American Hockey League

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American Hockey League
Logo der AHL
Aktuelle Saison AHL 2014/15
Sportart Eishockey
Abkürzung AHL
Ligagründung 1936
Mannschaften 30
Land/Länder KanadaKanada Kanada
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Titelträger Texas Stars
Rekordmeister Hershey Bears (11)
Website www.theahl.com
National Hockey League

Die American Hockey League (AHL) wurde 1936 gegründet und ist eine der ältesten Eishockey-Profiligen in Nordamerika. Im Zuge der Fusion mit der International Hockey League im Jahr 2001 wurde sie der National Hockey League angegliedert. Sie gehört zu den sogenannten Minor Leagues und hat eine AAA-Klassifizierung, dies entspricht dem höchst möglichen Standard. In der Saison 2014/15 spielen 30 Eishockeyclubs, wobei die meisten aus dem Osten Kanadas und aus den USA kommen und alle mit einem NHL-Franchise kooperieren. Meist werden Spieler, die wegen der Kaderbeschränkungen voraussichtlich längere Zeit nicht zum Einsatz kommen werden oder junge Talente, die im NHL Entry Draft verpflichtet wurden, für eine bestimmte Zeit zum jeweiligen AHL-Verein geschickt, um Spielpraxis zu bekommen. Aus diesem Grund werden die AHL-Teams auch als Farmteams (im übertragenen Sinn: Talenteschmiede) bezeichnet.

Durch den kompletten Ausfall der NHL-Saison 2004/05 profitierte die AHL sowohl von vielen NHL-Stars, die die ganze Saison für den jeweiligen AHL-Verein spielten, als auch von erhöhtem Publikumsinteresse und Fernsehpräsenz.

Es wird in der Eastern- und Western-Conference gespielt, jede Conference ist in drei Divisionen unterteilt. Die besten acht Teams jeder Conference qualifizieren sich für die Play-offs und spielen um den Calder Cup.

Franchises der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Die Verteilung der Franchises in der Saison 2014/15.
Gleiche Farben symbolisieren Zugehörigkeit zu einer Division.

Eastern Conference[Bearbeiten]

Atlantic Division[Bearbeiten]

Name Standort Stadion NHL-Partner ECHL-Partner
Manchester Monarchs Manchester (New Hampshire) Verizon Wireless Arena Los Angeles Kings Ontario Reign
Portland Pirates Lewiston (Maine) Cross Insurance Arena Arizona Coyotes Gwinnett Gladiators
Providence Bruins Providence Dunkin’ Donuts Center Boston Bruins South Carolina Stingrays
St. John’s IceCaps St. John’s (Neufundland) Mile One Centre Winnipeg Jets Ontario Reign
Worcester Sharks Worcester (Massachusetts) DCU Center San Jose Sharks

Northeast Division[Bearbeiten]

Name Standort Stadion NHL-Partner ECHL-Partner
Albany Devils Albany (New York) Times Union Center New Jersey Devils
Bridgeport Sound Tigers Bridgeport (Connecticut) Webster Bank Arena New York Islanders Stockton Thunder
Hartford Wolf Pack Hartford (Connecticut) XL Center New York Rangers Greenville Road Warriors
Springfield Falcons Springfield (Massachusetts) MassMutual Center Columbus Blue Jackets Kalamazoo Wings
Syracuse Crunch Syracuse (New York) Oncenter War Memorial Arena Tampa Bay Lightning Florida Everblades
Brampton Beast

East Division[Bearbeiten]

Name Standort Stadion NHL-Partner ECHL-Partner
Binghamton Senators Binghamton (New York) Broome County Veterans Memorial Arena Ottawa Senators Evansville IceMen
Hershey Bears Hershey (Pennsylvania) Giant Center Washington Capitals South Carolina Stingrays
Lehigh Valley Phantoms Allentown (Pennsylvania) PPL Center Philadelphia Flyers Reading Royals
Norfolk Admirals Norfolk (Virginia) Norfolk Scope Anaheim Ducks Utah Grizzlies
Wilkes-Barre/Scranton Penguins Wilkes-Barre Mohegan Sun Arena at Casey Plaza Pittsburgh Penguins Wheeling Nailers

Western Conference[Bearbeiten]

North Division[Bearbeiten]

