Charlotte Morel

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Charlotte Morel als Zuschauerin in La Baule, 2009
Charlotte Morel in Lausanne, 2012

Charlotte Morel (* 16. Januar 1989 in Draguignan) ist eine französische Profi-Triathletin und zwölffache französische Duathlon- sowie Triathlon-Staatsmeisterin verschiedener Altersklassen (cadette, junior, espoir), u.a. U23-Staatsmeisterin 2009, 2010, 2011 und 2012. Seit 2006 gehört Morel ständig der französischen Nationalmannschaft, seit 2008 auch der französischen Militär-Triathlonmannschaft an. Bei der angesehenen französischen Clubmeisterschaftsserie Grand Prix de Triathlon Lyonnaise des Eaux ging Morel seit 2006 für Beauvais Triathlon an den Start, dessen Damen-Mannschaft 2006, 2009 und 2010 diese Club-Meisterschaftsserie gewann, dann aber 2011 und 2012 die Wettkampfserie boykottierte. Ab 2013 tritt Morel für Issy Triathlon in der Clubmeisterschaftsserie an. In Deutschland geht Morel seit 2011 für EJOT Buschhütten in der Bundesliga an den Start, 2012 verhalf sie dem Verein zum Sieg in der Ersten Bundesliga.

Karriere[Bearbeiten]

Nach dem Abschluss des Collège in Draguignan im Jahr 2004 wurde Morel an der Kaderschmiede Pôle Espoir CREPS PACA aufgenommen und besuchte das Lycée Saint Exupery in Saint-Raphaël. Seit damals ist Pierre Houseaux ihr Trainer.

Ab 2006 gehörte Morel (bis Ende 2012) dem Elite-Team des nordfranzösischen Clubs Beauvais Triathlon an, für den sie zusammen mit Weltstars wie Andrea Hewitt etliche Rennender angesehenen französischen Club-Meisterschaftsserie bestritt. 2006 legte Morel das Abitur (BAC S = scientifique, d.h. sciences de la vie et de la terre) ab und inskribierte an der Universität Nizza Sportwissenschaften (STAPS = Sciences et techniques des activités physiques et sportives). 2008 erlangte Morel das DEUG STAPS (Diplôme d’études universitaires générales) und im Sommer 2009 die Licence L3 in éducation et motricité, im Juni 2011 schloss sie ihr Master-Studium in Ernährungswissenschaft (Prévention et Education pour la Santé par l'Activité Physique, Option Prévention par l'alimentation et la nutrition) ab.

Im Dezember 2007 trat Morel - so wie auch Sylvain Sudrie, Laurent Vidal, Emmie Charayron und Delphine Pelletier – dem Heer bzw. der Ecole d’application d’infanterie (= EAI) – damals noch in Montpellier - bei und gehört damit der Equipe de France Militaire de Triathlon (EFM) an. 2012 wurde das Triathlon-Team zum Dienstgrad Caporal befördert. 2008 konnte Morel bzw. ihr EAI-Team die Goldmedaille bei der Militär-Weltmeisterschaft in Estland gewinnen, in der Einzelwertung wurde sie Fünfte. 2011 wurde Morel bei der Militär-Weltmeisterschaft in Rio (24. Juli 2011) ebenfalls Fünfte in der Einzelwertung, das französische Mixed Team gewann die Goldmedaille, das Damenteam wurde 4.[1] Bei der Militär-Weltmeisterschaft in Lausanne 2012 gewann Morel schließlich in der Einzelwertung Bronze und in der Teamwertung (Mixed Team) Gold.

Privates[Bearbeiten]

Morel ist mit dem mehrfachen Triathlon-Europameister Frédéric Belaubre liiert.[2] Beide trainieren unter Pierre Houseaux am Hochleistungszentrum CREPS PACA in Boulouris, gehörten dem Club Beauvais Triathlon an und traten 2011 für EJOT[3] in der deutschen Bundesliga an. Morel lebt unweit des CREPS PACA in Boulouris.

Dank ihrer Größe (1,72m) trat Morel bereits mehrfach als Model in Triathlon-Zeitschriften in Erscheinung.[4]

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Morel gewinnt Bronze bei der WM in Lausanne, 2012
Charlotte Morel von Anfang an unter den Führenden in Lausanne, 2012
Charlotte Morel wird WM-Dritte in Lausanne, 2012
Charlotte Morel, Schliersee-Siegerin in der Deutschen Bundesliga, 2012

Morel wurde der Leistungssport gleichsam in die Wiege gelegt. Mit drei Jahren konnte sie bereits schwimmen und mit zehn nahm sie an den ersten Cross-Country-Bewerben der UNSS (= Union nationale du sport scolaire) teil. Ihr jüngerer Bruder Jérémy “Jey” Morel wurde 2009 Cyclocross-Junioren-Staatsmeister. Mit Triathlon begann Charlotte Morel 2003, als sie ihr Onkel Didier Morel zum örtlichen Triathlon-Verein Draguignan brachte.

2005[Bearbeiten]

Auf ihrer Homepage setzt Morel ihren großen Durchbruch 2006 an, als sie erstmals an internationalen Bewerben teilnahm und in Guadeloupe auf die Olympischen Distanz wechselte. Morel war jedoch schon 2005, nachdem sie im April 2005 nationale Duathlon-Meisterin geworden war (Kategorie: cadets), bei der Europameisterschaft in Griechenland gestartet und galt neben der Juniorenmeisterin des Vorjahres, Juliette Benedicto, als Medaillenanwärterin. Morel wurde, um einer französischen Jugend-Triathletin Platz zu schaffen, allerdings in der Juniorenklasse angemeldet. Nach einem schweren Fahrradsturz zerstreuten sich alle Hoffnungen, auch wenn Morel noch fünf Mitstreiterinnen einholen und verletzt ins Ziel kommen konnte. Am folgenden Tag nahm sie dennoch am Mannschaftsbewerb teil. Das französische Staffelteam kam auf Platz 8 (von 11), Morel selbst war jedoch sichtlich gezeichnet: in der Einzelwertung hätte sie nur den 29. von 33 Plätzen erlangt. In ihrem Blog übergeht Morel dieses ITU-Debüt im Palmarès, nennt es aber unter den unerfreulichsten Erlebnissen ihrer Sportkarriere.

In den französischen Medien wird Morel häufig mit ihrer fast genau ein Jahr jüngeren Konkurrentin und Junioren-Weltmeisterin 2009 Emmie Charayron verglichen, beide galten als große Olympiahoffnung für London 2012. Das Magazin Triathlète etwa widmete beiden die “Confrontation” überschriebene Porträt-Doppelseite.[5]

2006[Bearbeiten]

Im Alter von 17 Jahren setzte sich Morel, die französische Duathlon- und Triathlonmeisterin, auch international durch: bei der Europameisterschaft in Autun wurde sie in der Junioren-Klasse 13. und bei der Weltmeisterschaft in Lausanne sogar 7. Auch bei der Duathlon-Weltmeisterschaft in Rimini sicherte sich Morel einen Top-Ten-Platz. Beim Schweizer Sprint-Triathlon in Walliswil gewann sie die Goldmedaille. In Frankreich trat Morel 2006 erstmals für den Verein Beauvais Triathlon[6] an, der 2006 so wie auch 2009 und 2010 die angesehene französische Clubmeisterschaft Lyonnaise des Eaux gewann. Morel nahm an zwei Bewerben dieser Meisterschaftsserie teil: in Beauvais wurde sie 28. und in Lorient 11. (Elite-Wertung).

2007[Bearbeiten]

Morel gewann 2007 sowohl die französische Duathlon- als auch die Triathlon-Juniorenmeisterschaft und wurde auch U23-Triathlonmeisterin(Espoir), womit sie zugleich auch im Alter von erst 18 Jahren die Silbermedaille in der Elite-Wertung gewann. In der angesehen französischen Clubmeisterschaftsserie Lyonnaise des Eaux trat Morel für Beauvais Triathlon an und war jeweils in ihrer Altersklasse immer unter den besten Drei: in Lorient Dritte (32. gesamt), in Embrun Zweite (6.) und in La Baule Dritte (8.). Bei der Junioren-Europameisterschaft in Kopenhagen und der Junioren-Weltmeisterschaft in Hamburg wurde Morel 6. bzw. 8. Daneben trat Morel auch in der Elite-Kategorie an: bei einem Europacup in Polen und einem Premium-Europacup in der Türkei wurde sie 11. bzw. 14. Ihr traditionelles Sommer-Trainingslager in Alpe d'Huez krönte Morel mit dem Sieg beim Sprint-Triathlon im benachbarten Vaujany (29. Juli 2007).

2008[Bearbeiten]

International war Morel in verschiedenen Altersklassen erfolgreich: Bei der Junioren-Europameisterschaft in Lissabon wurde sie 9., bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Vancouver 24. Bei der U23-Europameisterschaft in Pulpí wurde sie 5. in der Einzelwertung und gewann Silber im Teambewerb. In Luxemburg nahm Morel an ihrem ersten Europacup (Elite) teil und gewann Gold. Auch in ihrem Weltcup-Debüt war Morel erfolgreich und wurde in Lorient 24. Bei der Militär-Weltmeisterschaft in Estland belegte sie den vierten Platz in der Einzelwertung und gewann die Goldmedaille im Teambewerb.

Auf nationaler Ebene bestätigte Morel ihre Rolle als vielversprechendstes Jungtalent. Aus strategischen Gründen durfte Morel bei der Staatsmeisterschaft zwar nicht mehr in der Junioren-Klasse antreten, wo sie mit Sicherheit ein weiteres - und altersbedingt: letztes - Mal die Goldmedaille gewonnen hätte,[7] dafür wurde sie Zweite in der Duathlon-Meisterschaft und Erste in der Junioren-Wertung des Kurzdistanz-Triathlons in Embrun.

In der Clubmeisterschaftsserie Lyonnaise des Eaux trat Morel wieder für den Verein Beauvais, der den Gesamtsieg davontrug. In Paris wurde sie Neunte (U23: 3.), in Beauvais Achte (U23: 5.) und in La Baule Dreizehnte (U23: 5.).

Den berühmten Einzel-Triathon von Alpe d'Huez gewann Morel am 31.7.2008 in der Courte-Distance-Kategorie (= 1200+30+7), nachdem sie vier Tage zuvor schon den Sprint-Triathlon im benachbarten Vaujany, wie schon 2007, gewonnen hatte. Dieser Sieg in Alpe d'Huez sollte vorerst ihr letzter bleiben: 2009 schied Morel aus, als sie einem gestürzten Fahrer kurz nach dem Start auswich und dabei selbst zu Sturz kam, 2010 hinderten sie gesundheitliche Probleme an der Teilnahme.

2009[Bearbeiten]

Bei zwei ITU-Wettkämpfen bewies Morel ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze: in Southport (Gold Coast) wurde sie bei der U23-Weltmeisterschaft Achte und beim Premium-Europacup in Alanya wurde sie Sechste (Elite), nachdem sie noch nach dem zweiten Wechsel mit über 40 Sekunden vor den Verfolgern wie z.B. Helle Frederiksen geführt hatte.

Auch in Frankreich war Morel erfolgreich: mit ihrem Verein Beauvais gewann sie sowohl die Clubmeisterschaftsserie als auch die Clubmeisterschaft in Gruissan. Am Großen Finale der Clubmeisterschaftsserie in La Baule (Triathlon Audencia) nahm Morel jedoch nicht teil. Ihr Club verließ sich neben Py Bilot (15.) ganz auf die Legionärinnen Anja Dittmer (1.), Andrea Hewitt (3.), Hollie Avil (5.) und Vicky Holland (12.). Auch das siegreiche Herrenteam des Clubs Sartrouville ging in La Baule ausschließlich mit internationalen Gaststars an den Start, allen voran den Brownlee-Brüdern.

In drei der vorangegangenen Clubmeisterschafts-Triathlons lag Morel jedoch immer vor Py Bilot: in Dünkirchen auf Platz 15 (U23: 4.) gegenüber Pys 24. Platz, in Beauvais Platz 6 (U23: 3.) gegenüber Pys 7. Platz, in Tours auf Platz 10 (U23: 2.) gegenüber Pys 17. Platz. In Paris war jedoch Py besser und wurde 9. gegenüber Morels 11. Gesamtrang (U23: 5.). Am 26. September 2009, dem Tag des Clubmeisterschafts-Abschlussrennens in La Baule, nahm Morel jedoch mit ihren Club-Kolleginnen Laetitia Duhamel und Sophie Henssien am Tri-Relay sowie am 27. September am Kurzdistanz-Triathlon von La Baule teil und wurde - beide Male ohne ernsthafte Konkurrenz - Erste.

Vor der U23-Weltmeisterschaft in Australien hatte Morel bereits drei Top-Ten-Platzierungen in ITU-Bewerben erzielt: beim Europacup in Quarteira wurde sie 9. (Elite), bei der U23-Europameisterschaft in Italien 6. und beim Europacup in Athlone 4., obwohl ihr Gepäck auf dem Flug verloren gegangen war und Morel sich buchstäblich in den letzten Sekunden vor dem Start die Ausrüstung ausleihen musste.

Morels letzter Triathlon der Saison 2009 war jener von Karukera, den sie bereits 2006 und 2007 ohne ernsthafte Konkurrenz gewonnen hatte. Auch 2009 gewann sie überlegen, allerdings diesmal Hand in Hand mit Alexandra Cassan-Ferrier.[8]

2010[Bearbeiten]

Nach dem äußerst erfolgreichen Jahr 2009 musste Morel 2010 einige verletzungsbedingte Rückschläge erleiden. Nach dem Trainingslager der Nationalmannschaft in Lanzarote musste Morel eineinhalb Monate auf das Lauf- und Fahrradtraining verzichten. Nach dem von ihr als enttäuschend eingeschätzten 22. Platz beim Weltcup in Quarteira verzichtete Morel auf die Teilnahme am Weltcup in Ishigaki, an dem ohnehin die meisten europäischen Triathleten wegen der isländischen Aschewolke und der andauernden Einschränkungen im Flugverkehr nicht teilnehmen konnten. An einer Reihe von Wettkämpfen, die Morel am Anfang des Jahres auf ihrem Blog unter den objectifs genannt hatte, nahm sie nicht teil, so etwa nicht am FITRI-Triathlon in Andora, dem Triathlon in Alpe d'Huez, den sie bereits 2009 nicht beenden konnte, obwohl sie als klare Favoritin an den Start gegangen war, dem Europacup in Genf, der U23-Europameisterschaft in Portugal und dem Weltcup in Tongyeong.

Für Beauvais Triathlon ging Morel drei Mal bei der französischen Clubmeisterschaftsserie an den Start: in Dünkirchen belegte sie den 19. Platz (U23: 5.), in Beauvais den 13. Platz (U23: 3.) und in Paris den 15. Platz (U23: 7.), damit war sie immer unter den drei triathlètes classants l'équipe, denen ihr Verein auch 2010 den Gesamtsieg der Meisterschaftsserie verdankt. Für das Große Finale in La Baule (Triathlon Audencia) am 18. September 2010 hatte sie ihr Verein aber nur unter den triatlètes invitées U23 genannt, sie hätte ihrem Verein also keine Punkte in der Mannschaftswertung bescheren können - tatsächlich schied sie dann vorzeitig aus und unterzog sich kurz darauf einer Knie-Operation mit eineinhalb-monatiger Rehabilitation am CERS in Boulouris.

Auch wenn Morel auf ihrem Blog die Saison 2010 als mauvaise année bezeichnet, gelangen ihr doch zwei bedeutende Siege:

  • bei den französischen Staatsmeisterschaften in Charleville gewann sie den U23-Titel und konnte damit ihre jüngere Rivalin Emmie Charayron schlagen, die in Quarteira noch weit vor Morel lag und sich beim Weltmeisterschaftsserien-Triathlon in Spanien sensationell die Silbermedaille geholt hatte,
  • beim Premium-Europacup in Brasschaat gewann Morel Silber.

Pech hatte Morel dagegen bei jenem Rennen, das den Höhepunkt der Saison markieren sollte: bei der U23-Weltmeisterschaft in Budapest am 12. September 2010 kam Morel, wie viele andere, im sintflutartigen Regen auf der gefährlichen Radstrecke zu Sturz und schied aus. Das erwähnte Rennen in La Baule war nur noch als Abschiedsrunde 2010 gedacht und machte den Weg für die Knieoperation frei.

2011[Bearbeiten]

Morel blieb 2011 ihrem Verein Beauvais, für den sie seit 2006 antritt, treu, obwohl dieser die Clubmeisterschafts-Serie boykottierte, somit fehlte Morel auch in diesem Jahr im medienwirksamen Grand Prix de Triathlon. In Deutschland trat Morel für EJOT in der 2. Bundesliga / Nord an und wurde in Gladbeck (15. Mai 20122) Erste. Zusammen mit Scarlet und Mignon Vatlach sowie Eszter Pap gewann Morel Team-Gold und verhalf dem Verein in die 1. Bundesliga. Im ITU-Ranking 2011 (Women's Standing) rückte Morel auf Platz 4 der 63 weltbesten U23-Triathletinnen vor.[9]

2012[Bearbeiten]

Nach einer Rückenverletzung Ende 2011 und zwei je dreiwöchigen Trainingslagern in Kenia (Dezember 2011) und Lanzarote (Januar 2012) konnte Morel die neue Saison mit zwei vierten Plätzen bei ITU-Bewerben beginnen. Zwei Ermüdungsbrüche verhinderten jedoch ihre Teilnahme an wichtigen Qualifikations-Wettkämpfen für die Olympischen Spiele, so dass Jessica Harrison, Emmie Charayron und Carol Péon die französische Damen-Mannschaft bildeten und in London die Plätze 9, 18 und 29 errangen. Dennoch erreichte Morel bis zum Sommer wieder ihre Höchstform und gewann jeweils auf der Olympischen Distanz die auch international beachteten Triathlon-Bewerbe in Alpe d'Huez (26. Juli 2012) und in Embrun (15. August 2012). Bei der Militär-Weltmeisterschaft in Lausanne (25. August 2012) wurde Morel schließlich Dritte und errang damit für die französische Mannschaft (Equipe de France Militaire de Triathlon EFM) in der Mixed-Kategorie Gold.

Der Ausklang der Saison 2012 bestätigte Morels starke Form, die sie ohne verletzungsbedingte Pause für London 2012 qualifiziert hätte: das Finale der Ersten Bundesliga in Schliersee (8. September 2012) gewann Morel überlegen und verhalf damit EJOT Buschhütten zum Gesamtsieg, beim Weltcup in Tongyeong (22. September 2012) wurde Morel 6. Auch bei zwei touristischen Triathlon-Bewerben, zu denen sie aus Werbegründen als französische Elite-Triathleten eingeladen worden war, zeigte sich Morels Weltklasse: beim Trans-Tahitienne (27. und 28. Oktober 2012) wurde sie mit ihrem Lebenspartner Frédéric Belaubre hinter den frisch verheirateten David Hauss und Melanie Annaheim Hauss Zweite. Den Indian Ocean Triathlon auf Mauritius (13. November 2012) konnte sie so wie schon im Vorjahr gewinnen.

2013[Bearbeiten]

Nach der zweijährigen, durch den Grand-Prix-Boykott ihres Vereins Beauvais erzwungenen Zwangspause tritt Morel 2013 erstmals wieder in der angesehenen französischen Clubmeisterschaftsserie Lyonnaise des Eaux an, und zwar für Issy Triathlon, wo sie mit der Spanierin Carolina Routier und der Slowenin Mateja Šimic den harten Kern der aus eher unbekannten Läuferinnen bestehenden Mannschaft bildet. Morels alter Verein Beauvais zog sich mit dem Ende der Saison 2012 vollständig aus dem Elite-Sport zurück, so dass sich für Morel mit der Suche nach einem neuen Verein auch der Wiedereinstieg in die Grand-Prix-Serie verband. Ebenso wird Morel wieder in der deutschen Bundesliga, ebenfalls gemeinsam mit Carolina Routier, für EJOT Buschhütten an den Start gehen.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

ITU-Bewerbe[Bearbeiten]

In den acht Jahren von 2005 bis 2012 nahm Morel an 35 ITU-Wettkämpfen und 3 Militär-Weltmeisterschaften teil und erreichte dabei, ohne verschiedene Team-Medaillen der Militär-Weltmeisterschaften mitzuzählen, 24 Top-Ten-Plätze. Wo nicht eigens angeführt, handelt es sich im Folgenden um Triathlon-Bewerbe und die Elite-Kategorie. Die Aufstellung beruht auf den offiziellen ITU-Ranglisten und der Athlete's Profile Page.[10]

Datum Wettbewerb Ort Rang
23. Juli 2005 Europameisterschaft (Junioren) Alexandroupoli(s)[11] 36
24. Juli 2005 European Championships (Junior Relay) Alexandroupoli(s)[11] 8
23. Juni 2006 Europameisterschaft (Junioren) Autun 13
02. Sep. 2006 Weltmeisterschaft (Junioren) Lausanne 7
07. Okt. 2006 Duathlon-Europameisterschaft (Junioren) Rimini 6
30. Juni 2007 Europameisterschaft (Junioren) Kopenhagen 6
31. Aug. 2007 BG-Weltmeisterschaft (Junioren) Hamburg 8
09. Sep. 2007 Premium-Europacup Kędzierzyn-Koźle 11
24. Okt. 2007 Premium-Europacup Alanya 14
10. Mai 2008 Europameisterschaft (Junioren) Lissabon 9
05. Juni 2008 BG-Weltmeisterschaft (Junioren) Vancouver 24
12. Juni 2008 CISM 15. Militär-Weltmeisterschaft Otepää 5
24. Aug. 2008 Europacup & Kleinstaateneuropameisterschaft Weiswampach 1
06. Sep. 2008 Europameisterschaft (U23) Pulpí 5
27. Sep. 2008 BG-Weltcup Lorient 24
05. Apr. 2009 Europacup Quarteira 9
17. Mai 2009 Premium-Europacup Pontevedra 27
20. Juni 2009 Europameisterschaft (U23) Tarzo Revine 6
18. Juli 2009 Europacup Athlone 4
09. Aug. 2009 Weltcup Tiszaújváros 28
11. Sep. 2009 Dextro-Energy-Weltmeisterschaftsserie, Großes Finale: U23-Weltmeisterschaft Gold Coast 8
25. Okt. 2009 Premium-Europacup Alanya 6
11. Apr. 2010 Europacup Quarteira 22
25. Apr. 2010 Weltcup Ishigaki DNS[12]
27. Juni 2010 Premium-Europacup Brasschaat 2
10. Juli 2010 Weltcup Holten 21
12. Sep. 2010 Dextro-Energy-Weltmeisterschaftsserie, Großes Finale: U23-Weltmeisterschaft Budapest DNF
09. Apr. 2011 Europacup Quarteira 14
29. Mai 2011 Premium-Europacup Brasschaat 8
10. Juli 2011 Weltcup Edmonton 7
24. Juli 2011 CISM 16. Militär-Weltmeisterschaft Rio de Janeiro 5
14. Aug. 2011 Weltcup Tiszaújváros 37
09. Sep. 2011 Dextro-Energy-Weltmeisterschaftsserie, Großes Finale: U23-Weltmeisterschaft Peking 8
28. Okt. 2011 Europameisterschaft (U23) Eilat 4
06. Nov. 2011 Weltcup Guatape 27
07. Apr. 2012 Sprint-Afrikacup Larache 4
22. Juli 2012 Europacup Genf 4
22. Sep. 2012 Weltcup Tongyeong 6

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. [1] Abgerufen am 7. August 2011.
  2. Frédéric Belaubre et Charlotte Morel au triple galop. In: Le Parisien. 14. Februar 2009, abgerufen am 17. August 2014.
  3. EJOT
  4. Z.B. in Triathlète. Juni 2005 und Juni 2006.
  5. Triathlète. n. 271, November 2009, S. 29–30.
  6. Beauvais Triathlon
  7. Juste pour prévenir..., Eintrag auf der Webseite von Charlotte Morel, 23. Mai 2008, abgerufen am 17. August 2014
  8. [2] (PDF) Abgerufen am 21. November 2010.
  9. Enrique Quesada: ITU U23 Triatlon Ranking. Women's standings. 30. November 2011, S. 1, abgerufen am 17. August 2014 (PDF, 147 KB).
  10. Charlotte Morel im Archiv der ITU auf Triathlon.org (englisch), abgerufen am 1. April 2013, Bei mehrtägigen Meisterschaften weisen die ITU-Listen oft falsche, nämlich sich nur auf einen Bewerb beziehende Einheits-Datumsangaben aus - wo offenkundig, wurden diese Fehler stillschweigend berichtigt.
  11. a b Diese in Griechenland ausgetragene EM fehlt in den Athletes' Profiles aller teilnehmenden Triathleten, die Ergebnisse sind jedoch hier zu finden: Alexandroupolis 2005 ETU Triathlon European Championship. Official results - Junior Women. ETU, 23. Juli 2005, abgerufen am 19. August 2014 (PDF, 488 KB).. Ihrem Alter zufolge hätte Morel in der Kategorie youth starten sollen, wurde jedoch vom Französischen Triathlonverband FFTRI als junior deklariert, um mehr junge Athleten entsenden zu können.
  12. Nach den offiziellen Ranglisten wäre Morel ausgeschieden (DNF), in Wirklichkeit nahm sie aber nicht teil (DNS): 2009 Tarzo Revine ETU U23 and Youth Triathlon European : Jun 20 2009 : U23 Women : Results, abgerufen am 17. August 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charlotte Morel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bilder[Bearbeiten]