David Suchet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
David Suchet (2006)

David Suchet, CBE (* 2. Mai 1946 in London) ist ein britischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Suchet ist der zweite von drei Söhnen (der ältere, John, ist Fernsehjournalist, der jüngere, Peter, ist Werbemanager) eines erfolgreichen Gynäkologen und einer Londoner Bühnenschauspielerin. Eigentlich sollte Suchet auch Arzt werden, aber er fiel durch das Physikum.

Mit 18 Jahren interessierte sich auch Suchet für das Theater, nachdem ihn seine Mutter ab und zu zu ihren Aufführungen mitgenommen hatte. Bald darauf besuchte er das National Youth Theatre im Royal Court Theatre und bemühte sich darum, ein professioneller Schauspieler zu werden. Er studierte dann drei Jahre lang an der London Academy of Music and Dramatic Art und arbeitete nach seinem Abschluss am Gateway Theatre in Chester zunächst als Bühnenassistent.

Suchet hatte erste Gastauftritte in Fernsehserien, wie The Protectors (Kein Pardon für Schutzengel), Die Profis[1] und Die unglaublichen Geschichten von Roald Dahl. Am bekanntesten aber wurde Suchet durch seine Darstellung des Hercule Poirot in der 70-teiligen Fernsehserie Agatha Christie’s Poirot, die von 1989 bis 2013 produziert wurde. Zuvor spielte er den Inspector Japp neben Sir Peter Ustinov als Hercule Poirot in dem Fernsehfilm Thirteen at Dinner (1985). 1989 war er in Poirot – The Mysterious Affair at Styles neben Vass Anderson und Gillian Barge zu sehen.

Im Kino ragte seine Darstellung des Rudi Waltz in Der Fall Lucona (1993) heraus. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, dem Skandal um den österreichischen Unternehmer Udo Proksch.

Suchet ist seit 1973 Mitglied der Royal Shakespeare Company, bei der er in einer großen Anzahl von Aufführungen mitwirkte, so etwa in King Lear, Romeo und Julia, Was ihr wollt und Richard II. wie auch in Wer hat Angst vor Virginia Woolf?. Er verkörperte Antonio Salieri in Peter Shaffers Stück Amadeus an Theatern in Los Angeles und am Broadway wie auch den Kardinal in dem Vatikan-Thriller The Last Confession am Theatre Royal Haymarket in London. In Deutschland war Suchet zuletzt in dem Kinofilm Bank Job als einer der Gegenspieler von Jason Statham zu sehen.

David Suchet ist seit 1976 verheiratet und hat zwei Kinder.

Filmografie (Auszug)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1991: BAFTA TV Award nomination
  • 1996: London Critics Circle Theatre Award (Drama Theatre) als bester Darsteller in Who's Afraid of Virginia Woolf?
  • 2000: Tony Award (Nominierung) für seine Rolle als Salieri in Amadeus
  • 2002: Order of the British Empire (OBE)
  • 2002: Royal Television Society Award für seine Darstellung als Augustus Melmotte in dem BBC Drama The Way We Live Now
  • 2007: Variety Club Award für seine Darstellung als Kardinal Benelli in „The Last Confession“
  • 2008: Gewinner des International Emmy als bester Schauspieler für "Maxwell"
  • 2009: Gemini Award für "Diverted"
  • 2011: Commander of the Order of the British Empire (CBE)
  • 2011: Whatsonstage.Award (Publikumspreis) für seine Rolle in "All my Sons"
  • 2011: Critic's Circle Theatre Award für seine Rolle in "All my Sons"

Deutsche Synchronstimmen[Bearbeiten]

Suchet ist für die deutschen Fassungen seiner Filme im Laufe der Jahre von mehreren Sprechern synchronisiert worden.[2] Am häufigsten liehen Uli Krohm und Joachim Kerzel ihm ihre Stimme, so in Das Eulenhaus und Einsame Entscheidung.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werner Schmitz: Die Profis. Auf den Spuren des CI5 – das große Buch zur Serie. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2006, ISBN 3-89602-704-2, S. 122–126.
  2. Eintrag in der deutschen Synchrondatei (letzter Zugriff: 6. Oktober 2010)