Daytona 500

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Daytona 500
Daytona 500
Veranstaltungsort: Daytona International Speedway
Hauptsponsor:
Erstes Rennen: 1959
Distanz: 500 Meilen (805 km)
Anzahl Runden: 200
Ehemalige Namen: First Annual 500 Mile International Sweepstakes (1959)

Second Annual 500 Mile International Sweepstakes (1960)
Daytona 500 by STP
(1991–1993)
Daytona 500 by Dodge
(2001)
Daytona 500 by Toyota
(2007)
Daytona 500
(1961–1991, 1994–2000, 2002–2006, seit 2008)

Die Harley J. Earl Trophy, ausgestellt im Daytona 500 Experience-Museum.

Das Daytona 500 ist ein 500 Meilen (805 km) langes Autorennen im NASCAR Sprint Cup, das alljährlich auf dem ovalförmigen Daytona International Speedway in Daytona Beach, Florida stattfindet. Aufgrund der dort möglichen hohen Geschwindigkeiten von über 300 km/h ist es seit 1988 eines von vier Rennen im Sprint Cup-Kalender, bei dem die Motorleistung per Restrictor Plate beschränkt wird. Im Jahr 2008 feierte das Rennen seine 50. Auflage.

Das Daytona 500 gilt als das wichtigste und prestigeträchtigste NASCAR-Rennen, bekannt als das „Great American Race“ oder der „Super Bowl des Motorsports“. Es ist zudem das Rennen, bei dem mit Abstand das meiste Preisgeld vergeben wird. Es findet immer am zweiten oder dritten Sonntag im Februar statt, als letzte Veranstaltung der jährlichen Daytona Speedweeks. Seit 1995 hat das Daytona 500 die höchsten Fernsehquoten aller Autorennen in den USA, da das legendäre Indianapolis 500 seit den 1990er Jahren durch Spaltung in zwei Rennserien an Bedeutung verloren hat. Das Rennen 2007 war auf Rang sechs der erfolgreichsten Live-Sportsendungen des Jahres mit 20 Millionen Zuschauern.

Der Sieger des Daytona 500 wird mit der Harley J. Earl Trophy geehrt und das Siegerauto steht für ein Jahr im Motorsportmuseum von Daytona. Seit 1971 ist der Termin zudem verbunden mit Washington’s Birthday, dem Präsidenten-Tag der USA.

Denkwürdige Daytona 500[Bearbeiten]

Das Rennen ist der Nachfolger des kürzeren Rennens, das auf dem Daytona Beach Road Course ausgetragen wurde. Dieses lange Oval bestand einst aus dem Sand des Strandes und teils aus den danebenliegenden Highways. Frühere Veranstaltungen hatten eine Länge von 200 Meilen, bei denen Stock Cars eingesetzt wurden. Diese Autos waren mit Scheibenwischern und Kühlern ausgestattet, da der Sand den Fahrer stark behinderte. Das Daytona 500 wird seit 1959 auf dem Daytona International Speedway ausgetragen.

1959–1969[Bearbeiten]

Lee Petty, Patriarch einer berühmten Rennfahrerfamilie, deren berühmtestes Mitglied sein Sohn Richard Petty ist, gewann das erste Daytona 500 am 22. Februar 1959, indem er auf ungewöhnliche Art und Weise Johnny Beauchamp besiegte. Petty und Beauchamp überrundeten Joe Weatherly auf der Zielgeraden, woraufhin Offizielle anfangs Beauchamp den Sieg zusprachen, nachdem drei Autos die Ziellinie nebeneinander überquert hatten. Nach mehrfachem Betrachten von Bildern und Filmausschnitten wurde das Urteil drei Tage später revidiert und Lee Petty zum Sieger erklärt.

1964 führte Richard Petty mit seinem Plymouth mit dem neuen Hemi-Motor 184 der 200 Runden und gewann das Daytona 500. Plymouth belegte die Plätze eins, zwei und drei. Der Triumph war Pettys erster Sieg auf einem Superspeedway.

Das erste Daytona 500, das wegen Regen vorzeitig beendet werden musste, war das Rennen im Jahr 1965. Spitzenreiter Marvin Panch und Fred Lorenzen berührten sich in Runde 129, als es anfing zu regnen. Panch drehte sich von der Bahn und Lorenzen gewann das Rennen nach insgesamt 133 Runden. Das 1966 ausgetragene Daytona 500, das ebenfalls wegen Regen in Runde 198 vorzeitig beendet werden musste, gewann Richard Petty.

Das Rennen im Jahr 1967 sah einen überragenden Mario Andretti. Er führte 112 von 200 Runden, unter anderem die letzten 33 Runden, und gewann das Rennen. Es war das einzige NASCAR-Rennen, das Andretti gewinnen konnte.

1970–1979[Bearbeiten]

Das Rennen im Jahr 1970 begann damit, dass Cale Yarborough schon zu Beginn das Tempo vorgab und mit einer Geschwindigkeit von 194,015 mph (312,237 km/h) auf die Pole fuhr. Schicksal spielte in diesem Jahr eine große Rolle, denn schon kurz nachdem die grüne Flagge fiel, kamen einige Piloten in Schwierigkeiten. Zuerst traf es Richard Petty, dann Yarborough, der nach 31 Runden, von denen er 26 führte, das Rennen frühzeitig beenden musste. Donnie Allison und A. J. Foyt waren die nächsten Fahrer, die aufgaben. Später im Rennen kämpfte Pete Hamilton, ein bis dahin unbekannter Fahrer, mit Charlie Glotzbach und David Pearson um die Führung. In Runde 192 überholte Hamilton Pearson und übernahm die Führung, und obwohl Pearson immer wieder versuchte, die Führung zurückzuerobern, konnte Hamilton das Rennen für sich entscheiden. Es war der erste von vier Siegen von Hamilton, der eine kurze, aber respektable NASCAR-Karriere hatte. Bei diesem Rennen waren die bisher meisten Zuschauer zu dem Daytona 500 gekommen, insgesamt 103.800.

1973 gab es ein klassisches Zwei-Auto-Duell zwischen Petty und Buddy Baker. Von den ersten 150 Runden führte Baker in 118 Runden, doch Petty war ihm dicht auf den Fersen, nachdem er einigen Motorproblemen anderer Fahrer und einem Unfall in Runde 155 aus dem Weg ging. Nachdem die Spitzenreiter Petty und Baker ihren letzten Boxenstopp zehn Runden vor Schluss absolviert hatten, konnte Petty einen Vorsprung von 4,4 Sekunden auf Baker vorweisen. Doch Baker kam Runde pro Runde näher an ihn heran, und die Führung betrug fünf Runden vor Schluss nur noch 2,5 Sekunden, doch dann fiel Bakers Motor aus. Er musste das Rennen beenden, und Petty errang seinen vierten Daytona-500-Sieg.

Zu Beginn der Saison 1974 wurde wegen der Energiekrise bei einigen Rennen die Distanz um zehn Prozent verkürzt. So konnte Richard Petty das Daytona 500 zweimal hintereinander gewinnen, das nur noch 180 Runden (450 Meilen) betrug. Die beiden 125-Meilen-Qualifikationsrennen wurden ebenfalls auf 45 Runden (112,5 Meilen) verringert.

1976 kam Richard Petty eine Runde vor Ende des Rennens noch als Erster über Start und Ziel, doch auf der Gegengeraden wurde er von David Pearson überholt. Petty versuchte Pearson in der letzten Kurve auf der unteren Linie zu überholen, doch es gelang ihm nicht, das Manöver ganz abschließen. Sie kollidierten und drehten sich ins Gras im Infield wenige Meter vor der Ziellinie. Petty konnte sein Auto nicht mehr starten, doch Pearson hielt seinen Wagen am Laufen und überquerte die Ziellinie als Sieger.

Für Bobby Allison war das Rennen 1978 nicht leicht. Er kam zu dem Rennen mit einer Durststrecke von 67 sieglosen Rennen, doch als noch elf Runden zu fahren waren, steuerte er seinen Bud-Moore-Ford vorbei an Buddy Baker zur Führung. Diese gab er in den letzten Runden nicht mehr her und feierte seinen ersten Daytona-500-Sieg.

