Darren Haydar

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KanadaKanada Darren Haydar Eishockeyspieler
Darren Haydar
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 22. Oktober 1979
Geburtsort Toronto, Ontario, Kanada
Größe 175 cm
Gewicht 77 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Rechter Flügel
Nummer #20
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1999, 9. Runde, 248. Position
Nashville Predators
Spielerkarriere
1995–1998 Milton Icehawks
1998–2002 University of New Hampshire
2002–2003 Nashville Predators
2002–2006 Milwaukee Admirals
2006–2008 Atlanta Thrashers
2006–2008 Chicago Wolves
2008–2009 Grand Rapids Griffins
2009–2010 Lake Erie Monsters
2010–2013 Chicago Wolves
2013–2014 EHC Red Bull München
seit 2014 KHL Medveščak Zagreb

Darren Haydar (* 22. Oktober 1979 in Toronto, Ontario) ist ein kanadischer Eishockeystürmer, der seit Juni 2014 beim KHL Medveščak Zagreb in der KHL unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Darren Haydar begann seine Karriere 1995 bei den Milton Icehawks aus der unterklassigen kanadischen Juniorenliga OPJHL. Als er in der Saison 1996/97 zum Stammkader der Icehawks gehörte, entwickelte er sich schnell zu einem der führenden Spieler der Mannschaft mit 100 Scorerpunkten in 51 Spielen. Im Jahr darauf erreichte er den Höhepunkt seiner Juniorenkarriere, als er zum besten Spieler der Liga ausgezeichnet wurde, nachdem er in 51 Ligaspielen 71 Tore erzielt und weitere 69 vorbereitet hatte. Zudem gewannen die Icehawks den Dudley Hewitt Cup als Juniorenmeister der Provinz Ontario.

Haydar besuchte ab dem Sommer 1998 die University of New Hampshire, wo er zusammen mit Jason Krog gleich einer der besten Scorer war. Bereits in seinem ersten Jahr kam er in 41 Spielen auf 31 Tore und 30 Assists und wurde ins Second All-Star Team sowie zum Rookie des Jahres der Hockey East Division gewählt. Die Nashville Predators wählten ihn daraufhin im NHL Entry Draft 1999 in der neunten Runde an Position 248 aus.

In den folgenden zwei Spielzeiten blieb er mit je 41 Punkten deutlich hinter den Leistungen seiner Debütsaison, fand in der Saison 2001/02 aber wieder zur alten Stärke zurück. Mit 31 Toren und 45 Assists in 40 Spielen war er zweitbester Scorer aller College-Mannschaften der USA und wurde zum Spieler des Jahres der Hockey East Division gewählt. Hinzu kam der Gewinn der Divisionsmeisterschaft.

Im Herbst 2002 machte Haydar den Schritt zu den Profis, kam aber vorerst für das Farmteam der Predators, die Milwaukee Admirals aus der AHL, zum Einsatz. Gleich in seiner ersten Saison führte er sein Team mit 75 Punkten an und belegte den sechsten Platz in der ligaweiten Scorerliste. Nebenbei gab er auch sein Debüt in der NHL, ging aber in der gesamten Spielzeit nur zwei Mal für die Predators aufs Eis. Die AHL zeichnete Haydar am Ende der Saison mit dem Dudley „Red“ Garrett Memorial Award als bester Neuprofi aus.

In der Saison 2003/04 konnte Haydar zuerst nicht die Form des Vorjahres zeigen und erreichte nur 22 Tore und 37 Assists. In den Playoffs führte er die Admirals aber wieder an, gewann mit ihnen den Calder Cup und war selbst mit 26 Punkten der Topscorer der Endrunde. Nach einer soliden Saison 2004/05, die er aufgrund einer Verletzung nicht komplett spielen konnte, absolvierte er 2005/06 sein bestes Jahr bei den Admirals. Mit 35 Toren, 57 Assists und den daraus resultierenden 92 Scorerpunkten stellte er drei persönliche Bestmarken auf und war fünftbester Scorer der AHL. Wie schon zwei Jahre zuvor erreichten die Admirals das Finale um den Calder Cup und erneut war Haydar bester Scorer der Playoffs, diesmal mit 35 Punkten in 21 Spielen, allerdings unterlagen sie diesmal den Hershey Bears in der Finalserie.

Da Haydar innerhalb von vier Jahren nur zwei Mal für die Nashville Predators in der NHL gespielt hatte, wurde sein Vertrag im Sommer 2006 nicht verlängert und die Atlanta Thrashers verpflichteten ihn. Jedoch kam er in der Saison 2006/07 nicht über vier punktlose Einsätze für Atlanta hinaus und verbrachte den Großteil der Saison beim AHL-Farmteam, den Chicago Wolves. Wieder vereint mit seinem ehemaligen Studienkollegen Jason Krog spielte Haydar seine bisher beste Saison. Er erzielte 41 Tore und bereitete 81 Treffer vor, womit er am Ende der Spielzeit mit 23 Punkten Vorsprung Topscorer der regulären Saison wurde und die John B. Sollenberger Trophy erhielt. Zudem stellte er einen neuen AHL-Rekord auf, als er in 39 Spielen in Folge punkten konnte und somit die alte Bestmarke um sieben Spiele übertraf. Auch in den Playoffs zeigte er erneut sein Können, erzielte 24 Punkte und wurde wieder Topscorer der Endrunde, obwohl die Chicago Wolves bereits in der dritten Runde nach 15 Spielen ausgeschieden waren. Nach der Saison wurde Haydar zudem mit dem Les Cunningham Award als wertvollster Spieler der AHL ausgezeichnet.

In der Saison 2007/08 erzielte Haydar seinen ersten Treffer in der NHL, als er insgesamt 16 Mal für die Atlanta Thrashers zum Einsatz kam. Den Rest des Jahres spielte er aber wieder für die Chicago Wolves, die den Calder Cup gewinnen konnten. Haydar steuerte dazu in den Playoffs zwölf Tore und 15 Assists bei und war nach Jason Krog bester Scorer der Mannschaft.

Nachdem sein Vertrag im Sommer 2008 von den Thrashers nicht verlängert wurde, gaben ihm die Detroit Red Wings einen Ein-Jahresvertrag, aber auch dort wurde er zunächst zum Farmteam, den Grand Rapids Griffins, geschickt. Haydar übernahm das Amt als Mannschaftskapitän, hatte aber in der ersten Saisonhälfte Probleme seine Reputation als einer der besten und konstantesten Scorer der Liga unter Beweis zu stellen. So kam er in den ersten drei Monaten auf, für seine Verhältnisse, mäßige 26 Punkte in 33 Saisonspielen. Nach dem Jahreswechsel kehrte er aber zurück zur alten Form und beendete die Saison schließlich als sechstbester Scorer der Liga mit 80 Zählern.

Im Sommer 2009 unterschrieb Haydar einen Vertrag bei der Colorado Avalanche, die ihn überwiegend im Farmteam bei den Lake Erie Monsters in der AHL einsetzten, bei denen Haydar als Assistenzkapitän tätig war. Im Juli 2010 unterschrieb er einen Kontrakt bei den Chicago Wolves.

Im Juli 2013 unterschrieb Darren Haydar einen Vertrag über ein Jahr beim EHC Red Bull München in der DEL und sammelte 37 Scorerpunkte in 46 Einsätzen für die Red Bulls. Anschließend wurde er vom KHL Medveščak Zagreb aus der KHL verpflichtet.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1995–96 Milton Icehawks OPJHL 6 1 2 3 4
1996–97 Milton Icehawks OPJHL 51 32 68 100 68
1997–98 Milton Icehawks OPJHL 51 71 69 140 65
1998–99 University of New Hampshire NCAA 41 31 30 61 34
1999–00 University of New Hampshire NCAA 38 22 19 41 42
2000–01 University of New Hampshire NCAA 39 18 23 41 38
2001–02 University of New Hampshire NCAA 40 31 45 76 28
2002–03 Milwaukee Admirals AHL 75 29 46 75 36 6 1 4 5 2
Nashville Predators NHL 2 0 0 0 0
2003–04 Milwaukee Admirals AHL 79 22 37 59 35 22 11 15 26 10
2004–05 Milwaukee Admirals AHL 59 24 26 50 42 7 3 4 7 14
2005–06 Milwaukee Admirals AHL 80 35 57 92 50 21 18 17 35 18
2006–07 Chicago Wolves AHL 73 41 81 122 55 15 10 14 24 14
Atlanta Thrashers NHL 4 0 0 0 0
2007–08 Chicago Wolves AHL 51 19 39 58 52 24 12 15 27 8
Atlanta Thrashers NHL 16 1 7 8 2
2008–09 Grand Rapids Griffins AHL 79 31 49 80 26 10 4 7 11 4
2009–10 Lake Erie Monsters AHL 66 23 41 64 60
Colorado Avalanche NHL 1 0 0 0 0
2010–11 Chicago Wolves AHL 77 27 47 74 60
OPJHL gesamt 108 104 139 243 137
NCAA gesamt 158 102 117 219 142
AHL gesamt 639 251 423 674 416 105 59 76 135 70
NHL gesamt 23 1 7 8 2 0 0 0 0 0

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]