Dygowo
| Dygowo | ||||
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| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Westpommern | |||
| Landkreis: | Kołobrzeg | |||
| Gmina: | Dygowo | |||
| Geographische Lage: | 54° 8′ N, 15° 43′ O54.13305555555615.721111111111Koordinaten: 54° 7′ 59″ N, 15° 43′ 16″ O | |||
| Einwohner: |
1549 |
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| Postleitzahl: | 78-113 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 94 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | ZKL | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | DW 163: Kołobrzeg ↔ Białogard - Szczecinek - Wałcz | |||
| Schienenweg: | Bahnstrecke Szczecinek–Kołobrzeg | |||
| Nächster int. Flughafen: | Stettin-Goleniów | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Landgemeinde | |||
| Gemeindegliederung: | 22 Ortschaften | |||
| 14 Schulzenämter | ||||
| Fläche: | 128,6 km² | |||
| Einwohner: |
5600 |
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| Bevölkerungsdichte: | 44 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 3208022 | |||
| Verwaltung (Stand: 2006) | ||||
| Gemeindevorsteher: | Marek Pawel Zawadzki | |||
| Adresse: | ul. Kolejowa 1 78-113 Dygowo |
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| Webpräsenz: | www.dygowo-pl/ | |||
Dygowo (deutsch Degow) ist ein Dorf mit Sitz einer Landgemeinde (gmina wiejska) in der polnischen Woiwodschaft Westpommern und gehört zum Powiat Kołobrzeski (Kreis Kolberg).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographische Lage
Dygowo liegt zwölf Kilometer südöstlich von Kołobrzeg (Kolberg) und von der Ostseeküste entfernt. Durch den Ort verläuft die Woiwodschaftsstraße 163, die die Ostsee mit dem pommerschen Hinterland über Białogard (Belgard) und Szczecinek (Neustettin) bis hin nach Wałcz (Deutsch Krone) verbindet und in ihrem Verlauf der ehemaligen deutschen Reichsstraße 124 folgt. Dygowo ist Bahnstation an der Bahnstrecke Szczecinek–Kołobrzeg.
[Bearbeiten] Dorf Dygowo (Degow)
[Bearbeiten] Geschichte
Im 13. Jahrhundert befand sich das Dorf im Besitz der Familie Borcke, Herren zu Labes.[2]
Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfs fällt in das Jahr 1276. Im Jahr 1295 schenkten die Borckes dem Jungfrauen-Kloster zu Köslin das Patronat der Kirche und einige Hufen Landes. Im Jahr 1334 kam der Camminer Bischof Friedrich von Eickstedt durch einen Tausch in den Besitz von Degow, doch bereits 1336 sah er sich gezwungen, das Dorf an Erben der Familie Stegelitz zu veräußern, die ältere Rechte geltend machen konnten. Um das Jahr 1784 hatte Degow einen Prediger, zehn Vollbauern, fünf Halbbauern, vier Kossäten, ein Predigerwitwenhaus und insgesamt 21 Haushaltungen.[3]
Im Jahre 1910 zählte Degow 1.073 Einwohner. Die Zahl stieg bis 1925 auf 1.161, betrug 1933 bereits 1.209 und kam schließlich bis 1939 auf 1.168.
Seit 1945 gehört Degow unter der Bezeichnung Dygowo zu Polen. Es liegt im Powiat Kołobrzeski in der Woiwodschaft Westpommern (bis 1998 Woiwodschaft Köslin). Der Ort ist Teil und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde und zählt heute 1.549 Einwohner.
[Bearbeiten] Kirche
Die Dygowoer Kirche wurde im Jahre 1880 in neoromanischem Stil errichtet. Bis 1945 war der größte Teil der Bevölkerung evangelischer Konfession. Degow war Sitz eines Pfarramtes, zu dessen Kirchspiel noch die Orte Ganzkow (Gąskowo), Mechenthin (Miechęcino) und Stöckow (Stojkowo) gehörten. Es lag im Kirchenkreis Kolberg (Kołobrzeg) im Ostsprengel der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union. Im Jahre 1940 zählte das Kirchspiel 2000 Gemeindeglieder.
Seit 1945 wohnen überwiegend katholische Einwohner in Dygowo. Der Ort ist weiterhin Sitz einer Pfarrei, zu der heute allerdings die Filialkirchen Czernin (Zernin) und Świelubie (Zwilipp) gehören. Es liegt im Dekanat Gościno (Groß Jestin) im Bistum Köslin-Kolberg der Katholischen Kirche in Polen und zählt 3.144 Gemeindeglieder.
Das bisher evangelische Gotteshaus wurde zugunsten der katholischen Kirche enteignet und erhielt am 30. Mai 1946 eine neue Weihe als Kościół Wniebowstąpienia Pańskiego (Kirche Christi Himmelfahrt).
[Bearbeiten] Pfarrer
Von der Reformation bis 1945 amtierten in Dygowo 14 evangelische, und seit 1945 bis heute acht katholische Geistliche:
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- Henryk Świerkowski, 1945–1949
- Kizimierz Antosz, 1949–1955
- Marian Grabianka, 1955–1959
- Ludwik Chamski, 1959–1985
- Stanisław Wojnar, 1985–1988
- Jan Nowak, 1988–1989
- Edward Skwira, 1989–1998
- Ireneusz Żejmo, seit 1998.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten: Söhne und Töchter des Ortes
- Gerhard Wunsch (* 1924), deutscher Elektrotechniker und Hochschullehrer
[Bearbeiten] Gmina Dygowo
[Bearbeiten] Allgemeines
Das Dorf Dygowo ist Sitz der gleichnamigen Landgemeinde. Sie umfasst eine Fläche von 128,57 km², was 17,7 % der Gesamtfläche des Powiat Kołobrzeski entspricht, zu dessen Bereich sie gehört. Mit 5.600 Einwohnern steht sie zahlenmäßig an 83. Stelle der 114 Gemeinden der Woiwodschaft Westpommern. Sie Süd- und Westgrenze der Gmina Dygowo wird vom Flusslauf der Persante (polnisch: Parsęta) bestimmt.
Nachbargemeinden von Dygowo sind:
- im Powiat Kołobrzeski: Gościno (Groß Jestin), Kołobrzeg (Kolberg) und Ustronie Morskie (Henkenhagen),
- im Powiat Białogardzki (Kreis Belgard): Karlino (Körlin), und
- im Powiat Koszaliński (Kreis Köslin): Będzino (Alt Banzin).
Die Gmina Dygowo ist in die beiden Postleitzahl-Regionen Dygowo = 78-113 und Wrzosowo (Fritzow) unterteilt.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Insgesamt 22 Ortschaften gehören zur Gmina Dygowo. Sie sind 14 Ortsteilen ("Schulzenämtern") zugeordnet:
- Ortsteile:
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- Übrige Ortschaften: Jażdże (Jaasder Katen), Kłopotowo (Klaptow), Lisia Góra, Połomino (Podemin), Pustary (Pustar), Pyszka (Peuske), Stramniczka (Neu Tramm) und Włościbórz (Lustebuhr).
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Straßen
Mitten durch die Gmina Dygowo verläuft die Nord-Süd-Woiwodschaftsstraße (DW) 163, die Kołobrzeg an der Ostsee mit dem pommerschen Hinterland verbindet und über Karlino, Białogard, Połczyn Zdrój und Szczecinek bis nach Wałcz führt. In ihrem gesamten Verlauf folgt sie der ehemaligen deutschen Reichsstraße 124.
Die DW 163 vernetzt die Region mit drei sehr bedeutenden polnischen Verkehrsachsen:
- in Karlino (Körlin): Landesstraße 6 (Deutschland -) Kołbaskowo (Kolbitzow) - Stettin ↔ Koszalin (Köslin) - Słupsk (Stolp) - Danzig - Pruszcz Gdański (Praust) (= ehemalige deutsche Reichsstraße 2 Berlin - Stettin - Köslin - Stolp - Danzig - Praust - Dirschau, heute auch Europastraße 28),
- in Szczecinek (Neustettin): Landesstraße 20 Stargard Szczeciński (Stargard in Pommern) - Drawsko Pomorskie (Dramburg) ↔ Miastko (Rummelsburg) - Bytów (Bütow) - Gdynia (Gdingen) (= ehemalige Reichsstraße 158 Berlin - Königsberg in der Neumark - Stargard in Pommern - Bütow - Lauenburg in Pommern),
- in Wałcz (Deutsch Krone): Landesstraße 22 (Deutschland -) Kostrzyn nad Odrą (Küstrin) - Gorzow Wielkopolski (Landsberg (Warthe)) - Tczew (Dirschau) - Elbląg (Elbing) - Grzechotki (- Russland) (= ehemalige Reichsstraße 1 Aachen - Berlin - Landsberg (Warthe) - Dirschau - Elbing - Königsberg (Preußen) - Eydtkuhnen),
sowie Landesstraße 10 (Deutschland -) Lubieszyn (Neu Linken) - Stettin - Piła (Schneidemühl) - Płońsk (Plöhnen) (= ehemalige Reichsstraße 104 Lübeck - Schwerin - Stettin - Schneidemühl).
[Bearbeiten] Schienen
Die Gmina Dygowo verfügt über fünf Bahnstationen an der Bahnlinie 404 der Polnischen Staatsbahn: Stramnica (Alt Tramm), Dygowo (Degow), Jazy (Jaasde) und Wrzosowo (Fritzow). Die Bahnstrecke führt von Kołobrzeg (Kolberg) über Białogard (Belgard) nach Szczecinek (Neustettin).
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeisterwahlen
Bei den Wahlen zum Bürgermeister der Gemeinde Dygowo im Jahre 2010 ging der parteiunabhängige Marek Zawadzki mit 68,01% der Stimmen als Sieger hervor. Ihm folgte die Kandidatin der Mitte-rechts orientierten Polnischen Bauernpartei Helena Rudzis-Gruchała mit 23,47% vor Gabriel Dondajski von der rechtskonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit mit 8,53%.[4]
| Kandidat | Partei | Stimmen in Prozent | Stimmenanzahl |
|---|---|---|---|
| Marek Zawadzki | Wyborców Marka Zawadzkiego (parteiunabhängig) | 68,01% | 1388 |
| Helena Rudzis-Gruchała | Polskie Stronnictwo Ludowe (Polnische Bauernpartei) | 23,47% | 479 |
| Gabriel Dondajski | Prawo i Sprawiedliwość (Recht und Gerechtigkeit) | 8,53% | 174 |
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Literatur
- Manfred Vollack, Das Kolberger Land, Husum, 1999
- Ernst Müller, Die Evangelischen geistlichen Pommerns von der Reformation bis zur Gegenwart, Teil 2, Stettin, 1912
[Bearbeiten] Weblinks
- Website der Gmina Dygowo
- Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: Die Gemeinde Degow (2011).
- Dygowo in der Ostsee-Touristik
- Federzeichnung der Kirche zu Degow
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. August 2011.
- ↑ Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil III, Band 1, Anklam 1867, S. 257-258.
- ↑ Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 613, Nr. 4.
- ↑ http://www.e-kg.pl/wojt-gminy-dygowo.html
Städte: Kołobrzeg (Kolberg) | Gościno (Groß Jestin)
Stadt- und Landgemeinde: Gościno (Groß Jestin)
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