Lausitzer Füchse
| EHC Lausitzer Füchse | |
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| Größte Erfolge | |
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| Vereinsinfos | |
| Geschichte | 1950 BSG Ostglas Weißwasser 1952 BSG Chemie Weißwasser |
| Standort | Weißwasser |
| Spitzname | Die Füchse |
| Stammverein | Eissport Weißwasser e.V. |
| Vereinsfarben | blau, gelb |
| Liga | 2. Eishockey-Bundesliga |
| Spielstätte | Eisstadion Weißwasser |
| Kapazität | 2750 Plätze (davon 250 Sitzplätze) |
| Geschäftsführer | Matthias Kliemann |
| Cheftrainer | Dirk Rohrbach |
| Kapitän | Sebastian Klenner |
| Saison 2010/11 | Platz 13 (Vorrunde) Klassenerhalt in den Play-downs |
Lausitzer Füchse ist die Bezeichnung der Eishockey-Profi-Abteilung in Weißwasser (Oberlausitz). Die offizielle Bezeichnung der Profi-Abteilung ist dabei: »EHC „Lausitzer Füchse“ Spielbetriebs-GmbH«, während der Stammverein für die Nachwuchs- und Frauenabteilung den Namen »Eissport Weißwasser e.V.« trägt.
Der Begriff „Lausitzer Füchse“ dient heute als Oberbegriff für juristisch gesehen unterschiedliche Betriebssportgemeinschaften, Sportgemeinschaften, Vereine und Spielbetriebsgesellschaften, die jedoch sportlich, personell und organisatorisch in einem Zusammenhang miteinander stehen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Am 15. Dezember 1932 wird die Gemeinschaft „Eishockey" im Keglerheim von Weißwasser gegründet. 1936 gibt es den ersten überregionalen Titel, als TSV Weißwasser wird der Verein nach einem 2:1-Finalsieg über den EV Hindenburg (heute Zabrze/Polen) schlesischer Meister. 1941 muss der Spielbetrieb wegen des Zweiten Weltkriegs eingestellt werden. Der Neubeginn erfolgt 1946 mit Natureis-Spielen auf dem Braunsteich. Vier Jahre später erfolgt die Einweihung des Freiluft-Stadions mit einem torlosen Remis gegen die SG Frankenhausen. Im darauffolgenden Jahr wird der erste DDR-Meister-Titel als Ostglas Weißwasser sowie in den nächsten zwei Jahren als BSG Chemie gewonnen.
Der heutige Verein entstand 1953 durch die Fusion der »BSG Ostglas Weißwasser« (gegründet 1950) und dem BSG Chemie Weißwasser (gegründet 1952) zur »SG Dynamo Weißwasser«. Unter diesen Bezeichnungen wurde Weißwasser von 1951 bis 1990 25 Mal Deutscher Meister der DDR.
Nach der Wende in der DDR wurde der Club 1990 in »Polizei-Eishockey-Verein (PEV) Weißwasser« umbenannt und zusammen mit dem EHC Dynamo Berlin in der Saison 1990/91 in die Eishockey-Bundesliga aufgenommen. In dieser Zeit kam auch das Maskottchen der Weißwasseraner, der Fuchs in das Vereinslogo. Während 1991 der Abstieg in den Play-downs gegen den ehemaligen Dauerrivalen Dynamo Berlin und 1991/92 trotz sportlichen Abstiegs die 2. Liga dank des Rückzuges von Eintracht Frankfurt verhindert werden konnte , folgte in der Saison 1992/93 als »Eissport (ES) Weißwasser „Die Füchse“« der Abstieg in die 2. Eishockey-Bundesliga.
Als Siebenter der 2. Bundesliga 1993/94 waren die Füchse 1994/95 für die erste DEL-Saison qualifiziert, bildeten jedoch aus finanziellen Gründen eine Spielgemeinschaft mit dem EV Chemnitz, wobei sie unter der Bezeichnung »ESG Füchse Sachsen Weißwasser/Chemnitz« spielten. In der Folge wurden zwar noch immer die meisten Spiele in Weißwasser, jedes vierte Heimspiel jedoch in Chemnitz durchgeführt.
