Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area

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Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area

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Elefantenherde im Chobe-Nationalpark

Elefantenherde im Chobe-Nationalpark

Lage AngolaAngola Angola
BotswanaBotswana Botswana
NamibiaNamibia Namibia
SambiaSambia Sambia
SimbabweSimbabwe Simbabwe
Fläche 444.000 km²dep1
Geographische Lage 18° 9′ S, 21° 58′ O-18.14585221.972656Koordinaten: 18° 8′ 45″ S, 21° 58′ 22″ O
Markierung
Karte des südlichen Afrika
Einrichtungsdatum August 2011
Verwaltung länderübergreifend
Die Ausdehnung des Gebietes in fünf Staaten

Die Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA TFCA, KAZA) ist ein grenzüberschreitendes Natur- und Landschaftsschutzgebiet im südlichen Afrika. Das Schutzgebiet soll insbesondere den Elefanten die freie Bewegung in ihrem natürlichen Lebensraum ermöglichen. Die Gründung wurde am 18. August 2011 durch die Staats- und Regierungschefs der beteiligten Länder formell bestätigt, die offizielle Eröffnung erfolgte am 15. März 2012 in Katima Mulilo.[1]

Der Park umfasst eine Fläche von 444.000 km² und ist damit nach dem Nordost-Grönland-Nationalpark das zweitgrößte Schutzgebiet der Erde.[2] Das grenzüberschreitende Projekt zählt zu den Peace Parks und wird von der Peace-Parks-Foundation unterstützt.

Lage und Ausdehnung[Bearbeiten]

Das Kaza-Projekt begann 2003 mit den ersten Planungen. Im Jahr 2006 erfolgte die Unterzeichnung einer Absichtserklärung durch Vertreter der fünf beteiligten Länder Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe. Der Park ist mit einer Ausdehnung von 444.000 km²[3] – andere Quellen sprechen von 287.132 km²[4] – etwa 20 % größer als Deutschland.[5]

Der Park verbindet eine Reihe bereits bestehender Nationalparks und Wildreservate, insbesondere den Caprivizipfel in Namibia, den Chobe-Nationalpark und das Okavangodelta in Botswana, den Hwange-Nationalpark in Simbabwe sowie die Victoriafälle im Grenzgebiet zwischen Simbabwe und Sambia. Zu den über 35 bereits bestehenden Nationalparks und Reservaten, die auf dem Gebiet der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area liegen, zählen unter anderem folgende:

Bedeutung für Naturschutz und Wirtschaft[Bearbeiten]

Auf dem Territorium lebt mit etwa 250.000 Tieren die größte Population Afrikanischer Elefanten.[6] Für den Tourismus ist vorgesehen, den Zugang mit einem einzigen Visum und ohne Grenzkontrollen innerhalb des gesamten Gebiets zu ermöglichen. Das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt das Projekt über die KfW Entwicklungsbank mit Fördermitteln in Höhe von rund 20.000.000 Euro.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. KAZA: Größtes Naturschutzgebiet in Afrika eröffnet. Allgemeine Zeietung, 16. März 2012
  2. Superpark KAZA jetzt abgesegnet. Allgemeine Zeitung, 22. August 2011
  3. Kavango Zambezi. Peace Parks Foundation, 2011 abgerufen am 18. Juni 2012
  4. About KAZA. abgerufen am 18. Juni 2012
  5. Dagny Lüdemann: Kavango-Sambesi-Naturpark - Ohne wilde Tiere keine Touristen. In: Artikel in Zeit Online. 10. März 2011. Abgerufen am 13. März 2011.
  6. Der KAZA-Park auf peaceparks.org, abgerufen am 7. Januar 2010