Dodge

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Autohersteller Dodge. Für andere Bedeutungen, siehe Dodge (Begriffsklärung).
Dodge
Dodge Logo 2010.svg
Rechtsform Tochtergesellschaft der Chrysler Group LLC
Gründung 1914
Sitz Auburn Hills, Michigan
Branche Automobil
Website www.dodge.com

Dodge ist eine US-amerikanische Automarke der Chrysler Group LLC.

Geschichte[Bearbeiten]

John Francis Dodge
1933 Dodge DP Six
Dodge Coronet von 1958

1901 siedelten John Francis Dodge und Horace Elgin Dodge mit ihrer Gebrüder Dodge Fahrrad- und Maschinenfabrik nach Detroit, Michigan um. Ihre Kugellager und andere von ihnen produzierten Teile wurden von der noch jungen Automobilfertigung dringend benötigt. Ebenso entwarfen sie Teile für die frühen Oldsmobile.

1902 kamen die Dodge-Brüder mit Henry Ford zusammen, der um Unterstützung in der Finanzierung seiner eigenen Automobilfabrik nachfragte. Die Dodge-Brüder ermöglichten mit der Finanzierung den Start der Ford Motor Company, ebenfalls fertigten sie Teile für die frühen Ford und erzielten so gegenseitigen finanziellen Nutzen.

Von 1914 bis 1927 trug die Firma den Namen Dodge Brothers Motor Vehicle Company. 1914 begannen die Dodge-Brüder mit ihrer eigenen Automobilfabrik. Die ersten Modelle ähnelten dem damals berühmten Ford T, wiesen aber einige Verbesserungen auf, wie z. B. Elektrostarter (gegenüber der „T“-Handkurbel) und wurden beliebt als Mittelklasse-Fahrzeuge. Die neuen Dodge waren ein kommerzieller Erfolg.

Ab 1917 baute Dodge auch mittelschwere LKW für das US-Heer im Ersten Weltkrieg und nach dessen Ende auch für den zivilen Bedarf. 1925 wurde Dodge für 146 Millionen US-Dollar von der Dillon and Read Company gekauft, seinerzeit die größte finanzielle Transaktion der Geschichte. Dillon and Read verkaufte Dodge am 31. Juli 1928 an Chrysler.

Die Marke Dodge bediente das mittelpreisige Segment zwischen den anderen Marken Plymouth und DeSoto und produzierte neben Autos auch LKW und Busse. Als 1973 die Ölkrise auch die USA traf waren die Modelle für Käuferbedürfnisse zu groß und übermotorisiert, so dass fortan auch Modelle der Marke Chrysler vertrieben wurden, die sich nur in Details unterschieden. Daimler versuchte nach der Fusion mit Chrysler die Marke Dodge auch in Europa zu etablieren und begann 2003 mit dem Vertrieb. In Österreich und Deutschland wurde ab Juni 2006 der Dodge Caliber vertrieben. Die Marke war den Käufern in Europa unbekannt, so dass große Rabatte gewährt werden mussten. In Mexiko startete Dodge 2008 den Versuch, unter der Submarke Trazo den Trazo C, einem Schwestermodell des Nissan Tiida, zu vertreiben. Aufgrund der geringen Resonanz stellte Dodge diese Marke bereits im darauffolgenden Jahr wieder ein.

Seit 2010:

Ab 2010 wurde die Marke Dodge neu positioniert. Der erfolgreiche Bereich der Ram Pick-Ups wurde in die neue Marke RAM ausgegliedert, die auch das Markenlogo mit dem bekannten Widderkopf im Wappen übernimmt. Die Dodge Viper Modelle wurden in die neue, eigenständige Marke Viper ausgegliedert. Dodge-Modelle tragen fortan den Schriftzug „Dodge“ mit zwei geneigten Rennstreifen, die die Sportlichkeit der Marke symbolisieren sollen.

Durch die Übernahme des Chrysler-Konzerns und somit auch der Marke Dodge durch Fiat wurde der Vertrieb der Marke auf den europäischen Marken offiziell eingestellt, wenngleich weiterhin Händler Fahrzeuge aus den USA in beträchtlicher Zahl in Eigenregie importieren. Diese Modelle umfassen den Dodge Journey, Dodge Avenger, Dodge Grand Caravan, Dodge Magnum, Dodge Challenger und Dodge Charger und auch die Neo-Muscle Cars Dodge Challenger R/T und Dodge Charger R/T zT. mit Hemi-Motoren und auch Full Size SUVs wie der Dodge Durango und die RAM Pickups. Der Fiat Freemont basiert auf dem Dodge Journey.

Der neue Dodge Dart (ab 2013) in den USA hat die gleiche technische Basis wie die Alfa Romeo Guilietta. Zwischen den beiden Modellen von Alfa Romeo und Dodge bestehen jedoch große Unterschiede z. B. bezüglich der Motorisierung und des Fahrwerks. So sind die Modelle für Europa auch mit Dieselmotoren verfügbar, während die Modelle in den USA mit größeren Benzinmotoren ausgestattet werden.

Markenlogos[Bearbeiten]

Modelle[Bearbeiten]

Unter dem Namen Dodge werden Pkw, Sport Utility Vehicles (SUV), Pickups und Vans angeboten. In Europa werden derzeit vier Modelle vertrieben: der sportliche Zweitürer Challenger, die viertürige Limousine Charger, das SUV Durango und der Pick-Up RAM.

Zeitleiste[Bearbeiten]

Zeitleiste der Dodge- und Ram-Modelle von 1970 bis heute
Typ 70er 80er 90er 2000er 2010er
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2
Kleinwagen Omni
024 Charger
Colt Colt
Kompaktklasse 400 Shadow Neon Caliber Dart
Mittelklasse Dart Aspen Aries
Magnum Mirada 600 Spirit Stratus Avenger
Coronet Diplomat Dynasty
Full-Size Cars Monaco Monaco Monaco St. Regis Monaco Intrepid Magnum
Polara Charger
Kompakt-Sportwagen Daytona Avenger SRT-4
Sportwagen Charger
Challenger Arrow Challenger Conquest Stealth Challenger
Super Bee Viper Viper
Crossover-SUVs Journey
SUVs Raider Nitro
Ramcharger Durango Durango Durango
Pickups Rampage Dakota Dakota Dakota Dakota
D-50 Ram 50
D-Serie Ram Ram Ram Ram Ram
Ram SRT-10
Vans Colt Vista
Caravan Caravan & Grand Caravan Caravan & Grand Caravan Caravan & Grand Caravan Caravan & Grand Caravan Grand Caravan
Kleintransporter Tradesman Ram Van/Ram Wagon
Sprinter Sprinter


PKW-Modelle (unvollständig, nur bis 1969)[Bearbeiten]

