitt Hannes Nikel
Besetzung

Das Boot ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lothar-Günther Buchheim unter der Regie von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1981. Der Film spielt im Zweiten Weltkrieg Anfang der 1940er Jahre und schildert die Erlebnisse der Besatzung eines deutschen U-Boots auf Feindfahrt während des U-Boot-Kriegs der Atlantikschlacht.

Es existieren eine ursprüngliche Kinoversion, ein Director's Cut von 1997, sowie zwei verschiedene mehrteilige Fernseh-Fassungen. Spieldauer und filmischer Charakter der Fassungen unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander. „Das Boot“ war für den deutschen Film – auch nach heutigen Maßstäben – mit 32 Millionen DM eine sehr aufwendige und teure Produktion. Unter anderem wurde, neben mehreren anderen Modellen unterschiedlicher Größe, der gesamte Innenraum eines historischen deutschen U-Boots der Klasse VII detailgetreu nachgebaut. Der Film hatte großen internationalen Erfolg und war einer der Grundsteine für den späteren Wechsel von Regisseur Petersen nach Hollywood. Er war für sechs Oscars nominiert und erhielt einen Golden Globe, einen BAFTA-Award sowie zahlreiche deutsche Filmpreise. Für viele der Schauspieler bedeutete der Film einen Karriereschub bzw. den Durchbruch im Filmgeschäft.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt im Jahr 1941. Die deutschen U-Boote haben die Aufgabe, im Nordatlantik Handelsschiffe zu versenken, die Großbritannien mit kriegswichtigen Gütern versorgen. Der Kampf wird immer härter, weil diese Schiffe immer effektiver von Zerstörern geschützt werden.

Nach einem zünftigen Gelage in einem französischen Bordell in La Rochelle muss U 96 in See stechen. Der Kommandant hat, wie auch die meisten seiner Offiziere, im Film keinen Namen, sondern er wird nur mit „Herr Kaleun“ (Kurzbezeichnung für Kapitänleutnant) angesprochen. Für die Besatzung ist er schlicht „Der Alte“. Mit an Bord ist bei dieser Fahrt der Kriegsberichterstatter Leutnant Werner, der schon bald seine romantischen Vorstellungen von einer Feindfahrt eines U-Bootes ablegen muss.

Zunächst gibt es keine Feindberührung und innerhalb der Besatzung kommt Langeweile auf. Leutnant Werner wird von der Besatzung teilweise gemobbt, da diese ihn als überflüssigen Ballast in dem ohnehin engen Boot sehen. So fliegt ihm ein mit Öl getränkter Lappen ins Gesicht, als er die Besatzung beim Warten der Torpedos fotografiert.

Dann aber verändert sich die Situation. Ein Torpedoangriff auf einen einzelnen Zerstörer misslingt und U 96 wird auf dieser Feindfahrt zum ersten Mal mit Wasserbomben attackiert. Danach gerät das U-Boot in schwere Stürme. Immer wieder muss getaucht werden, weil das Boot über Wasser kaum Kurs halten kann. Eine genaue Standortbestimmung ist nicht möglich. So hält die Freude beim Kommandanten, hier draußen seinen alten Freund Kapitänleutnant Thomsen mit seinem Boot anzutreffen, nur kurz an. Diese Begegnung ist ein Zeichen dafür, dass bei den anderen U-Booten die Standorte ebenfalls nicht stimmen und somit große Lücken in der Überwachungskette entstehen.

Schließlich schafft es U 96, sich einem feindlichen Geleitzug zu nähern, zwei Schiffe zu versenken und eines in Brand zu schießen. Danach wird U 96 massiv mit Wasserbomben attackiert, kann aber beschädigt den feindlichen Schiffen entkommen. Nach dem Auftauchen Stunden später befindet sich noch ein brennender Tanker an der Wasseroberfläche. Der Kommandant lässt einen Torpedo abfeuern, um den Tanker zu versenken. Auf dem Schiff befinden sich wider Erwarten noch Seeleute, springen vom brennenden Schiff herunter, schreien verzweifelt um Hilfe und schwimmen auf U 96 zu. Der Kommandant erteilt den Befehl, die Maschinen rückwärts laufen zu lassen, und überlässt die Schiffbrüchigen ihrem Schicksal. Diese Szene hinterlässt Spuren bei allen, die sie von der Brücke aus verfolgt haben.