Name Standort Stadion NHL-Partner ECHL-Partner
Adirondack Flames Glens Falls Glens Falls Civic Center Calgary Flames Colorado Eagles
Hamilton Bulldogs Hamilton (Ontario) FirstOntario Centre Montréal Canadiens Wheeling Nailers
Rochester Americans Rochester (New York) Blue Cross Arena Buffalo Sabres Elmira Jackals
Toronto Marlies Toronto Ricoh Coliseum Toronto Maple Leafs Orlando Solar Bears
Utica Comets Utica (New York) Utica Memorial Auditorium Vancouver Canucks Kalamazoo Wings

Midwest Division[Bearbeiten]

Name Standort Stadion NHL-Partner ECHL-Partner
Chicago Wolves Rosemont (Illinois) Allstate Arena St. Louis Blues Kalamazoo Wings
Missouri Mavericks
Grand Rapids Griffins Grand Rapids (Michigan) Van Andel Arena Detroit Red Wings Toledo Walleye
Lake Erie Monsters Cleveland Quicken Loans Arena Colorado Avalanche Fort Wayne Komets
Milwaukee Admirals Milwaukee BMO Harris Bradley Center Nashville Predators Cincinnati Cyclones
Rockford IceHogs Rockford (Illinois) BMO Harris Bank Center Chicago Blackhawks Indy Fuel

West Division[Bearbeiten]

Name Standort Stadion NHL-Partner ECHL-Partner
Charlotte Checkers Charlotte (North Carolina) Time Warner Cable Arena Carolina Hurricanes Florida Everblades
Iowa Wild Des Moines Wells Fargo Arena Minnesota Wild Alaska Aces
Quad City Mallards
Oklahoma City Barons Oklahoma City Cox Convention Center Edmonton Oilers Bakersfield Condors
San Antonio Rampage San Antonio AT&T Center Florida Panthers Cincinnati Cyclones
Texas Stars Cedar Park (Texas) Cedar Park Center Dallas Stars Idaho Steelheads
Allen Americans

Nicht mehr bestehende Eishockeyclubs der AHL[Bearbeiten]

Auszeichnungen und Trophäen[Bearbeiten]

Mannschaftstrophäen
Name Verleihungsgrund Namensgeber Verleihung Rekordgewinner
Anmerkungen
Calder Cup
  • Gewinner der Calder-Cup-Playoffs
Frank Calder seit 1936
Richard F. Canning Trophy
  • Bestes Playoff-Team der Eastern Conference
  • Gewinner des Eastern-Conference-Finales
Richard Canning seit 1990
Robert W. Clarke Trophy
  • Bestes Playoff-Team der Western Conference
  • Gewinner des Western-Conference-Finales
Robert W. Clarke seit 1990
Macgregor Kilpatrick Trophy
  • Punktbeste Mannschaft der regulären Saison
Macgregor Kilpatrick seit 1998
Frank S. Mathers Trophy
  • Punktbeste Mannschaft der regulären Saison der Eastern Conference
Frank Mathers seit 1995
Norman R. „Bud“ Poile Trophy
  • Punktbeste Mannschaft der regulären Saison der Western Conference
Bud Poile seit 2001
Emile Francis Trophy
  • Punktbeste Mannschaft der regulären Saison der Atlantic Division
Emile Francis seit 2001
F. G. „Teddy“ Oke Trophy
  • Punktbeste Mannschaft der regulären Saison der East Division
Teddy Oke seit 1936
  • existiert bereits seit 1924
Sam Pollock Trophy
  • Punktbeste Mannschaft der regulären Saison der North Division
Sam Pollock seit 1995
John D. Chick Trophy
  • Punktbeste Mannschaft der regulären Saison der West Division
John D. Chick seit 1961
Spieler- und Trainertrophäen
Name Verleihungsgrund Namensgeber Verleihung Rekordgewinner
Anmerkungen
Aldege „Baz“ Bastien Award
  • Bester Torhüter der regulären Saison
Aldege Bastien seit 1984
Dudley „Red“ Garrett Memorial Award
  • Bester Rookie der regulären Saison
Dudley Garrett seit 1948
  • Trophäe kann maximal einmal in der Karriere gewonnen werden
Eddie Shore Award
  • Bester Verteidiger der regulären Saison
Eddie Shore seit 1959
Fred T. Hunt Memorial Award
  • Fairness, Einsatz und Hingabe im und für das Eishockey
Fred T. Hunt seit 1978
Harry „Hap“ Holmes Memorial Award
  • Wenigste Gegentreffer in der regulären Saison
Hap Holmes seit 1948
Jack A. Butterfield Trophy Jack Butterfield seit 1984
  • keine Mehrfachgewinner
John B. Sollenberger Trophy
  • Bester Scorer der regulären Saison
John B. Sollenberger seit 1948
Les Cunningham Award Les Cunningham seit 1948
Louis A. R. Pieri Award
  • Bester Trainer der Saison
Louis A. R. Pieri seit 1968
Willie Marshall Award
  • Bester Torschütze der regulären Saison
Willie Marshall seit 2004
Yanick Dupré Memorial Award
  • Besonderes Engagement in der Gesellschaft
Yanick Dupré seit 1998
Sonstige Trophäen
Name Verleihungsgrund Namensgeber Verleihung Rekordgewinner
Anmerkungen
James C. Hendy Memorial Award
  • Besondere Verdienste durch einen Offiziellen
Jim Hendy seit 1961
James H. Ellery Memorial Awards
  • Außerordentliche Berichterstattung durch einen Journalisten
James Ellery seit 1964
Ken McKenzie Award
  • Beste Vermarktung eines Franchises durch eine einzelne Person
Ken McKenzie seit 1978
Michael Condon Memorial Award
  • Bester Schiedsrichter der Saison
Michael Condon seit 2001
  • keine Mehrfachgewinner
Thomas Ebright Award
  • Besondere Verdienste im Karriereverlauf
Thomas Ebright seit 1997

