Eine Nacht auf dem kahlen Berge

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Eine Nacht auf dem kahlen Berge (russisch Ночь на Лысой горе) ist eine sinfonische Dichtung von Modest Mussorgski und eines der bekanntesten Beispiele für russische Programmmusik des 19. Jahrhunderts. Mussorgski beschreibt in feurigen Orchesterfarben den grauenerregenden Tanz der Hexen in der Johannisnacht (23. auf 24. Juni) auf dem Berg Triglav (vgl. →Hexensabbat). Das Stück wird heute in allen Konzertsälen gespielt. Weniger bekannt ist, dass Mussorgski das Stück in seine Oper Der Jahrmarkt von Sorotschinzy eingearbeitet hat und dort mit großem Chor eine ungleich stärkere Bühnenwirkung erzielt.

Bearbeitungen[Bearbeiten]

Mussorgski bearbeitete das Stück selbst mehrfach, hernach Nikolai Rimski-Korsakow als Die Nacht auf dem Berge Triglaw im 3. Akt seiner Oper Mlada. Später erschienen Bearbeitungen für Orchester von Leopold Stokowski, Gottfried von Einem und Wissarion Schebalin. Von der Stern-Combo Meißen wurde eine Klassikadaption für Keyboard und Percussion daraus gemacht. Die Progressive-Metal-Band Mekong Delta spielte das Stück für ihr Album Dances of Death (and Other Walking Shadows) in einer Rockband-Besetzung ein.

Film[Bearbeiten]

Der russisch-französische Filmemacher und Grafiker Alexei Alexeieff schuf 1933 in Paris zu Mussorgskis Musik einen frühen abstrakten Animationsfilm Eine Nacht auf dem kahlen Berge (Une nuit sur le mont chauve).

Auch Walt Disney hat die Musik dieses Werkes als Teil seines Zeichentrickfilms Fantasia in prägnante Szenen umgesetzt.

Zitate[Bearbeiten]

Das Werk wird mehrfach im Spielfilm Jabberwocky der beiden ehemaligen Monty-Python-Mitglieder Terry Gilliam und Michael Palin zitiert. Daneben diente es nebst anderen Werken von Mussorgski als Hintergrundmusik des Computerspiels Frontier – Elite II.

Das komplette Stück wurde von Isao Tomita 1974 auf dem Album Firebird Suite adaptiert.