1996 endete jedoch diese Spielgemeinschaft und Weißwasser zog sich aus finanziellen Gründen aus der DEL zurück und spielte in der Folge in der 2. Bundesliga. 2002 musste die Spielbetriebs-GmbH Insolvenz anmelden, nach der Neugründung der Profiabteilung als »EHC Lausitzer Füchse« Spielbetriebs GmbH konnte der Spielbetrieb jedoch weiter gehen. 2004 wurde nach einiger Diskussion die Idee wieder verworfen, zum Vereinsnamen "Dynamo Weißwasser" zurückzukehren.
2005 existierten Unstimmigkeiten zwischen dem Verein und der Stadt Weißwasser um die Beteiligungskosten zur Betreibung der Eishalle, weswegen die Zukunft des Eishockeysports in Weißwasser lange Zeit ungewiss war und auch weiterhin ist. Dank einer breit angelegten Spendenaktion kamen jedoch ausreichend Gelder für die Sicherstellung des Spielbetriebs in der Saison 2005/06 zusammen. Am 9. April 2006 sicherten sich die Füchse durch einen Sieg gegen den EHC München den sportlichen Klassenerhalt in der 2. Eishockeybundesliga. Am Ende der Saison 2006/2007 musste die Mannschaft als Letztplatzierte in die Play-downs, konnte dort aber mit vier Siegen und zwei Niederlagen gegen die Dresdner Eislöwen den Klassenerhalt vollbringen. Ein Jahr später - die Füchse waren zum dritten Mal hinterheinander in die Play-downs geraten - musste man sich schließlich dem REV Bremerhaven geschlagen geben und stieg sportlich in die Oberliga ab. Durch den Insolvenzantrag für die Moskitos Essen und die angekündigte Spielbetriebseinstellung der Eisbären Regensburg können die Füchse trotz des sportlichen Abstiegs in der 2. Bundesliga bleiben.
Einer der größten Erfolge der letzten Jahre gelang den Füchsen in den beiden Folgejahren: In der Saison 2008/09 erreichten die Lausitzer Füchse das Halbfinale der Play-offs, nachdem diese die Heilbronner Falken in sechs Spielen besiegt hatten. Im Halbfinale scheiterten sie am späteren Meister SC Bietigheim-Bissingen. In der Saison 2009/10 erreichten die Lausitzer Füchse die Play-offs über die Pre-Play-offs und schieden in der ersten Runde erneut gegen den späteren Meister EHC München aus.
Siehe auch: Eishockey in Weißwasser
[Bearbeiten] Ligenzugehörigkeit
[Bearbeiten] 1950 bis 1970
Mit der BSG Kristall Weißwasser nahm 1950 erstmals eine Mannschaft aus Weißwasser an der DDR-Meisterschaft teil. Sie hatte sich als 2. der Landesmeisterschaft Sachsen nach der SG Frankenhausen qualifiziert. Dabei belegte sie den 3. Platz. Die in BSG Ostglas umbenannte Mannschaft errang nach 6 Siegen 1951 zum ersten Male den Meisterschaftstitel. Dieser wurde auch nach der erneuten Umbenennung in BSG Chemie Weißwasser ab dem Folgejahr bis 1965, mittlerweile als SG Dynamo Weißwasser ununterbrochen verteidigt. In den drei folgenden Spielzeiten gelang es jeweils nur, hinter dem SC Dynamo Berlin den zweiten Platz zu erreichen, bis der Titel ab dem Jahre 1969 wieder nach Weißwasser geholt wurde.
[Bearbeiten] 1970 bis 1990
Die Meisterschaft der aufgrund des Leistungssportbeschlusses von acht auf zwei Mannschaften reduzierten Eishockey-Oberliga wurde seit der Saison 1970/71 nur noch zwischen den beiden Dynamo-Teams aus Weißwasser und Berlin ausgespielt. Dabei gewann Weißwasser den Titel bis 1975 durchgehend, bevor Berlin bis 1988 im Duell die Oberhand behielt. Erst in den Jahren 1989 und 1990 konnten die beide letzten zu vergebenden Titel nach Weißwasser geholt werden. Ab 1986 wurde zur Ermittlung des DDR-Meisters der modernere Spielmodus von Best-of-Serien angewendet. Bis 1989 waren zur Meisterschaftsgewinn 2 Siegesserien, im letzten Jahr der Mini-Liga 3 Siegesserien erforderlich.
[Bearbeiten] ab 1990
| Saison | Spielklasse | Liga | Hauptrunde | Endrunde |
|---|---|---|---|---|
| 1990/91 | 1. Liga | Eishockey-Bundesliga | 11. Platz (von 12) | Play-downs: sportlicher Abstieg (Verbleib in der Liga) |
| 1991/92 | 1. Liga | Eishockey-Bundesliga | 12. Platz (von 12) | Play-downs: sportlicher Klassenerhalt, Lizenzentzug |
| 1992/93 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 4. Platz (von 12) | Play-offs: Finale |
| 1993/94 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 7. Platz (von 11) | Play-offs: Viertelfinale, DEL-Qualifikation |
| 1994/95 | 1. Liga | DEL | 15. Platz (von 18) | Play-offs: Achtelfinale |
| 1995/96 | 1. Liga | DEL | 18. Platz (von 18) | Rückzug aus der DEL |
| 1996/97 | 2. Liga | 1. Eishockey-Liga | 9. Platz (von 18) | - |
| 1997/98 | 2. Liga | Hacker-Pschorr-Liga (2. Liga Gruppe Süd) |
7. (von 16) (Gruppe Süd) 6. (von 14) (Meisterrunde) |
Play-offs: Halbfinale |
| 1998/99 | 2. Liga | Eishockey-Bundesliga | 15. Platz (von 16) | 2. Platz (Qualifikationsrunde) |
| 1999/00 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 12. Platz (von 16) | 12. der Platzierungsrunde (von 12) |
| 2000/01 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 9. Platz (von 14) | Play-downs: Klassenerhalt |
| 2001/02 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 8. Platz (von 14) | Play-offs: Viertelfinale |
| 2002/03 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 14. Platz (von 15) | Play-Downs: Abstieg |
| 2003/04 | 3. Liga | Eishockey-Oberliga | 6. Platz (von 10) | Play-offs: Halbfinale |
| 2004/05 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 7. Platz (von 14) | Play-offs: Viertelfinale |
| 2005/06 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 13. Platz (von 14) | Play-downs: Klassenerhalt |
| 2006/07 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 14. Platz (von 14) | Play-downs: Klassenerhalt |
| 2007/08 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 13. Platz (von 14) | Play-downs: sportlicher Abstieg (Verbleib in der Liga) |
| 2008/09 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 7. Platz (von 13) | Play-offs: Halbfinale |
| 2009/10 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 8. Platz (von 14) | Play-offs: Viertelfinale (nach Pre-Play-offs) |
| 2010/11 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga | 13. Platz (von 13) | Play-downs: Klassenerhalt |
| 2011/12 | 2. Liga | 2. Eishockey-Bundesliga |
[Bearbeiten] Mannschaft
[Bearbeiten] Aktueller Kader der Saison 2011/12
Folgende Spieler und Offizielle standen während der Saison 2011/12 für wenigstens ein offizielles Spiel im Kader der Lausitzer Füchse.
| Torhüter | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nr. | Name | Geburtsdatum | Geburtsort | Im Team seit | Letztes Team | ||
| 22 | Sebastian Elwing | 5. März 1980 | Berlin, DDR | 2011 | EHC München | ||
| 34 | Miroslav Hála | 29. Januar 1979 | Trenčín, Tschechoslowakei | 2011 | Guildford Flames | ||
| 35 | Jonathan Boutin | 28. März 1985 | Granby, Québec, Kanada | 2011 | Lillehammer IK | ||
| 38 | Louis-Vincent Albrecht FL | 8. März 1993 | Illertissen, Deutschland | 2011 | SC Riessersee (DNL) | ||
| 39 | Dustin Haloschan FL | 2. Juli 1991 | Oberhausen, Deutschland | 2011 | REV Bremerhaven | ||
| Verteidiger | |||||||
| Nr. | Name | Geburtsdatum | Geburtsort | Im Team seit | Letztes Team | ||
| 4 | Roberto Geiseler | 13. April 1992 | Eberswalde, Deutschland | 2011 | Eisbären Berlin | ||