AHL All-Star Game[Bearbeiten]

Das erste All-Star Game der American Hockey League fand in der Saison 1941/42 statt. Zunächst eine einmalige Veranstaltung wurde das Spiel jährlich von 1954 bis 1960 abgehalten. Anschließend dauerte es etwas mehr als 35 Jahre bis in der Saison 1994/95 wieder - und seither regelmäßig in der Mitte der laufenden Saison - ein All-Star Game der AHL ausgetragen wurde. Dabei hat sich der Modus im Laufe der Zeit mehrfach geändert. Mal haben AHL-Mannschaften gegen ein All-Star Team, mal die Conferences gegeneinander und mal Kanadier gegen US-Amerikaner gespielt. Seit der Saison 1996/97 tritt eine Weltauswahl (inklusive US-Amerikanern) gegen eine Auswahl der besten Kanadier an. Seit der Austragung in der Saison 1995/96 findet ähnlich wie im NHL All-Star Game auch eine Skills-Competition statt.

Hall of Fame[Bearbeiten]

Jahr Name Funktion
2006 Johnny Bower Spieler
Jack Butterfield AHL-Präsident
Funktionär
Trainer
Jody Gage Spieler
Fred Glover Spieler
Willie Marshall Spieler
Frank Mathers Spieler
Trainer
Funktionär
Eddie Shore Spieler
Funktionär
2007 Bun Cook Spieler
Trainer
Dick Gamble Spieler
Gil Mayer Spieler
Mike Nykoluk Spieler
2008 Steve Kraftcheck Spieler
Noel Price Spieler
Tim Tookey Spieler
2009 Jimmy Anderson Spieler
Bruce Boudreau Spieler
Trainer
Les Cunningham Spieler
Louis A. R. Pieri Funktionär
2010 Macgregor Kilpatrick Funktionär
John Paddock Spieler
Trainer
Marcel Paillé Spieler
Bill Sweeney Spieler
Jahr Name Funktion
2011 Mitch Lamoureux Spieler
Harry Pidhirny Spieler
Trainer
Maurice Podoloff Funktionär
Larry Wilson Spieler
Trainer
2012 Joe Crozier Spieler
Trainer
Jack Gordon Spieler
Trainer
John Stevens Spieler
Trainer
Zellio Toppazzini Spieler
2013 Harvey Bennett Spieler
Ken Gernander Spieler
Trainer
Jim Morrison Spieler
Funktionär
Peter White Spieler
2014 Bill Dineen Spieler
Trainer
Al MacNeil Spieler
Trainer
Bob Perreault Spieler
John Slaney Spieler
Logo der AHL Hall of Fame

Im Januar 2006 gab die Ligenleitung die ersten Persönlichkeiten bekannt, die am 1. Februar 2006 zeremoniell in die neue AHL Hall of Fame aufgenommen wurden: Johnny Bower, Jack Butterfield, Jody Gage, Fred Glover, Willie Marshall, Frank Mathers und Eddie Shore. Mittlerweile umfasst die AHL Hall of Fame insgesamt 38 Mitglieder, die sich um den Eishockeysport in der Liga verdient gemacht haben. Die zeremonielle Aufnahme der Neumitglieder erfolgt Anfang jedes Jahres im Rahmen des AHL All-Star Classic.

AHL-Logos[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: American Hockey League – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien