Fußball-Asienmeisterschaft 2004

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Fußball-Asienmeisterschaft 2004
AFC Asian Cup 2004
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Anzahl Nationen 16 (von 43 Bewerbern)
Asienmeister JapanJapan Japan (3. Titel)
Austragungsort China VolksrepublikVolksrepublik China China
Eröffnungsspiel 17. Juli 2004
Endspiel 7. August 2004
Spiele 32
Tore 96 (∅: 3 pro Spiel)
Zuschauer 1.023.050 (∅: 31.970 pro Spiel)
Torschützenkönig BahrainBahrain A'ala Hubail
IranIran Ali Karimi (5 Tore)
Bester Spieler JapanJapan Shunsuke Nakamura
Gelbe Karten 132 (∅: 4,13 pro Spiel)
Gelb-Rote Karten (∅: 0,19 pro Spiel)
Rote Karten 11 (∅: 0,34 pro Spiel)

Die 13. Fußball-Asienmeisterschaft fand vom 17. Juli bis zum 7. August 2004 in China statt. Das größte asiatische Fußball-Turnier wird seit 1956 vom Asiatischen Fußballverband (AFC) durchgeführt.

Der Titelverteidiger Japan konnte das Finale in Peking gegen Gastgeber China gewinnen und qualifizierte sich so für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2005.

Die Auszeichnung für den besten Spieler des Turniers ging an den japanischen Mittelfeldspieler Shunsuke Nakamura, beste Torschützen waren Ali Karimi (Iran) und A'ala Hubail (Bahrain), die jeweils fünf Mal ins Tor trafen.

Vergabe[Bearbeiten]

Um die Ausrichtung des Turniers hatten sich China, Thailand und der Iran beworben. Bei der Abstimmung am 27. Oktober 2000 setzte sich die Volksrepublik schließlich mit 10:6 Stimmen gegen Thailand durch und wurde zum Gastgeber der Endrunde. Der Iran hatte seine Bewerbung kurz zuvor zurückgezogen. [1]

China war damit zum ersten Mal Gastgeber der Asienmeisterschaft. Die Anzahl der Endrundenteilnehmer wurde auf 16 erhöht.

Austragungsorte[Bearbeiten]

Spielorte
Ort Stadion Kapazität Feldgröße
Chengdu Sichuan Longquanyi 27.333 120m x 80m
Chongqing Olympic Sports Center 58.680 105m x 68m
Jinan Shandong Sports Center 43.700 110m x 72m
Peking Worker's Stadium 66.161 105m x 68m

Qualifikationsphase[Bearbeiten]

→ s. Hauptartikel Fußball-Asienmeisterschaft 2004/Qualifikation

Modus[Bearbeiten]

Gastgeber China und Titelverteidiger Japan waren automatisch für das Endturnier qualifiziert. Die restlichen 44 teilnehmenden Mannschaften mussten in einer Qualifikationsphase die restlichen 14 Mannschaften ermitteln. Die Qualifikation verlief nach folgendem Modus:

Die 20 nach der FIFA-Weltrangliste schwächsten Mannschaften mussten zunächst eine Vorqualifikation bestreiten, die jeweiligen Gruppensieger zogen in die Hauptrunde mit sieben Gruppen à 4 Mannschaften ein. Die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich dann für das Endturnier in China. Die Qualifikationsphase verlief vom März bis zum Oktober 2003.

Teilnehmer[Bearbeiten]

Jordanien, Turkmenistan und der Oman nahmen erstmals an einer Asienmeisterschafts-Endrunde teil. Bahrain qualifizierten sich erstmals seit 1988 wieder für eine Fußball-Asienmeisterschaft.

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
BahrainBahrain Bahrain JordanienJordanien Jordanien Irak 2004Irak Irak IranIran Iran
China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China KuwaitKuwait Kuwait Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien JapanJapan Japan
IndonesienIndonesien Indonesien Korea SudSüdkorea Südkorea TurkmenistanTurkmenistan Turkmenistan OmanOman Oman
KatarKatar Katar Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate VAE UsbekistanUsbekistan Usbekistan ThailandThailand Thailand

Vorrunde[Bearbeiten]

Gruppe A[Bearbeiten]

Rang Land Tore Punkte
1 China VolksrepublikVolksrepublik China China 8:2 7
2 BahrainBahrain Bahrain 6:4 5
3 IndonesienIndonesien Indonesien 3:9 3
4 KatarKatar Katar 2:4 1
17. Juli 2004 in Peking
China VolksrepublikVolksrepublik China China BahrainBahrain Bahrain 2:2 (0:1)
18. Juli 2004 in Peking
IndonesienIndonesien Indonesien KatarKatar Katar 2:1 (1:0)
21. Juli 2004 in Peking
China VolksrepublikVolksrepublik China China IndonesienIndonesien Indonesien 5:0 (2:0)
21. Juli 2004 in Peking
BahrainBahrain Bahrain KatarKatar Katar 1:1 (0:0)
25. Juli 2004 in Peking
China VolksrepublikVolksrepublik China China KatarKatar Katar 1:0 (0:0)
25. Juli 2004 in Jinan
BahrainBahrain Bahrain IndonesienIndonesien Indonesien 3:1 (1:0)

Gastgeber China verspielte zwar im ersten Spiel in letzter Minute den Sieg, jedoch qualifizierte sich die vom Niederländer Arie Haan trainierte Mannschaft als Gruppenerster für das Viertelfinale. Bahrain sicherte sich im abschließenden Spiel gegen Indonesien – das mit dem 2:1-Sieg über Katar seinen ersten Sieg bei einer Asienmeisterschaft feiern konnte – den zweiten Platz und damit den Einzug ins Viertelfinale.

Gruppe B[Bearbeiten]

Rang Land Tore Punkte
1 Korea SudSüdkorea Südkorea 6:0 7
2 JordanienJordanien Jordanien 2:0 5
3 KuwaitKuwait Kuwait 3:7 3
4 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate VAE 1:5 1
19. Juli 2004 in Jinan
JordanienJordanien Jordanien Korea SudSüdkorea Südkorea 0:0
19. Juli 2004 in Jinan
KuwaitKuwait Kuwait Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate VAE 3:1 (3:0)
23. Juli 2004 in Jinan
Korea SudSüdkorea Südkorea Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate VAE 2:0 (1:0)
23. Juli 2004 in Jinan
JordanienJordanien Jordanien KuwaitKuwait Kuwait 2:0 (0:0)
27. Juli 2004 in Jinan
Korea SudSüdkorea Südkorea KuwaitKuwait Kuwait 4:0 (3:0)
25. Juli 2004 in Peking
JordanienJordanien Jordanien Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate VAE 0:0

Neuling Jordanien qualifizierte sich als Gruppenzweiter hinter dem WM-Halbfinalist Südkorea für das Viertelfinale. Die beiden Siegestreffer gegen Kuwait fielen in der 2. und 3. Minute der Nachspielzeit. Kuwait und die VAE konnten in dieser Gruppe nicht überzeugen und schieden aus.

Gruppe C[Bearbeiten]

Rang Land Tore Punkte
1 UsbekistanUsbekistan Usbekistan 3:0 9
2 Irak 2004Irak Irak 5:4 6
3 TurkmenistanTurkmenistan Turkmenistan 4:6 1
4 Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien 3:5 1
18. Juli 2004 in Chengdu
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien TurkmenistanTurkmenistan Turkmenistan 2:2 (1:1)
18. Juli 2004 in Chengdu
UsbekistanUsbekistan Usbekistan Irak 2004Irak Irak 1:0 (1:0)
22. Juli 2004 in Chengdu
Irak 2004Irak Irak TurkmenistanTurkmenistan Turkmenistan 3:2 (1:1)
22. Juli 2004 in Chengdu
UsbekistanUsbekistan Usbekistan Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien 1:0 (1:0)
26. Juli 2004 in Chengdu
Irak 2004Irak Irak Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien 2:1 (0:0)
26. Juli 2004 in Chonqing
UsbekistanUsbekistan Usbekistan TurkmenistanTurkmenistan Turkmenistan 1:0 (0:0)

Das Ausscheiden des Vizemeisters Saudi-Arabien war die größte Überraschung der Vorrunde. Die Saudis, die seit 1984 jedes mal das Finale erreichten, mussten sich zu Beginn mit einem 2:2-Unentschieden gegen Turkmenistan begnügen und verloren die restlichen Spiele gegen Usbekistan und den Irak. Der niederländische Trainer Gerard van der Lem wurde nach der Niederlage gegen den Irak entlassen. Usbekistan gewann all seine Spiele knapp und überstand bei seiner dritten Endrundenteilnahme erstmals die Vorrunde. Der Irak qualifizierte sich ebenfalls für das Viertelfinale.