Nachdem der Kommandant entschieden hat, nach La Rochelle zurückzukehren, bekommt U 96 vom Befehlshaber der U-Boote (BdU) einen neuen Einsatzbefehl: Das Boot hat im spanischen Vigo seine Vorräte zu ergänzen und anschließend Kurs auf La Spezia im Mittelmeer zu nehmen, um die Nachschublinien des in Afrika operierenden Generals Rommel zu schützen. Dazu muss die Straße von Gibraltar durchfahren werden, was aufgrund der zahlreichen Schiffe der britischen Royal Navy, welche die Meerenge sichern, nahezu unmöglich ist und einem Himmelfahrtskommando gleichkommt. Da die Frau des Leitenden Ingenieurs schwer erkrankt ist, entscheidet der Kommandant, ihn vorher nach Hause zu schicken und Ersatz zu besorgen. Leutnant Werner soll in Vigo ebenfalls von Bord gehen und ihn begleiten, da zwei Mann leichter durch das neutrale Spanien kämen als einer. Die Entscheidung des Kommandanten ist auch ein Zeichen dafür, dass er kaum eine Chance sieht, heil durch die Meerenge von Gibraltar zu kommen. Jedoch erhält der Kommandant in Vigo an Bord des Versorgungsschiffs „Weser” vom BdU die – von einem Bediensteten des Deutschen Konsulats (Seewald) überbrachte – Nachricht, dass die beiden an Bord bleiben müssen.

Der Kommandant versucht mit einem Trick, sein Boot unbemerkt durch die Meerenge von Gibraltar zu manövrieren. Er möchte über Wasser und bei Dunkelheit so nahe wie möglich an die englischen Sicherungsketten heran, dann tauchen und das Boot von einer Unterwasserströmung geräuschlos durch die Meerenge ziehen lassen. Das U-Boot wird jedoch noch über Wasser von einem Flugzeug, das bereits über ein neues Radargerät verfügt, entdeckt und wie aus dem Nichts unter Beschuss genommen. Dies alarmiert die englischen Schiffe, welche das Boot ebenfalls unter Beschuss nehmen. Obersteuermann Kriechbaum wird auf der Brücke angeschossen und schwer verletzt. Der Alte lässt daraufhin das Boot mit voller Fahrt direkt auf die afrikanische Küste zusteuern, um in flacheres Gewässer zu kommen. Nachdem U 96 abgetaucht ist, gerät es außer Kontrolle und sinkt auf den Meeresboden in 280 Meter Tiefe. Die Besatzung kämpft ums Überleben. Es müssen zahlreiche Wassereinbrüche gestoppt und Reparaturen durchgeführt werden, bevor überhaupt eine Möglichkeit besteht, das Boot an die Wasseroberfläche zu bringen. Da der Tod durch Ersticken droht, werden Kali-Patronen an die Mannschaft ausgegeben, um den Kohlendioxid-Gehalt der Luft niedrig zu halten. Nach mehr als 15 Stunden, in denen vor allem die Besatzung des Maschinenraums unter ihrem „LI“ alles gibt, taucht das Boot auf.

Da die feindlichen Schiffe davon ausgegangen sind, dass das U-Boot gesunken ist, kann es mit der Besatzung aus der Meerenge entkommen und nach La Rochelle zurückkehren. Während des Aussteigens aus dem Boot beginnt ein schwerer Luftangriff auf den U-Boot-Hafen, bei dem ein Teil der Besatzung getötet wird. Leutnant Werner gehört zu den Überlebenden, die sich noch in den sicheren U-Boot-Bunker retten können. In der Schlussszene beobachtet er zusammen mit dem schwer verwundeten Kommandanten, wie U 96 – von Bomben getroffen – langsam im Hafenbecken versinkt. Bei diesem Anblick bricht der Kommandant sterbend zusammen.

Literarische Vorlage[Bearbeiten]

Die Handlung des Romans Das Boot spielt im Zweiten Weltkrieg auf dem U-Boot U 96, das 1941 aus Saint-Nazaire ausläuft. Buchheim verarbeitet in dem Buch seine persönlichen Erfahrungen als Kriegsberichterstatter und schildert die Situationen der U-Boot-Besatzung mit großer Präzision. Der Roman erschien 1973. Buchheim brauchte über 25 Jahre, bis er psychisch in der Lage war, seine Tagebuchaufzeichnungen und Schriften aus dem Jahr 1941 zu sichten und mit der Niederschrift des Romans zu beginnen.

Der Roman basiert hauptsächlich auf den Erfahrungen, die Buchheim auf zwei Feindfahrten sammeln konnte. Er begleitete als Kriegsberichterstatter die siebte Feindfahrt des zur 7. U-Boot-Flottille gehörenden U 96, die vom 26. Oktober bis 7. Dezember 1941 dauerte. An Bord von U 309 nahm er an zwei weiteren Fahrten teil, von denen eine vermutlich nur eine Übersetzfahrt war.

Verschiedene Versionen[Bearbeiten]

U 995, ein Boot der Version VII-C/41, im Jahr 2004 an seinem Ausstellungsort vor dem Marineehrenmal in Laboe

Vom Spielfilm Das Boot gibt es vier Versionen, die sich zum Teil erheblich voneinander unterscheiden:

Die zuerst veröffentlichte Fassung ist die erste Kinoversion von 1981, die am 17. September 1981 in München uraufgeführt wurde und tags darauf in den bundesdeutschen Kinos anlief. In den USA lief diese Version am 10. Februar 1982 in den Kinos an. Diese Version hatte eine Dauer von 149 Minuten (PAL 143 Minuten) und ist auch die Version, die für den Oscar nominiert wurde. Hier fehlen die erzählerischen Kommentare von Leutnant Werner. Im Herbst 1982 wurde die Kinoversion auf VHS-Kassette herausgebracht und in den folgenden Jahren einige wenige Male anstelle der eigentlichen TV-Version im Fernsehen gezeigt. Danach war sie für über 20 Jahre nicht verfügbar, bis sie 2011 als Teil einer Jubiläumsedition auf Blu-ray Disc veröffentlicht wurde.

1985 erschien die TV-Version. Diese wurde zunächst ab 24. Februar 1985 als Dreiteiler (zweimal 105, einmal 98 Minuten) und ab 27. April 1987 als Sechsteiler (sechsmal 52 Minuten) in der ARD gesendet und hat (einschließlich Rückblick und Vorschau am Anfang bzw. am Ende jedes Teiles) eine Spieldauer von über fünf Stunden. Zuvor lief diese Version im Oktober 1984 in Großbritannien, im Originalton mit englischen Untertiteln, bei BBC an. Zwischen den Episoden gibt es immer wieder einen Erzähler, der auf die bisherigen Teile zurückblickt. In dieser Version sind gelegentliche aus dem Off gesprochene, tagebuchartige Kommentare von Leutnant Werner enthalten.

1997 erschien der Director’s Cut im Kino, anschließend auf DVD und später auch auf Blu-ray Disc. Dieser besteht aus der kompletten ersten Kinoversion und enthält zusätzlich Szenen aus der TV-Version. Die Qualität des Bild- und Tonmaterials wurde deutlich aufgewertet. Neben einer neuen Abmischung der Tonspur in Mehrkanalton mit effektvollem Subwoofereinsatz (5.1 und 7.1 SDDS) bietet diese Version ein gut restauriertes Bild, die Laufzeit beträgt 208 Minuten (PAL: 199 Minuten). Laut Regisseur Petersen sollte diese Version 1981 in die Kinos kommen; aus kommerziellen Gründen sei dies aber nicht möglich gewesen. In den Kinos lief dieser Film in Deutschland am 11. Dezember 1997 und in den USA bereits am 4. April 1997 an.

2004 erschien die schon bekannte TV-Version auf DVD. Auch hier gibt es wieder verbesserten Ton und verbessertes Bild. Trotzdem wird die Bild- und Tonqualität des Director’s Cut nicht erreicht. Gegenüber der in mehreren Teilen ausgestrahlten TV-Version von 1985 wurden die mit Erzählerstimme unterlegten Zusammenfassungen entfernt, die zu Beginn und Ende der einzelnen Teile gezeigt wurden und eine Rückblende auf den vorherigen bzw. eine Vorschau auf den nächsten Teil bildeten. Die während der Filmhandlung aus dem Off gesprochenen Kommentare von Leutnant Werner sind jedoch enthalten. Die Laufzeit beträgt nun genau 282 Minuten (PAL).

Inhaltliche Unterschiede zwischen Roman und Drehbuch[Bearbeiten]

U-Boot-Bunker im Hafen von La Rochelle (2007)

Handlung[Bearbeiten]

Die Ein- und Auslaufszenen gestalten sich anders. Im Roman läuft das Boot von Saint-Nazaire aus, einem großen U-Boot-Hafen an der Loire-Mündung. Im Film läuft das Boot von La Rochelle aus. Erst als im Roman gegen Ende der ersten Unternehmung der Brennstoff knapp wird, erwägt der Alte, La Rochelle anzusteuern (siehe U-Boot-Bunker).

Im Film (alle Versionen) werden drei Schiffe versenkt. Zwei während des Angriffs auf einen Geleitzug und etwas später noch ein angeschossenes Schiff, bei dem der Alte, wegen der Menschen an Bord, rückwärts fahren lässt. Im Roman hingegen werden vier Schiffe versenkt: die drei Schiffe, die auch im Film zu sehen sind, und noch ein angeschossener Nachhinker (das heißt Nachzügler) aus dem Geleitzug. Beim Einlaufen am Ende des Filmes sieht man vier weiße Wimpel für die versenkten Schiffe, genauso wie im Roman.

U 96 operiert im Roman unter der Kennung UA. Im Roman wird das Geleit, aus dem UA die drei Schiffe versenkt, auch von anderen deutschen Booten angegriffen. Aus der Perspektive der Leute auf UA, die die Funksprüche hören, rundhorchen und weiteren Feuerschein sehen, wird der Angriff im Buch noch um einiges größer dargestellt. Der Film konzentriert die Darstellung auf das Abschießen der Torpedos und die anschließende Verfolgung durch zwei englische Kampfschiffe.

Im Zusammenhang des Gefechts um den Geleitzug beschreibt Buchheim weitere Begegnungen mit noch lebenden Schiffbrüchigen, die vom Boot nicht aufgenommen werden. Noch andere Beschreibungen von Begegnungen mit Flößen, auf denen und um die herum bereits umgekommene Seeleute treiben, verdeutlichen das Gewicht dieses Themas. Roman und Film gehen auf leicht unterschiedliche Weise auf die niederschlagende Wirkung ein, die diese Begegnung auf die Besatzung hat – auch auf die Leute im Boot, die den Anblick der Todgeweihten und der Toten nicht selbst erlebt haben. Dieses Thema ist im Film auf eine einzige Szene konzentriert.

Ein Treffer von einem unerwarteten (weil nächtlichen) Flugzeug-Angriff vor Gibraltar verletzt im Film den Obersteuermann Kriechbaum schwer. Es gibt Szenen, in denen der Funker Hinrich als Sanitäter den blutenden und schreienden Obersteuermann versorgt. Im Roman muss Hinrich ebenfalls Verwundete versorgen. Dies geschieht allerdings zu einem späteren Zeitpunkt.

Nach dem Einlaufen ist – kurz vor dem Fliegerangriff im Hafen – zu sehen, wie der verletzte Kriechbaum auf einer Trage aus dem Boot gebracht wird.

Auf dem Rückmarsch und kurz vor dem Einlaufen in La Rochelle beschreibt Buchheim weitere Ereignisse, die nicht in den Film aufgenommen wurden. Zuerst stoppt das Boot ein spanisches Passagierschiff. Das Passagierschiff entgeht nur durch einen defekten Torpedo und das nachfolgende Aufdecken eines Fehlers bei der Identifizierung des Schiffes einer erfolgreichen Torpedierung. Später trifft UA auf ein weiteres deutsches U-Boot, das vor dem Hafen von La Rochelle steht und auf sein Geleit wartet. Das andere U-Boot gerät auf eine Mine und wird kurz darauf von einem englischen Flugzeug versenkt. Von diesem Boot stammen die Verwundeten, die Hinrich versorgen muss. Unmittelbar nach dem Einlaufen erfolgt sowohl im Buch als auch im Film ein konzentrierter Angriff von Bombern und Jägern auf die Flakstellungen und Bunker im Hafen. Dieser Angriff wird im Film in sehr starker Form gezeigt. Die Überlegenheit der Engländer im Luftraum, die Zufälligkeit des Getroffenwerdens oder Überlebens, die Aussichtslosigkeit des gesamten „Unternehmens“, die sich abzeichnet, und die Katastrophe des Krieges werden im Roman und im Film jedoch gleichermaßen deutlich, symbolisiert in der Figur des Alten, der am Ende der langen Feindfahrt an der zerbombten Anlegestelle vor dem Wrack des eigenen Bootes zusammensinkt.

Personen[Bearbeiten]

Im Film ist „Der Alte“ die tragende Figur und wird nie beim Namen genannt. Aus Buchheims Überlieferungen ist aber bekannt, dass, wenn Buchheim auf U 96 gefahren ist, immer Heinrich Lehmann-Willenbrock der Kommandant war. Dies ist insofern wichtig, als „Der Alte“ am Ende des Filmes vermutlich stirbt, im Buch das Schicksal „Des Alten“ aber offen gelassen wird. Da er in der Romanfortsetzung am Leben ist, geht man davon aus, dass er beim Bombenangriff nicht gestorben ist. Heinrich Lehmann-Willenbrock hat den Krieg überlebt und starb im Jahr 1986. Er war sogar einmal bei den Dreharbeiten zu „Das Boot“ anwesend.

Mit seinen dreißig Jahren ist „Der Alte“ eines der ältesten Besatzungsmitglieder. Der Altersunterschied zwischen dem dreißigjährigen Kommandanten und den achtzehn- bis knapp über zwanzigjährigen Besatzungsmitgliedern wird sowohl im Buch als auch im Film thematisiert. Die Schauspieler im Film wirken (sind) jedoch teilweise älter als zwanzig oder dreißig Jahre.

Der Film zeigt eine ausführliche Szene zwischen August Johann dem „Gespenst“ und dem „Alten“, in der sich Johann dafür entschuldigt, dass er während der Wasserbombenverfolgung seine Gefechtsstation befehlswidrig verlassen hat. In dem Dialog dieser Szene wird das Kriegsgericht thematisiert, das für dieses militärische Vergehen angerufen werden kann. Im Buch existiert diese Szene nicht, der „Alte“ wettert jedoch unmittelbar nach dem Vorfall, dass er den Betreffenden „einsperren“ lasse. Als betreffende Person tritt im Buch nicht Johann, sondern der Dieselobermaschinist Karl Franz auf. Die Figur Johann gibt es im Buch auch; der Film fasst hier zusammen.

Der I. WO (erster Wachoffizier) wird als überkorrekt und besonders linientreu dargestellt. Dies geschieht auf unterschiedliche Weisen. Der Film hebt die Linientreue des I. WO innerhalb kleiner Szenen außerhalb der Gefechte stark hervor. Der I. WO ist darin beispielsweise im Hintergrund zu sehen, wie er Fähnrichsunterricht erteilt und dabei Parolen über soldatischen Anstand von sich gibt. Im Roman begeht der I. WO darüber hinaus einen folgenschweren Fehler. Im Gegensatz zu seiner sonstigen Korrektheit versäumt er es, im Schiffsregister auch die Nachträge nach dem gestoppten Passagierschiff (s. o.) zu durchsuchen. Er klassifiziert das im Nachtrag aufgeführte Schiff fälschlich als nicht gemeldet. Dies und die überlang fällige Reaktion der fremden Mannschaft führt dazu, dass der Alte das Passagierschiff für ein verdecktes US-amerikanisches Schiff hält, von dem aus im Geheimen andere Kriegsschiffe zur Hilfe gerufen werden. Er lässt es torpedieren, der Torpedo ist jedoch defekt und es geschieht nichts. Gerade noch rechtzeitig vor weiteren Torpedoschüssen stellt sich heraus, dass es sich um ein spanisches und somit neutrales Schiff auf dem Weg nach Buenos Aires handelt. Nur der Zufall verhinderte diese Katastrophe.

Mediale und sprachliche Aspekte[Bearbeiten]

Die meisten Dialoge sind für den Film völlig neu geschrieben worden und erscheinen in dieser Form nicht im Buch. Außerdem wurden für die filmischen Dialoge gelegentlich mehrere Figuren des Romans zu einzelnen Rollen im Film zusammengefasst. Das kann mit der Zeitknappheit erklärt werden, die dadurch entsteht, dass der Film etwa vierzig Tage auf wenige Stunden komprimiert. Inhaltlich bedeutsame, das Thema des Romans und den Verlauf der Handlung bestimmende Dialoge sind jedoch teilweise wörtlich in den Film übernommen worden.

Anderes wurde dagegen „kinoreifer“ ausgeschmückt, also durch das Medium Film wirkungsvoller dargestellt. Dies betrifft insbesondere die Wasserbombenverfolgungen. Die Gleichzeitigkeit von Ereignissen und Sinneseindrücken wie Erschütterungen, Ausfall der Beleuchtung, Funkenschlag, Platzen der Nieten, Wassereinbrüche, Lärm der Bomben, Entsetzensschreie und Brüllen der Befehle wird im Film deutlicher spürbar und erfahrbar als in der sequentiellen Sprache.

Der hauptsächliche Unterschied ist, dass der Roman aus der Perspektive des Ich-Erzählers geschrieben ist. Die Perspektive bleibt immer persönlich und gefühlsbetont und an dem jeweiligen Ort gebunden, an dem sich der Erzähler (Leutnant Werner) befindet. Die filmische Perspektive hingegen wird durch die Kameraführung bestimmt, sie kann außerdem schnell zwischen verschiedenen Orten wechseln. Der Unterschied zwischen den beiden Perspektiven zeigt sich beispielsweise deutlich in der Gibraltar-Episode. Im Roman erlebt der Leser den Untergang und das Festsitzen am Meeresgrund aus der Perspektive des Leutnants Werner, der sich meist im mittleren Teil des U-Boots aufhält und seine unterdrückte Panik, seine Hoffnungen und seine Versuche schildert, seine Gedanken in der ungewissen Situation zu kontrollieren. Die Ereignisse in den Maschinenräumen erreichen als entfernte Meldungen langsam sein Bewusstsein. In der filmischen Perspektive dagegen wird der Zuschauer direkt an die Schadensstellen geführt und sieht das Aufplatzen von Rohrverbindungen, das Eindringen von Wasser und die verzweifelten Versuche, das Wasser zu stoppen.

Die Sprache des Buches ermöglicht andererseits sehr viel detailreichere Darstellungen der unterschiedlichen Umgebungen innerhalb und außerhalb des Bootes. Im Film sind Rohre, Leitungen, Ventile und Manometer ausschnittsweise und im Hintergrund zu sehen; im Buch werden diese (und mit ihnen das gesamte Boot als Einheit) ausführlich erklärt. In der Sprache des Buches wird der Unterschied zwischen den Umgebungen, zwischen der Enge und den hygienischen Problemen des wochenlangen Aufenthalts im Boot und der Weite des Meeres noch deutlicher hervorgehoben. Dies gilt insbesondere für die ausführlichen Darstellungen des Bootskörpers im Meer in verschiedenen Wetterlagen und zu verschiedenen Tageszeiten. Die Schilderung der Farben und der Bewegungen des Himmels und des Wassers, der Sonnenauf- und Untergänge, der Morgen- und Abenddämmerung (vor allem in den Kapiteln „Gammel 1“ und „Gammel 2“) lassen die besonderen Fähigkeiten Buchheims erkennen. Buchheim war Maler und Zeichner und beobachtete seine Umwelt genau.

Nicht zuletzt thematisiert Buchheim in seinem Roman ausführlich die fehlende Intimsphäre und die erzwungene sexuelle Abstinenz der jungen Männer. Sie reden auf derbe Weise über ihre sexuellen Phantasien. Derartige sexualisierte Dialoge sind über den gesamten Roman verstreut, und es wird deutlich, dass diese Dialoge auch der Verdrängung des Gefühls der Verlassenheit und der Bedrohung dienen. Buchheim äußerte sich im Nachhinein auch kritisch über manche Szenen des Films. So wäre seinen Angaben nach die Szene, in der ein Matrose geschminkt und nur mit Bananen um die Gürtellinie bekleidet einen Tanz aufführt, auf einem deutschen U-Boot niemals möglich gewesen. Die Szene lehnt sich aber offenbar an eine Beschreibung Buchheims aus seinem Roman an, in der ein Matrose zur Belustigung der anderen Seemänner nackt im Bugraum herumtanzt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Das Boot wurde bei der Oscarverleihung 1983 insgesamt für sechs Oscars nominiert. Nominiert waren für Das Boot:

Weitere Auszeichnungen:

Nominierungen (Auswahl):

Weitere Informationen[Bearbeiten]

  • Viele der Schauspieler schafften durch diesen Film den Durchbruch im Filmgeschäft. So waren Heinz Hoenig, Uwe Ochsenknecht, Jan Fedder, Martin Semmelrogge, Claude-Oliver Rudolph, Ralf Richter, Oliver Stritzel, Klaus Wennemann und Herbert Grönemeyer bis dahin vorwiegend Theaterschauspieler. Otto Sander und Jürgen Prochnow waren schon länger auch im Filmgeschäft bekannt. Einzig Hubertus Bengsch bekam keine großen Rollen mehr. Er ist aber einer der meistbeschäftigten deutschen Synchronsprecher, unter anderem als Standardsprecher von Richard Gere.
  • Als Synchronsprecher für die englische Version des Films kamen fast durchgehend die deutschen Original-Schauspieler zum Einsatz.
  • Die Filmmusik komponierte Klaus Doldinger. Ausnahmen hiervon bilden das Lied J’attendrai (gesungen von Rina Ketty) und It’s a Long Way to Tipperary sowie zahlreiche Soldatenmärsche und U-Bootfahrer-Lieder, die im Hintergrund zu hören sind oder beim Ein- und Auslaufen (Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus) gespielt werden. Diese sind nicht Bestandteil des offiziellen Soundtracks.
  • Der Film wurde ohne Steadicam produziert, auch weil das System in der engen Kulisse nicht verwendet werden konnte. Stattdessen setzte Jost Vacano Kreiselstabilisatoren (Gyroskop) für die Handkamera ein, wie er sie bereits 1973 für „Supermarkt“ verwendet hatte.
  • Die Kulisse des Boots stand im Studio auf einer hydraulischen Bühne, mit der die Auf- und Abwärtsbewegungen und das Kippen simuliert werden konnten. Die Kamera erhielt durch die Kreiselstabilisatoren einen künstlichen Horizont. Wegen der Motorengeräusche der hydraulischen Bühne und der schlechten Akustik der Metallkulisse musste der komplette Film ohne Originalton gedreht und nachvertont werden.
  • Otto Sanders Rolle des Kapitänleutnant Thomsen wird in seiner Einführungsszene als „Seemann der alten Garde … nur noch besoffen“ beschrieben. Laut Aussage von Regisseur Wolfgang Petersen im Audiokommentar der Director’s-Cut-DVD soll Sander während der Aufnahmen zu dieser Szene wirklich betrunken gewesen sein.
  • Die Produktion der Fünf-Stunden-Fassung des Films kostete die Bavaria Film 32 Millionen DM (bei heutiger Kaufkraft entspräche dies 28.000.000 Euro). Der WDR und der SDR übernahmen hiervon Kosten in Höhe von zehn Millionen DM. Aus dieser Beteiligung resultieren die Fernsehfassungen.
  • Gedreht wurde an vielen Standorten. Einige Szenen wurden in La Rochelle an der französischen Atlantikküste gedreht, z.B. im U-Bootbunker La Pallice. Hierzu zählen die Aus- und Einlaufszenen. Außerdem wurden auf dem Bodensee Außenszenen gedreht, auf der Nordsee Sturmszenen und in den Studios der Bavaria Film in München alle Innenaufnahmen und Unterwasseraufnahmen. Das Innere von U 96 wurde hierfür von der Bavaria Film detailgetreu nachgebaut und ist 55 Meter lang. Ein Original dieses U-Boot-Typs ist zwar 67 Meter lang, die Differenz ist jedoch damit zu erklären, dass die beiden nicht begehbaren Endspitzen fehlen, weil sie keine Relevanz für die Dreharbeiten hatten. Die 55 Meter lange Innenkulisse ist in der Bavaria Filmstadt ausgestellt und für Besucher begehbar.
  • Für den Film wurde in München ein Modell des U-Boots im Maßstab 1:1 nachgebaut. Dieses Modell wurde in drei Einzelteile zerlegt und nach La Rochelle transportiert, wo es wieder zusammengefügt wurde. Diese Kulisse verfügte über einen Antrieb und wurde von einer Person gesteuert, hatte aber sonst keine Inneneinrichtung. Während der Dreharbeiten zum Sturm brach das Boot auseinander und sank im Hafen von La Rochelle. Dieser Vorfall hätte fast zum Ende der Produktion geführt. Das Boot wurde dann aus einzelnen, wiedergefundenen Teilen und aus Holz wieder zusammengebaut, aber ohne Antrieb. Für weitere Aufnahmen mit diesem Boot wurde es gezogen. Außerdem existierten ein ferngesteuertes, tauchfähiges 11-Meter-Modell für Außenszenen, ein 5,50-Meter-Modell für Unterwasseraufnahmen im Bavaria-Bassin und noch weitere verschiedene Schiffsmodelle von ein bis drei Meter Länge.