Das Daytona 500 im Jahr 1979 war das erste 500-Meilen-Rennen, das live im nationalen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die Fernsehübertragung zeigte mehrere On-Board-Aufnahmen, und es gab einige Kameras, die entlang der Strecke montiert waren. Wegen eines Unfalls in der letzten Runde, der zu einer Prügelei zwischen den bis dahin Führenden Cale Yarborough und Donnie Allison (zusammen mit Donnies Bruder Bobby Allison) führte, bekam NASCAR viel schlechte Publicity. Donnie Allison führte das Rennen in der letzten Runde an. Cale Yarborough fuhr in seinem Windschatten und versuchte ihn am Ende der Gegengeraden zu überholen, doch Allison fuhr Kampflinie. Yarborough wollte keinen Boden verlieren und entschied sich, Allison innen zu überholen, doch seine linken Räder kamen von der Strecke ab und gerieten ins Gras. Er verlor die Kontrolle über sein Auto und fuhr Allison am Ende der Gegengeraden in die Seite. Als beide Fahrer versuchten, ihre Autos auf der Strecke zu halten, berührten sie sich mehrfach, bevor sie schließlich zusammen in Kurve drei mit der Mauer kollidierten. Nachdem beide Autos im Gras zum Stillstand gekommen waren, begannen Donnie Allison und Cale Yarborough heftig miteinander zu diskutieren. Nachdem sie die Situation geklärt zu haben schienen, fuhr der schon überrundete Bobby Allison zu den beiden hin und verteidigte seinen Bruder. Daraufhin brach eine wilde Schlägerei aus. Richard Petty, der zu dieser Zeit eine halbe Runde Rückstand hatte, ließ sich davon nicht beeindrucken und wurde Sieger. Dies führte zu viel Gesprächsstoff. Das Geschehen schaffte es sogar auf die erste Seite des Sportteils der New York Times.

1980–1989[Bearbeiten]

Buddy Baker startete das neue Jahrzehnt mit dem schnellsten Daytona 500 in der Geschichte. Er siegte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 177,602 mph (285,809 km/h).

Das Rennen im Jahr 1981 sah einen Richard Petty, der sehr großes Risiko ging, um sein siebtes Daytona 500 zu gewinnen. Als noch 24 Runden zu fahren waren, kam Petty zu seinem letzten planmäßigen Boxenstopp, doch anstatt vier neue Reifen zu holen, wurde sein Auto nur aufgetankt. Wie sich herausstellen sollte, war dies eine sehr gute Entscheidung und Petty gewann das Rennen. Er war nun der einzige Fahrer, der es schaffte, das Daytona 500 in drei verschiedenen Jahrzehnten zu gewinnen.

Im Jahr 1983 wurde Cale Yarborough der erste Fahrer, der es schaffte, eine Qualifyingrunde von über 200 mph (320 km/h) zu fahren. Jedoch hatte Yarborough in seiner zweiten Qualifyingrunde einen Unfall und überschlug sich in Kurve 4. Sein Auto musste aus der Teilnahme zurückgenommen werden und die Rekordrunde zählte nicht. Trotz des Unfalls fuhr Yarborough am nächsten Tag mit einem Ersatzwagen zum Sieg. Ein Jahr später – 1984 – glückte ihm der Rekord mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 201,848 mph (324,828 km/h). Daraufhin gewann er das Rennen zum zweiten Mal hintereinander und insgesamt konnte er nun auf vier Daytona-500-Erfolge zurückblicken.

1987 stellte Bill Elliott den bis heute noch stehenden Rekord auf, er fuhr eine Qualifikationsrunde von 210,364 mph (338,532 km/h). Er gewann das Rennen darauf zum zweiten Mal in seiner Karriere, nachdem er schon zwei Jahre vorher 1985 das Rennen für sich entscheiden konnte.

Zwischen den beiden Jahren – im Jahr 1986 – gab es ein spektakuläres Rennen zwischen Dale Earnhardt und Geoff Bodine, die in den letzten 70 Runden um den Sieg kämpften. Earnhardt führte zehn Runden und Bodine 60. Als noch drei Runden zu fahren waren, kam Earnhardt an die Box, weil er kein Benzin mehr in seinem Tank hatte. Beim Wiederrausfahren aus der Box zerstörte Earnhardt seinen Kolben und Geoff Bodine siegte mit einem Vorsprung von 11,26 Sekunden, weil er etwas sparsamer mit seinem Benzin umging.

Im Daytona 500 1988 wurde zum ersten Mal mit den neuen Restrictor Plates auf den Superspeedway-Rennen gefahren. Sie hatten die Aufgabe, die Autos mittels Luftmengenbegrenzer einzubremsen, da sie in den letzten Jahren eine zu hohe Geschwindigkeit erreichten. Vor dem Rennen wusste niemand so recht, wie sich die neue Einführung machen würde. Am Ende siegte Bobby Allison vor seinem Sohn Davey Allison. Beide feierten zusammen in der Victory Lane. Bobby Allison war damit der älteste Fahrer, der jemals das Daytona 500 gewinnen konnte. Im Rennen gab es zudem noch einen schlimmen Unfall von Richard Petty in Runde 106. Petty drehte sich, bekam Unterluft und sein Auto stieg auf und schleuderte in den Fangzaun. Nachdem er auf der Strecke wieder zum Stillstand gekommen war, krachten A. J. Foyt und Brett Bodine noch in sein Auto, das dabei in zwei Hälften zerbrach. Petty konnte jedoch ohne erhebliche Verletzungen aussteigen.

Darrell Waltrip gewann nach 17 Versuchen das Daytona 500 im Jahr 1989. Die Fans bejubelten den Sieger mit lautem Geschrei und nachdem Waltrip von einem Reporter befragt wurde, brüllte Waltrip in die Kamera: „I won the Daytona 500! I won the Daytona 500!“ Zudem legte er noch ein kleines Tänzchen in der Victory Lane hin.

1990–1999[Bearbeiten]

Nachdem Dale Earnhardt jahrelang versuchte, das Daytona 500 zu gewinnen, hatte er im Jahr 1990 die besten Chancen. Sieben Runden vor Schluss gab es die dritte und damit letzte Gelblichtphase des Rennens. Alle kamen in die Box, außer Derrike Cope. Nach dem Restart in Runde 195 überholte Earnhardt Derrike Cope und ging wieder in Führung. Doch in der letzten Runde fuhr Earnhardt über ein kleines Metallteil, welches nach dem Motorplatzer von Rick Wilson auf die Strecke geschleudert wurde und sein Reifen platze. Derrike Cope überholte Earnhardt und gewann sein erstes NASCAR Rennen, und das beim Daytona 500.

Earnhardt erging es im Jahr 1991 auch nicht besser. Als noch sechs Runden zu fahren waren wurde er von Ernie Irvan auf Platz 1 liegend überholt und später, als noch zwei Runden zu fahren waren, drehte er sich sogar raus und kollidierte mit Davey Allison und Kyle Petty. Irvan fuhr unter gelber Flagge zum Sieg.

Im Jahr 1992 gewann Davey Allison sein einziges Daytona 500, nachdem er den „Big One“ in Runde 92 ohne Kratzer überwunden hatte. Er führte danach die letzten 102 Runden bis zum Sieg.

1993 fuhr Jeff Gordon sein erstes Daytona 500 und beendete es direkt in den Top fünf. In Runde 170 versuchte Rusty Wallace den sich drehenden Autos von Michael Waltrip und Derrike Cope auszuweichen, doch dabei verlor er die Kontrolle und überschlug sich mehrmals im Infield der Gegengeraden. Als noch zwei Runden zu fahren waren, bekam der Drittplatzierte Dale Jarrett einen Push von Geoff Bodine und überholte den zweiten Jeff Gordon. Er versuchte sogar noch an Earnhardt vorbeizukommen und schaffte das nach einer kleinen Berührung auch. Jarrett gewann das Rennen und für Dale Earnhardt war es schon das vierte Mal, dass er bei noch weniger als zehn zu fahrenden Runden in Führung lag und dennoch nicht gewinnen konnte.

Sterling Marlin gewann das Rennen 1994 mit dem letzten Tropfen Benzin im Tank. Viele andere seiner Konkurrent konnten wegen zu wenig Benzin nicht mit um den Sieg kämpfen. Lake Speed musste drei Runden vor Schluss auf Platz vier liegend noch mal an die Box. Genauso erging es Mark Martin, der zwei Runden vor Ende auf Rang drei die Box ansteuern musste.

1995 fuhr Sterling Marlin wieder als Erster über die Ziellinie, er war damit der erste Fahrer seit Cale Yarborough, der das Daytona 500 zweimal hintereinander gewinnen konnte. Dale Earnhardt kam als Zweiter durchs Ziel, nachdem er sich in den letzten Runden von Platz 17 auf zwei verbessern konnte. Doch an Sterling Marlin fand Earnhardt keinen Weg vorbei und hatte bis zu diesem Zeitpunkt immer noch keinen Daytona-500-Sieg.

1998 schaffte es Dale Earnhardt nach 20 Versuchen, das Daytona 500 zum ersten Mal zu gewinnen.

