Burg Hoheneck (Ipsheim)

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Burg Hoheneck
Luftbild der Burganlage

Luftbild der Burganlage

Entstehungszeit: 1132 erstmals erwähnt
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Erhalten
Ort: Ipsheim-Hoheneck
Geographische Lage 49° 31′ 17″ N, 10° 30′ 24″ O49.52138888888910.506666666667410Koordinaten: 49° 31′ 17″ N, 10° 30′ 24″ O
Höhe: 410 m ü. NN
Burg Hoheneck (Ipsheim) (Bayern)
Burg Hoheneck (Ipsheim)

Die Burg Hoheneck ist eine mittelalterliche Burg oberhalb von Ipsheim und zugleich ein Ortsteil des Marktes im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Seit 1984 dient die Jugendburg als Bildungsstätte des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Höhenburg liegt am Anstieg der Frankenhöhe, eines kleinräumigen, bewaldeten Höhengebietes (Naturpark Frankenhöhe), hoch über dem Aischtal.

Östlich der Burg liegen die ausgedehnten Frankenhöhe-Wälder des Hohenecker Forstes, an ihrem Fuß eines der wenigen Weinbaugebiete Mittelfrankens (Mittelfränkische Bocksbeutelstraße).

Geschichte[Bearbeiten]

Burg Hoheneck wurde im Jahr 1132, in der Gründungsurkunde des Klosters Heilsbronn, erstmals erwähnt.

Anfang der 1920er Jahre kaufte der der Münchner Verleger Julius Friedrich Lehmann die Burg. Hoheneck diente zunächst dem Wehrverband Bund Oberland. Ab 1928 war die Burg Schulungsstätte der Sturmabteilung (SA) für Süddeutschland und mehrfach der Ort von NSDAP-Großveranstaltungen. Der Historiker Manfred Kittel sieht in der von der Burg ausgehenden „völkischen Ausstrahlung“ einen der Gründe für die Entwicklung Westmittelfrankens zur nationalsozialistischen Hochburg.[1]

Die Burg gehört seit 1953 der Stadt Nürnberg und ist somit die einzige Burg im Besitz der Stadt, da die Nürnberger Burg Eigentum der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung ist.

Seit April 1984 wird Burg Hoheneck als Jugendbildungsstätte des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt genutzt, der auch ihr Träger ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ruth Bach-Damaskinos, Jürgen Schnabel, Sabine Kothes: Schlösser und Burgen in Mittelfranken – Eine vollständige Darstellung aller Schlösser, Herrensitze, Burgen und Ruinen in den mittelfränkischen kreisfreien Städten und Landkreisen''. Hofmann Verlag, Nürnberg 1993, ISBN 3-87191-186-0, S. 84–85.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burg Hoheneck – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manfred Kittel: Provinz zwischen Reich und Republik. Politische Mentalitäten in Deutschland und Frankreich 1918–1933/36. (= Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Band 47) Oldenbourg, München 2000, ISBN 3-486-56501-X, S. 244, 478.