Modelljahr Modelle
1914 Modell 30-35
1915 Modell 30-35
1916 Modell 30-35
1917 Modell 30
1918 Modell 30
1919 Modell 30
1920 Modell 30
1921 Modell 30
1922 Modell 30, Serie 116
1923 Serie 116
1924 Serie 116
1925 Serie 116
1926 Serie 126
1927 Serie 126/124, Fast Four 128/129, Senior 2249
1928 Fast Four 128 /129, J-Serie, M-Serie, Senior 2249/2251/2252, S-Serie, Standard 140/141, Victory 130/131
1929 DA-Serie, DB-Serie, J-Serie, M-Serie, S-Serie
1930 DA-Serie, DB-Serie, DC-Serie, DD-Serie
1931 DC-Serie, DD-Serie, DG-Serie, DH-Serie
1932 DC-Serie, DD-Serie, DG-Serie, DH-Serie, DK-Serie, DL-Serie
1933 DO-Serie, DP-Serie
1934 DR-Serie, DRXX-Serie, DS-Serie
1935 New Value DU-Serie
1936 Beauty Winner D2-Serie
1937 D5-Serie
1938 D8-Serie
1939 Luxury Liner D11-Serie
1940 Luxury Liner Deluxe D14-Serie, Kingsway D15-Serie, Luxury Liner Special D17-Serie
1941 Custom D19-Serie, Deluxe D19-Serie, Kingsway D20-Serie
1942 Custom D22-Serie, Deluxe D22-Serie
1946 Custom D24C-Serie, Deluxe D24S-Serie, Regent
1947 Custom D24C-Serie, Deluxe D24S-Serie, Regent
1948 Custom D24C-Serie, Deluxe D24S-Serie, Regent
1949 Coronet D30-Serie, Deluxe D24S-Serie, Regent, Wayfarer D29-Serie
1950 Coronet D34-Serie, Deluxe D24S-Serie, Regent, Wayfarer D33-Serie
1951 Coronet D42-Serie, Crusader, Kingsway, Meadowbrook D42-Serie, Regent, Wayfarer D41-Serie
1952 Coronet D42-Serie, Crusader, Kingsway, Meadowbrook D42-Serie, Regent, Wayfarer D41-Serie
1953 Coronet D46/D48-Serie, Crusader, Kingsway, Meadowbrook D46/D47-Serie, Regent
1954 Coronet D51/D52/D53-Serie Crusader, Meadowbrook D50/D51-Serie, Regent, Royal D50/D53-Serie
1955 Coronet D55/D56-Serie Crusader, Custom Royal D55-Serie, La Femme, Regent, Royal D55-Serie
1956 Coronet D62/D63-Serie Crusader, Custom Royal D63-Serie, Custom Royal Lancer D63-Serie, D-500 D63-Serie, La Femme, Regent, Royal D63-Serie, Royal Lancer D63-Serie, Sierra D63-Serie, Suburban D72-Serie
1957 Coronet D66/D72-Serie Crusader, Custom Royal D67-Serie, Custom Royal Lancer D67-Serie, D-500 D63-Serie, Regent, Royal D67-Serie, Royal Lancer D67-Serie, Sierra D67-Serie, Suburban D72-Serie
1958 Coronet, Crusader, Custom Royal, Custom Royal Lancer, D-500, Regal Lancer, Regent, Royal, Royal Lancer
1959 Coronet, Crusader, Custom Royal, Custom Royal Lancer, D-500, Regal Lancer, Regent, Royal, Royal Lancer, Viscount
1960 Coronet Crusader, Custom Royal, Custom Royal Lancer, D-500, Matador, Phoenix, Pioneer, Polara, Regal Lancer, Dodge Royal, Royal Lancer, Seneca
1961 Coronet, Custom Royal, Custom Royal Lancer, D-500, Lancer, Phoenix, Pioneer, Polara, Regal Lancer, Dodge Royal, Royal Lancer, Seneca
1962 Custom 880, Dart 330, Dart 440, Lancer 170, Lancer 770, Phoenix, Polara 500
1963 330, 440, 880, Custom 880, Dart 170, Dart GT, Phoenix, Polara, Polara 500
1964 330, 440, 880, Custom 880, Dart 170, Dart GT, Phoenix, Polara
1965 Coronet, Coronet 440, Coronet 500, Custom 880, Dart 170, Dart 270, Monaco, Phoenix, Polara
1966 Charger, Coronet, Coronet 440, Coronet 500, Dart, Dart GT, Husky, Monaco, Phoenix
1967 Charger, Coronet 440, Coronet 500, Coronet Deluxe, Coronet R/T, Dart, Dart 270, Dart GT, Husky, Monaco, Monaco 500, Phoenix, Polara, Utility
1968 Charger, Charger R/T, Coronado, Coronet 440, Coronet 500, Coronet Deluxe, Coronet R/T, Coronet Super Bee, Dart, Dart 270, Dart GT, GTX, Husky, Monaco, Monaco 500, Phoenix, Polara, Polara 500, RT, Utility
1969 3700 GT, Charger, Charger Daytona, Coronado, Coronet Deluxe, Coronet 440, Coronet 500, Coronet R/T, Coronet Super Bee, Dart, Dart GT, Dart Swinger, Diesel, GTX, Husky, Monaco, Phoenix, Polara, RT, Utility


Siehe auch Liste amerikanischer V8-Motoren

LKW-, Pickup- und SUV-Modelle[Bearbeiten]

Wohnmobile[Bearbeiten]

Studien[Bearbeiten]

Motorsport[Bearbeiten]

JuanPabloMontoyaTexas2007.jpg

Dodge war bis zum Ende der Saison 2012 werksseitig in der NASCAR vertreten und verließ die Rennserie als Meister mit Brad Keselowski (Team Penske). Inzwischen werden nur noch vereinzelt privat eingesetzte Dodge-Fahrzeuge in der Nationwide-Rennserie (2. Liga) eingesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kategorie:Dodge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien