Cuando

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Cuando (Kwando)
Linyanti, Chobe
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Mündung des Kuando (linke Bildmitte) in den Sambesi bei Kazungula; Luftaufnahme von Südwesten

Mündung des Kuando (linke Bildmitte) in den Sambesi bei Kazungula; Luftaufnahme von Südwesten

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Lage Südliches Afrika, Angola, Sambia, Botswana, Namibia.
Flusssystem Sambesi
Abfluss über Sambesi → Indischer Ozean
Quellgebiet Hochland von Bie in AngolaVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung Sambesi-17.79216991666725.262374888889Koordinaten: 17° 47′ 32″ S, 25° 15′ 45″ O
17° 47′ 32″ S, 25° 15′ 45″ O-17.79216991666725.262374888889
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Länge 1500 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 113.393 km²[1]
Abfluss[1] MQ
32,5 m³/s

Der Cuando (in Namibia: Kwando, Kuando) ist ein 1500 Kilometer langer rechter Nebenfluss des Sambesi im südlichen Afrika. Im Unterlauf wird er Linyanti und zuletzt Chobe genannt.

Satellitenbildkarte (NASA/GSFC, nordwestorientiert) des Flusslaufs Cuando–Linyanti–Chobe (Wasserflächen: schwarz) 1 Cuando; 2 Caprivi-Zipfel; 3 Beginn der Linyanti-Sümpfe (Mudumu Nat.-Park); 4 Linyanti-Sümpfe (Mamli Nat.-Park), wo Sande aus der Kalahari den Fluss nach Osten lenken; 5 Okavango-Binnendelta; 6 Linyanti; 7 Liambezi-See (hier trocken); 8 Chobe; 9 Chobe-Mündung in den Sambesi bei Kazungula; 10 Sambesi und Caprivi-Sümpfe mit Überflutungen

Der Cuando entspringt im Hochland von Bie in Angola und fließt zunächst in Richtung Südosten. Später folgt ihm die Grenze zu Sambia. Der Cuando durchfließt dann den Caprivi-Zipfel Namibias bei Kongola und bildet an dessen Südrand die Grenze nach Botswana. In diesem Abschnitt bildet er das Binnendelta der Linyanti-Sümpfe und wendet sich dann abrupt nach Osten. Ab hier wird er Linyanti genannt sowie – nach Passieren des zeitweise trockenen Liambezi-Sees – Chobe (sprich: Tschobe). Bei Kazungula am Vierländereck von Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe mündet der Fluss in den Sambesi.

Im Linyanti genannten Flussabschnitt stehen die Stromgebiete des westlichen Nachbarflusses Okavango und des Sambesi in zeitweisem Kontakt. Bei starkem Hochwasser erreicht Wasser des Okavango über den Fluss Magwekwana (auch Selinda-Rinne genannt) den Linyanti. An dieser Stelle setzte sich noch am Ende der letzten Kaltzeit das Linyanti-Binnendelta nach Süden fort, wo es mit dem Okavango-Binnendelta verbunden war. Die dort stärkere Sedimentablagerung und ein sich nach Osten erstreckender Dünenzug trugen dazu bei, dass der Linyanti mit scharfem Richtungswechsel nach Osten zum Sambesi überlief (siehe Satellitenbildkarte).

Das wechselfeuchte Klima, große Verdunstungsflächen in den Sümpfen und Wasserverluste in den Untergrund bewirken eine sehr ungleichmäßige und, in Relation zur Größe des Einzugsgebietes, geringe Wasserführung des Cuando.

Vor allem wegen des hohen Wildbestandes sind im Flussgebiet des Cuando folgende Nationalparks eingerichtet worden:

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b The World Bank, Water Resources Management, Africa Region: The Zambezi River Basin: A Multi-Sector Investment Opportunities Analysis, Washington 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cuando River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien