Bremsschirm
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Ein Bremsschirm, oft fälschlich als Bremsfallschirm bezeichnet, ist eine Art Fallschirm an einem Fahrzeug, der speziell zum Abbremsen ausgelegt ist. Bremsschirme sind außerordentlich robust konstruiert, indem die Kappen aus meistens kreuzweise verflochtenen Textilbändern bestehen. Sie werden kurz vor oder nach der Landung von Luftfahrzeugen eingesetzt, um die Landerollstrecke zu verkürzen. Insbesondere Kampfflugzeuge, die ohne Schubumkehr auskommen müssen, bedienen sich des Bremsschirmes.
Erste Versuche mit Bremsschirmen an Flugzeugen wurden 1941 im 2. Weltkrieg an der Me 210 V-14 [1] vorgenommen. Die Horten Ho IXb (Ho 229) war 1945 mit einem Bremsschirm bestückt. [2]
Bei Landfahrzeugen werden Bremsschirme bei Beschleunigungswettbewerben an den sogenannten Dragstern mitgeführt, um die Radbremsen zu entlasten.
In der Schifffahrt existieren Bremsschirme unterhalb der Wasserlinie eines Schiffes, um bei einem Not-Stopp-Manöver den Anhalteweg zu verkürzen.
Bremsschirme werden so am Heck des jeweiligen Fahrzeuges angebracht, dass keine Lenkmomente auftreten. Je nach Belastung verwendet man sie auch in Bündeln von zwei bis vier Schirmen.
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Raumfähre Atlantis mit Bremsschirm |
Die North American XB-70 verwendete drei Bremsschirme gleichzeitig |
Geöffnetes Staufach des Bremsschirms am Heck einer Jak-28 |
Bremsschirm am Segelflugzeug Salto |
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblink
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Heinz J. Nowarra, Die deutsche Luftrüstung 1933-1945 Bernard & Graefe Verlag, ISBN 3-7637-5464-4 & Lexikon der Wehrmacht
- ↑ Bremsschirm im Heckköcher