| 8 | Sebastian Klenner – C | 28. November 1976 | Weißwasser, DDR | 2008 | ETC Crimmitschau | ||
| 13 | Marcus Sommerfeld | 22. Oktober 1983 | Burnaby, British Columbia, Kanada | 2011 | Hannover Indians | ||
| 14 | Jens Heyer | 11. Februar 1989 | Bad Muskau, DDR | 2009 | Blue Lions Leipzig | ||
| 25 | Tomáš Gulda | 17. November 1989 | Opava, ČSSR | 2010 | ERC Sonthofen | ||
| 33 | Pascal Kröber FL | 14. März 1992 | Gera, Deutschland | 2011 | Krefelder EV (DNL) | ||
| 44 | Jörg Wartenberg | 21. Mai 1981 | Cottbus, DDR | 2011 | Dresdner Eislöwen | ||
| 83 | Robert Bartlick | 27. Juni 1983 | Hoyerswerda, DDR | 2002 | eigener Nachwuchs | ||
| 84 | Jared N. Ross | 3. Dezember 1984 | Stony Island, Nova Scotia, Kanada | 2011 | Reading Royals | ||
| Angreifer | |||||||
| Nr. | Name | Pos | Geburtsdatum | Geburtsort | Im Team seit | Letztes Team | |
| 9 | Danny Albrecht | C | 27. Januar 1985 | Bad Muskau, DDR | 2009 | SERC Wild Wings | |
| 10 | Mark Derlago – A | LW | 17. Januar 1986 | Brandon, Manitoba, Kanada | 2011 | Idaho Steelheads | |
| 11 | Björn Bombis | C | 30. September 1982 | Berlin, Deutschland | 2011 | Hannover Indians | |
| 19 | Matt McKnight | C | 4. Juni 1984 | Halkirk, Alberta, Kanada | 2011 | Idaho Steelheads | |
| 20 | Ervín Mašek | LW | 20. August 1967 | Šumperk, ČSSR | 2008 | Eisbären Regensburg | |
| 21 | Markus Lehnigk | LW | 21. Juli 1988 | Bad Muskau, DDR | 2006 | eigener Nachwuchs | |
| 36 | Florian Brenninger FL | LW | 21. März 1992 | Vilsbiburg, Deutschland | 2011 | EV Landsberg | |
| 41 | Jannik Herm FL | RW | 29. März 1991 | Karlsruhe, Deutschland | 2011 | SC Bietigheim-Bissingen | |
| 61 | Andreas Baumer FL | RW | 12. Februar 1991 | München, Deutschland | 2011 | TEV Miesbach | |
| 72 | Mike Mieszkowski | 14. Dezember 1992 | Wilhelmshaven, Deutschland | 2010 | Moskitos Essen | ||
| 75 | Peter Meier | F | 8. März 1990 | Regensburg, Deutschland | 2011 | EHC Klostersee | |
| 77 | Chris Straube | LW | 27. Mai 1974 | Toronto, Ontario, Kanada | 2011 | Moskitos Essen | |
| 96 | Thomas Götz – A | F | 9. Juni 1985 | Bad Muskau, DDR | 2005 | eigener Nachwuchs | |
| Offizielle | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tätigkeit | Name | Geburtsdatum | Geburtsort | Im Team seit | Letztes Team | |
| Trainer | Dirk Rohrbach | 30. Juli 1972 | Weißwasser, DDR | 2009 | Lausitzer Füchse (Co-Trainer) | |
| Trainer | Torsten Hanusch | 4. Oktober 1967 | Weißwasser, DDR | Lausitzer Füchse (Nachwuchstrainer) | ||
| Manager | Ralf Hantschke | 27. Mai 1965 | Bad Muskau, DDR | 2008 | - | |
Legende: FL: Förderlizenz, A: Assistenzkapitän, C: Mannschaftskapitän
[Bearbeiten] Spieler
[Bearbeiten] Vereinsinterne Rekorde
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Fett gedruckte Spieler sind noch aktiv. Quellen: www.lausitzer-fuechse.de, www.eliteprospects.com
[Bearbeiten] Bekannte ehemalige Spieler
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Mattias Wikström in der Saison 2005/06
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[Bearbeiten] Literatur
- Herbert Tschätsch: Das Lausitzer Eishockeywunder aus Weißwasser. Niederlausitzer Verlag, Guben 2006, ISBN 3-935881-37-1
[Bearbeiten] Weblinks
Bietigheim Steelers | Fischtown Pinguins | Eispiraten Crimmitschau | Dresdner Eislöwen | Hannover Indians | Heilbronner Falken | ESV Kaufbeuren | Landshut Cannibals | Lausitzer Füchse | EV Ravensburg | SC Riessersee | Schwenninger ERC | Starbulls Rosenheim