Jenesien

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Jenesien
(ital.: San Genesio Atesino)
Wappen von Jenesien
Jenesien (Südtirol)
Jenesien
Jenesien
Lage von Jenesien in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Salten-Schlern
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2013)
2.937/3.013
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
96,79 % deutsch
3,07 % italienisch
0,14 % ladinisch
Koordinaten 46° 32′ N, 11° 20′ O46.53333333333311.3333333333331100Koordinaten: 46° 32′ N, 11° 20′ O
Meereshöhe: 1100 m s.l.m.
Fläche: 66,85 km²
Dauersiedlungsraum: 13,7 km²
Fraktionen: Afing, Flaas, Glaning, Jenesien, Nobls
Nachbargemeinden: Bozen, Mölten, Ritten, Terlan, Sarntal
Partnerschaft mit: Feldkirchen-Westerham (Deutschland)
Postleitzahl: 39050
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021079
Steuernummer: 80008980213
Politik
Bürgermeister (2010): Paul Romen (SVP)
Blick auf Jenesien

Jenesien (italienisch San Genesio Atesino) ist eine Gemeinde in Südtirol (Italien) mit 3013 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013).

Geographie[Bearbeiten]

Jenesien liegt unterhalb des Hochplateaus des Salten am Südhang des Tschögglbergs nördlich von Bozen. Zwischen Bozen und Jenesien existiert neben einer langen und kurvigen Straßenverbindung auch die Seilbahn Jenesien. Durch den Ort verläuft der europäische Fernwanderweg E5.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Jenesien (1667 Ew.) sowie den Fraktionen Afing (533 Ew.), Flaas (286 Ew.), Glaning (250 Ew.) und Nobls (107 Ew.).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Jenesiens kommt vom heiligen Genesius von Rom, dem Patron der Pfarrkirche des Ortes, und wurde 1186 erstmals erwähnt.

Der bis zum Bau der neuen Straße in den 1980er Jahren vorherrschende Charakter eines Bergdorfes ging im Laufe der Zeit verloren; heute ist der Ort durch Zuzug aus Bozen beinahe städtisch geprägt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Erdpyramiden bei Nobls

Etwa 3 km nordwestlich des Hauptortes (bei Nobls, Lage46.547611.2914) sind Erdpyramiden zu sehen; im Vergleich zu denen auf dem Ritten sind es weniger, und in gedrungeneren Formen.

Bildung[Bearbeiten]

In Afing, Flaas und Jenesien gibt es Grundschulen; in Jenesien auch eine Mittelschule. Kindergärten sind in Jenesien und Afing vorhanden.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Die Wirtschaft Jenesiens ist eng an die nahe gelegene Stadt Bozen gebunden. So wirbt Jenesien schon seit Jahren zusammen mit Bozen um Touristen. Es gibt einige Hotels, Gasthäuser, Pensionen und seit jüngerer Zeit auch Bauernhöfe, die Gäste beherbergen. Außerdem weist Jenesien durch die Nähe zu Bozen und die gute Erreichbarkeit regen Tagestourismus auf.

Viele Bauernhöfe liefern die von ihnen erzeugte Milch nach Bozen in die größte Südtiroler Milcherzeugergenossenschaft Mila. Außerdem wird in der Landwirtschaft Obst, Wein und Gemüse angebaut. Die Raiffeisenkasse Bozen betreibt eine Filiale in Jenesien.

Von Bozen aus besteht eine gut ausgebaute Straße nach Jenesien. Diese Straße hat Anfang der 1980er Jahre die alte, nicht mit Schwerfahrzeugen befahrbare Straße ersetzt. Viele Jenesier pendeln täglich zur Arbeit nach Bozen aus; auch erhalten viele Handwerker Aufträge in Bozen und Umgebung.

Seit 1937 verbindet Jenesien mit Bozen eine gut funktionierende Drahtseilbahn, die viele Jahre lang das einzige öffentliche Verkehrsmittel war. Daneben bietet die Buslinie 156 eine Verbindung nach Bozen.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jenesien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien