Daytona International Speedway

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Daytona International Speedway
The World Center of Racing
Keinlogo-schmal.svg

Adresse:
1801 West International Speedway Blvd
Daytona Beach
Florida 32114

Daytona International Speedway (USA)
Red pog.svg
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Daytona Beach, Florida, USA
Daytona-International-Speedway-July-1-2005.jpg
Streckenart: permanente Rennstrecke
Eigentümer: International Speedway Corporation
Betreiber: International Speedway Corporation
Architekt: Charles Moneypenny
Bill France senior
Baukosten: 3 Mio. US-Dollar
Baubeginn: 25. November 1957
Eröffnung: 22. Februar 1959
Speedway-Oval
Tri-Oval
DaytonaInternationalSpeedway.png
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
NASCAR Sprint Cup
Daytona 500
Coke Zero 400
Budweiser Shootout
Gatorade Duel

NASCAR Nationwide Series
Camping World 300
Winn-Dixie 250

NASCAR Craftsman Truck Series
Chevy Silverado HD 250 Grand-Am
24-Stunden-Rennen von DaytonaAMA
Daytona 200 ARCA Racing Series
Daytona ARCA 200

Streckenlänge: 4,000 km (2,49 mi)
Kurven: 3
Kurvenüberhöhung: Kurven: 31°
Tri-Oval: 18°
Geraden: 2°
Zuschauerkapazität: 167.785
kombinierter Straßenkurs
Streckendaten
Streckenlänge: 5,73 km (3,56 mi)
http://www.daytonaintlspeedway.com

29.18495-81.068158Koordinaten: 29° 11′ 6″ N, 81° 4′ 5″ W

Der Daytona International Speedway ist eine Auto- und Motorrad-Rennstrecke in Daytona Beach, Florida. Auf dem Gelände des Superspeedways gibt es einen als Tri-Oval mit drei überhöhten Kurven ausgeführten Kurs mit einer Streckenlänge von 2,5 Meilen (4 km) und einen Straßenkurs im Innenraum des Ovals mit 5,7 km. Rund 168.000 Zuschauer finden an der Strecke Platz.

Geschichte[Bearbeiten]

Da in den Südstaaten der USA Schmuggler auf Grund des Alkoholsverbotes in den 1940er und 1950er-Jahren sich immer wieder Verfolgungsjagden mit den Ordnungshütern lieferten, entstanden dort die ersten Autorennen. Die Voraussetzungen dafür waren gering: Ein Auto war damals ein Muss, da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gab, und die Benzinpreise waren niedrig. Nachdem die ersten Rennen der neu gegründeten NASCAR seit 1948 auf dem Daytona Beach Road Course immer mehr Zuschauer anzogen, entschloss sich im Jahre 1953 Bill France senior, der Gründer von NASCAR, eine permanente Rennstrecke in Daytona Beach zu bauen. Am 16. August 1954 wurde der Vertrag mit den Offiziellen der Stadt unterzeichnet und am 25. November 1957 erfolgte der erste Spatenstich. Am 22. Februar 1959 fand vor 41.000 Zuschauern das Eröffnungsrennen statt. Die Baukosten des 167.785 Personen fassenden Raceways betrugen 3 Millionen US-Dollar.

IndyCar Series[Bearbeiten]

Am 26. und 27. September 2006 hielten Vitor Meira, Indianapolis 500-Champion Sam Hornish junior, Tony Kanaan, Scott Dixon und Indianapolis 500- und IndyCar Series-Champion von 2005, Dan Wheldon, zum ersten Mal seit 1959 ein Training auf dem Speedway ab.

Am 31. Januar und dem 1. Februar kehrte die IndyCar Series für einen 17 Autos umfassenden Test nach Daytona zurück. Die Indy Car Series zog ein Rennen auf dem International Speedway in der Saison 2008 in Betracht, entschied sich aber dagegen.

Rennserien[Bearbeiten]

Das Daytona 500, das wichtigste Rennen der NASCAR-Serie über 200 Runden bzw. 500 Meilen (805 km), findet seit dem Eröffnungsjahr auf dem Speedway statt. Mit 34 Siegen ist Dale Earnhardt, der 2001 bei den Daytona 500 tödlich verunglückte, Rekordsieger auf der Strecke [1]. 2007 wurden u.a. Rennen der Serien NASCAR Sprint Cup, NASCAR Nationwide Series, NASCAR Craftsman Truck Series, IROC und Grand-Am mit den 24 Stunden von Daytona ausgetragen. Mit Superbikes wird das Daytona 200 gefahren. Dank einer Flutlichtanlage, die 1998 installiert wurde, können Rennen auch bei Nacht stattfinden.

