Eisenberg (Knüll)

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Eisenberg
Der Eisenberg aus dem Geisbachtal gesehen

Der Eisenberg aus dem Geisbachtal gesehen

Höhe 635,5 m ü. NHN
Lage Hessen, Deutschland
Gebirge Knüllgebirge
Dominanz 33 km → Wüstegarten (Kellerwald)
Schartenhöhe 271 m ↓ Schwalmtal, Wallenrod[1]
Koordinaten 50° 53′ 14″ N, 9° 31′ 3″ O50.887259.5173944444444635.5Koordinaten: 50° 53′ 14″ N, 9° 31′ 3″ O
Eisenberg (Knüll) (Hessen)
Eisenberg (Knüll)
Typ Bergrücken
Gestein Sandstein mit Basaltdurchbruch
Erschließung Borgmannturm im Jahr 1913
Besonderheiten – höchster Berg des Knüllgebirges
Borgmannturm (AT)
Fernmeldeturm/Eisenberg
Eisenberg im Winter 2004

Eisenberg im Winter 2004

Der Eisenberg ist mit 635,5 m ü. NHN[2] der höchste Berg des Knüllgebirges (Knüll) und gehört zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Nordhessen, Deutschland.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Eisenberg erhebt sich im südöstlichen Zentrum des Knüllgebirges etwa 13,5 km (Luftlinie) westnordwestlich von Bad Hersfeld auf der Grenze der Gemeinden Neuenstein im Norden und Kirchheim im Süden. Er liegt zwischen den Neuensteiner Dörfern Salzberg im Nordnordwesten, Raboldshausen im Nordnordosten, Obergeis im Ostnordosten, den Kirchheimer Dörfern Rotterterode im Südosten und Willingshain im Süden und dem Oberaulaer Dorf Friedigerode im Westsüdwesten.

Nördlich des Eisenbergs fließt durch die vorgenannten Neuensteiner Dörfer der Geisbach, östlich des Bergs entspringt der Kisselbach als nördlicher Zufluss der durch das Gemeindegebiet von Kirchheim fließenden Aula.

Türme[Bearbeiten]

Borgmannturm[Bearbeiten]

Auf dem Berg steht der 24 m hohe Borgmannturm, ein 1913 vom Knüllgebirgsverein errichteter, gemauerter Aussichtsturm, von dem sich eine schöne Aussicht genießen lässt. Über die bewaldeten Berge und Täler des Knülls sind unter anderen zu erkennen – im Uhrzeigersinn beginnend im Norden: Habichtswald, Reinhardswald, Kaufunger Wald, Hoher Meißner, Thüringer Wald, Rhön, Vogelsberg, Taunus, Westerwald, Rothaargebirge und Kellerwald. Der Turm ist nach den Forstmeister Hugo Borgmann (1841−1906) benannt, dem Gründer des Knüllgebirgsvereins. Es gab von 1894 -1906 einen Vorgängerturm aus Holz.

An den Borgmannturm angegliedert sind ein Berggasthof mit Hotelbetrieb und das Wanderheim Heußnerhaus des Knüllgebirgsvereins.

Heussner-Haus mit Borgmannturm

Fernmeldeturm[Bearbeiten]

Etwa 320 m westsüdwestlich des Borgmannturms steht auf dem Eisenberg auf etwa 629 m Höhe ein 115 m hoher Fernmeldeturm (50.8863333333339.5123527777778) der Deutschen Telekom AG, der in Stahlbetonbauweise als Typenturm FMT 5 errichtet wurde.

Dieser Turm dient neben dem Richtfunk und dem nichtöffentlichen Landfunk auch zur Versorgung der Region Osthessen mit dem Programm von Planet more music radio auf der UKW-Frequenz 100,3 MHz mit 50 kW ERP. Bis 2005 wurde diese Frequenz von Hit Radio FFH genutzt.

Frequenzen und Programme[Bearbeiten]

Analoges Radio (UKW)[Bearbeiten]

Frequenz 
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
100,3 planet more music radio _planet_ D369 50 ND H

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Berg ist im Winter mit seinen zahlreichen gespurten Loipen und einer Rodelbahn für Kinder ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Außerdem wird ein Skilift nebst Skipiste am Eisenberg betrieben. Weiterhin gibt es ausgedehnte Wanderwege, die rund um den Berg und durch den Knüll führen. Besonders herauszuheben ist hier der archäologische Wanderweg am Eisenberg und das Wanderziel Opferstein.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dominanzen und Prominenzen nach Highrisepages.de
  2. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Schweitzer: Der Eisenberg im Knüll. Hoehl Verlag, Bad Hersfeld 1958.

Siehe auch[Bearbeiten]