Zierenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Kassel | |
| Höhe: | 279 m ü. NN | |
| Fläche: | 86,53 km² | |
| Einwohner: |
6573 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 76 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 34289 | |
| Vorwahl: | 05606 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KS, HOG, WOH | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 33 029 | |
| LOCODE: | DE ZXB | |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Poststraße 20 34289 Zierenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stefan Denn (SPD) | |
| Lage der Stadt Zierenberg im Landkreis Kassel | ||
Zierenberg ist eine Kleinstadt im Landkreis Kassel in Nordhessen. Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort[2].
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Lage[Bearbeiten]
Zierenberg liegt im Habichtswälder Bergland im Naturpark Habichtswald. In diesem Bergland befindet sich die Kernstadt auf etwa 242 (an der Untermühle) bis 345 m ü. NN (am Hang des Großen Schreckenbergs) im Zierenberger Grund, dem von der Warme durchflossenen Talabschnitt zwischen Hohem Dörnberg (578,7 m ü. NN) im Südosten und Großem Bärenberg (600,7 m ü. NN) im Südwesten. Nordwestlich schließt sich, auch als Teil des Berglandes, der Malsburger Wald an.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Zierenberg grenzt im Norden an die Gemeinde Breuna, im Osten an die Gemeinden Calden, Ahnatal und Habichtswald, sowie im Südwesten und Westen an die Stadt Wolfhagen (alle im Landkreis Kassel). Wenige Kilometer südsüdwestlich der Kernstadt liegt eine durch einen Ausläufer der Gemeinde Habichtswald vom Hauptteil des Zierenberger Gebiets getrennte Stadtgebiet-Exklave mit den Stadtteilen Burghasungen und Oelshausen. Dieses Gebiet ist im Nordosten und Osten von der Gemeinde Habichtwald, im Süden von der Gemeinde Schauenburg und im Westen und Nordwesten von der Stadt Wolfhagen umgeben (alle im Landkreis Kassel).
Stadtgliederung[Bearbeiten]
Zur Stadt gehören neben der Kernstadt Zierenberg die Stadtteile Burghasungen, Escheberg, Hohenborn, Laar, Oberelsungen und Oelshausen. Zudem gehören die Weiler Friedrichsaue und Friedrichsstein zu Zierenberg.
Einwohnerzahlen am 15. November 2011:
| Hauptwohnung | Nebenwohnung | Gesamt | |
| Zierenberg | 3.808 | 331 | 4.139 |
| Oberelsungen | 1.274 | 105 | 1.379 |
| Burghasungen | 926 | 67 | 993 |
| Oelshausen | 520 | 43 | 563 |
| Escheberg | 33 | 5 | 38 |
| Laar | 15 | 5 | 20 |
| Hohenborn | 18 | 5 | 23 |
| Gesamt: | 6.594 | 561 | 7.155 |
Geschichte[Bearbeiten]
Zierenberg wurde im späten 13. Jahrhundert gegründet und diente dem hessischen Landgrafen Heinrich I. zur Sicherung seiner Herrschaft im oberen Warmetal. 1293 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen; 1298 erhielt Zierenberg Stadtrechte verliehen.[3] Das von Heinrich Brant um 1450 errichtete Rathaus ist das älteste gotische Fachwerk-Rathaus in Hessen. Das Schloss Escheberg wird seit seinem Bau um 1530 von der Familie von der Malsburg bewohnt. Zierenberg war Verwaltungssitz des landgräflich-hessischen Amts Zierenberg und während der Zeit des napoleonischen Königreichs Westphalen (1807–1813) des Kantons Zierenberg.
Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen schlossen sich zunächst am 31. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Escheberg und Hohenborn der Stadt Zierenberg an[4], später dann auch Oberelsungen, Burghasungen, Oelshausen und Laar.
Politik[Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[5]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 52,3 | 16 | 44,6 | 14 | 45,3 | 14 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 21,9 | 7 | 24,9 | 8 | 23,6 | 7 |
| UFW | Unabhängige Freie Wählergemeinschaft | 21,3 | 7 | 23,1 | 7 | – | – |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,6 | 1 | 7,4 | 2 | 7,5 | 2 |
| UWG | Unabhängige Wählergemeinschaft | – | – | – | – | 16,2 | 5 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft | – | – | – | – | 7,5 | 3 |
| Gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | |
| Wahlbeteiligung in % | 52,4 | 49,9 | 61,5 | ||||
Bürgermeister[Bearbeiten]
- Der Bürgermeister Jürgen Pfütze (parteilos) wurde in der Stichwahl am 10. Oktober 2002 mit einem Stimmenanteil von 58,6 % zum dritten Mal wiedergewählt.
- Am 14. September 2008 wurde Stefan Denn (SPD) mit 50,9 % im ersten Wahlgang gewählt. Er löste Jürgen Pfütze am 1. Januar 2009 ab.
Bürgermeister mit Amtszeit:
| – Conrad Brede | 1856–1880 | |
| – Karl Kupferschläger | 1880–1911 | |
| – Wiegand Pitz | 1912–1933 | |
| – Wilhelm Schäfer | 1933–1945 | |
| – Heinrich Ledderhose | 1945–1948 | |
| – Konrad Bürgel | 1948–1956 | |
| – Rudolf Walther | 1957–1972 | |
| – Georg Hildebrandt | 1972–1984 | |
| – Horst Buchhaupt | 1984–1990 | |
| – Jürgen Pfütze | 1991–2008 | |
| – Stefan Denn | seit 2009 |
Magistrat[Bearbeiten]
Der von der Stadtverordnetenversammlung am 2. Mai 2011 für die Legislaturperiode 2011–2016 gewählte Magistrat setzt sich wie folgt zusammen: Bürgermeister Stefan Denn (SPD), Erster Stadtrat Gerd Appel (SPD), Stadträte Güter Fett (SPD), Stefan Borger (SPD), Richard Leck (SPD), Klaus Peter (FDP), Joachim Dorr (CDU), Otto Lantz (CDU), Jürgen Behr (UFW) und Ulrich Vreemann (UFW).
Partnerschaften[Bearbeiten]
Die Stadt Zierenberg unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
- Damvillers in der Nähe von Verdun in Frankreich,
- Gattatico in der Poebene zwischen Reggio nell’Emilia und Parma in Italien und
- Ichtershausen in Thüringen.
Sehenswertes[Bearbeiten]
Zu den Sehenswürdigkeiten von Zierenberg gehören:
- Burgstall Blumenstein am Hohen Dörnberg
- Burgruine Falkenberg auf dem Falkenberg
- Burgruine Gudenberg auf dem Großen Gudenberg
- Burgruine Gudenberg auf dem Kleinen Gudenberg
- Burgruine Malsburg auf dem Malsberg
- Burgruine Schartenberg (mit ehemaligem Groppeschloss) auf dem Schartenberg
- Großer Bärenberg etwa südöstlich von Zierenberg
- Hoher Dörnberg etwa südwestlich von Zierenberg
- Kloster Hasungen beim Stadtteil Burghasungen
- Rathaus in Zierenberg, 1450 errichtet, ältestes gotisches Fachwerk-Rathaus in Hessen
- Schloss Escheberg im Stadtteil Escheberg
- Gut und Schloss Laar im Stadtteil Laar
- Schreckenbergturm auf dem Großen Schreckenberg
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Heiliger Heimerad († 1019 auf dem Burghasunger Berg), Priester und Wanderprediger
- Ernst Friedrich Georg Otto von der Malsburg (1786–1824), Schriftsteller, Dichter und Gesandter, gestorben auf Schloss Escheberg
- Hans von der Malsburg-Escheberg (1831–1908), Vizemarschall der althessischen Ritterschaft, Mitglied des Provinziallandtages und des preußischen Herrenhauses
Verkehr[Bearbeiten]
Zierenberg liegt an der Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar mit dem jeweils nahen Zierenberger Tunnel und dem Zierenberger Viadukt. Die Bahnstrecke ist Teil des Netzes der nordhessischen RegioTram Kassel, die seit dem 10. Dezember 2006 zwischen Wolfhagen und Kassel verkehrt und hat etwa einstündige Taktzeiten. Des Weiteren verläuft durch die Zierenberger Gemarkung die Bundesautobahn 44 (Dortmund–Kassel), die über die Anschlussstelle Zierenberg an der Bundesstraße 251 beim Stadtteil Burghasungen zu erreichen ist.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ 78. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 15. November 2012. In: Staatszeiger für das Land Hessen. Nr. 7, 2013, S. 309.
- ↑ R. Bremer: Hessens ältestes Fachwerkrathaus wird 550 Jahre alt. In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde N.F. 36, 2000, S. 3–8, hier S. 4.
- ↑ Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 5. Januar 1971 — IV A 1 — 3 k 08/05 (72) — 12/70 — Betrifft: Eingliederung der Gemeinden Escheberg und Hohenborn in die Stadt Zierenberg im Landkreis Wolfhagen (StAnz. 3/1971 S. 109)
- ↑ Wahlergebnis auf hsl.de
Weblinks[Bearbeiten]
- http://www.zierenberg.org
- http://regiowiki.hna.de/Zierenberg
- http://www.kirche-zierenberg.de zeigt u.a. eine Auswahl der einzigartigen Seccomalerei
- Links zum Thema Zierenberg im Open Directory Project
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Gemeindefreie Gebiete
Gutsbezirk Reinhardswald
