Burghasungen

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51.3233333333339.2769444444444417Koordinaten: 51° 19′ 24″ N, 9° 16′ 37″ O

Burghasungen
Höhe: 370–450 m
Einwohner: 926 (15. Nov. 2011)
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 34289
Vorwahl: 05606

Das Dorf Burghasungen ist der südsüdwestliche Stadtteil von Zierenberg im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland). Zum 15. November 2011 hatte der Stadtteil 926 Einwohner[1].

Geographische Lage[Bearbeiten]

Burghasungen mit Burghasunger Berg vom Bärenbergturm betrachtet

Burghasungen liegt 15,5 km westlich der Innenstadt von Kassel im Naturpark Habichtswald zwischen dem Habichtswalder Ortsteil Ehlen im Osten, dem Zierenberger Stadtteil Oelshausen im Südwesten und dem Wolfhager Stadtteil Wenigenhasungen im Westnordwesten. Das Dorf liegt auf der Westflanke des 479,7 m ü. NN hohen Burghasunger Bergs (auch Hasunger Berg genannt) und zählt zu den Gemeinden des oberen Warmetals.

Vom Burghasunger Berg, auf dem einst das Kloster Hasungen stand, eröffnet sich die Aussicht unter anderem auf den Hohen Habichtswald, den Dörnberg und ins Wolfhager Land mit der Weidelsburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Ruine des Klosters Hasungen

Die Geschichte Burghasungens ist eng mit dem Kloster Hasungen verbunden, in dessen Gründungsurkunde im Jahr 1074 der Ort erstmals erwähnt wird. Doch in der Vita Haimeradi, der Lebensbeschreibung des heiligen Heimerad, der im Jahr 1016 auf dem Burghasunger Berg die Unterhaltung einer kleinen Kapelle übernommen hatte, wird bereits von Einwohnern gesprochen, die der Heilige um Erlaubnis zur Bewirtschaftung der Kapelle befragt. Im 11. Jahrhundert wurde das Benediktinerkloster über dem Grab Heimerads gegründet. Das Kloster existierte bis zur Reformation, die 1527 durch Philipp den Großmütigen in Hessen-Kassel eingeführt wurde. Bis dahin war das Kloster Wallfahrtsstätte zu dem als Heiligen verehrten Heimerad. Nach Einführung der Reformation verfiel das Kloster zur Ruine und wurde im Dreißigjährigen Krieg mehrfach geplündert. Bevor im Jahr 1800 eine neue Kirche eingeweiht wurde, benutzten die Burghasunger die letzte verbliebene Klosterkirche. 1876 schlug ein Blitz in den noch erhaltenen Klosterturm und zerstörte diesen. Seither sind nur noch wenige Steinreste der alten Gemäuer vorhanden.

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform wurde Burghasungen am 1. Februar 1971 in die Stadt Zierenberg eingegliedert.[2]

Einrichtungen und Sehenswertes[Bearbeiten]

Burghasungen verfügt unter anderem über ein Dorfgemeinschaftshaus mit dem Klostermuseum Hasungen[3], ein Dorfmuseum, eine Bücherei, einen Kindergarten und die Freilichtbühne Bergbühne Burghasungen[4] an der Westflanke des Burghasunger Bergs. Sehenswert sind die Reste der Klosterruine und die evangelische Dorfkirche von 1800 mit historischem Grabstein, dem Grabmal des Siegfried von Eppstein, 25. Abt des Klosters Fulda (1058-1060) und Erzbischof von Mainz (1060-1084).

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Burghasungen befindet sich ungefähr 500 m nordwestlich der Anschlussstelle Zierenberg der in Nord-Süd-Richtung das Dorf passierenden Bundesautobahn 44 (DortmundKassel), die dort Anbindung an die südlich verlaufende Bundesstraße 251 (BrilonKassel) hat. Von der B 251 führt die Kreisstraße 69 nordnordwestwärts durch das Dorf.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Zierenberg: Einwohnerzahlen der Stadtteile, abgerufen am 24. Juni 2013
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 411.
  3. Klostermuseum Hasungen auf regionalmuseum-wolfhagen.de
  4. Bergbühne Burghasungen auf bergbuehne-burghasungen.de