2000–2009[Bearbeiten]

Typische Rennsituation seit der Einführung von Luftmengenbegrenzern: Dicht aufeinanderfolgende Fahrzeuge in zwei oder auch drei Linien nebeneinander.

In der letzten Kurve der letzten Runde im Daytona 500 des Jahres 2001 starb NASCARs Superstar Dale Earnhardt nach einem scheinbar harmlosen Unfall, bei dem er von Rusty Wallace angeschoben wurde, die Kontrolle über seinen Wagen verlor und nach einer weiteren Berührung beinahe frontal in die Außenmauer prallte. Der Aufprall war so stark, dass sein Kopf nach vorn schoss und die Schädelbasis brach. Er starb noch auf der Strecke. Bei einem Unfall in Runde 173, in den 18 Autos verwickelt waren, überschlug sich Tony Stewart und das Rennen wurde für kurze Zeit mit der roten Flagge beendet, um die vielen Trümmerteile zu beseitigen. Michael Waltrip machte sein erstes Rennen für das Team Dale Earnhardt, Inc. und gewann es. Zweiter wurde sein Teamkollege Dale Earnhardt junior, der Sohn des Verunglückten. Beide Autos gehörten Dale Earnhardt, der bis zu seinem fatalen Unfall auf Position drei fuhr.

Im Jahr 2002 kämpften Sterling Marlin und Jeff Gordon um die Führung. Doch beide berührten sich und Gordon drehte sich raus, während sich hinter ihm ein Massencrash entwickelte. Das Rennen wurde kurze Zeit mit der roten Flagge unterbrochen, als Marlin einen Funkspruch bekam, dass sein Kotflügel verbogen war und sich mit dem Rad berührte. Marlin stieg aus seinem Auto aus und bog seinen Kotflügel wieder gerade. Doch NASCAR-Offizielle stoppten dies sofort, da keiner an seinem Auto, während der roten Flagge, Änderungen vornehmen darf. Sterling Marlin wurde ans Ende des Feldes verwiesen, was Ward Burton den Weg zum Sieg frei machte.

Michael Waltrip gewann 2003, nachdem das Rennen in Runde 109 wegen Regen beendet wurde. Im darauffolgenden Jahr gewann Dale Earnhardt Jr. sein erstes Daytona 500. Es war zudem noch etwas Besonderes, da sein verstorbener Vater das Rennen auf den Tag genau sechs Jahre vorher auch zum ersten Mal gewinnen konnte.

2005 gewann Jeff Gordon sein drittes Daytona 500 und ein Jahr später konnte sein Teamkollege Jimmie Johnson das Rennen für sich entscheiden.

Das Daytona 500 des Jahres 2007 fand genau sechs Jahre, nachdem Dale Earnhardt sein Leben in einem Unfall in der letzten Runde verloren hatte, statt. Es war das erste Rennen im NASCAR Nextel Cup eines nicht-amerikanischen Herstellers, nämlich Toyota. Kevin Harvick gewann das Rennen 0,020 Sekunden vor Mark Martin, der nur ein paar Meter vor der Ziellinie von Harvick überholt worden war. Es war das zweitknappste Finish nach dem Rennen im Jahr 1959, als Lee Petty erst nach drei Tagen zum Sieger erklärt wurde.

2010–2014[Bearbeiten]

DIe 52. Ausgabe des Daytona 500 im Jahre 2010 war das bis dahin längste Daytona 500 aller Zeiten mit einer Gesamtdauer von rund 6 Stunden und 10 Minuten. Da sich in Kurve 2 ein Teil von dem Streckenasphalt löste und die Streckenarbeiter dies reparieren musste, wurde das Rennen zwei Mal durch die rote Flagge pausiert. Dies führte insgesamt zu einer Verzögerung von ungefähr 2 Stunden und 30 Minuten.

2011 markierte das zehnte Jahr nach dem Tod von Dale Earnhardt. Zu Ehren von Dale Earnhardt wurde die dritte Runde zu einer "silent lap" (stille Runde) in denen TV- und Radio-Moderatoren schwiegen und die Fans drei Finger in die Luft hielten, was seiner bekanntesten Startnummer, der #3, entspricht.

2012 musste das Rennen aufgrund von schweren Regenfällen zum ersten Mal in seiner Geschichte von Sonntag auf Montag verschoben werden. Wegen weiterer Regenfälle wurde der Start von 13 auf 19 Uhr verschoben. Somit gab es eine weitere Premiere: Das Rennen wurde zum ersten mal bei Nacht und Flutlicht ausgetragen. Während einer Gelbphase in Runde 160 verlor Juan Pablo Montoya die Kontrolle über seinen Wagen und krachte in einen Safetytruck, der mit einer Helikopterturbine (zur Streckentrocknung) ausgestattet war. Montoya und der Fahrer des Trucks überstanden den Unfall samt Explosion unbeschadet. Nach einer zweistündigen Unterbrechung konnte das Rennen fortgesetzt werden. Das Rennen dauerte anschließend bis 1 Uhr früh am Dienstag. Matt Kenseth sicherte sich den Sieg vor Dale Earnhardt, Jr. und Greg Biffle.

Mit Danica Patrick sicherte sich 2013 erstmals eine Frau die Pole Position in einem Sprint Cup Series Rennen. Patrick führte auch als erste Frau das Feld für zwei Runden an (90, 91) und erreichte mit Rang 8 die beste Platzierung, die je einer Frau im Cup gelungen ist. Der Rennsieg ging zum zweiten Mal nach 2006 an Jimmie Johnson.

2014 gab die legendäre Startnummer 3 - jetzt pilotiert von Austin Dillon - ihr Comeback und konnte die Pole Position für sich beanspruchen. Nach knapp 40 der 200 zu absolvierenden Runden musste das Rennen unterbrochen werden, da starker Regen und eine Tornadowarnung eine Weiterfahrt unmöglich machten. Das Rennen wurde nach der sechsstündigen Pause unter Flutlicht fortgesetzt. Eine Gelbphase kurz vor Ende des Rennens führte das inzwischen durch einige Unfälle stark dezimierte Fahrerfeld noch einmal zusammen. Letztlich konnte sich der nach dem Neustart führende Dale Earnhardt junior im Zielsprint durchsetzen und sicherte sich nach 2004 seinen zweiten Erfolg beim Daytona 500.

Liste der Daytona 500 Sieger[Bearbeiten]