Gruppe D[Bearbeiten]

Rang Land Tore Punkte
1 JapanJapan Japan 5:1 7
2 IranIran Iran 5:2 5
3 OmanOman Oman 4:3 4
4 ThailandThailand Thailand 1:9 0
20. Juli 2004 in Chonqing
JapanJapan Japan OmanOman Oman 1:0 (1:0)
20. Juli 2004 in Chonqing
IranIran Iran ThailandThailand Thailand 3:0 (0:0)
24. Juli 2004 in Chonqing
IranIran Iran OmanOman Oman 2:2 (0:2)
24. Juli 2004 in Chonqing
JapanJapan Japan ThailandThailand Thailand 4:1 (1:1)
28. Juli 2004 in Chonqing
OmanOman Oman ThailandThailand Thailand 2:0 (1:0)
26. Juli 2004 in Chengdu
IranIran Iran JapanJapan Japan 0:0

Japan und der Iran setzten sich in dieser Gruppe erwartungsmäßig durch, der Oman konnte in beiden Spielen gegen den Iran und gegen Japan überzeugen (gegen die Iraner führte der Oman bis zur 93. Minute mit 2:1 ehe Nosrati den Ausgleich erzielte). Thailand blieb auch in seiner 5 Teilnahme ohne Sieg in der regulären Spielzeit.

Finalrunde[Bearbeiten]

Viertelfinale[Bearbeiten]

Im Spiel Japan-Jordanien gab es während des Elfmeterschießens eine kontroverse Szene, als der japanische Trainer Zico die Änderung des Tores veranlasste. Proteste der Jordanier, dieses Vorgehen habe sie den Sieg gekostet, wurden abgelehnt.

Iran und Südkorea trafen sich zum dritten Mal in Folge im Viertelfinale, die Iraner setzten sich dank eines starken Ali Karimi, der drei Treffer erzielte, mit 4:3 durch.

Gastgeber China bezwang den Irak mit 3:0, während sich Bahrain im Duell der Überraschungsmannschaften gegen Usbekistan durchsetzte.

30. Juli 2004 Peking China VolksrepublikVolksrepublik China China Irak 2004Irak Irak 3:0 (1:0)
30. Juli 2004 Chengdu UsbekistanUsbekistan Usbekistan BahrainBahrain Bahrain 2:2 n.V. (2:2, 0:0), 3:4 n.E.
31. Juli 2004 Jinan Korea SudSüdkorea Südkorea IranIran Iran 3:4 (2:2)
31. Juli 2004 Chongqing JapanJapan Japan JordanienJordanien Jordanien 1:1 n.V. (1:1, 1:1), 4:3 n.E.

Halbfinale[Bearbeiten]

3. August 2004 Peking China VolksrepublikVolksrepublik China China IranIran Iran 1:1 n.V. (1:1, 1:1), 4:3 n.E.
3. August 2004 Jinan JapanJapan Japan BahrainBahrain Bahrain 4:3 n.V. (3:3, 0:1)

Spiel um Platz Drei[Bearbeiten]

6. August 2004 Peking BahrainBahrain Bahrain IranIran Iran 2:4 (1:1)

Finale[Bearbeiten]

7. August 2004 Peking JapanJapan Japan China VolksrepublikVolksrepublik China China 3:1 (1:1)

Torschützen[Bearbeiten]

5 Tore

4 Tore

3 Tore

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. New Straits Times: Youthful Japan Look A Class Above Their Final Rivals, 29. Oktober 2000.

Weblinks[Bearbeiten]