  • Das einzig existierende Original dieses U-Boot-Typs VIIC U 995 steht im Ostseebad Laboe bei Kiel.
  • Steven Spielberg lieh sich 1980 das 1:1-Modell für eine U-Boot-Sequenz in seinem Film Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes von der Bavaria Film aus.
  • Die Schauspieler bekamen von Petersen besondere Auflagen: Sie durften im Sommer nicht mehr in die Sonne, um Sonnenbräune zu verhindern, und zehn Tage vor Drehbeginn der späten Szenen durften sie sich nicht mehr rasieren. Bei der Marine, vor allem bei den U-Bootfahrern, war es üblich, sich während einer Feindfahrt nicht zu rasieren, um Trinkwasser zu sparen.
  • Die Bavaria hatte die Filmrechte nach Erscheinen des Romans erworben und plante ursprünglich, den Film in Kooperation mit einer US-amerikanischen Produktionsfirma und mit US-amerikanischer Besetzung zu drehen. Das dafür von Ronald M. Cohen angefertigte Drehbuch wurde aber von Buchheim abgelehnt, da die US-Version zu (US-amerikanisch-) „patriotisch“ geraten sollte und vor allem deutlich mehr auf Action gesetzt wurde.[1]
  • Die Dreharbeiten dauerten über ein Jahr. Dabei ging man fast immer chronologisch vor, bis auf die Szenen, die in La Rochelle spielen. Dazu gehört auch die Szene in der Bar. Diese wurden ganz am Ende der Dreharbeiten gefilmt. Die Szenen im Inneren des U-Boot-Bunkers wurden im Gegensatz zur restlichen Hafeneinrichtung an Originalschauplätzen in La Rochelle gedreht.
  • Jan Fedder sollte ursprünglich einen kölschen Matrosen spielen. Der gebürtige Hamburger lehnte das aber ab. Da die Frage der Herkunft keinen Einfluss auf die Darstellung hatte, gestattet man ihm schließlich diese Änderung.
  • In der Sturmszene im Beobachtungsturm wurde Jan Fedder von einer Welle getroffen und brach sich einige Rippen. Seine Rolle wurde daraufhin gekürzt.
  • In mehreren Szenen ist eine ENIGMA-Schlüsselmaschine zu sehen, die zur Entschlüsselung empfangener Funksprüche benutzt wird. Beim ersten Auftritt der ENIGMA (in der 282-Minuten-Langversion nach 53 Minuten) schaut der Kriegsberichterstatter Leutnant Werner dem II. WO (Zweiter Wachoffizier) über die Schulter, während dieser einen Funkspruch mittels einer ENIGMA-M4 entschlüsselt. Dabei erläutert er: „Erst durch die Schlüsselmaschine ergibt sich aus wirren Buchstabenfolgen ganz langsam ein Sinn.“ Historisch nicht ganz korrekt an dieser Szene ist die Verwendung einer M4, da sie erst am 1. Februar 1942 in Dienst gestellt wurde, während Das Boot in Roman und Film seine Feindfahrt im Herbst und frühen Winter des Jahres 1941 durchführt. Somit hätte korrekterweise eine M3 verwendet werden müssen.
  • Aus Kostengründen wurde die Endszene des Bombenangriffs im Hafen in einem Take gedreht. Bei den beiden Flugzeugen handelt es sich um französische Maschinen, die für den Film umgebaut wurden.
  • Im englischen Sprachraum wurde der Film unter dem deutschen Originaltitel gezeigt, welcher dort zur Aussprache [bu:t] (wie englisch boot, Stiefel) verleitet. So ist der parodistische Titel der Simpsons-Folge „Das Bus“ zu verstehen. Außerdem leiht Marge Simpson in einer Folge einen Pornofilm mit der Bezeichnung Das Butt (Hintern) aus.
  • Bernd Eichinger gewann im Zuge einer Wette einen Porsche 911 von Wolfgang Petersen, da Eichinger die Zuschauerzahl von „Das Boot“ besser und höher einschätzte als Petersen.
  • Aus Anlass des 25. Jahrestags der Uraufführung der Kino-Version zeigte das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main vom 19. September 2006 bis zum 7. Januar 2007 die Ausstellung DAS BOOT Revisited.[2]
  • Aus dem gleichen Grund wurde der Film im Jahr 2007 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Herbert Grönemeyer nahm an der Verleihung nicht teil, Klaus Wennemann war bereits im Jahr 2000 verstorben. Ansonsten war es das erste Zusammentreffen der gesamten Filmmannschaft nach Ende der Dreharbeiten.
  • Der Film Das Boot zählt mit 5,8 Millionen Zuschauern in Deutschland zu den zehn erfolgreichsten deutschen Filmen. In den USA liegt der Film mit einem Einspielergebnis von 11.487.676 US-Dollar hinter Die unendliche Geschichte an zweiter Stelle aller deutschen Filme. Siehe auch: Liste der erfolgreichsten Filme.
  • Zur Entstehungsgeschichte des Films fand vom 16. November 2007 bis zum 24. Februar 2008 im Haus der Geschichte in Bonn die Ausstellung Das Boot. Geschichte · Mythos · Film statt.
  • In der Fernsehserie Der Fahnder, in der Klaus Wennemann (LI) die Hauptrolle spielte, kamen einige Schauspieler, mit denen er in Das Boot gespielt hatte, zu einem Gastauftritt, meistens als Verbrecher. Unter ihnen waren z. B. Heinz Hoenig, Uwe Ochsenknecht und Ralf Richter.
  • Weil Clint Eastwood Das Boot kannte und als „wundervollen Film“ schätzte, darüber hinaus Tod im Spiegel gesehen hatte und auch direkt nach Erbarmungslos nicht gleich noch einmal Regie führen wollte, fragte er bei Wolfgang Petersen an, ob er für den Filmstoff In the Line of Fire – Die zweite Chance die Regie übernehmen wollte.[3] Dies bedeutete für Petersen den endgültigen Durchbruch in Hollywood.
  • Mit U-900 drehte 2008 der Regisseur Sven Unterwaldt mit Atze Schröder in der Hauptrolle eine Parodie.

Kritiken[Bearbeiten]

„[…] Leider gelingt es dem Film selten, wirkliche Anteilnahme am Schicksal der Männer zu wecken. Ein Ausstattungsfilm mit einem bemerkenswerten Team und herausragenden Einzelleistungen, darunter Jost Vacanos Kamera und Klaus Doldingers Musik.“

Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz[4]

„[…] Aufwendig und perfekt inszenierter Kriegsfilm. Der schon in der dreiteiligen Fernsehfassung fragwürdige Versuch, dem authentischen Stoff eine Antikriegstendenz abzugewinnen, scheitert in der gekürzten Kinofassung allerdings völlig. Hier bleiben von dem – schauspielerisch glänzend interpretierten – Drama nur die martialischen Knalleffekte übrig und verkehren das Anti-Heldentum der Vorlage ins Gegenteil. Der hohe produktionstechnische Standard bescherte dem Film dennoch einen großen Erfolg.“

Lexikon des internationalen Films[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lothar-Günther Buchheim: Das Boot. Piper, München 1973, ISBN 3-492-02175-1.
  • Lothar-Günther Buchheim: Die Festung. Hoffmann & Campe, Hamburg 1995, ISBN 3-455-00733-3.
  • Lothar-Günther Buchheim: Der Abschied. Piper, München 2000, ISBN 3-492-04273-2.
  • Michael Salewski: Von der Wirklichkeit des Krieges: Analysen und Kontroversen zu Buchheims „Boot“. 2. Auflage, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1985, ISBN 3-423-01213-7.
  • Das Boot – Auf der Suche nach der Crew der U 96. Schriftenreihe des Deutschen Filmmuseums Frankfurt am Main, Kinematograph Nr. 21. Henschel, Berlin 2006, ISBN 978-3-89487-550-3.
  • Wolfgang Petersen, Lars Bardram, Bent Lantow: Das Boot. Gjellerup & Gad, København 1989, ISBN 87-13-03629-7 – enthält das Drehbuch zur Kinofassung (1981), außerdem Glossar und Erläuterungen.
  • Linda Maria Koldau: Mythos U-Boot. Steiner Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-515-09510-5 – enthält ein umfassendes Kapitel über den Roman und den Film Das Boot sowie über Klaus Doldingers Filmmusik.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Das Boot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Das Boot – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Verfluchter Orlog". Der Spiegel, 44/1977
  2. Deutsches Filmmuseum – Frankfurt am Main
  3. Eastwood interviewed: Clint on Clint, Empire Magazine November 2008
  4. Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 102. Wertung: 2½ Sterne = überdurchschnittlich.
  5. Hrsg. v. Katholischen Institut für Medieninformation (KIM) und der Katholischen Filmkommission für Deutschland, Rowohlt, Hamburg 1995, ISBN 3-499-16357-8, S. 660.