Jahr Datum Fahrer Auto # Marke Startplatz Führungs-
runden
Preisgeld Durchschnitts-
geschwindigkeit
(mph)
Durchschnitts-
geschwindigkeit
(km/h)
1959 22. Februar Lee Petty 42 Oldsmobile 15. 38 $19.050 135,521 218,100
1960 24. Februar Robert G. „Junior“ Johnson 27 Chevrolet 9. 67 $19.600 124,740 200,750
1961 26. Februar Marvin Panch 20 Pontiac 4. 13 $21.050 149,601 240,759
1962 18. Februar Edward G. „Fireball“ Roberts 22 Pontiac 1. 144 $24.190 152,529 245,472
1963 24. Februar DeWayne L. „Tiny“ Lund 21 Ford 12. 127 $24.550 151,566 243,922
1964 23. Februar Richard Petty 43 Plymouth 2. 184 $33.300 154,334 248,376
1965 14. Februar Fred Lorenzen 28 Ford 4. 25 (von 129) $27.100 141,539* 227,785*
1966 27. Februar Richard Petty 43 Plymouth 1. 108 (von 198) $28.150 160,927* 258,987*
1967 26. Februar Mario Andretti 11 Ford 12. 112 $48.900 146,926 236,454
1968 25. Februar Cale Yarborough 21 Mercury 1. 76 $47.250 143,251 230,540
1969 23. Februar LeeRoy Yarbrough 98 Ford 19. 18 $38.950 157,950 254,196
1970 22. Februar Pete Hamilton 40 Plymouth 9. 13 $44.850 149,601 240,759
1971 14. Februar Richard Petty 43 Plymouth 5. 70 $45.450 144,462 232,489
1972 20. Februar A.J. Foyt 21 Mercury 2. 167 $44.600 161,550 259,990
1973 18. Februar Richard Petty 43 Dodge 7. 17 $36.100 157,205 252,997
1974 17. Februar Richard Petty 43 Dodge 2. 73 (von 180) $39.650 140,894* 226,747*
1975 16. Februar Benny Parsons 72 Chevrolet 32. 4 $43.905 153,649 247,274
1976 15. Februar David Pearson 21 Mercury 7. 37 $46.800 152,181 244,912
1977 20. Februar Cale Yarborough 11 Chevrolet 4. 137 $63.700 153,218 246,580
1978 19. Februar Bobby Allison 15 Ford 33. 28 $56.300 159,730 257,061
1979 18. Februar Richard Petty 43 Oldsmobile 13. 12 $73.900 143,977 231,709
1980 17. Februar Buddy Baker 28 Oldsmobile 1. 143 $102.175 177,602 285,823
1981 15. Februar Richard Petty 43 Buick 8. 26 $90.575 169,651 273,027
1982 14. Februar Bobby Allison 88 Buick 7. 147 $120.360 153,991 247,824
1983 20. Februar Cale Yarborough 28 Pontiac 8. 23 $119.600 155,979 251,024
1984 19. Februar Cale Yarborough 28 Chevrolet 1. 89 $160.300 150,994 243,001
1985 17. Februar Bill Elliott 9 Ford 1. 136 $185.500 172,265 277,234
1986 16. Februar Geoff Bodine 5 Chevrolet 2. 101 $192.715 148,124 238,382
1987 15. Februar Bill Elliott 9 Ford 1. 104 $204.150 176,263 283,668
1988 14. Februar Bobby Allison 12 Buick 3. 70 $202.940 137,531 221,335
1989 19. Februar Darrell Waltrip 17 Chevrolet 2. 25 $184.900 148,466 238,933
1990 18. Februar Derrike Cope 10 Chevrolet 12. 5 $188.150 165,761 266,766
1991 17. Februar Ernie Irvan 4 Chevrolet 2. 29 $233.000 148,148 238,421
1992 16. Februar Davey Allison 28 Ford 6. 127 $244.050 160,256 257,907
1993 14. Februar Dale Jarrett 18 Chevrolet 2. 8 $238.200 154,972 249,403
1994 20. Februar Sterling Marlin 4 Chevrolet 4. 30 $258.275 156,931 252,556
1995 19. Februar Sterling Marlin 4 Chevrolet 3. 105 $300.460 141,710 228,060
1996 18. Februar Dale Jarrett 88 Ford 7. 40 $360.775 154,308 248,335
1997 16. Februar Jeff Gordon 24 Chevrolet 6. 40 $377.410 148,295 238,658
1998 15. Februar Dale Earnhardt 3 Chevrolet 4. 105 $1.059.805 172,712 277,953
1999 14. Februar Jeff Gordon 24 Chevrolet 1. 15 $1.172.246 161,551 259,991
2000 20. Februar Dale Jarrett 88 Ford 1. 87 $1.277.975 155,669 250,525
2001 18. Februar Michael Waltrip 15 Chevrolet 19. 23 $1.331.185 161,783 260,365
2002 17. Februar Ward Burton 22 Dodge 19. 4 $1.389.017 130,810 210,518
2003 16. Februar Michael Waltrip 15 Chevrolet 4. 68 (von 109) $1.419.406 133,870* 215,443*
2004 15. Februar Dale Earnhardt junior 8 Chevrolet 3. 59 $1.495.070 156,341 251,606
2005 20. Februar Jeff Gordon 24 Chevrolet 15. 28 (von 203) $1.497.150 135,173* 217,540*
2006 19. Februar Jimmie Johnson 48 Chevrolet 9. 24 (von 203) $1.505.120 142,734* 229,708*
2007 18. Februar Kevin Harvick 29 Chevrolet 34. 4 (von 202) $1.510.469 149,333* 240,328*
2008 17. Februar Ryan Newman 12 Dodge 7. 8 $1.506.045 152,672 245,702
2009 15. Februar Matt Kenseth 17 Ford 43. 7 (von 152) $1.536.388 132,816* 213,614*
2010 14. Februar Jamie McMurray 1 Chevrolet 13. 2 (von 208) $1.514.649 137,284* 220,931*
2011 20. Februar Trevor Bayne 21 Ford 32. 4 (von 208) $1.463.810 130,326* 209,74*
2012 26. Februar Matt Kenseth 17 Ford 4. 50 (von 202) $1,589,387 140,256* 225,72*
2013 24. Februar Jimmie Johnson 48 Chevrolet 21. 17 $1,525,275 159,250 256,29
2014 23. Februar Dale Earnhardt junior 88 Chevrolet 9. 54 $1,506,363 145,290 233,82

* Rennen ging nicht über die Distanz von 500 Meilen (200 Runden), sondern wurde entweder vorzeitig abgebrochen oder um einige Runden verlängert, um nicht in einer Gelblichtphase beendet zu werden.