Rekorde[Bearbeiten]

Jimmie Johnson in Führung beim Daytona 500 der Saison 2008
Rekord Jahr Datum Fahrer Hersteller Zeit Durchschnitts-
geschwindigkeit
(mph)
Durchschnitts-
geschwindigkeit
(km/h)
NASCAR Sprint Cup
Qualifying 1987 9. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bill Elliott Ford 42,783 210,364 338,548
Rennen (500 Meilen) 1980 17. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Buddy Baker Oldsmobile 2:48:55 177,602 285,823
Rennen (400 Meilen) 1980 4. Juli Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bobby Allison Oldsmobile 2:18:21 173,473 279,178
NASCAR Nationwide Series
Qualifying 1987 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tommy Houston Buick 46,299 194,389 312,839
Rennen (300 Meilen) 1985 16. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Geoff Bodine Pontiac 1:54:33 157,137 252,887
Rennen (250 Meilen) 2003 4. Juli Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dale Earnhardt junior Chevrolet 1:37:35 153,715 247,380
NASCAR Craftsman Truck Series
Qualifying 2000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joe Ruttman Dodge 47,984 187,563 301,853
Rennen (250 Meilen) 2006 17. Februar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Martin Ford 1:42:18 146,622 235,965

Unfälle mit Todesfolge[Bearbeiten]

Restart des Paul Revere 250

Auf der bedeutendsten Rennstrecke des Sprint Cups verloren mehr als 30 Rennfahrer seit der Eröffnung ihr Leben. Der wohl bekannteste Unfall war der von Rennikone Dale Earnhardt, als er bei Beendigung der letzten Rennrunde des Daytona 500 von 2001 in einen Crash involviert war und dabei sein Leben verlor.

Alle Unfälle mit Todesfolge nach dem Unfallsjahr sortiert:

  • Marshall Teague (Testfahrt zu Vorbereitungen zu einem neuen Geschwindigkeitsrekord in einem umkonfigurierten IndyCar), 11. Februar 1959
  • George Amick (USAC 100-Meilen-Rennen), 4. April 1959
  • Dr. Bernie Taylor (Powerboat-Rennen auf dem See im Infield), 14. Juni 1959
  • Harold Haberling (NASCAR-Training), 21. Februar 1964
  • Billy Drew Wade (NASCAR Grand National-Reifentest), 5. Januar 1965
  • Don MacTavish (Permatex 300 Sportsman-Rennen), 21. Februar 1969
  • Wayne Harris Bartz (Lightweight Motorradrennen), 12. März 1969
  • Talmadge „Tab“ Prince (Daytona 500-Qualifikationsrennen), 19. Februar 1970
  • Joe „Rusty“ Bradley (Daytona 200-Motorradrennen), 14. März 1971
  • David Pearl (Paul Whiteman Trophy-Rennen), 30. Juli 1971
  • Friday Hassler (Daytona 500-Qualifikationsrennen), 17. Februar 1972
  • Ricky Knotts (Daytona 500-Qualifikationsrennen), 14. Februar 1980
  • Francis Affleck (ARCA-Training), 7. Februar 1985
  • Dr. Charles Ogle (Tourenwagentraining), verunfallt am 15. Dezember 1985, gestorben am 26. Dezember 1985
  • Bruce Jacobi (Daytona 500-Qualifikationsrennen), verunfallt Februar 1983, gestorben am 4. Februar 1987
  • Joe Young (Charlotte-Daytona Dash-Rennen), 13. Februar 1987
  • James Kolman (Kart-Test), 27. Dezember 1987
  • Randy Glenn (Motorrad-Test), 26. Februar 1988
  • Don Williams (Sportsman 300-Rennen), verunfallt Februar 1979, gestorben am 21. Mai 1989
  • Dale Robertson (Daytona Kart Week-Rennen), 27. Dezember 1989
  • Julius Johnson (ARCA 200-Rennen), verunfallt am 11. Februar 1990, gestorben am 14. Februar 1990
  • Joe Booher (Florida 200 Dash-Rennen), 12. Februar 1993
  • James Adamo (Daytona 200), 7. März 1993
  • Neil Bonnett (Training zum Qualifying zum Daytona 500), 11. Februar 1994
  • Rodney Orr (Training zum Qualifying zum Daytona 500), 14. Februar 1994
  • Michael Himes (IMSA Showroom Stock-Sportwagen-Rennen), 31. Januar 1997
  • Roger Reiman (Motorrad-Training für „Racing Legends“), 4. März 1997
  • Dale Earnhardt (Daytona 500), 18. Februar 2001
  • Dirk Piz (Daytona 200), 11. März 2001
  • Stuart Stratton (Fall Cycle Scene-Motorradrennen), 19. Oktober 2001
  • Michael Davis Jr. (Daytona Kart Week-Rennen), 30. Dezember 2001
  • Roy H. Weaver III (Rennstrecken-Angestellter, überfahren von Ray Paprota während der IPOWER Dash Series 150), 8. Februar 2004
  • Bryan Cassell (Motorrad-Training, CCS/FUSA Fall Cycle Scene), 18. Oktober 2005

Unfälle mit verletzten Zuschauern[Bearbeiten]

Bei einem Massenunfall 2013 im Rennen der Nationwide Series, dem DRIVEFORCOPD 300, wurden 28 Zuschauer verletzt, nachdem das Auto von Kyle Larson hochstieg und im Fangzaun schwer beschädigt wurde. Umherfliegende Trümmer (ein Rad flog bis in die 40. Reihe der Tribüne) waren für die Verletzungen verantwortlich. Auch der Motorblock überwand die Absperrungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistik auf FoxSports

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daytona International Speedway – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien